Douchi
Fermentierte schwarze Bohnen werden abgespült und fein gehackt. Sie geben eine salzige, kräftig fermentierte Note; schwarze Bohnenpaste ist feiner, salziger und weniger körnig.
Hunan · geräucherter Fisch
Kleine Süßwasserfische werden mariniert, direkt angegrillt, indirekt über mildem Rauch gegart und anschließend in grobe Fasern gezupft. DouchiGesalzene, fermentierte schwarze Sojabohnen aus der chinesischen Küche., Chili, Knoblauch, Ingwer und Sichuanpfeffer geben dem Fisch eine kräftige Hunaner Würze.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese eigenständige Grillfassung des Hunaner Huǒbèi yú verbindet gebräunte Fischhaut, sanften Rauch und eine pikante Würzsauce. Nach dem Räuchern wird das Fischfleisch von Haut und Gräten gelöst, in grobe Fasern gezupft und kurz mit fermentierten schwarzen Bohnen, Chili und Knoblauch sautiert.
Der Fisch duftet mild rauchig und würzig, mit leicht gebräunter Haut und einer saftigen, dennoch festen Faserstruktur. Douchi bringt salzige Fermentationsnoten, während Chili, Knoblauch, Ingwer und Sichuanpfeffer für Schärfe und Wärme sorgen.
Schritt für Schritt
Die küchenfertigen Fische kalt abspülen und gründlich trocken tupfen. Salz, Shaoxing-ReisweinTraditioneller chinesischer Gelbreiswein aus der Region Shaoxing. und den fein geriebenen Ingwer verrühren, die Fische innen und außen damit einreiben und abgedeckt 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Wichtig: Rohe Fische und Marinade sauber getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln handhaben.
Die Fische aus der Marinade nehmen und überschüssige Flüssigkeit abtupfen. Auf einem Rost 20 Minuten unbedeckt im Kühlschrank oder an einem sehr kühlen, hygienisch geeigneten Ort antrocknen lassen. Dadurch haftet die Rauchschicht besser.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche fühlt sich trocken an und glänzt nicht mehr stark.
Wichtig: Bei Raumtemperatur nur an einem sehr kühlen, hygienisch geeigneten Ort und nicht länger als vorgesehen antrocknen lassen.
Einen Kugelgrill oder Gasgrill für zwei Temperaturzonen vorbereiten. Die direkte Zone auf etwa 190 bis 210 °C bringen und die indirekte Zone auf 110 bis 120 °C einregeln. Die RäucherholzchipsNur lebensmittelgeeignete Chips aus mildem Obstholz oder Buche verwenden. in eine Räucherbox oder in dicht gefaltete, perforierte Alufolie geben und auf die Glut beziehungsweise über den Brenner legen. Den Grillrost leicht ölen.
Wichtig: Nur für Lebensmittel geeignete Räucherchips verwenden; Alufolie und Räucherbox werden sehr heiß.
Die Fische über der direkten Hitze jeweils 2 bis 3 Minuten pro Seite grillen, bis die Haut leicht gebräunt ist und das Fleisch stabil bleibt. Danach in die indirekte Zone legen, den Deckel schließen und 25 bis 40 Minuten bei 110 bis 120 °C räuchern. Die Fische sind gar, sobald das dickste Stück mindestens 63 °C Kerntemperatur erreicht hat und das Fleisch leicht zerfällt. Für eine festere, trockenere Struktur anschließend noch 10 bis 15 Minuten im Rauch belassen.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht mindestens 63 °C, und das Fleisch zerfällt leicht.
Wichtig: Fisch vollständig durchgaren und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen.
Die Fische 10 Minuten abkühlen lassen. Haut, Köpfe, Flossen und sämtliche Gräten sorgfältig entfernen. Das Fischfleisch mit den Fingern in grobe, etwa 2 bis 3 cm lange Fasern zupfen. Nicht fein hacken, damit die gezupfte Struktur erhalten bleibt.
Daran erkennst du es: Das Fischfleisch lässt sich ohne großen Widerstand von den Gräten lösen.
Wichtig: Vor dem Weiterverarbeiten sämtliche Gräten entfernen.
Eine gusseiserne Pfanne auf dem Grill, einer Grillplatte oder einem Seitenbrenner erhitzen. Das neutrale Öl hineingeben. Knoblauch, gehackten Ingwer, getrocknete und frische Chilischote sowie Sichuanpfeffer 1 Minute anrösten. Douchi hinzufügen und weitere 1 bis 2 Minuten mitrösten.
Daran erkennst du es: Die Aromaten duften kräftig, ohne dunkel zu werden.
Wichtig: Beim Arbeiten mit heißem Öl und der gusseisernen Pfanne vorsichtig vorgehen.
Zucker, Sojasauce, Wasser und Reisessig einrühren und 2 Minuten leise einkochen lassen. Die gezupften Fischfasern vorsichtig unterheben und 2 bis 3 Minuten erwärmen, bis sie gleichmäßig von der Würzsauce überzogen sind.
Daran erkennst du es: Die Sauce haftet an den Fischfasern, ohne dass diese zerfallen.
Zum Schluss Sesamöl, Frühlingszwiebeln und Koriandergrün unterheben. Den handgezupften Huǒbèi yú heiß als pikante Beilage zu gedämpftem Reis oder als würzigen Grill-Snack servieren.
Daran erkennst du es: Kräuter und Frühlingszwiebeln sind gerade eingearbeitet und bleiben frisch und aromatisch.
Gut zu wissen
Fermentierte schwarze Bohnen werden abgespült und fein gehackt. Sie geben eine salzige, kräftig fermentierte Note; schwarze Bohnenpaste ist feiner, salziger und weniger körnig.
Shaoxing-Reiswein ist in Asia-Märkten oder Spezialitätenabteilungen erhältlich. Trockener Sherry kann ihn ersetzen, schmeckt jedoch etwas fruchtiger und weniger malzig.
Nur lebensmittelgeeignete Chips aus mildem Obstholz oder Buche verwenden. Die Chips werden nicht als Zutat mitgegessen, sondern erzeugen den Rauch während des Grillens.
Die Würze wird salziger, feiner und weniger körnig; die einzelnen fermentierten Bohnenstücke fehlen.
Schwarze Bohnenpaste direkt zu den angerösteten Aromaten geben und vor dem Nachwürzen vorsichtig abschmecken.
Der Geschmack wird etwas fruchtiger und weniger malzig.
Trockenen Sherry in derselben Phase und Menge wie den Shaoxing-Reiswein verwenden.
Die Rauchintensität und die aromatische Richtung können sich je nach Holzart leicht verändern.
Nur ausdrücklich lebensmittelgeeignete Räucherchips verwenden und die gleiche Menge einsetzen.
Überschüssige Marinade abtupfen und die Fische 20 Minuten unbedeckt antrocknen lassen.
Die Fische länger in der indirekten Zone belassen, bis die Oberfläche trockener ist, ohne die sichere Kerntemperatur zu unterschreiten.
Die Aromaten nur kurz rösten und die Pfanne bei Bedarf von der stärksten Hitze nehmen.
Eine neue kleine Würzbasis ansetzen und die verbrannten Aromaten nicht weiterverwenden.
Mit den Fingern grobe Fasern zupfen und die Würzsauce nur vorsichtig unterheben.
Die Masse als würzigen Reisbelag servieren und beim nächsten Durchgang gröber zupfen.
Douchi abspülen und die Sauce vollständig einrühren, bevor zusätzlich gewürzt wird.
Mit etwas Wasser und weiteren ungewürzten Fischfasern oder Reis ausgleichen.
Die Schärfe wird reduziert, während Rauch, Douchi und aromatische Würze erhalten bleiben.
Eine festere, trockenere Fischstruktur mit stärkerem Rauchcharakter.
Die Fische können bis zu etwa 1 Stunde vor dem Grillen mariniert und anschließend kurz angetrocknet werden. Das Zupfen und Würzen möglichst erst kurz vor dem Servieren durchführen.
Reste rasch abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die vollständig gegarte und abgekühlte Fischmischung portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.
Die Fischfasern können nach dem Auftauen etwas weicher werden; die Würzsauce bleibt aromatisch.
Häufig gefragt
Geeignet sind kleine ganze Süßwasserfische mit festem Fleisch, die küchenfertig vorbereitet werden können. Wichtig ist, nach dem Garen alle Gräten sorgfältig zu entfernen.
Fermentierte schwarze Bohnen, Douchi, gibt es meist im Glas oder Vakuumbeutel in gut sortierten Asia-Märkten.
Die beschriebene Zubereitung ist auf Grillen und Räuchern ausgelegt. Für den charakteristischen Rauch braucht es ein geeignetes Grill- oder Räuchergerät mit indirekter Hitze.
Trockener Sherry kann in gleicher Menge verwendet werden. Er schmeckt etwas fruchtiger und weniger malzig.
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