Steakdicke und Marmorierung
Die etwa 4 cm dicken, gut marmorierten Steaks vertragen die kräftige direkte Hitze und das anschließende Nachgaren in der indirekten Zone besonders gut.
Chilenisches Rind vom Grill
4 cm dicke, gut marmorierte Rindersteaks werden über direkter Holzkohlehitze kräftig gebräunt, in der indirekten Zone bis zum gewünschten Garpunkt nachgegart und mit frischem Pebre aus Tomaten, Zwiebel, Koriander und grünem Ají serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Lomo vetado a la parrilla steht für ein chilenisches Rindersteak aus dem gut marmorierten Rückenstück. Die 4 cm dicken Steaks bekommen über direkter Holzkohlehitze eine kräftige Kruste und garen anschließend bei indirekter Hitze schonend nach. Dazu passt Pebre, eine frische Mischung aus Tomate, Zwiebel, Koriander und Ají.
Außen kräftig gebräunt und aromatisch geröstet, innen je nach Zieltemperatur saftig rosa bis zartrosa. Das Pebre schmeckt frisch, säuerlich, kräutrig und leicht scharf; Tomate und Zwiebel sorgen für Saftigkeit und Biss.
Schritt für Schritt
Tomaten, Zwiebel, Koriander, Ají und Knoblauch fein hacken. Mit RotweinessigRotweinessig ist ein aus Rotwein hergestellter Essig mit kräftiger Säure und fruchtig-herben Noten für Saucen, Salate, Marinaden und Rotkohl., Olivenöl und Salz mischen und 15 Minuten ziehen lassen. Währenddessen die übrigen Vorbereitungen für den Grill erledigen.
Die Holzkohle entzünden und warten, bis sie glüht und leicht mit Asche überzogen ist. Die Kohlen auf eine direkte und eine indirekte Zone verteilen. Den Grillrost gründlich reinigen und aufheizen. Die direkte Zone sollte am Rost etwa 230–250 °C erreichen.
Daran erkennst du es: Die Kohlen glühen und sind leicht mit Asche überzogen.
Wichtig: Beim Umgang mit glühender Holzkohle hitzefeste Grillhandschuhe und eine sichere Aufstellung des Grills verwenden.
Die Steaks 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen und trocken tupfen. Mit dem neutralen Öl einreiben, anschließend von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.
Wichtig: Rohes Fleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und danach Hände sowie Arbeitsflächen gründlich reinigen.
Die Steaks über der direkten Hitze auflegen und pro Seite 3–4 Minuten grillen, bis eine kräftige Bräunung entstanden ist. Für ein gleichmäßiges Grillmuster die Steaks nach etwa 2 Minuten jeweils um 90 Grad drehen.
Daran erkennst du es: Eine kräftige Bräunung und ein deutliches Grillmuster sind entstanden.
Die Steaks in die indirekte Zone legen und den Deckel schließen. Je nach gewünschtem Garpunkt 4–8 Minuten nachgaren und dabei einmal wenden. Für medium-rare etwa 54–56 °C, für medium etwa 58–60 °C Kerntemperatur anpeilen.
Daran erkennst du es: Die gewünschte Kerntemperatur ist erreicht: etwa 54–56 °C für medium-rare oder 58–60 °C für medium.
Die Steaks vom Grill nehmen und 8 Minuten locker mit Aluminiumfolie bedeckt ruhen lassen. So verteilt sich der Fleischsaft besser im Stück.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist nach der Ruhezeit nicht mehr stark dampfend und der Fleischsaft bleibt beim Anschneiden besser im Stück.
Die Steaks am Stück oder in dünnen Tranchen gegen die Faser aufschneiden und mit dem frischen Pebre servieren.
Gut zu wissen
Die etwa 4 cm dicken, gut marmorierten Steaks vertragen die kräftige direkte Hitze und das anschließende Nachgaren in der indirekten Zone besonders gut.
Die Schärfe grüner Ají-Sorten kann deutlich variieren. Bei empfindlichen Gästen eine mildere Sorte wählen oder zunächst weniger Schote verwenden.
Der Rotweinessig hebt die frischen Aromen von Tomate, Zwiebel und Koriander hervor. Nach der Ziehzeit kann die Säure bei Bedarf mit einer kleinen zusätzlichen Menge angepasst werden.
Ähnlich saftig und kräftig im Geschmack, je nach Marmorierung möglicherweise etwas fetter.
Steaks mit etwa 4 cm Dicke verwenden und die Kerntemperatur wie im Rezept kontrollieren.
Das Pebre wird milder oder erhält je nach Ersatzsorte eine andere Schärfe und ein anderes Fruchtaroma.
Fein hacken und zunächst vorsichtig dosieren.
Die Säure bleibt erhalten, die Farbe und das Aroma des Pebre werden etwas heller und zurückhaltender.
Im gleichen Grundverhältnis verwenden und nach der Ziehzeit abschmecken.
Steaks gründlich trocken tupfen und die direkte Zone auf etwa 230–250 °C am Rost vorheizen.
Die Steaks in die heiße direkte Zone zurücklegen und kurz nachbräunen, ohne den gewünschten Garpunkt aus den Augen zu verlieren.
Erst nach etwa 2 Minuten drehen und pro Seite 3–4 Minuten grillen.
Die Steaks weiter ruhig auf der heißen Zone garen und erst wenden, wenn sie sich leichter vom Rost lösen.
Am dicksten Punkt messen und bei etwa 54–56 °C für medium-rare oder 58–60 °C für medium vom Grill nehmen.
Die Steaks dünn gegen die Faser aufschneiden und mit dem frischen Pebre servieren, um Saftigkeit und Säure auszugleichen.
Das Gemüse fein hacken, aber nicht zerdrücken, und die Ziehzeit von etwa 15 Minuten einhalten.
Etwas Flüssigkeit abgießen und kurz vor dem Servieren mit frischem gehacktem Koriander ausgleichen.
Die Steaks werden in der indirekten Zone bis zu einer höheren Kerntemperatur nachgegart und bleiben innen rosa.
Eine mildere grüne Chili oder nur ein Teil der Ají-Schote sorgt für weniger Schärfe bei gleicher Frische.
Der Korianderanteil wird stärker betont, während die übrigen Komponenten unverändert bleiben.
Das Pebre kann bis zu 2 Stunden vor dem Servieren vorbereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Steaks erst etwa 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen.
Übrig gebliebenes Steak und Pebre getrennt voneinander abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das frische Pebre verliert beim Einfrieren deutlich an Textur und Frische; auch gegartes Steak kann an Saftigkeit und Krustenqualität verlieren.
Häufig gefragt
Für medium-rare etwa 54–56 °C Kerntemperatur anpeilen. Die Temperatur am dicksten Punkt messen und das Steak anschließend ruhen lassen.
Für medium etwa 58–60 °C Kerntemperatur anpeilen. Die Steaks danach 8 Minuten locker mit Aluminiumfolie bedeckt ruhen lassen.
Das Pebre sollte etwa 15 Minuten ziehen, damit sich Säure, Kräuter, Gemüse und Schärfe verbinden.
Die direkte Zone erzeugt die kräftige Kruste. In der indirekten Zone können die Steaks anschließend kontrolliert bis zum gewünschten Garpunkt nachgaren.
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