Schweizer Rösti vom Grill

Schweizer Kartoffelfladen

Knusprige Rösti aus knapp vorgekochten, gekühlten KartoffelnFestkochende Kartoffeln behalten beim warmen Mischen mit der Brühe ihre Form und eignen sich deshalb besonders für den Kartoffelsalat., die auf der heißen Gussplatte über direkter Grillhitze goldbraun gebraten werden.

Zum Rezept
Schweizer Rösti vom Grill
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 46 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 8 Stunden
Gesamtzeit ca. 9 Std. 11 Min.
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Frikadellen und Bratlinge
Prägende Zutatenfamilie Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Garen auf heißer Platte, Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Verzehrkontext Abendmahlzeit
Servierrolle Als Beilage vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Vorkochen und vollständige Kühlen sorgt für eine feste Kartoffelstruktur und lange Raspel, die sich gut zu Fladen formen lassen.
  • Die natürliche Kartoffelstärke verbindet die Raspel, sodass kein Ei und keine zusätzliche Bindung nötig sind.
  • Die sehr heiße Gussplatte und das sparsame Rapsöl fördern eine gleichmäßige, knusprige Kruste auf beiden Seiten.

Rösti ist ein Schweizer Kartoffelfladen aus der Deutschschweiz. Für diese eigenständige Grillvariante werden festkochende Kartoffeln knapp vorgekocht, vollständig gekühlt und grob geraffelt. Auf der gut vorgeheizten Gussplatte entsteht außen eine kräftige goldbraune KrusteEine Kruste ist die gebräunte Außenschicht eines Lebensmittels und sorgt oft für festen oder knusprigen Biss., während der Kern weich bleibt. Heiß und pur serviert, passt die Rösti als Grillbegleiter auf das Buffet.

Außen kräftig goldbraun und knusprig, innen weich und saftig mit deutlichem Kartoffelaroma. Salz und schwarzer Pfeffer würzen zurückhaltend, damit die Röstaromen der Gussplatte im Vordergrund bleiben.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kartoffeln vorkochen und kühlen

    Kartoffeln gründlich waschen und ungeschält in 2 l Wasser knapp weich garen. Je nach Größe dauert das etwa 25–30 Minuten. Sie sollen innen noch leicht fest sein und nicht zerfallen. Abgießen, kurz ausdampfenHeiße Lebensmittel nach dem Garen Dampf abgeben lassen. lassen und vollständig abkühlen lassen. Anschließend mindestens 8 Stunden, besser über Nacht, zugedeckt kühl stellen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind knapp weich, innen aber noch leicht fest und nicht zerfallen.

    • Die Kartoffeln nicht zu weich garen, damit die Raspel später stabil bleiben.
    • Die Kühlzeit ist für die spätere Formbarkeit der Rösti entscheidend.
  2. Kartoffeln raspeln und würzen

    Die kalten Kartoffeln schälen und längs über die grobe Reibe raspeln, damit möglichst lange Kartoffelstäbchen entstehen. Die Raspel vorsichtig mit 5 g Salz und dem Pfeffer mischen. Nicht auswaschen und nicht knetenBeim Kneten wird Teig durch wiederholtes Drücken, Falten und Dehnen zu einer gleichmäßigen, elastischen Masse verarbeitet., damit die natürliche KartoffelstärkeKartoffelstärke ist ein feines Stärkepulver aus Kartoffelknollen, das Flüssigkeiten bindet und Speisen verdickt. die Rösti zusammenhält.

    Daran erkennst du es: Die Raspel bleiben möglichst lang und sind gleichmäßig, aber nur vorsichtig gewürzt.

    • Längs raspeln, damit die Kartoffelstäbchen möglichst lang bleiben.
    • Die Kartoffelstärke nicht abspülen.

    Wichtig: Beim Raspeln die Kartoffeln kontrolliert führen und die Finger von den Reibeflächen fernhalten.

  3. Gussplatte vorheizen

    Den Grill mit aufgelegter Gussplatte auf etwa 220 °C vorheizen. Die Platte liegt dabei über direkter Hitze. 15 ml Rapsöl gleichmäßig auf der heißen Platte verteilen.

    220 °C

    Daran erkennst du es: Die Gussplatte ist vollständig heiß und das Öl lässt sich gleichmäßig verteilen.

    • Die Platte vollständig vorheizen, bevor die Kartoffelmasse aufgelegt wird.
    • Das Öl dünn und gleichmäßig verteilen.

    Wichtig: Vorsicht vor der heißen Gussplatte und aufspritzendem Öl.

  4. Erste Seite braten

    Die Kartoffelmasse in vier Portionen teilen und jeweils zu einem etwa 1,5–2 cm dicken Fladen formen. Die Fladen auf die Gussplatte setzen und mit dem Wender vorsichtig anlegen. Die restlichen 5 g Salz gleichmäßig darüberstreuen. Die Rösti 5–7 Minuten braten, ohne sie zu verschieben, bis die Unterseite goldbraun und stabil ist.

    Daran erkennst du es: Die Unterseite ist goldbraun und stabil, sodass sich der Fladen vorsichtig lösen lässt.

    • Die Fladen nicht zu dünn formen.
    • Während der ersten Seite nicht verschieben, damit sich eine zusammenhängende Kruste bildet.

    Wichtig: Die Fladen vorsichtig auf die heiße Platte setzen und Abstand zu aufspritzendem Öl halten.

  5. Zweite Seite braten

    Die Oberseiten mit dem restlichen Rapsöl dünn bestreichen. Die Rösti mit einem breiten Wender vorsichtig wendenBeim Wenden wird eine Speise auf die andere Seite gedreht, damit sie beidseitig gart oder bräunt. und weitere 5–7 Minuten braten, bis auch die zweite Seite goldbraun ist und die Kartoffeln vollständig heiß sind.

    Daran erkennst du es: Beide Seiten sind goldbraun und der Kartoffelkern ist vollständig heiß.

    • Mit einem breiten Wender unter den gesamten Fladen fahren.
    • Beim Wenden nicht zu stark drücken, damit die Kruste erhalten bleibt.

    Wichtig: Beim Wenden besonders auf die heiße Platte und mögliches Ölspritzen achten.

  6. Sofort servieren

    Die Rösti direkt von der Gussplatte nehmen und sofort servieren. Sie schmecken am besten, solange die Kruste knusprig und der Kern noch weich ist.

    Daran erkennst du es: Die Kruste ist noch knusprig und der Kern weich.

    • Die Rösti nicht lange auf der Platte liegen lassen, sonst verliert die Kruste an Knusprigkeit.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kühlzeit nicht verkürzen: Die vollständig gekühlten Kartoffeln lassen sich grob raspeln und behalten ihre Struktur. Warm geraspelte Kartoffeln werden leichter weich und lassen sich schlechter zu stabilen Fladen formen.
  • Kruste ausbilden lassen: Die Rösti auf der ersten Seite nicht verschieben. Erst wenn die Unterseite goldbraun und stabil ist, lassen sie sich sicher wenden.

Zutatenwissen

Festkochende Kartoffeln verwenden

Festkochende Kartoffeln behalten nach dem Vorkochen und Raspeln genügend Struktur für lange Kartoffelstäbchen und einen stabilen Fladen.

Salz in zwei Portionen verwenden

Die belegte Gesamtmenge von 10 g wird geteilt: 5 g kommen an die Kartoffelraspel, weitere 5 g werden vor dem Braten über die geformten Rösti gestreut.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Kartoffelmasse wird breiig und die Rösti zerfallen beim Formen oder Wenden.

Kartoffeln nur knapp weich garen, vollständig abkühlen lassen und mindestens 8 Stunden kühl stellen.

Die Masse vorsichtig zu dünneren Fladen formen und besonders lange auf der ersten Seite anbraten, bevor sie gewendet wird.

Die Rösti zerbrechen beim Wenden und bilden keine zusammenhängende Kruste.

Die Fladen während der ersten 5–7 Minuten nicht verschieben.

Bruchstücke auf der Platte zusammenschieben, weiterbraten und als rustikale Rösti servieren.

Die Rösti werden blass und eher weich als knusprig.

Die Gussplatte auf etwa 220 °C vorheizen und die Fladen mit Abstand auflegen.

Die Rösti auf der Platte weiterbraten, bis beide Seiten deutlich goldbraun sind.

Varianten

Kleine Rösti-Fladen

Die gleiche Kartoffelmasse in mehr als vier kleinere Fladen teilen. Sie lassen sich leichter wenden und eignen sich für ein Grillbuffet mit mehreren kleinen Portionen.

Eine große Rösti

Die gesamte Kartoffelmasse zu einem großen Fladen formen. Diese Variante braucht besonders vorsichtiges Wenden mit einem breiten Wender.

Servieren und kombinieren

  • Pur zum Grillbuffet: Die Rösti direkt von der Gussplatte heiß und pur servieren. So bleiben Kruste und weicher Kartoffelkern im Mittelpunkt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum müssen die Kartoffeln vor dem Raspeln vollständig gekühlt werden?

Gekühlte, knapp vorgekochte Kartoffeln bleiben fest genug zum groben Raspeln. Außerdem hilft die abgekühlte Struktur dabei, stabile Rösti-Fladen zu formen.

Wann dürfen die Rösti gewendet werden?

Erst wenn die Unterseite goldbraun und stabil ist. Während der ersten 5–7 Minuten sollten die Fladen nicht verschoben werden.

Wie viele Rösti ergibt das Rezept?

Die Kartoffelmasse wird in vier Portionen geteilt und ergibt vier etwa 1,5–2 cm dicke Rösti-Fladen.

Aus unserer Küche

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