Seitan-Fix richtig verarbeiten
Seitan-Fix ist trockenes Weizengluten und bildet mit Flüssigkeit einen elastischen Teig. Reines Weizengluten kann je nach Produkt etwas mehr Wasser aufnehmen.
Moderne deutsche Grillküche
Würzige vegane Grillfackeln aus elastischem Seitanteig, spiralförmig um Metallspieße gewickelt, mariniert und direkt gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese veganen Seitan-Grillfackeln bringen die typische Spiralform der Grillfackel auf den Rost. Der würzige Seitanteig wird um Metallspieße gewickelt, anschließend in einer kräftigen Marinade aus Öl, SojasauceEine salzige Würzsauce aus Sojabohnen, häufig ergänzt durch Weizen und traditionell fermentiert., Tomatenmark und Gewürzen durchgezogen und direkt bei mittlerer Hitze gegrillt. So entsteht eine gebräunte, aromatische Oberfläche mit einer herzhaften, leicht rauchig-würzigen Note.
Außen fest, gebräunt und würzig, innen elastisch und saftig. Paprika, Knoblauch, Tomatenmark und Sojasauce sorgen für kräftige Umami- und Röstaromen; Ahornsirup und Balsamicoessig runden die Marinade süß-säuerlich ab.
Schritt für Schritt
Seitan-Fix, Hefeflocken, PaprikapulverGemahlenes Paprikagewürz mit je nach Sorte mildem, fruchtigem oder scharfem Aroma., Knoblauchpulver, Salz und schwarzen Pfeffer in der Rührschüssel mischen. Wasser, Sojasauce, Tomatenmark und Olivenöl dazugeben und alles 2–3 Minuten zu einem elastischen Teig verkneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist elastisch und zusammenhängend.
Den Teig in acht gleich große Portionen teilen. Jede Portion zu einem etwa 20–24 cm langen Strang rollen, leicht flach drücken und spiralförmig um einen Metallspieß wickeln. Die Enden fest andrücken.
Daran erkennst du es: Die Stränge sitzen fest am Spieß und die Enden lösen sich nicht.
Wichtig: Metallspieße können scharfe Enden haben; vorsichtig arbeiten.
Olivenöl, Sojasauce, Tomatenmark, Ahornsirup, Balsamicoessig, Senf, geräuchertes Paprikapulver, Kreuzkümmel und Pfeffer verrühren. 3 EL davon abnehmen, abdecken und bis zum Grillen kalt stellen. Die übrige Marinade rundum auf die Grillfackeln pinseln.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist gleichmäßig verrührt und haftet an den Fackeln.
Die Grillfackeln abgedeckt mindestens 1 Stunde im Kühlschrank marinieren. Für mehr Würze können sie über Nacht durchziehen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig mit Marinade überzogen.
Den Grill auf mittlere direkte Hitze von etwa 200–220 °C vorheizen und den Rost leicht ölen. Die Grillfackeln auflegen und 10–15 Minuten grillen. Alle 2–3 Minuten wenden, damit sie gleichmäßig bräunen und nicht an einzelnen Stellen verbrennen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundum fest und gleichmäßig gebräunt.
Wichtig: Beim Wenden auf ausreichenden Abstand zu heißen Roststäben und Flammen achten.
Nach etwa 5 Minuten mit der zurückgelegten Marinade bestreichen und bis zu einer festen, gebräunten Oberfläche weitergrillen. Die fertigen Fackeln direkt vom Spieß servieren.
Daran erkennst du es: Die Marinade haftet als glänzende, gebräunte Schicht und die Oberfläche fühlt sich fest an.
Gut zu wissen
Seitan-Fix ist trockenes Weizengluten und bildet mit Flüssigkeit einen elastischen Teig. Reines Weizengluten kann je nach Produkt etwas mehr Wasser aufnehmen.
Die Sojasauce würzt sowohl den Teig als auch die Marinade. Deshalb die Salzmenge im Teig nicht eigenmächtig stark erhöhen.
Edelsüßes Paprikapulver würzt den Teig mild und farbig; geräuchertes Paprikapulver gibt der Marinade eine rauchige Note.
Das Ergebnis bleibt seitanartig; je nach Produkt kann der Teig etwas mehr Wasser benötigen.
Reines Weizengluten anstelle von Seitan-Fix verwenden und das Wasser schrittweise einarbeiten, bis ein elastischer, formbarer Teig entsteht.
Die Marinade bleibt süß und glänzend, schmeckt aber etwas neutraler.
Agavendicksaft in gleicher Menge einrühren.
Die Marinade wird etwas klarer und frischer im Geschmack.
Apfelessig in gleicher Menge verwenden.
Nur 2–3 Minuten kneten und den Teig anschließend kurz entspannen lassen, bevor er portioniert wird.
Etwas Wasser portionsweise einkneten und den Teig einige Minuten ruhen lassen.
Bei etwa 200–220 °C grillen, alle 2–3 Minuten wenden und die zurückgelegte Marinade erst nach etwa 5 Minuten auftragen.
Die Fackeln an eine weniger heiße Stelle legen und vorsichtig weitergrillen.
Die Enden sorgfältig andrücken und die Spiralen vor dem Marinieren kurz prüfen.
Gelöste Enden vorsichtig wieder anlegen und zunächst mit der Nahtseite nach unten grillen.
Eine pikante Ausführung mit zusätzlicher Schärfe in Teig oder Marinade.
Frische Kräuter ergänzen die kräftige Marinade mit einer grünen, aromatischen Note.
Eine intensiver rauchige Ausführung durch mehr geräuchertes Paprikapulver.
Die Fackeln können bis zu etwa 24 Stunden vor dem Grillen geformt und mariniert werden. Abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und erst kurz vor dem Grillen herausnehmen.
Gegrillte Fackeln vollständig abkühlen lassen und innerhalb von zwei Stunden gekühlt und abgedeckt aufbewahren. Im Kühlschrank innerhalb von drei Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Die gegrillten und vollständig abgekühlten Fackeln einzeln verpacken und anschließend in einen gefriergeeigneten Behälter geben.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.
Die Oberfläche kann nach dem Auftauen etwas weicher sein; kurzes Nachgrillen verbessert die Textur.
Häufig gefragt
Ja. Reines Weizengluten funktioniert ebenfalls. Das Wasser schrittweise einarbeiten, da die benötigte Menge je nach Produkt leicht variieren kann.
Ja. Für mehr Würze können die abgedeckten Grillfackeln über Nacht im Kühlschrank durchziehen.
Metallspieße halten die spiralförmig gewickelten Seitanstränge stabil und müssen im Gegensatz zu Holzspießen nicht eingeweicht werden.
Der Grill sollte auf mittlere direkte Hitze von etwa 200–220 °C vorgeheizt werden.
Die zurückgelegten 3 EL werden erst während des Grillens verwendet. So bleibt eine saubere Portion zum Bestreichen der bereits garenden Fackeln übrig.
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