Tong samgyeopsal vom indirekten Grill

Koreanisches BBQ, indirekt

Ein ganzes, dickes Schweinebauchstück wird koreanisch inspiriert mariniert, langsam über indirekter Hitze gegart und zum Schluss direkt glasiert und angeröstet. Serviert wird es in Salat- und Perillablättern mit Ssamjang.

Zum Rezept
Tong samgyeopsal vom indirekten Grill
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 3 Std. 35 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Std. 20 Min.
Gesamtzeit ca. 16 Std. 5 Min.
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Glasieren, Marinieren
Vorgesehener Würzeinsatz Als Würzglasur vorgesehen
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das langsame indirekte Grillen gart das dicke Schweinebauchstück gleichmäßig und lässt das Fett schmelzen.
  • Die koreanisch inspirierte Würzpaste bringt Schärfe, Fermentationsaromen, Süße und Säure in ein ausgewogenes Verhältnis.
  • Die abschließende direkte Hitze haftet die Glasur an und sorgt für kräftige Röstaromen, während Salat, Perilla und Ssamjang Frische und Würze ergänzen.

Tong samgyeopsal bezeichnet ein großes Schweinebauchstück, das erst nach dem Garen aufgeschnitten wird. Dieses Rezept verbindet die Würzbasis aus GochujangFermentierte koreanische Chilipaste mit würziger, süßer und salziger Geschmacksrichtung., GochugaruGochugaru ist ein koreanisches Gewürz aus getrockneten roten Chilischoten, meist als grobe Flocken oder feines Pulver., DoenjangTraditionelle koreanische Paste aus fermentierten Sojabohnen mit salzig-würzigem Umami-Aroma., Sojasauce, Sesamöl, Knoblauch und Ingwer mit der Outdoor-Zubereitung auf dem Grill: Das Fleisch gart langsam über der kühlen Zone und erhält zum Schluss direkte Hitze für eine kräftige, glänzende Kruste.

Saftiger, zarter Schweinebauch mit weich geschmolzenem Fett, würziger Schärfe und einer süß-salzigen, glänzenden Kruste. Gochujang und Doenjang wirken fermentiert und kräftig, Sesamöl bringt Röstaroma, während Salat und Perilla einen frischen, leicht anisartigen Kontrast setzen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und marinieren

  1. Schweinebauch vorbereiten

    Den Schweinebauch rundum trocken tupfen. Die Fettseite mit einem scharfen Messer etwa 1 cm tief rautenförmig einschneiden, ohne tief ins Fleisch zu schneiden.

    10 Minuten
    • Die gleichmäßigen Einschnitte helfen der Würzung, an der Fettseite zu haften.
    • Nicht bis tief ins Fleisch schneiden.

    Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und Hände sowie Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen.

  2. Würzpaste anrühren

    Gochujang, Sojasauce, Honig, Reisessig, Sesamöl, Knoblauch, Ingwer und Gochugaru verrühren. Salz und Pfeffer unterarbeiten. Die Würzpaste gleichmäßig auf allen Seiten des Schweinebauchs verteilen.

    15 Minuten
    • Die Paste möglichst gleichmäßig auf Fett- und Fleischseite verteilen.
  3. Marinieren

    Das marinierte Fleisch abgedeckt 8–12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. 45 Minuten vor dem Grillen herausnehmen, damit es nicht eiskalt auf den Rost kommt.

    12 Stunden
    • Die Marinierzeit kann innerhalb des angegebenen Bereichs variieren.

    Wichtig: Das Fleisch während der Marinierzeit abgedeckt und durchgehend gekühlt halten.

Indirekt grillen und glasieren

  1. Grill einregeln

    Einen Kugelgrill oder Gasgrill für indirekte Hitze auf 135–145 °C einregeln. Beim Holzkohlegrill die Kohlen auf eine Seite schieben und eine Auffangschale unter die kühle Zone stellen. Der Schweinebauch liegt nicht direkt über der Glut.

    20 Minuten 140 °C
    • Den Deckel möglichst geschlossen halten, damit die Temperatur stabil bleibt.

    Wichtig: Hitzefeste Handschuhe verwenden und ausreichend Abstand zu Glut und heißen Grillteilen halten.

  2. Indirekt garen

    Das Fleisch mit der Fettseite nach oben über die Auffangschale legen und den Deckel schließen. 3–4 Stunden indirekt grillen, bis das Fleisch im Kern 88–92 °C erreicht. Nach etwa 90 Minuten die Position einmal drehen, damit die Hitze gleichmäßig einwirkt.

    3 Std. 30 Min. 140 °C

    Daran erkennst du es: Kerntemperatur von 88–92 °C

    • Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen.
    • Die Grillzeit hängt von Dicke, Grilltyp und Temperaturstabilität ab.

    Wichtig: Das rohe Fleisch nicht mit der späteren Servierzange oder verzehrfertigen Zutaten in Kontakt bringen.

  3. Glasur anrühren

    Gochujang, Sojasauce, Honig, Reisessig und Sesamöl glatt verrühren, während das Fleisch indirekt gart.

    5 Minuten
    • Die Glasur bis zur Verwendung beiseitestellen.
  4. Glasieren

    Sobald der Schweinebauch die Zieltemperatur erreicht hat, rundum dünn mit der Glasur bestreichen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum dünn mit Glasur überzogen.

    • Nur dünn glasieren, damit die süße Schicht beim direkten Anrösten nicht verbrennt.
  5. Direkt anrösten

    Das Fleisch über die direkte Hitze legen und bei etwa 190–210 °C je Seite 1–2 Minuten anrösten. Häufig wenden, damit die Glasur haftet und kräftig glänzt, aber nicht verbrennt.

    4 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Glasur haftet, glänzt kräftig und ist angeröstet, aber nicht schwarz verbrannt.

    • Wegen des Honigs die Oberfläche während des direkten Anröstens aufmerksam beobachten.

    Wichtig: Das Fleisch häufig wenden und nicht unbeaufsichtigt über direkter Hitze lassen.

Ruhen, Ssamjang und Servieren

  1. Ruhen lassen und aufschneiden

    Den Schweinebauch vom Grill nehmen und 20 Minuten locker ruhen lassen. Anschließend in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich nach der Ruhezeit sauber in Scheiben schneiden.

    • Die lockere Abdeckung hält das Fleisch warm, ohne die Kruste vollständig weich zu machen.
  2. Ssamjang anrühren

    Doenjang, Gochujang, Knoblauch, Sesamöl, Sesamsamen und Wasser glatt verrühren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Ssamjang ist glatt verrührt und streichfähig.

    • Das Wasser nach und nach unterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  3. Servieren

    Die Schweinebauchscheiben mit Blattsalat, Perillablättern, grünen Chilischoten und Ssamjang servieren. Die Blätter können zum Einwickeln der Fleischscheiben verwendet werden.

    5 Minuten
    • Perilla bringt eine kräftige, leicht anisartige Kräuternote ein.
    • Falls keine Perillablätter erhältlich sind, ausschließlich Salatblätter verwenden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zeit für die Marinade einplanen: Die 8–12 Stunden Marinierzeit sind eine zwingende Ruhephase und kommen zur aktiven Vorbereitungszeit hinzu.
  • Indirekte und direkte Hitze trennen: Das Fleisch gart zunächst über der kühlen Zone und wird erst am Ende kurz über direkter Hitze angeröstet.
  • Glasur aufmerksam beobachten: Die Glasur enthält Honig und kann bei direkter Hitze schnell dunkel werden. Häufiges Wenden verhindert ein Verbrennen.

Zutatenwissen

Gochujang

Die fermentierte koreanische Chilipaste ist im Rezept in Würzpaste, Glasur und Ssamjang enthalten. Als Ersatz nennt die Grundlage eine Mischung aus roter Chilipaste, hellem Miso und etwas Honig; sie schmeckt weniger fruchtig und weniger typisch fermentiert.

Gochugaru

Koreanische Chiliflocken liefern Würze und Farbe. Grobe milde Chiliflocken sind als Alternative brauchbar, ergeben aber eine andere Farbe und meist ein schärferes Aroma.

Doenjang

Die koreanische fermentierte Sojabohnenpaste bildet die herzhafte Basis des Ssamjangs. Helles Miso mit einer kleinen Prise Salz kann sie ersetzen, schmeckt jedoch milder und weniger erdig.

Perillablätter

Perillablätter werden als Umhüllung und frische Beilage serviert. Wenn sie fehlen, können ausschließlich Salatblätter verwendet werden; dann fehlt die kräftige, leicht anisartige Kräuternote.

Sinnvolle Alternativen

Rote Chilipaste, helles Miso und etwas Honig

Die Würzung wird weniger fruchtig und weniger typisch fermentiert.

Gochujang in allen drei Verwendungen durch eine nach Geschmack abgestimmte Mischung aus roter Chilipaste, hellem Miso und etwas Honig ersetzen.

Grobe milde Chiliflocken

Die Farbe wird weniger leuchtend; das Aroma kann anders und meist schärfer wirken.

Gochugaru durch grobe milde Chiliflocken ersetzen und die Schärfe während des Anrührens prüfen.

Helles Miso mit einer kleinen Prise Salz

Das Ssamjang schmeckt milder und weniger erdig.

Doenjang im Ssamjang durch helles Miso und eine kleine Prise Salz ersetzen.

Zusätzliche Salatblätter

Die leicht anisartige Kräuternote der Perilla fehlt.

Perillablätter weglassen und die Schweinebauchscheiben ausschließlich mit Salatblättern servieren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Glasur verbrennt beim direkten Anrösten.

Das Fleisch erst bei erreichter Zieltemperatur glasieren, nur kurz anrösten und häufig wenden.

Schwarze, bittere Stellen vorsichtig abschneiden und die unbeschädigten Scheiben servieren.

Das Fleisch gart auf einer Seite deutlich stärker.

Die Grilltemperatur stabil halten und das Fleisch nach etwa 90 Minuten einmal drehen.

Das Fleisch bis zur Ziel-Kerntemperatur weitergaren und die stärker gegarte Seite beim Aufschneiden dünner schneiden.

Die Oberfläche wird trocken, bevor das Innere die Zieltemperatur erreicht.

Die indirekte Hitze bei 135–145 °C halten und den Deckel möglichst geschlossen lassen.

Die Glasur erst am Ende auftragen und beim direkten Anrösten besonders kurz arbeiten.

Die Scheiben zerfallen oder lassen sich nicht sauber schneiden.

Den Schweinebauch nach dem Grillen 20 Minuten locker ruhen lassen.

Unregelmäßige Stücke als Ssam mit Salat und Ssamjang servieren.

Varianten

Ssam nur mit Salatblättern

Eine vereinfachte Servierform ohne Perillablätter, wenn diese nicht erhältlich sind.

Servieren und kombinieren

  • Als Ssam-Wickel: Eine Salat- oder Perillablattfläche mit einer Scheibe Schweinebauch, etwas Ssamjang und grünen Chilischoten belegen und zusammenfalten.
  • Mit Perilla als aromatischem Kontrast: Perillablätter separat anrichten, damit ihre kräftige, leicht anisartige Note neben dem würzigen Schweinebauch deutlich zur Geltung kommt.
  • Ssamjang separat reichen: Das Ssamjang in einer kleinen Schale neben dem Fleisch servieren, damit jeder Bissen individuell gewürzt werden kann.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Fleisch kann bis zu 12 Stunden vor dem Grillen mit der Würzpaste mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. 45 Minuten vor dem Grillen herausnehmen.

Allergene und Nährwerte

  • Soja: enthält · Sojasauce und fermentierte Sojabohnenpaste sind ausdrücklich als Zutaten angegeben.
  • Sesam: enthält · Geröstetes Sesamöl und geröstete Sesamsamen sind ausdrücklich als Zutaten angegeben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Tong samgyeopsal auf einem Gasgrill zubereiten?

Ja. Das Rezept ist für einen Kugelgrill oder Gasgrill mit Deckel und einstellbarer indirekter Hitze von 135–145 °C ausgelegt.

Woran erkenne ich, dass der Schweinebauch fertig gegart ist?

Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle soll 88–92 °C erreichen. Danach wird das Fleisch kurz über direkter Hitze angeröstet.

Was kann ich verwenden, wenn ich keine Perillablätter finde?

Die Perillablätter können weggelassen werden. Serviere den Schweinebauch dann ausschließlich mit Salatblättern; die leicht anisartige Kräuternote fehlt in diesem Fall.

Wie lange soll der Schweinebauch marinieren?

Die Marinierzeit beträgt 8–12 Stunden im Kühlschrank. Anschließend soll das Fleisch 45 Minuten vor dem Grillen herausgenommen werden.

Aus unserer Küche

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