Piadina romagnola auf der Grillplatte

Italienisches Grillfladenbrot

Dünnes, ungesäuertes Fladenbrot aus der Romagna mit Weizenmehl, Schweineschmalz, Wasser und Salz, auf einer heißen Gusseisenplatte über direkter Grillhitze gebacken.

Zum Rezept
Piadina romagnola auf der Grillplatte
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 18 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 80 Minuten
Menge Piadine
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Garen auf heißer Platte
Servierrolle Als Beilage vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der einfache Teig aus Weizenmehl, Schweineschmalz, Wasser und Salz lässt sich nach einer kurzen Ruhezeit geschmeidig dünn ausrollen.
  • Die heiße, trockene Gusseisenplatte erzeugt in kurzer Zeit kleine braune Röststellen, während die Piadina innen weich und biegsam bleibt.
  • Das Backen einzelner Fladen ermöglicht eine gleichmäßige Kontrolle von Dicke, Bräunung und Gargrad.

Die Piadina romagnola ist ein dünnes, ungesäuertes Fladenbrot aus der Romagna in Emilia-Romagna. Der Teig wird etwa 3 mm dünn ausgerollt und traditionell auf einem heißen testo gebacken. Auf dem Grill übernimmt eine schwere Gusseisenplatte diese Rolle und sorgt für kleine Röstflecken sowie eine zarte, biegsame Krume.

Warm ist die Piadina zart, biegsam und leicht elastisch. Die Oberfläche zeigt einzelne braune Röstflecken, während das Innere mild, weich und dezent herzhaft schmeckt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig herstellen und ruhen lassen

  1. Mehlmischung vorbereiten

    Gib 500 g Weizenmehl und das Salz in die Rührschüssel. Verreibe das zimmerwarme Schweineschmalz mit den Fingerspitzen darin, bis eine krümelige Mischung entsteht.

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist gleichmäßig krümelig und enthält keine größeren Schmalzklumpen.

  2. Teig kneten

    Gieße das lauwarme Wasser nach und nach dazu und verknete alles zunächst in der Schüssel. Knete den Teig anschließend 6–8 Minuten auf der Arbeitsfläche, bis er glatt und geschmeidig ist. Er soll weich, aber nicht klebrig sein.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, geschmeidig und weich, klebt aber nicht an der Arbeitsfläche.

    • Das Wasser portionsweise einarbeiten, damit die Teigkonsistenz kontrollierbar bleibt.
  3. Teig portionieren und ruhen lassen

    Teile den Teig bei der Grundmenge in sechs gleich große Portionen von jeweils rund 132 g und forme daraus glatte Kugeln. Decke sie mit dem sauberen Tuch ab und lasse sie 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen. So entspannt sich der Teig und lässt sich dünn ausrollen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigkugeln sind entspannt und lassen sich ohne starkes Zurückziehen ausrollen.

    • Bei einer geänderten Portionszahl die Gesamtmenge entsprechend aufteilen.

Grillplatte erhitzen und Piadine backen

  1. Grillplatte vorheizen

    Stelle die schwere Gusseisenplatte oder ein Testo auf den Grillrost über die direkte Hitze. Schließe den Deckel und heize den Grill so vor, dass die Platte etwa 220–240 °C erreicht. Die Platte wird trocken verwendet; zusätzliches Öl ist nicht nötig.

    230 °C

    Daran erkennst du es: Die Gusseisenplatte ist gleichmäßig heiß und erreicht etwa 220–240 °C.

    • Die Platte vor dem ersten Fladen vollständig vorheizen.

    Wichtig: Die Gusseisenplatte und der Grillrost sind sehr heiß; nur mit geeignetem Hitzeschutz handhaben.

  2. Fladen ausrollen

    Rolle eine Teigkugel auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche mit dem Mehl zum Ausrollen zu einem runden Fladen von etwa 20–22 cm Durchmesser und ungefähr 3 mm Dicke aus. Rolle die übrigen Kugeln erst kurz vor dem Backen aus, damit die Fladen nicht austrocknen.

    Daran erkennst du es: Der Fladen ist rund, etwa 20–22 cm groß und ungefähr 3 mm dünn.

    • Nur leicht bemehlen, damit das Mehl auf der Platte nicht unnötig verbrennt.
  3. Piadina backen

    Lege den Fladen auf die heiße Gusseisenplatte. Backe ihn etwa 60–90 Sekunden, bis sich kleine Blasen bilden und die Unterseite einzelne braune Röststellen zeigt. Wende ihn und backe die zweite Seite weitere 60–90 Sekunden. Die Piadina soll durchgegart, aber noch biegsam sein.

    3 Minuten 230 °C

    Daran erkennst du es: Kleine Blasen und einzelne braune Röststellen sind sichtbar; der Fladen bleibt biegsam.

    • Die genaue Dauer hängt von Plattentemperatur und Fladendicke ab.

    Wichtig: Beim Wenden auf die sehr heiße Platte achten und nur hitzefestes Grillwerkzeug verwenden.

  4. Fladen warm halten

    Nimm die Piadina vom Grill und lege sie unter das saubere Tuch. Wiederhole das Ausrollen und Backen mit den übrigen Teigportionen. Halte die direkte Hitze möglichst konstant; wird die Platte zu heiß, verbrennen die Flecken, bevor der Teig durchgegart ist.

    Daran erkennst du es: Die fertigen Fladen bleiben unter dem Tuch warm und biegsam.

    • Während des Backens die übrigen Kugeln erst kurz vor ihrem Einsatz ausrollen.

Servieren

  1. Warm servieren

    Serviere die Piadine warm als Brot, zum Beispiel gefaltet zu gegrilltem Gemüse oder mit einem weichen italienischen Käse.

    • Die Fladen lassen sich warm besonders gut falten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Plattentemperatur kontrollieren: Die Gusseisenplatte soll etwa 220–240 °C erreichen. Ist sie zu heiß, bräunen die Röststellen zu schnell, bevor der Fladen durchgegart ist.
  • Fladen erst kurz vor dem Backen ausrollen: Die übrigen Teigkugeln abgedeckt lassen und erst kurz vor dem Backen ausrollen, damit die dünnen Fladen nicht austrocknen.

Zutatenwissen

Weizenmehl Type 550

Das Mehl bildet die tragende Struktur des ungesäuerten Teigs. Das zusätzliche Mehl wird nur zum Ausrollen verwendet.

Schweineschmalz zimmerwarm verwenden

Zimmerwarmes Schweineschmalz lässt sich gleichmäßig im Mehl verteilen und sorgt für eine zarte, biegsame Krume.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Röststellen werden dunkel, während der Teig innen noch nicht durchgegart ist.

Die Plattentemperatur im Bereich von etwa 220–240 °C halten und die Backzeit von 60–90 Sekunden pro Seite beachten.

Die Hitze reduzieren und den Fladen bei etwas niedrigerer Temperatur kurz fertig backen.

Die ausgerollten Fladen trocknen aus und lassen sich schlecht handhaben.

Die Kugeln abdecken und jeweils erst kurz vor dem Backen ausrollen.

Den Fladen vor dem Backen kurz ruhen lassen und nicht weiter bemehlen als nötig.

Der Teig zieht sich beim Ausrollen stark zurück.

Den Teig 30 Minuten ruhen lassen und 6–8 Minuten kneten, bis er glatt und geschmeidig ist.

Die Teigkugel erneut abdecken und vor dem Ausrollen noch etwas entspannen lassen.

Varianten

Hauchdünne Piadina

Eine besonders dünne Variante mit zarter, biegsamer Struktur und schnellerer Bräunung.

Etwas kräftigere Piadina

Eine etwas dicker ausgerollte Variante mit mehr Biss und stärkerem Teiggefühl.

Servieren und kombinieren

  • Zu gegrilltem Gemüse: Die warmen Piadine falten und als Brot zu gegrilltem Gemüse servieren.
  • Mit weichem italienischem Käse: Die Piadine warm mit einem weichen italienischen Käse reichen.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Für die Qualität nach dem Backen möglichst frisch und warm servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Beide Mehlzeilen bestehen aus Weizenmehl.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist eine Piadina romagnola?

Eine Piadina romagnola ist ein dünnes, ungesäuertes Fladenbrot aus der Romagna. Sie wird aus Weizenmehl, Schweineschmalz, Wasser und Salz hergestellt und traditionell auf einer heißen Platte gebacken.

Warum eignet sich eine schwere Gusseisenplatte?

Sie übernimmt auf dem Grill die Funktion eines testo und ermöglicht das trockene Backen auf einer gleichmäßig heißen Kontaktfläche.

Woran erkenne ich, dass die Piadina fertig ist?

Sie ist fertig, wenn sich kleine Blasen bilden, die Unterseite einzelne braune Röststellen zeigt und der Fladen durchgegart, aber noch biegsam ist.

Aus unserer Küche

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