Beef Shawarma vom vertikalen Grill

Großes Drehspießgericht · Libanon

Marinierte, dünn geschnittene Rindfleischlagen werden dicht auf einen vertikalen Drehspieß geschichtet, bei seitlicher Grillhitze gegart und portionsweise abgeschabt. Dazu werden Taratour, Fladenbrot, Tomaten, Zwiebel, Petersilie und eingelegte RübenPink eingelegte Rüben sind häufig in levantinischen Lebensmittelgeschäften und gut sortierten türkischen Märkten erhältlich. serviert.

Zum Rezept
Beef Shawarma vom vertikalen Grill
Vorbereitung 75 Minuten
Kochen / Backen 2 Std. 45 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Std. 10 Min.
Gesamtzeit ca. 13 Std. 55 Min.
Menge 8 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die dünnen Fleischscheiben nehmen die Marinade gleichmäßig auf und garen Schicht für Schicht.
  • Der vertikale Spieß bräunt die Außenseite intensiv, während der kompakte Fleischkegel im Inneren saftig bleibt.
  • Taratour bringt eine cremige, zitronige Sesamnote und gleicht die kräftigen Gewürze des Rindfleischs aus.

Beef Shawarma ist eine libanesische Rindfleischvariante des Shawarma. Die gewürzten Fleischscheiben werden zu einem kompakten Kegel aufgeschichtet und drehen sich bei indirekter seitlicher Hitze am Grill. Außen wird das vollständig gegarte Fleisch dünn abgeschabt, während die inneren Lagen weitergaren. Taratour und levantinische Beilagen machen daraus eine vollständige Servierform im Fladenbrot oder auf einer Platte.

Außen kräftig gebräunt und würzig, innen saftig und zart. Piment, Kreuzkümmel, Kardamom und Zimt geben dem Fleisch eine warme, aromatische Tiefe; Taratour ergänzt eine cremige, nussige Säure.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und Marinieren

  1. Fleisch schneiden

    Lege das Rindfleisch für 20 Minuten in den Kühlschrank, falls es sehr weich ist. Schneide es anschließend gegen die Faser in gleichmäßige, 5 bis 7 mm dünne Scheiben.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Scheiben lassen sich sauber und gleichmäßig gegen die Faser schneiden.

    • Ein gut gekühltes, aber nicht gefrorenes Stück Fleisch lässt sich leichter dünn schneiden.
  2. Marinade ansetzen und Fleisch marinieren

    Verrühre Olivenöl, Essig, Zitronensaft, Knoblauch, Piment, Kreuzkümmel, Zimt, Koriander, Kurkuma, Ingwer, Kardamom, Pfeffer und Salz. Wende die Fleischscheiben gründlich in der Marinade, decke sie ab und stelle sie 8 bis 12 Stunden kalt.

    Daran erkennst du es: Alle Fleischscheiben sind gleichmäßig mit Marinade überzogen.

    • Die Fleischscheiben möglichst flach in der Marinade verteilen, damit jede Scheibe gleichmäßig gewürzt wird.

    Wichtig: Das marinierte Fleisch durchgehend gekühlt halten.

  3. Taratour zubereiten

    Verrühre Tahini, Zitronensaft, Knoblauch und Salz. Zuerst wird die Masse dick und körnig. Rühre das eiskalte Wasser nach und nach ein, bis eine glatte, gießfähige Sauce entsteht. Stelle die Taratour bis zum Servieren kalt.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt, gießfähig und frei von trockenen Klumpen.

    • Das Wasser langsam einarbeiten; dadurch lässt sich die Konsistenz besser kontrollieren.
  4. Beilagen vorbereiten

    Bereite Tomaten, Zwiebel, Petersilie und eingelegte Rüben vor. Stelle sie abgedeckt kalt, bis das Fleisch fertig ist. Während das Fleisch mariniert oder grillt, können diese Beilagen vorbereitet werden.

    Daran erkennst du es: Alle Beilagen sind servierfertig geschnitten und abgedeckt gekühlt.

    • Die Beilagen erst kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie frisch und knackig bleiben.
  5. Fleischkegel aufbauen

    Nimm das Fleisch 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank und lasse überschüssige Marinade kurz abtropfen. Schichte die Scheiben dicht und ohne große Zwischenräume auf den vertikalen Drehspieß. Beginne mit größeren Scheiben unten und forme oben einen kompakten, leicht zulaufenden Kegel. Fixiere den Stapel mit der Haltegabel des Spießes.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Stapel ist kompakt, gleichmäßig verteilt und sicher mit der Haltegabel fixiert.

    • Große Scheiben unten stabilisieren den Kegel; kleinere Scheiben eignen sich für die oberen, schmaleren Bereiche.

    Wichtig: Rohes Fleisch und benutzte Arbeitsflächen nach dem Aufbau gründlich reinigen.

  6. Grill für indirekte seitliche Hitze einrichten

    Richte den Grill für seitliche, indirekte Hitze ein. Bei einem Holzkohlegrill liegen die durchgeglühten Kohlen seitlich vom Drehspieß; bei einem Gasgrill bleiben nur die seitlichen Brenner eingeschaltet. Stelle eine Auffangschale unter den Fleischkegel und stabilisiere die Grillkammer auf 190 bis 210 °C. Der Spieß muss sich frei drehen, ohne dass Fleisch direkt über der Glut hängt.

    200 °C

    Daran erkennst du es: Der Spieß dreht frei, die Auffangschale steht sicher und die Grilltemperatur bleibt stabil.

    • Die seitliche Hitze darf nicht direkt unter dem Fleischkegel konzentriert sein; sonst bräunt die Außenseite zu schnell.

    Wichtig: Beim Einrichten des Grills hitzebeständige Handschuhe verwenden und ausreichend Abstand zu offenen Flammen und Glut halten.

Grillen und Servieren

  1. Außenschicht garen

    Setze den Spieß ein und lasse den Fleischkegel bei geschlossener Grillhaube 35 bis 45 Minuten drehen, bis die Außenschicht kräftig gebräunt und vollständig gegart ist.

    45 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Außenschicht ist kräftig gebräunt und vollständig gegart.

    • Die Grillhaube möglichst geschlossen halten, damit die Temperatur nicht unnötig abfällt.

    Wichtig: Nur die vollständig gegarte Außenschicht abschaben; rohe innere Lagen bleiben am Spieß.

  2. Gegarte Außenschicht abschaben

    Schabe mit einem langen, scharfen Messer nur die vollständig gegarte Außenschicht in dünnen Streifen ab. Schneide dabei von oben nach unten und halte das Messer leicht schräg.

    Daran erkennst du es: Es werden nur dünne, gebräunte und vollständig gegarte Streifen entfernt.

    • Das Messer nicht tief in den noch rohen Kern führen.

    Wichtig: Das Messer stets vom Körper weg führen und ausreichend Abstand zum drehenden Spieß halten.

  3. Weiterdrehen und portionsweise abschaben

    Drehe den Spieß weiter und schabe alle 20 bis 30 Minuten erneut die gebräunte Außenschicht ab. Kontrolliere die Grilltemperatur regelmäßig und ergänze bei Bedarf Holzkohle, ohne die seitliche Hitze zu stark zu erhöhen. Die rohen inneren Lagen bleiben bis zum Weitergaren am Spieß.

    25 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Jede abgeschabte Schicht ist außen gebräunt und vollständig gegart; der Spieß dreht gleichmäßig weiter.

    • Bei starkem Aufflammen die Hitze reduzieren und die seitliche Anordnung beibehalten.

    Wichtig: Rohe innere Fleischlagen nicht abschaben oder servieren.

  4. Kerntemperatur prüfen

    Prüfe nach etwa 2 Stunden die Mitte des Fleischkegels mit einem Einstichthermometer. Der Kern muss mindestens 71 °C erreichen. Falls er noch kühler ist, grille weiter und schabe nur die gegarte Oberfläche ab, bis auch die inneren Lagen vollständig durchgegart sind.

    2 Stunden 71 °C

    Daran erkennst du es: Die Mitte erreicht mindestens 71 °C und die inneren Lagen sind vollständig durchgegart.

    • An der dicksten Stelle des Kerns messen und die Messspitze nicht an den Spieß führen.

    Wichtig: Das Rindfleisch erst servieren, wenn der Kern mindestens 71 °C erreicht hat.

  5. Ruhen lassen und servieren

    Nimm den fertigen Spieß vom Grill und lasse ihn 10 Minuten ruhen. Schneide das Fleisch vollständig ab, löse die Scheiben etwas voneinander und serviere sie sofort mit warmem Fladenbrot, Taratour, Tomaten, Zwiebel, Petersilie und eingelegten Rüben.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig abgeschabt und wird warm mit den Beilagen serviert.

    • Das Fladenbrot kurz erwärmen, bevor das Fleisch und die Taratour darauf gegeben werden.

    Wichtig: Servierfertiges Fleisch von rohen Zutaten und benutzten Marinierutensilien getrennt halten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Schichtweise garen: Beim vertikalen Shawarma wird immer nur die vollständig gegarte Außenschicht abgeschabt. Der verbleibende Kegel gart anschließend weiter, sodass das Fleisch portionsweise serviert werden kann.
  • Taratour langsam verdünnen: Tahini kann durch Zitronensaft zunächst dick und körnig werden. Das eiskalte Wasser deshalb portionsweise einarbeiten, bis die Sauce glatt und gießfähig ist.
  • Seitliche Hitze beibehalten: Der Fleischkegel soll nicht direkt über der Glut hängen. Die seitliche, indirekte Hitze verhindert ein zu schnelles Verbrennen der Außenschicht und ermöglicht das langsame Garen der inneren Lagen.

Zutatenwissen

Tahini auswählen

Tahini ist eine Sesampaste und in türkischen, arabischen sowie gut sortierten Supermärkten erhältlich. Ein mildes Sesammus kann verwendet werden, schmeckt je nach Röstung aber kräftiger.

Eingelegte Rüben

Pink eingelegte Rüben sind häufig in levantinischen Lebensmittelgeschäften und gut sortierten türkischen Märkten erhältlich. Sie bringen Säure, erdige Süße und ihre typische Farbe in die Servierform.

Sinnvolle Alternativen

Mildes Sesammus

Die Taratour bleibt sesam-basiert, kann je nach Röstung aber kräftiger oder herber schmecken.

Tahini im gleichen Mengenverhältnis durch mildes Sesammus ersetzen und die Taratour wie beschrieben mit Zitronensaft, Knoblauch, Salz und Wasser anrühren.

Eingelegte Gurken

Die Beilage wird knackig und säuerlich, verliert aber die erdige Süße und pinke Farbe der eingelegten Rüben.

Eingelegte Gurken in Streifen schneiden und in gleicher Menge zusammen mit Fleisch, Taratour und den übrigen Beilagen servieren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die äußere Schicht verbrennt, während der Kern noch roh bleibt.

Die Scheiben dicht, gleichmäßig und leicht zulaufend stapeln und die Glut beziehungsweise Brenner seitlich anordnen.

Hitze reduzieren, den Spieß weiterdrehen lassen und ausschließlich vollständig gegarte Außenschichten abschaben.

Rohe oder halb gegarte Fleischstücke werden abgeschnitten.

Nur die gebräunte Oberfläche in dünnen Streifen und mit leicht schräg gehaltenem Messer abschaben.

Die abgeschabten Stücke zurück auf den Grill geben und vollständig durchgaren, bevor sie serviert werden.

Die Taratour wird dick, körnig oder bleibt klumpig.

Das eiskalte Wasser portionsweise unter ständigem Rühren einarbeiten.

Mit kleinen zusätzlichen Wassermengen weiter rühren, bis wieder eine glatte, gießfähige Konsistenz entsteht.

Das Fleisch wird trocken und verliert seine Saftigkeit.

Die Grillkammer bei etwa 190 bis 210 °C halten und nur die gegarte Außenschicht portionsweise abschaben.

Das Fleisch mit Taratour und warmem Fladenbrot servieren und die verbleibenden Lagen bei moderaterer Hitze weitergaren.

Varianten

Shawarma auf der Platte

Das vollständig abgeschabte Fleisch wird nicht im Fladenbrot, sondern auf einer Platte mit Taratour und den vorbereiteten Beilagen angerichtet.

Variante mit eingelegten Gurken

Eingelegte Gurken ersetzen die eingelegten Rüben als säuerlich-knackige Beilage.

Servieren und kombinieren

  • Im Fladenbrot: Das warme Fladenbrot mit Taratour bestreichen, mit abgeschabtem Beef Shawarma füllen und mit Tomaten, roten Zwiebeln, Petersilie und eingelegten Rüben ergänzen.
  • Als Platte: Das Fleisch auf einer großen Platte mit Taratour und den geschnittenen Beilagen anrichten. Warmes Fladenbrot separat dazu reichen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Fleisch kann 8 bis 12 Stunden vor dem Grillen mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Taratour kann ebenfalls vorab zubereitet und bis zum Servieren gekühlt werden.

Allergene und Nährwerte

  • Sesam: enthält · Tahini ist eine Sesampaste.
  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain

Lebensmittelsicherheit

  • Kerntemperatur von Rindfleisch: Das Fleisch erst servieren, wenn der Kern mindestens 71 °C erreicht hat und die inneren Lagen vollständig durchgegart sind.
  • Trennung von rohem und gegartem Fleisch: Rohes Fleisch, Marinierutensilien und benutzte Arbeitsflächen von servierfertigem Fleisch und Beilagen getrennt halten und nach der Verwendung gründlich reinigen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welches Rindfleisch eignet sich für Beef Shawarma?

Rindfleisch aus der Hüfte eignet sich wie im Rezept angegeben. Wichtig ist, es gegen die Faser in gleichmäßige 5 bis 7 mm dünne Scheiben zu schneiden.

Kann ich Beef Shawarma ohne vertikalen Drehspieß zubereiten?

Das Rezept ist auf einen vertikalen Drehspieß ausgelegt. Ohne diesen Aufbau lässt sich die charakteristische Schicht-für-Schicht-Garmethode nicht zuverlässig nachbilden.

Warum wird die Taratour zunächst dick und körnig?

Tahini und Zitronensaft können zunächst eine dicke, körnige Masse bilden. Das ist normal; das eiskalte Wasser langsam einrühren, bis die Sauce glatt und gießfähig wird.

Wie wird Beef Shawarma serviert?

Das Fleisch wird warm im Fladenbrot oder auf einer Platte mit Taratour, Tomaten, roter Zwiebel, Petersilie und eingelegten Rüben serviert.

Aus unserer Küche

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