Mersagh vom Holzkohlegrill

Ganzes Grillhähnchen · Iran

Ganzes, aufgeklapptes Hähnchen aus Mariwan im iranischen Kurdistan, das im Grillkorb direkt über milder Holzkohlenglut gegart, mit Zwiebel, Olivenöl, Zitrone und Kurkuma bestrichen und zum Schluss kräftig gebräunt wird.

Zum Rezept
Mersagh vom Holzkohlegrill
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 85 Minuten
Menge Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Gemüse, Kräuter und Gewürze, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Trocken einreiben, Während des Garens bestreichen oder begießen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das aufgeklappte Hähnchen liegt flacher auf dem Grill und gart dadurch gleichmäßiger.
  • Milde direkte Glut entwickelt Röstaromen, ohne die Haut zu schnell zu verbrennen.
  • Zwiebelsaft, Olivenöl und Zitronensaft bringen während des Garens Würze, Säure und Saftigkeit auf das Fleisch.
  • Die kräftige Schlussbräunung verleiht der Haut zusätzlichen Grillgeschmack.

Mersagh bringt ein ganzes Hähnchen vom Holzkohlegrill auf den Tisch: Das Tier wird aufgeklappt, mit Salz, Pfeffer und Kurkuma gewürzt und im stabilen Grillkorb direkt über milder Glut gegart. Zwiebelsaft, Olivenöl und Zitronensaft werden während des Grillens sparsam aufgetragen und sorgen für Würze und Saftigkeit, ohne dass das Hähnchen vorher mariniert wird.

Außen würzig gebräunt und aromatisch geröstet, innen saftig mit zartem Fleisch. Zwiebel, Zitrone und Kurkuma ergeben eine warme, leicht erdige Würze mit frischer Säure.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hähnchen aufklappen

    Das Hähnchen trocken tupfen und sichtbares überschüssiges Fett entfernen. Mit der Brustseite nach unten auf das Schneidebrett legen. Das Rückgrat mit der Geflügelschere längs herausschneiden, das Hähnchen aufklappen und mit kräftigem Druck auf das Brustbein flach drücken. In die dicksten Stellen von Brust und Oberkeulen jeweils zwei flache Einschnitte setzen, ohne das Fleisch vollständig zu durchtrennen.

    • Die Einschnitte helfen, dass Brust und Oberkeulen gleichmäßiger garen.

    Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.

  2. Würzen und ruhen lassen

    Salz, Pfeffer und Kurkuma vermischen und das Hähnchen auf beiden Seiten gleichmäßig damit einreiben. Die Hautseite anschließend nach oben legen und das gewürzte Hähnchen 10 Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten
    • Die Würzmischung gleichmäßig bis in die Einschnitte verteilen.
  3. Zwiebelsaftmischung herstellen

    Die Zwiebeln fein reiben und durch ein feines Sieb oder ein sauberes Tuch kräftig ausdrücken. Den aufgefangenen Zwiebelsaft mit Olivenöl und Zitronensaft verrühren. Die ausgedrückte Zwiebelmasse wird für dieses Rezept nicht benötigt. Während das Hähnchen ruht, kann die Mischung vorbereitet werden.

    • Die Flüssigkeit später nur sparsam auftragen, damit nichts auf die Glut tropft.
  4. Glut vorbereiten

    Die Holzkohle vollständig durchglühen lassen, bis keine offenen Flammen mehr vorhanden sind. Die Kohlen zu einer gleichmäßigen, eher milden Glutschicht verteilen. Den Grillrost etwa 12 bis 15 cm über der Glut anordnen.

    Daran erkennst du es: Die Kohlen sind durchgeglüht und zeigen keine offenen Flammen mehr.

    • Eine milde, gleichmäßige Glut schützt die Haut vor zu schnellem Verbrennen.

    Wichtig: Grill nur in geeigneter Umgebung mit ausreichender Belüftung betreiben und die Glut nicht unbeaufsichtigt lassen.

  5. Hähnchen grillen und wenden

    Das Hähnchen in den Grillkorb legen und den Korb mit der Hautseite nach unten direkt über die Glut setzen. 20 bis 25 Minuten grillen. Den Grillkorb vorsichtig wenden und die zweite Seite weitere 15 bis 20 Minuten garen. Wenn die Haut zu schnell dunkel wird, den Korb für kurze Zeit an den Rand der Glut ziehen; das Hähnchen bleibt dabei im Grillkorb und wird weiter über der Grillhitze gegart.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Haut ist gebräunt, und die zweite Seite beginnt deutlich zu garen.

    • Den Grillkorb vorsichtig wenden, damit das flache Hähnchen nicht verrutscht.

    Wichtig: Heiße Metallteile und austretendes Fett können Verbrennungen oder Flammen verursachen; Grillzange verwenden.

  6. Während des Grillens bestreichen

    Nach dem ersten Wenden das Hähnchen mit etwas Zwiebelsaftmischung bestreichen. Dafür den Grillkorb kurz vom Feuer nehmen, damit keine Flüssigkeit auf die Glut tropft. Nach weiteren 10 Minuten erneut dünn bestreichen. Nicht direkt auf die Kohlen gießen, weil der Zwiebelsaft die Glut aufflammen lassen kann.

    10 Minuten
    • Nur eine dünne Schicht auftragen und den Korb zum Bestreichen vom Feuer nehmen.

    Wichtig: Flüssigkeit niemals direkt auf die Glut gießen; aufflammende Glut kann Verbrennungen verursachen.

  7. Kerntemperatur prüfen

    Die dickste Stelle der Brust und anschließend die Oberkeule mit dem Thermometer prüfen. Das Hähnchen ist fertig, wenn beide Bereiche mindestens 74 °C erreicht haben. Falls die Temperatur noch nicht erreicht ist, das Hähnchen in 5-Minuten-Intervallen weitergrillen und dabei regelmäßig wenden.

    5 Minuten 74 °C

    Daran erkennst du es: Brust und Oberkeule erreichen jeweils mindestens 74 °C.

    • An mehreren dicken Stellen messen und die Messspitze nicht am Knochen anliegen lassen.

    Wichtig: Das Geflügel erst servieren, wenn beide geprüften Bereiche die angegebene Kerntemperatur erreicht haben.

  8. Kräftig bräunen und ruhen lassen

    Für die kräftige Röstung die Glut am Ende kurz auffrischen oder den Grillkorb näher an die heiße Glut setzen. Das Hähnchen auf jeder Seite etwa 1 bis 2 Minuten stärker bräunen und dabei mit der restlichen Zwiebelsaftmischung sehr sparsam bestreichen. Anschließend vom Grill nehmen und 10 Minuten ruhen lassen.

    14 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Haut ist kräftig gebräunt, ohne zu verbrennen.

    • Die Schlussbräunung aufmerksam beobachten, da die Haut in dieser Phase schnell dunkel wird.

    Wichtig: Nach dem Grillen auf eine saubere Platte oder in den sauberen Grillkorb geben.

  9. Servieren

    Das Hähnchen im Grillkorb oder auf einer Platte servieren und die restliche Zwiebel-Zitronen-Mischung darüberträufeln. Zum Essen entlang der Brust und Keulen portionieren.

    • Die Flüssigkeit erst beim Servieren auftragen, damit die knusprige Haut möglichst erhalten bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Mit milder Glut beginnen: Die gleichmäßige, eher milde Glutschicht ist wichtig, damit das ganze Hähnchen durchgart, bevor die Haut zu dunkel wird.
  • Zwiebelsaft sparsam verwenden: Den Zwiebelsaft nur dünn auftragen und den Korb zum Bestreichen kurz vom Feuer nehmen. So tropft möglichst wenig Flüssigkeit auf die Glut.
  • Kerntemperatur kontrollieren: Die Garzeit hängt von Größe, Glut und Grillkorb ab. Maßgeblich ist die Kontrolle der dicksten Stellen von Brust und Oberkeule.

Zutatenwissen

Kurkuma finden

Gemahlene Kurkuma ist in gut sortierten Supermärkten, Gewürzläden sowie persischen oder türkischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.

Nur den Zwiebelsaft verwenden

Die Zwiebeln werden gerieben und ausgepresst. Für dieses Rezept wird die aufgefangene Flüssigkeit verwendet; die ausgedrückte Zwiebelmasse wird nicht benötigt.

Sinnvolle Alternativen

Limettensaft

Die Säure bleibt erhalten, der Geschmack wird etwas herber und aromatischer.

Limettensaft im gleichen Volumen verwenden und wie den Zitronensaft mit Zwiebelsaft und Olivenöl verrühren.

mildes Pflanzenöl

Die fruchtige Olivennote fällt weg; die Bestreichmischung bleibt flüssig und mild.

Ein mildes, hitzestabiles Pflanzenöl im gleichen Volumen verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Haut wird schwarz, bevor das Fleisch gar ist.

Eine gleichmäßige, eher milde Glutschicht verteilen und den Korb bei zu schneller Bräunung an den Rand der Glut ziehen.

Das Hähnchen an den kühleren Rand der Glut ziehen und in 5-Minuten-Intervallen weitergaren, bis die Kerntemperatur erreicht ist.

Die Glut flammt beim Bestreichen auf.

Den Grillkorb zum Bestreichen kurz vom Feuer nehmen und die Mischung nur dünn auftragen.

Den Korb sofort vom aufflammenden Bereich wegziehen und erst weiterarbeiten, wenn die Flammen abgeklungen sind.

Beim Portionieren tritt viel Saft aus dem Fleisch aus.

Das fertige Hähnchen 10 Minuten ruhen lassen.

Das Hähnchen noch einige Minuten ruhen lassen und anschließend vorsichtig portionieren.

Varianten

Zubereitung auf dem Gasgrill

Das Mersagh kann auch auf einem Gasgrill mit kontrollierter direkter Hitze zubereitet werden; die Glut- und Aufflammhinweise entfallen, die Kerntemperaturkontrolle bleibt entscheidend.

Mit Limettensaft

Limettensaft ersetzt den Zitronensaft und gibt der Bestreichmischung eine etwas herbere Zitrusnote.

Servieren und kombinieren

  • Mit der restlichen Mischung servieren: Die restliche Zwiebel-Zitronen-Mischung erst unmittelbar vor dem Essen über das portionierte Hähnchen träufeln.
  • Direkt vom Grill auftragen: Das Hähnchen nach der Ruhezeit entlang von Brust und Keulen portionieren und warm servieren, damit die Röstaromen und die Saftigkeit erhalten bleiben.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Keine belegte Einfrieranleitung im Ausgangsmaterial.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wird das Hähnchen für Mersagh mariniert?

Nein. Salz, Pfeffer und Kurkuma werden direkt auf das Hähnchen gegeben. Zwiebelsaft, Olivenöl und Zitronensaft werden erst während des Grillens sparsam aufgetragen.

Wie heiß soll die Holzkohle sein?

Die Kohlen sollen vollständig durchglühen und zu einer gleichmäßigen, eher milden Glutschicht verteilt werden. Bei zu schneller Bräunung den Grillkorb an den Rand der Glut ziehen.

Woran erkenne ich, dass das Hähnchen fertig ist?

Die dickste Stelle der Brust und die Oberkeule mit dem Thermometer prüfen. Beide Bereiche müssen mindestens 74 °C erreichen.

Warum werden die geriebenen Zwiebeln ausgepresst?

Für dieses Rezept wird der aufgefangene Zwiebelsaft als Teil der Bestreichmischung verwendet. Die ausgedrückte Zwiebelmasse wird nicht benötigt.

Aus unserer Küche

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