Tunesische Harissa finden
Harissa ist meist in türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften, in gut sortierten Supermärkten und häufig im internationalen Regal erhältlich.
Gefüllte Paprika, tunesisch
Längliche süße Paprika werden direkt angegrillt, mit würzigem Lamm-Reis gefüllt und anschließend in einer tomatigen Sauce über indirekter Hitze fertig gegart. Harissa, Kreuzkümmel, Koriander und Kümmel geben der Füllung eine charakteristisch tunesische Würze.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Felfel Mehchi vom Grill verbindet gefüllte Paprika mit einem klaren Zweizonen-Grillablauf. Die Schoten bekommen zuerst direkte Hitze für feine Röststellen, bevor sie gefüllt in Tomatensauce über indirekter Glut weich garen. So bleibt die Füllung saftig, während die Paprikaschale zart wird und ein leicht rauchiges Röstaroma erhält.
Die Paprika sind weich, aber noch als ganze Schoten erkennbar, mit dunklen Röststellen auf der Schale. Die Füllung ist locker und saftig, würzig nach Harissa, Kreuzkümmel und Koriander. Die passierte Tomatensauce schmeckt herzhaft, leicht pikant und rundet das rauchige Grillaroma ab.
Schritt für Schritt
Den Langkornreis mit 140 ml Wasser und der kleinen Prise Salz in einem kleinen Topf aufkochen. Zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 12 Minuten garen, vom Herd nehmen und 10 Minuten quellen lassen. Anschließend vollständig ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Der Reis ist gegart, aber nicht weich zerfallen, und anschließend vollständig ausgedampft.
Den Grill für zwei Temperaturzonen vorbereiten und mit geschlossenem Deckel auf etwa 180 °C einregeln. Eine direkte Zone mit stärkerer Hitze und eine indirekte Zone ohne Glut oder mit ausgeschaltetem Brenner einrichten.
Wichtig: Beim Arbeiten mit dem heißen Grill hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Von jeder Paprika den Deckel abschneiden, Kerne und weiße Innenhäute entfernen und die Deckel beiseitelegen. Die Paprika mit 1 EL Olivenöl einreiben und in der direkten Zone rundherum 4–6 Minuten angrillen, dabei mehrmals mit der Grillzange wenden. Die Schalen sollen erste dunkle Röststellen zeigen. Paprika vom Grill nehmen.
Daran erkennst du es: Die Schalen zeigen erste dunkle Röststellen, die Paprika sind aber noch formstabil.
Wichtig: Paprika und Grillzange können sehr heiß sein; vorsichtig wenden und umsetzen.
Das restliche Olivenöl in einer grillfesten Pfanne oder auf einer Seitenkochstelle erhitzen. Die Zwiebel 4 Minuten weich braten, den Knoblauch 30 Sekunden mitgaren. Das Lammhackfleisch hinzufügen und unter Rühren 6–8 Minuten braten, bis es vollständig durchgegart und krümelig ist. Harissa, Kreuzkümmel, Koriander, Kümmel, das Salz für die Füllung und den schwarzen Pfeffer einrühren. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Mischung etwa 5 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Das Lammhack ist vollständig durchgegart und krümelig, ohne rohe Stellen.
Wichtig: Lammhackfleisch vollständig durchgaren und die Pfanne anschließend vom Herd nehmen.
Reis, Ei, Semmelbrösel und Petersilie unter die abgekühlte Fleischmischung rühren. Passierte Tomaten, Tomatenmark, 100 ml Wasser und das Salz für die Sauce in eine flache grillfeste Form geben. Das Lorbeerblatt hineinlegen und die Sauce kurz verrühren.
Die Paprika vorsichtig mit der Füllung befüllen, ohne sie zu fest zu stopfen. Die aufbewahrten Deckel wieder aufsetzen und die Paprika eng nebeneinander aufrecht in die Tomatensauce stellen. Falls nötig, mit den Nachbarpaprika abstützen.
Daran erkennst du es: Die Paprika stehen aufrecht, sind gefüllt, aber nicht prall zusammengedrückt.
Die Form in die indirekte Grillzone stellen und den Deckel schließen. Die Paprika 25–30 Minuten bei etwa 180 °C grillen. Bei einem Holzkohlegrill die Temperatur während der Garzeit über die Lüftung und eine gleichmäßige Glut kontrollieren.
Daran erkennst du es: Die Schalen sind weich, die Füllung ist fest und die Sauce blubbert am Rand leicht.
Wichtig: Die heiße Form nur mit geeigneten Grillhandschuhen bewegen.
Die Form vom Grill nehmen und die gefüllten Paprika 5 Minuten ruhen lassen. Das Lorbeerblatt entfernen und die Paprika mit der Tomatensauce servieren.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist nach der Ruhezeit gesetzt und lässt sich sauber mit der Sauce servieren.
Wichtig: Die Form bleibt nach dem Grillen sehr heiß; beim Servieren vorsichtig hantieren.
Gut zu wissen
Harissa ist meist in türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften, in gut sortierten Supermärkten und häufig im internationalen Regal erhältlich.
Der vorgegarte Reis sollte vor dem Vermischen mit der Fleischfüllung vollständig ausdampfen. Dadurch bleibt die Füllung formstabil und wird nicht unnötig feucht.
Das Lorbeerblatt aromatisiert die Sauce während des Grillens und wird vor dem Servieren herausgenommen.
Die Füllung wird meist milder und weniger komplex gewürzt.
Die tunesische Harissa durch eine einfache Chilipaste mit etwas Paprika ersetzen und die Schärfe beim Einrühren an den eigenen Geschmack anpassen.
Die Füllung locker einfüllen und etwas Raum unter dem Deckel lassen.
Herausgedrückte Füllung vorsichtig zurück in die Sauce geben und die Paprika bis zum Ende weitergaren.
Nach dem Angrillen die Form in die indirekte Grillzone stellen und den Deckel schließen.
Die Form sofort in die indirekte Zone umsetzen und bei Bedarf mit einem Deckel oder einer hitzefesten Abdeckung vor weiterer direkter Hitze schützen.
Den Reis vollständig ausdampfen lassen und die Fleischmischung vor der Zugabe von Ei, Semmelbröseln und Petersilie abkühlen lassen.
Die Paprika etwas länger indirekt garen, bis die Füllung fest ist.
Die Form ausschließlich in der indirekten Zone platzieren und die Temperatur um etwa 180 °C halten.
Die Paprika vorsichtig in eine saubere Form mit etwas Sauce umsetzen, sofern die oberen Saucenschichten noch verwendbar sind.
Häufig gefragt
Harissa gibt es meist in türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften, in gut sortierten Supermärkten und häufig im internationalen Regal.
Ja. Entscheidend sind eine direkte Zone zum Angrillen und eine indirekte Zone zum Fertiggaren bei etwa 180 °C. Beim Holzkohlegrill wird die Temperatur über Lüftung und Glut kontrolliert, beim Gasgrill über die Brenner.
Die Füllung braucht etwas Raum, um während des Garens fest zu werden. Locker eingefüllte Paprika bleiben besser geschlossen und platzen weniger leicht auf.
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