Schärfe der Chilis
Scotch Bonnet bringt eine deutliche Schärfe in die Würzpaste. Rote Chilis können verwendet werden, wenn eine meist mildere Schärfe gewünscht ist.
Großstück vom Grill · Ghana
Eine große Ziegenkeule wird mit Ingwer, Knoblauch, Scotch Bonnet, Erdnussöl und Limettensaft gewürzt, über Nacht mariniert, zunächst indirekt und anschließend direkt gegrillt. Nach einer Ruhezeit wird das Fleisch quer zur Faser in dünne Scheiben geschnitten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Kräftige Würze und saftige Scheiben: Diese Ziegenkeule bringt ghanaisch geprägte Grillnoten auf den Rost. Ingwer, Knoblauch, Scotch Bonnet und Erdnussöl geben dem großen Stück eine aromatische, pikante Würzbasis. Die Keule wird zuerst langsam über indirekter Hitze gegart, erhält anschließend über direkter Hitze kräftige Röststellen und wird zum Servieren quer zur Faser aufgeschnitten.
Die Oberfläche zeigt dunkle Röststellen und duftet würzig, scharf und leicht nussig. Im Inneren ist das Fleisch saftig und kräftig aromatisch, mit frischer Limettennote, erdiger Würze und einer deutlich pikanten Schärfe.
Schritt für Schritt
Die Ziegenkeule trocken tupfen und sichtbare harte Sehnen oder lose Haut entfernen. Die Oberfläche an mehreren Stellen etwa 1 cm tief einschneiden, damit die Würzung besser haftet.
Wichtig: Rohes Fleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsfläche sowie Messer anschließend gründlich reinigen.
Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch und Scotch-Bonnet-Chilis grob zerkleinern. Mit Erdnussöl, Limettensaft, Salz, Paprikapulver und schwarzem Pfeffer zu einer groben Paste pürieren. Etwa ein Drittel der Paste in einer sauberen Schüssel beiseitestellen. Diese Portion darf später nicht mit rohem Fleisch in Berührung kommen.
Daran erkennst du es: Die Paste ist grob püriert und zusammenhängend, aber nicht zwingend vollkommen glatt.
Wichtig: Die zurückgestellte Paste konsequent von der mit rohem Fleisch in Kontakt kommenden Paste trennen.
Die übrige Paste gründlich in die Ziegenkeule einmassieren und besonders in die Einschnitte drücken. Das Fleisch abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Daran erkennst du es: Die Würzpaste haftet gleichmäßig an der gesamten Oberfläche und in den Einschnitten.
Wichtig: Die Keule abgedeckt im Kühlschrank marinieren; die Marinade nicht als fertige Sauce verwenden.
Die Keule etwa 60 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Einen Grill für indirekte Hitze auf 150 bis 160 °C einregeln. Bei einem Holzkohlegrill die Kohlen auf eine Seite schieben; bei einem Gasgrill nur einen Brennerbereich einschalten. Eine Tropfschale unter den indirekten Bereich stellen und das Wasser hineingeben.
Wichtig: Die Tropfschale hitzefest und standsicher einsetzen.
Die Ziegenkeule mit der kräftigeren Fettseite nach oben über der Tropfschale auflegen. Den Grill schließen und die Keule etwa 3,5 bis 4,5 Stunden indirekt garen. Nach etwa 3 Stunden erstmals die Kerntemperatur im dicksten Teil prüfen. Die Keule ist bereit für die direkte Grillphase, wenn sie etwa 72 °C erreicht hat.
Daran erkennst du es: Im dicksten Teil werden etwa 72 °C erreicht, bevor die direkte Grillphase beginnt.
Die beiseitegestellte, unbenutzte Würzpaste dünn auf die Keule streichen. Das Fleisch anschließend über direkte Hitze legen und von allen Seiten jeweils 2 bis 3 Minuten grillen, bis die Oberfläche kräftige Röststellen zeigt. Danach weitergaren, bis im dicksten Teil mindestens 75 °C erreicht sind.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche zeigt kräftige Röststellen und im dicksten Teil werden mindestens 75 °C erreicht.
Wichtig: Nur die nicht mit rohem Fleisch in Kontakt gekommene Paste auftragen. Die Keule vollständig bis mindestens 75 °C im dicksten Teil fertig garen.
Die Keule vom Grill nehmen, locker mit Folie abdecken und 30 Minuten ruhen lassen. Dadurch verteilen sich die Fleischsäfte besser im Stück.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist nicht mehr unmittelbar grillheiß und das Stück lässt sich anschließend stabiler aufschneiden.
Das Fleisch vom Knochen lösen und quer zur Faser in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben mit den gerösteten Stellen nach oben auf einer Platte anrichten.
Daran erkennst du es: Die Scheiben lassen sich quer zur Faser schneiden und behalten ihre Saftigkeit.
Gut zu wissen
Scotch Bonnet bringt eine deutliche Schärfe in die Würzpaste. Rote Chilis können verwendet werden, wenn eine meist mildere Schärfe gewünscht ist.
Erdnussöl trägt eine leicht nussige Note zur Würzung bei. Mit neutralem Pflanzenöl funktioniert die Marinade ebenfalls, verliert aber diesen Akzent.
Die Keule wird im Ganzen gegart und erst nach der Ruhezeit vom Knochen gelöst. Dadurch bleibt die Zubereitung als aufschneidbares Großstück erhalten.
Die Schärfe fällt meist milder aus als mit Scotch Bonnet.
Scotch Bonnet durch rote Chilis ersetzen und die Menge an die gewünschte Schärfe anpassen.
Die Marinade bleibt verwendbar, aber die leicht nussige Note des Erdnussöls fehlt.
Erdnussöl im gleichen Volumen durch ein neutrales Pflanzenöl ersetzen.
Vor dem Marinieren ein Drittel in einer sauberen Schüssel beiseitestellen und diese Portion strikt getrennt halten.
Die kontaminierte Portion nicht nach dem Garen verwenden. Für die direkte Grillphase nur eine nachweislich unbenutzte Würzpaste einsetzen.
Zuerst indirekt garen und die direkte Phase erst beginnen, wenn im dicksten Teil etwa 72 °C erreicht sind.
Die Keule zurück in die indirekte Zone legen und dort weitergaren, bis die erforderliche Kerntemperatur erreicht ist.
Vor dem Schneiden die Faserrichtung prüfen und quer dazu schneiden.
Die Scheiben in kleinere Stücke teilen und möglichst erneut quer zur Faser schneiden.
Das Stück locker abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
Die bereits geschnittenen Scheiben kurz sammeln und mit dem ausgetretenen Fleischsaft anrichten.
Die ghanaisch geprägte Würzung bleibt erhalten, während die Schärfe der Würzpaste reduziert wird.
Die Würzpaste wird ohne Erdnussöl zubereitet und erhält dadurch eine zurückhaltendere Ölnote.
Die Keule 8 bis 12 Stunden vor dem Grillen marinieren, abdecken und bis zum Grillen im Kühlschrank aufbewahren.
Häufig gefragt
Die Keule mariniert abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank.
Die indirekte Hitze gart das große Stück gleichmäßig. Die direkte Phase sorgt anschließend für kräftige Röststellen auf der Oberfläche.
Ja. Rote Chilis eignen sich als Alternative; die Schärfe fällt meist milder aus.
Neutrales Pflanzenöl funktioniert im gleichen Volumen. Die leicht nussige Note des Erdnussöls fehlt dann.
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