Scotch Bonnet finden
Scotch-Bonnet-Chilis sind meist in afrikanischen oder karibischen Lebensmittelgeschäften sowie in gut sortierten Asia-Märkten erhältlich.
Nigerianisches Grillhähnchen
Hauttragende Hähnchenteile werden in einer scharfen Scotch-Bonnet-Marinade mit Zwiebel, Ingwer, Knoblauch und Thymian gewürzt, zunächst indirekt und anschließend direkt über Holzkohle gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses nigerianisch inspirierte Grillhähnchen verbindet saftige Hähnchenteile mit einer groben, aromatischen Scotch-Bonnet-Marinade. Die Stücke garen zuerst schonend in der indirekten Grillzone und erhalten zum Schluss über direkter Holzkohlehitze gebräunte, leicht knusprige Haut. Anders als Suya bleibt das Fleisch in Knochenstücken und wird nicht auf Spießen gegart.
Aromatisch, würzig und deutlich scharf mit frischer Zitrusnote. Das Fleisch bleibt saftig, während die Haut am Ende gebräunt und leicht knusprig wird.
Schritt für Schritt
Die Hähnchenteile mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. An den dicksten Stellen jeweils zwei bis drei flache Einschnitte bis nahe an den Knochen setzen, damit die Marinade besser haftet.
Wichtig: Nach dem Kontakt mit rohem Geflügel Hände, Schneidebrett und Messer gründlich reinigen.
Zwiebel, Scotch-Bonnet-Chilis, Ingwer, Knoblauch, Zitronensaft, Öl, Brühwürfel, Thymian, Salz und Wasser in einem Mixer zu einer groben, dickflüssigen Paste verarbeiten.
Daran erkennst du es: Die Paste ist dickflüssig und noch leicht grob.
Die Hähnchenteile rundum mit der Paste einreiben und abgedeckt 4 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Vor dem Grillen 20 bis 30 Minuten temperieren lassen. Übrig gebliebene Marinade aus der Schüssel nicht weiterverwenden.
Daran erkennst du es: Die Marinade haftet rundum an den Hähnchenteilen.
Wichtig: Rohes Geflügel stets im Kühlschrank marinieren und gebrauchte Marinade nicht als Sauce servieren.
Einen Grill für indirekte und direkte Hitze vorbereiten. Bei einem Holzkohlegrill die Kohlen auf einer Seite verteilen und eine kohlenfreie Zone schaffen. Den Grill auf etwa 200 bis 220 °C bei geschlossenem Deckel vorheizen. Bei einem Gasgrill eine Brennerzone auf mittlere bis hohe Hitze und eine zweite Zone ohne direkte Flamme einstellen.
Wichtig: Beim Umgang mit heißer Holzkohle und Fettflammen hitzebeständig arbeiten und ausreichend Abstand halten.
Die Hähnchenteile mit der Hautseite nach oben in die indirekte Zone legen. Den Deckel schließen und 25 bis 35 Minuten grillen. Nach etwa 15 Minuten wenden und die Stücke bei Bedarf neu anordnen, damit sie gleichmäßig garen.
Daran erkennst du es: Die dicksten Stücke sind fast durchgegart, die Haut beginnt sich zu straffen.
Wichtig: Hähnchenteile nicht mit derselben Zange wenden, die mit rohem Geflügel in Kontakt kam, ohne sie zu reinigen.
Sobald die dicksten Stücke fast durchgegart sind, die Hähnchenteile über die direkte Hitze legen. Je Seite 2 bis 4 Minuten grillen, bis die Haut gebräunt und leicht knusprig ist. Bei aufflammendem Fett die Stücke sofort zurück in die indirekte Zone legen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gebräunt und leicht knusprig, ohne zu verbrennen.
Wichtig: Fettflammen nicht mit Wasser löschen; die Hähnchenteile stattdessen in die indirekte Zone verschieben.
Die Kerntemperatur im dicksten Bereich messen, ohne den Knochen zu berühren. Das Geflügel ist fertig, sobald mindestens 74 °C erreicht sind. Die Hähnchenteile vom Grill nehmen und 5 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Mindestens 74 °C werden erreicht; der Messfühler berührt nicht den Knochen.
Wichtig: Geflügel erst servieren, wenn die angegebene Kerntemperatur erreicht ist.
Das nigerianische Grillhähnchen warm und direkt vom Grill servieren. Es passt als eigenständiges Grillgericht oder als Teil einer größeren nigerianisch inspirierten Tafel.
Gut zu wissen
Scotch-Bonnet-Chilis sind meist in afrikanischen oder karibischen Lebensmittelgeschäften sowie in gut sortierten Asia-Märkten erhältlich.
Rote Habaneros eignen sich als ähnlich scharfe Alternative und bringen ebenfalls ein fruchtiges Aroma mit.
Haut und Knochen helfen dabei, die Hähnchenteile während des indirekten Grillens saftig zu halten. Die Einschnitte verbessern den Kontakt mit der Marinade.
Ähnlich deutliche Schärfe mit fruchtigem Chili-Aroma; die genaue Schärfe kann variieren.
Die Scotch-Bonnet-Chilis durch rote Habaneros ersetzen und die Menge nach gewünschter Schärfe anpassen.
Die Stücke zunächst indirekt garen und erst am Ende kurz über direkte Hitze legen.
Verbrannte Oberflächen vorsichtig entfernen und die Stücke in der indirekten Zone bis zur sicheren Kerntemperatur weitergaren.
Die Temperatur im dicksten Bereich prüfen und die direkte Hitze nur zum abschließenden Bräunen verwenden.
Die Stücke 5 Minuten ruhen lassen und beim Servieren mit den austretenden Säften anrichten.
Die dicksten Stellen einschneiden und die Stücke nach etwa 15 Minuten wenden oder neu anordnen.
Bereits fertige Stücke in eine weniger heiße Zone legen und die dickeren Stücke weitergaren.
Eine kohlenfreie oder flammenfreie indirekte Zone vorbereiten und die Stücke bei Flammen sofort verschieben.
Die Hähnchenteile unverzüglich in die indirekte Zone legen und erst nach dem Abklingen weitergrillen.
Die Scotch-Bonnet-Chilis werden durch rote Habaneros ersetzt, ohne das grundsätzliche Grillverfahren zu verändern.
Eine mildere Fassung mit reduzierter Chili-Menge für weniger Schärfe bei weiterhin aromatischer Marinade.
Die Hähnchenteile können nach dem Einreiben 4 bis 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren. Vor dem Grillen 20 bis 30 Minuten temperieren lassen.
Häufig gefragt
Rote Habaneros eignen sich als Alternative. Sie sind ebenfalls deutlich scharf und bringen ein ähnliches fruchtiges Aroma mit.
Die indirekte Zone gart die Hähnchenteile gleichmäßiger. Die direkte Zone sorgt am Ende für gebräunte und leicht knusprige Haut.
Nein. Marinade, die mit rohem Geflügel in Kontakt war, aus der Schüssel nicht weiterverwenden.
Miss die Kerntemperatur im dicksten Bereich eines Hähnchenteils, ohne den Knochen zu berühren. Das Geflügel ist gar, sobald mindestens 74 °C erreicht sind.
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