Paška janjetina na ražnju

Ganzes Lamm vom Spieß · Pag, Kroatien

Ein ganzes junges Lamm wird gesalzen, langsam über sauberer Glut gedreht, während des Garens dünn mit einer RosmarinEin intensiv würziges Küchenkraut mit harzigen, leicht pfeffrigen Noten.-Öl-Mischung bestrichen und anschließend in serviergerechte Stücke geteilt.

Zum Rezept
Paška janjetina na ražnju
Vorbereitung 105 Minuten
Kochen / Backen 4 Std. 30 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 20 Minuten
Gesamtzeit ca. 17 Std. 50 Min.
Menge 10–12 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Während des Garens bestreichen oder begießen
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die langsame Drehung verteilt die Hitze gleichmäßig und lässt die dickeren Partien allmählich gar werden.
  • Grobes Meersalz würzt das Fleisch tief und klar, während die dünne Öl-Wasser-Mischung die Oberfläche während des Garens aromatisiert, ohne die Haut unnötig zu durchnässen.
  • Saubere Glut und kontrollierte Flammen fördern eine goldbraune, knusprige Haut statt verbrannter Außenstellen.

Paška janjetina na ražnju ist ein kroatisches Ganzlammgericht mit Bezug zur Insel Pag. Das etwa 8–10 kg schwere, ausgenommene Lamm wird zunächst trocken gesalzen, anschließend langsam über gleichmäßiger Glut gegart und mit Brot und Frühlingszwiebeln serviert.

Außen goldbraun und knusprig, innen zart und saftig mit kräftigem, schlichtem Lammaroma. Rosmarin und Olivenöl bleiben dezent, während Brot und Frühlingszwiebeln den herzhaften Rauch- und Fleischgeschmack ergänzen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und Aufspießen

  1. Lamm salzen und kalt stellen

    Das Lamm mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Das grobe Meersalz innen und außen sorgfältig einmassieren, besonders an Keulen und Schultern. Bei einem anderen Schlachtgewicht etwa 2 Prozent des Gewichts als Salzmenge verwenden. Das gesalzene Lamm abgedeckt 2–12 Stunden kalt stellen.

    12 Stunden
    • Das Lamm möglichst gleichmäßig salzen, damit die dicken Partien nicht unterwürzt bleiben.

    Wichtig: Das gesalzene rohe Lamm bis zur weiteren Verarbeitung gekühlt halten.

  2. Lamm temperieren und Bestreichmischung ansetzen

    Das Lamm 45–60 Minuten vor dem Aufspießen aus der Kühlung nehmen. Olivenöl und Wasser in der hitzefesten Schale mischen. Einen Rosmarinzweig zum Bestreichen bereitlegen.

    60 Minuten
    • Die Ruhe außerhalb der Kühlung mit dem Vorbereiten von Feuer und Spieß koordinieren.

    Wichtig: Rohes Lamm nicht unnötig lange ungekühlt stehen lassen; die Glut sollte währenddessen zügig vorbereitet werden.

  3. Gleichmäßige Glut vorbereiten

    Das trockene, unbehandelte Hartholz mindestens 45 Minuten vor dem Garen entzünden und vollständig zu gleichmäßiger Glut abbrennen lassen. Es dürfen keine hohen Flammen mehr am Fleisch hochschlagen. Den Drehspieß stabil aufstellen; das Lamm soll mindestens 60 cm über der Glut hängen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Gleichmäßige Glut ohne hohe Flammen

    • Die Glut nicht zu dicht an die spätere Fleischposition schieben.

    Wichtig: Nur standsichere, hitzefeste Ausrüstung verwenden und den Feuerbereich frei von brennbaren Gegenständen halten.

  4. Lamm befestigen und ausbalancieren

    Den Spieß durch die Körperhöhle vom hinteren Ende bis unterhalb des Halses führen. Keulen und Mittelteil mit den vorgesehenen Spießgabeln und hitzefestem Bratendraht eng am Spieß befestigen. Die Körperhöhle schließen und das Gewicht so ausbalancieren, dass sich das Lamm gleichmäßig dreht.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Lamm dreht sich ohne starkes Ausschlagen gleichmäßig

    • Vor dem Entzünden oder Heranschieben der Glut prüfen, ob alle Befestigungen fest sitzen.

    Wichtig: Das Lamm nur mit für Gewicht und Hitze geeigneten Befestigungen montieren.

Langsam über Glut garen

  1. Langsam über mäßiger Glut garen

    Den Motor einschalten und das Lamm bei gleichmäßiger, langsamer Drehung über mäßiger Glut garen. In den ersten 45 Minuten keine direkte Flamme zulassen. Die Glut nicht zu dicht an das Fleisch schieben, damit die Außenseite nicht verbrennt, bevor die dicken Partien gar sind.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Gleichmäßige Drehung und beginnende Bräunung ohne verbrannte Stellen

    • Die ersten 45 Minuten besonders aufmerksam auf aufflammendes Fett und zu nahe Glut achten.

    Wichtig: Flammen unter Kontrolle halten und den Drehspieß während des Betriebs nicht unbeaufsichtigt lassen.

  2. Während des Garens bestreichen

    Nach etwa 45 Minuten zusätzliche Glut unter den Keulen verteilen. Das Lamm nun ungefähr alle 30 Minuten dünn mit der Öl-Wasser-Mischung bestreichen; dafür den Rosmarinzweig wie einen Pinsel verwenden. Nicht mit Flüssigkeit übergießen, damit die Haut trocken und knusprig bleibt.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Dünner, gleichmäßiger Überzug ohne nasse oder tropfende Haut

    • Die Mischung sparsam auftragen und die Drehung während des Bestreichens nur sicher und kontrolliert unterbrechen.

    Wichtig: Beim Arbeiten nahe der Glut hitzefeste Hilfsmittel verwenden und tropfendes Fett beobachten.

  3. Glut nach 90 Minuten verstärken

    Nach insgesamt etwa 90 Minuten die Glut vorsichtig verstärken und die Drehung fortsetzen. Während der gesamten Garzeit müssen die Flammen unter Kontrolle bleiben. Bei einem 8–10 kg schweren Lamm dauert das Garen je nach Abstand zur Glut und Stärke der Glut insgesamt etwa 3½–4½ Stunden.

    3 Stunden

    Daran erkennst du es: Gleichmäßige Bräunung bei kontrollierter Glut und ohne hochschlagende Flammen

    • Die Glut lieber schrittweise verteilen als plötzlich stark zu erhöhen.

    Wichtig: Offene Flammen am Fleisch verhindern und den Abstand zwischen Glut und Lamm laufend kontrollieren.

  4. Garprobe durchführen

    Die Garprobe an der dicksten Stelle der Keule durchführen. Das Fleisch soll dort 75–80 °C Kerntemperatur erreichen; die Haut ist dann goldbraun und knusprig. Erst wenn dieser Wert erreicht ist, das Lamm vom Spieß nehmen.

    10 Minuten 75 °C

    Daran erkennst du es: 75–80 °C Kerntemperatur, goldbraune knusprige Haut

    • Die Messspitze in die dickste Stelle der Keule führen und nicht nur die äußere Schicht prüfen.

    Wichtig: Das Lamm erst vom Spieß nehmen, wenn die angegebene Kerntemperatur erreicht ist.

Ruhen lassen, zerlegen und servieren

  1. Ruhen lassen und zerlegen

    Das Lamm 20 Minuten ruhen lassen. Danach Keulen, Schultern, Rücken und Rippen mit einem stabilen Messer oder Beil in serviergerechte Stücke teilen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich in stabile, serviergerechte Stücke teilen

    • Beim Zerlegen entlang der natürlichen Gelenke und Knochen arbeiten.

    Wichtig: Das Lamm auf einer stabilen Fläche zerlegen und Messer oder Beil kontrolliert führen.

  2. Mit Brot und Frühlingszwiebeln servieren

    Das Brot in dicke Scheiben schneiden und die Frühlingszwiebeln putzen. Das Lamm direkt mit Brot und Frühlingszwiebeln servieren.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist portioniert und die Beilagen sind unmittelbar servierbereit

    • Das Brot erst kurz vor dem Servieren schneiden, damit die Scheiben frisch bleiben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Salzmenge an das Schlachtgewicht anpassen: Die angegebene Salzmenge von 180 g gilt für ein Lamm von etwa 9 kg. Bei anderem Schlachtgewicht nennt die Anleitung ungefähr 2 Prozent des Gewichts als Salzmenge.
  • Glut und Flammen kontrollieren: Die Glut darf nicht zu dicht am Fleisch liegen. Besonders während der ersten 45 Minuten und bei der späteren Verstärkung müssen hochschlagende Flammen verhindert werden.
  • Feuer und Lamm zeitlich abstimmen: Während das gesalzene Lamm aus der Kühlung kommt, kann die Glut vorbereitet werden. Die Glut soll bereit sein, wenn das Lamm aufgespießt und sicher befestigt ist.

Zutatenwissen

Paška-Lamm und Ersatz

Paška janjetina ist besonders bei kroatischen Metzgereien, Fleischfachgeschäften oder Direktvermarktern mit Adria- und Balkan-Sortiment zu finden. Als Ersatz eignet sich ein junges Weidelamm ähnlichen Gewichts; der Geschmack kann milder ausfallen.

Geeignetes Brennholz

Nur trockenes, unbehandeltes Hartholz verwenden. Olivenholz kann kräftiger duften, während Buche geschmacklich zurückhaltender ist; Eiche ist ebenfalls als genannte Holzart geeignet.

Rosmarinzweig als Pinsel

Ein Rosmarinzweig wird zum dünnen Bestreichen der laufenden Garphase verwendet. Die Flüssigkeit sparsam auftragen, damit die Haut trocken und knusprig bleibt.

Sinnvolle Alternativen

Junges Weidelamm ähnlichen Gewichts

Der Geschmack kann milder ausfallen als bei Paška-Lamm.

Das Ersatzlamm wie im Rezept ausnehmen beziehungsweise küchenfertig beziehen und Gewicht, Befestigung sowie Garzeit anpassen.

Trockenes, unbehandeltes Buchen- oder Eichenholz

Buche wirkt geschmacklich zurückhaltender; Eiche kann ein kräftigeres Holzaroma geben.

Nur trockenes und unbehandeltes Holz verwenden und es vollständig zu gleichmäßiger Glut abbrennen lassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Haut verbrennt, bevor die dicken Partien gar sind.

Das Lamm mindestens 60 cm über der Glut positionieren und die Glut nicht zu dicht heranschieben.

Verbrannte äußere Stellen nicht weiter der Hitze aussetzen, die Glut verteilen und die Garprobe in der Keule fortsetzen.

Die Haut bleibt weich statt trocken und knusprig.

Die Mischung nur dünn und ungefähr alle 30 Minuten mit dem Rosmarinzweig auftragen.

Weitere Flüssigkeit zunächst weglassen und die kontrollierte Glut weiterarbeiten lassen.

Der Spieß dreht sich unruhig oder schlägt stark aus.

Keulen und Mittelteil mit Spießgabeln und hitzefestem Draht sichern und die Drehung vor dem Garen prüfen.

Drehung sicher stoppen, Abstand zur Glut wahren und die Befestigung nachjustieren.

Die dickste Stelle der Keule ist noch nicht ausreichend gegart.

Mit dem Kerntemperaturmesser an der dicksten Stelle prüfen und erst danach vom Spieß nehmen.

Das Lamm sicher weitergaren, bis die angegebene Kerntemperatur erreicht ist.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Brot und Frühlingszwiebeln: Das zerlegte Lamm direkt mit dicken Scheiben Bauernbrot und geputzten Frühlingszwiebeln servieren. So bleibt die schlichte Servierweise des Rezepts erhalten.
  • Direkt vom Spieß teilen: Das ruhende Lamm am Tisch oder auf einer großen Platte zerlegen und die unterschiedlichen Stücke aus Keule, Schulter, Rücken und Rippen gemeinsam anbieten.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Lamm kann nach dem Einsalzen abgedeckt 2–12 Stunden gekühlt ruhen. Die Glut, das Aufspießen und das Garen erst anschließend vorbereiten beziehungsweise durchführen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das verwendete Bauernbrot kann glutenhaltiges Getreide enthalten; die genaue Zusammensetzung hängt vom Produkt ab.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie viel Salz braucht ein anderes Lammgewicht?

Die Anleitung nennt für ein anderes Schlachtgewicht ungefähr 2 Prozent des Gewichts als Salzmenge. Die feste Angabe von 180 g bezieht sich auf ein Lamm von etwa 9 kg.

Wie weit sollte das Lamm von der Glut entfernt sein?

Das Lamm soll mindestens 60 cm über der Glut hängen. Die Glut darf nicht zu dicht am Fleisch liegen, damit die Haut nicht verbrennt, bevor die dicken Partien gar sind.

Woran erkenne ich, dass das Lamm fertig ist?

Die dickste Stelle der Keule soll 75–80 °C Kerntemperatur erreichen. Zusätzlich soll die Haut goldbraun und knusprig sein.

Welches Holz eignet sich für die Glut?

Verwende trockenes, unbehandeltes Hartholz. Genannt werden Oliven-, Eichen- und Buchenholz; Buche ist geschmacklich zurückhaltender, Olivenholz kann kräftiger duften.

Aus unserer Küche

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