Silberhaut entfernen
Eine noch vorhandene Silberhaut auf der Knochenseite kann zäh bleiben. Sie lässt sich meist an einer Ecke lösen und vorsichtig abziehen.
Spareribs vom Schwein
Saftige Schweinerippchen werden mit einer würzigen Marinade aus Thymian, Knoblauch, Paprika, Apfelsaft und BBQ-Sauce mariniert, kurz direkt angeröstet und anschließend indirekt auf dem Grill fertig gegart.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese moderne Schweizer Rezeptvariante verbindet kräftige Schweinerippchen mit einer aromatischen BBQ-Marinade. Nach dem zwölfstündigen Marinieren sorgt kurzes direktes Anrösten für Röstaromen, bevor die Rippchen bei geschlossenem Deckel in der indirekten Grillzone schonend fertig garen.
Die Rippchen duften würzig und rauchig vom Grill, schmecken herzhaft mit einer mild-süßlichen BBQ-Note und erhalten durch Apfelsaft und Gewürze eine ausgewogene, leicht pikante Aromatik. Die Oberfläche ist kräftig gebräunt, während das Fleisch heiß und saftig serviert wird.
Schritt für Schritt
Die Spareribs trocken tupfen. Falls auf der Knochenseite noch eine Silberhaut sitzt, diese an einer Ecke lösen und vorsichtig abziehen.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen.
Die Thymianblättchen von den Stielen streifen und grob hacken. Knoblauch fein hacken. Beides mit Rohrzucker, Paprikapulver, Chilipulver, schwarzem Pfeffer, Apfelsaft, BBQ-Sauce und dem abgemessenen Meersalz verrühren.
Die Spareribs mit dem Olivenöl bestreichen und anschließend rundum mit der Marinade einreiben. Zugedeckt im Kühlschrank 12 Stunden marinieren.
Wichtig: Während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Die Spareribs eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Die Marinade vom Fleisch abstreifen und auffangen. Während die Rippchen temperieren, den Kugelgrill mit Deckel für zwei Zonen vorbereiten: eine kräftige direkte Glutzone und eine indirekte Zone ohne Glut darunter. Den Grill für die indirekte Phase auf etwa 180–220 °C einregeln.
Wichtig: Die aufgefangene Marinade bleibt bis zur vollständigen Verwendung am Grill von anderen Lebensmitteln getrennt.
Die Spareribs über der direkten Glut von beiden Seiten insgesamt 3–4 Minuten kräftig anrösten. Dabei aufmerksam bleiben, damit die zuckerhaltige Marinade nicht verbrennt.
Daran erkennst du es: Beide Seiten sind kräftig gebräunt, die Marinade jedoch nicht schwarz verbrannt.
Wichtig: Beim Wenden auf heiße Grillroste und aufflackerndes Fett achten.
Die Rippchen in die indirekte Zone ziehen und mit etwas aufgefangener Marinade bestreichen. Den Deckel schließen und 45–50 Minuten indirekt grillen. Die Spareribs dabei mehrmals wenden und jeweils erneut dünn mit der Marinade bestreichen.
Daran erkennst du es: Die Rippchen sind heiß, gleichmäßig gebräunt und die Marinade haftet als dünner würziger Überzug.
Wichtig: Marinade, die mit rohem Fleisch in Kontakt war, nur während des vollständigen Grillens verwenden.
Die fertig gegrillten Spareribs mit Meersalz nach Bedarf würzen, in einzelne Rippchen schneiden und heiß servieren. Marinade, die mit rohem Fleisch in Kontakt war, darf nicht kalt als Sauce gereicht werden.
Daran erkennst du es: Die Rippchen werden heiß serviert und lassen sich sauber in einzelne Rippchen schneiden.
Wichtig: Kontaktmarinade niemals ungegart als Sauce verwenden.
Gut zu wissen
Eine noch vorhandene Silberhaut auf der Knochenseite kann zäh bleiben. Sie lässt sich meist an einer Ecke lösen und vorsichtig abziehen.
BBQ-Saucen unterscheiden sich je nach Produkt. Bei Allergien die Zutatenliste des verwendeten Produkts prüfen.
Das abgemessene Salz gehört in die Marinade. Zusätzliches Salz wird erst nach dem Grillen nach Bedarf verwendet.
Das Aroma wird etwas konzentrierter und weniger frisch.
Den getrockneten Thymian direkt in die Marinade rühren; die Zweige entfallen.
Die Marinade wird etwas fruchtiger und süßer.
In gleicher Menge verwenden und die Süße beim späteren Bestreichen im Blick behalten.
Die Rippchen erhalten eine deutlich rauchigere Gewürznote.
Das milde Paprikapulver vollständig ersetzen; die Grillmethode bleibt unverändert.
Nur 3–4 Minuten direkt anrösten und anschließend indirekt weitergrillen.
Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und die Rippchen in der indirekten Zone ohne weitere dicke Marinadenschicht fertig grillen.
Den Grill vor Beginn der indirekten Phase auf etwa 180–220 °C einregeln und den Deckel geschlossen halten.
Die Rippchen in eine kühlere indirekte Zone umsetzen und die Glut reduzieren.
Kontaktmarinade nur während des vollständigen Grillens verwenden und nicht kalt servieren.
Während der indirekten Phase jeweils nur dünn bestreichen.
Überschüssige Marinade vorsichtig abstreifen und die Rippchen mit geschlossenem Deckel weitergrillen.
Eine mildere Version mit weniger Schärfe und stärkerer Kräuter- sowie BBQ-Note.
Eine Variante mit ausgeprägterer Rauchnote, ohne das Grillverfahren zu verändern.
Eine kräftigere Variante für alle, die mehr Schärfe mögen.
Die Rippchen können bis zu 12 Stunden vor dem Grillen mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Stunde vor dem Grillen dient dem Herausnehmen aus dem Kühlschrank und der Grillvorbereitung.
Übrig gebliebene gegarte Rippchen nach dem Essen zügig abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Das Einfrieren ist für dieses Rezept nicht näher dokumentiert; die Qualität der BBQ-Oberfläche kann dabei leiden.
Häufig gefragt
Die angegebene Marinierzeit beträgt 12 Stunden. Eine kürzere Zeit ist möglich, führt aber voraussichtlich zu einer weniger tiefen Würzung.
Das kurze direkte Anrösten erzeugt Röstaromen. In der indirekten Zone können die Rippchen anschließend gleichmäßiger fertig garen, ohne dass die zuckerhaltige Marinade schnell verbrennt.
Nein. Marinade mit Kontakt zu rohem Fleisch darf nicht kalt serviert werden. Sie wird nur während des vollständigen Grillens zum Bestreichen verwendet.
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