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Ein küchenfertiges Spanferkel von 8–10 kg sollte mehrere Tage vorher bei einer Metzgerei, Fleischerei oder einem Partyservice bestellt werden.
Deutsche Grillkisten-Variante
Ein ganzes, küchenfertiges Spanferkel wird in einer großen Grillkiste zunächst mit der Schwarte nach unten und anschließend mit knuspriger Schwarte nach oben gegart. Eine Würzmischung aus Knoblauch, Zwiebeln, Petersilie, Senf, Öl, Bier und Kräutern sowie eine Bier-Honig-Glasur sorgen für kräftiges Aroma und eine gebräunte Kruste.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Spanferkel aus der Grillkiste ist ein eindrucksvolles Grillgericht für große Runden. Die Kohle liegt in einer Wanne über dem Tier und gart es mit kräftiger Oberhitze. Nach dem Wenden wird die Schwarte mit einer Bier-Honig-Mischung bestrichen und zum Schluss knusprig gebräunt.
Das Fleisch wird saftig und würzig, während die Schwarte kräftig gebräunt und knusprig wird. Bier, Majoran, Kümmel und Senf geben dem Bratensaft eine herzhafte, leicht malzige Note; die Honigglasur bringt eine dezente Süße an die Kruste.
Schritt für Schritt
Knoblauch und Zwiebeln fein hacken. Petersilie fein schneiden und mit Senf, Öl, 150 ml Bier, Pfeffer, Majoran und Kümmel verrühren. Das Spanferkel innen mit etwa zwei Dritteln der Würzmischung einreiben. Die Schwarte trocken tupfen und mit 35 g des Salzes würzen. Das übrige Salz für die Innenseite beziehungsweise zum Ausgleichen der Würzmischung verwenden. Die restliche Würzmischung abgedeckt kalt stellen.
Wichtig: Das Spanferkel und die Würzmischung bis zur weiteren Verarbeitung hygienisch kalt halten.
Die Schwarte mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden, ohne tief in das Fleisch zu schneiden. Das Spanferkel mit der offenen Bauchseite auf ein ausreichend großes Blech legen, abdecken und 8–12 Stunden bei höchstens 4 °C ruhen lassen. Die Schwarte bleibt dabei möglichst trocken.
Wichtig: Das rohe Spanferkel während der gesamten Ruhezeit gekühlt und abgedeckt aufbewahren.
Das Spanferkel vor dem Grillen 45 Minuten aus der Kühlung nehmen. Die Grillkiste nach Herstellerangabe aufbauen und den Rost mit hitzefesten Handschuhen sowie einem Einstichthermometer vorbereiten. Die Startbriketts vollständig durchglühen lassen.
Daran erkennst du es: Die Briketts sind vollständig durchgeglüht.
Wichtig: Beim Umgang mit Grillkiste, Rost und glühender Kohle stets hitzefeste Handschuhe tragen.
Das Spanferkel mit der Schwarte nach unten auf den Rost der Grillkiste legen. Die Kohlewanne aufsetzen und die Grillkiste schließen. Die Temperatur im Garraum soll ungefähr 180–200 °C betragen. Das Tier zunächst 2½ Stunden mit direkter Oberhitze durch die Kohlewanne garen. Die Grillkiste während dieser Phase nur kurz zum Kontrollieren öffnen.
Daran erkennst du es: Die erste Garphase von 2½ Stunden ist abgeschlossen.
Wichtig: Kohlewanne und Grillkiste nur mit geeigneten Hitzeschutzhandschuhen bewegen.
Die Kohlewanne vorsichtig abnehmen und die Asche entfernen. Das Spanferkel mit hitzefesten Handschuhen wenden, sodass die Schwarte nach oben zeigt. Die Kohlewanne wieder aufsetzen und weitere 1½–2 Stunden grillen. Bei Bedarf portionsweise Briketts nachlegen, damit die Temperatur stabil bleibt.
Daran erkennst du es: Die Schwarte zeigt nach oben und die Temperatur bleibt möglichst stabil.
Wichtig: Die Kohlewanne vorsichtig abnehmen und die heiße Asche sicher entfernen.
Bier, Honig, Senf und Öl für die Kruste verrühren. Sobald die dicksten Stellen an Schulter und Keule mindestens 75 °C Kerntemperatur erreicht haben, die Schwarte dünn mit der Glasur bestreichen. Die Grillkiste nochmals 10–15 Minuten schließen, bis die Schwarte kräftig gebräunt und knusprig ist. Bei zu schneller Bräunung die Kohlewanne kurz anheben und die Hitze reduzieren.
Daran erkennst du es: Schulter und Keule erreichen mindestens 75 °C Kerntemperatur; die Schwarte ist kräftig gebräunt und knusprig.
Wichtig: Das Fleisch erst bei mindestens 75 °C Kerntemperatur an Schulter und Keule aus der Grillkiste nehmen.
Das Spanferkel aus der Grillkiste nehmen und 20 Minuten locker ruhen lassen. Nicht vollständig mit Folie abdecken, damit die Schwarte knusprig bleibt. Anschließend mit einem scharfen Messer portionieren und Fleisch, Schwarte und austretenden Bratensaft gemeinsam servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch hat 20 Minuten geruht und lässt sich sicher portionieren.
Wichtig: Beim Herausheben und Portionieren auf heiße Oberflächen und austretenden Bratensaft achten.
Gut zu wissen
Ein küchenfertiges Spanferkel von 8–10 kg sollte mehrere Tage vorher bei einer Metzgerei, Fleischerei oder einem Partyservice bestellt werden.
Ein kleineres Tier von etwa 5–6 kg kann in kompaktere Grillkisten passen; die Grillzeit verkürzt sich, die Kerntemperatur an Schulter und Keule bleibt jedoch entscheidend.
Die Bier-Honig-Glasur wird erst in der abschließenden Krustenphase aufgetragen und sollte dünn verteilt werden.
Das Aroma bleibt malzig, die Glasur kann etwas weniger kräftig wirken.
Das dunkle Bier in beiden Verwendungen im gleichen Volumen einsetzen.
Der Geschmack bleibt neutral und die Glasur erhält eine ähnliche Konsistenz.
Rapsöl jeweils in der angegebenen Menge verwenden.
Die Schwarte trocken tupfen, während der Ruhezeit möglichst trocken halten und die Glasur nur dünn auftragen.
Die Kohlewanne kurz anheben und die Hitze kontrollieren; anschließend die Schwarte unter Beobachtung weiter bräunen.
Die Startbriketts vollständig durchglühen lassen, die Grillkiste möglichst geschlossen halten und portionsweise nachlegen.
Die Temperatur prüfen und vorsichtig zusätzliche durchgeglühte Briketts nachlegen.
Erst ab mindestens 75 °C Kerntemperatur glasieren und die Glasur dünn verstreichen.
Die Kohlewanne kurz anheben und die Hitze reduzieren.
Das Spanferkel 20 Minuten locker ruhen lassen, ohne die Schwarte vollständig abzudecken.
Die bereits portionierten Stücke kurz ruhen lassen und den austretenden Bratensaft mitservieren.
Die Bier-Honig-Glasur wird weggelassen, sodass die Schwarte ausschließlich mit Salz gewürzt und besonders herzhaft gehalten wird.
Für die Würzmischung und die Kruste wird dunkles alkoholfreies Bier verwendet.
Das Spanferkel kann nach dem Würzen abgedeckt 8–12 Stunden bei höchstens 4 °C ruhen. Die restliche Würzmischung bis zur Verwendung ebenfalls kalt stellen.
Häufig gefragt
Benötigt wird eine große Grillkiste mit Rost und Kohlewanne, die für ein ganzes Spanferkel von 8–10 kg geeignet ist.
Das gewürzte Spanferkel ruht abgedeckt 8–12 Stunden bei höchstens 4 °C. Die Schwarte sollte dabei möglichst trocken bleiben.
Die Glasur wird erst aufgetragen, wenn Schulter und Keule mindestens 75 °C Kerntemperatur erreicht haben. Danach wird die Schwarte noch 10–15 Minuten knusprig gebräunt.
Ein kleineres Tier von etwa 5–6 kg kann in kompaktere Grillkisten passen. Die Grillzeit verkürzt sich, die Kerntemperatur an Schulter und Keule bleibt aber entscheidend.
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