Schwarte einschneiden
Nur Schwarte und Fett rautenförmig einschneiden. Das Fleisch soll dabei unverletzt bleiben.
Bayerischer Schweinebraten vom Grill
Bayerischer Krustenbraten aus Schweineschulter mit Schwarte, würzigen Kräutern und Gewürzen, Gemüse sowie dunklem Bier. Der Braten gart zunächst indirekt und bekommt zum Schluss direkte Hitze für eine krosse, aufspringende Kruste.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bayerischer Krustenbraten vom Grill verbindet saftige Schweineschulter mit einer kräftig gewürzten Schwarte und einer dunklen Biersauce. Der Braten gart langsam in der indirekten Grillzone, während Gemüse, Bier und WasserFeines Stärkepulver zum Binden von Flüssigkeiten und für bestimmte Back- und Süßspeisen. in der Auffangschale die Grundlage für die Sauce bilden. Zum Abschluss sorgt direkte Hitze dafür, dass die Schwarte sichtbar aufspringt und knusprig wird.
Außen kracht die dunkle, rautenförmig aufgesprungene Schwarte, darunter bleibt das Schweinefleisch saftig und zart. Kümmel, Majoran, Pfeffer und Knoblauch geben dem Braten eine herzhafte Würze, während die eingekochte Biersauce dunkel, würzig und leicht malzig schmeckt.
Schritt für Schritt
Die Schwarte mit Küchenpapier gründlich trocknen und rautenförmig einschneiden. Nur durch Schwarte und Fett schneiden, nicht in das Fleisch. Salz, Kümmel, Pfeffer, Majoran und Knoblauch mischen. Die Fleischseiten damit einreiben und die Schwarte mit dem restlichen Salz würzen. Den Braten 2 Stunden unbedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.
Einen Kugelgrill oder Gasgrill für indirekte Hitze auf 140 bis 150 °C vorbereiten. Beim Holzkohlegrill die Kohlen seitlich platzieren, beim Gasgrill nur die äußeren Brenner einschalten. Eine hitzefeste Auffangschale unter den späteren Bratenstandort stellen. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Lorbeerblätter hineingeben und Bier sowie Wasser angießen.
Wichtig: Beim Umgang mit der heißen Auffangschale hitzefeste Handschuhe verwenden.
Den Braten mit der Schwarte nach oben auf den Rost über die Auffangschale legen. Den Deckel schließen und das Fleisch 4 bis 5 Stunden indirekt grillen. Die Grilltemperatur möglichst stabil halten und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen. Bei etwa 70 °C ist der Braten bereit für die Krustenphase.
Daran erkennst du es: Die Kerntemperatur liegt an der dicksten Stelle bei etwa 70 °C.
Die Auffangschale vorsichtig vom direkten Hitzebereich nehmen. Den Grill auf 230 bis 250 °C aufheizen. Den Braten mit der Schwarte über die direkte Hitze setzen und unter geschlossenem Deckel weitergrillen, bis die Schwarte sichtbar aufspringt und die Kerntemperatur etwa 75 °C erreicht. Bei aufflammendem Fett den Braten sofort zurück in die indirekte Zone legen und dort fertig knuspern lassen.
Daran erkennst du es: Die Schwarte ist sichtbar aufgesprungen und die Kerntemperatur liegt bei etwa 75 °C.
Wichtig: Heiße Fettflammen nicht mit Wasser löschen; den Braten aus der direkten Zone nehmen und die Hitze reduzieren.
Den Braten vom Grill nehmen und 20 Minuten unbedeckt ruhen lassen. So bleibt die Kruste kross, während sich der Fleischsaft im Braten verteilt.
Den Inhalt der Auffangschale durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf gießen. Die Flüssigkeit 10 bis 15 Minuten auf dem Seitenbrenner oder dem Herd einkochen lassen. Speisestärke mit kaltem Wasser glatt rühren, in die leicht kochende Sauce geben und etwa 1 Minute köcheln lassen, bis sie bindet.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist eingekocht und bindet nach Zugabe der angerührten Stärke leicht ab.
Wichtig: Die heiße Flüssigkeit vorsichtig durch das Sieb gießen und Spritzer vermeiden.
Den Krustenbraten quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit der dunklen Biersauce servieren.
Daran erkennst du es: Die Scheiben lassen sich quer zur Faser schneiden und die Kruste bleibt kross.
Gut zu wissen
Nur Schwarte und Fett rautenförmig einschneiden. Das Fleisch soll dabei unverletzt bleiben.
Das dunkle Bier kommt mit Gemüse und Wasser in die Auffangschale und wird später als Grundlage der Sauce eingekocht.
Die Speisestärke mit kaltem Wasser glatt rühren, bevor sie in die leicht kochende Sauce gegeben wird.
Die Sauce bleibt dunkel und malzig, kann aber etwas weniger kräftig schmecken.
Das alkoholfreie dunkle Bier in gleicher Menge verwenden.
Die Sauce verliert etwas von ihrer würzigen Sellerienote.
Den Sellerie durch 150 g zusätzliche grob gewürfelte Möhre ersetzen.
Die Sauce wird etwas matter und kann einen leicht mehligen Geschmack bekommen.
Das Mehl mit kaltem Wasser glatt rühren und die Sauce anschließend ausreichend köcheln lassen.
Nur durch Schwarte und Fett schneiden und die Einschnitte flach halten.
Den Braten weiter indirekt garen und die Krustenphase vorsichtig durchführen.
Die Krustenphase aufmerksam beobachten und bei Flammen sofort in die indirekte Zone wechseln.
Den Braten indirekt weitergrillen, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist.
Den Braten 20 Minuten unbedeckt ruhen lassen.
Die austretenden Säfte zur Sauce geben und den Braten quer zur Faser schneiden.
Stärke mit kaltem Wasser anrühren und etwa 1 Minute köcheln lassen.
Eine kleine zusätzliche Menge Stärke mit kaltem Wasser anrühren und portionsweise einarbeiten.
Die Krustenphase etwas länger unter direkter Hitze beobachten, bis die Schwarte stärker aufgesprungen ist.
Das dunkle Bier durch alkoholfreies dunkles Bier ersetzen.
Die indirekte und direkte Hitze werden ausschließlich über die Brenner des Gasgrills gesteuert.
Die krosse Schwarte kann durch das Einfrieren und Auftauen an Knusprigkeit verlieren.
Häufig gefragt
Nach der indirekten Grillphase, wenn die Kerntemperatur an der dicksten Stelle etwa 70 °C erreicht hat.
Die Schwarte vor dem Würzen gründlich trocknen, am Ende direkte Hitze einsetzen und den fertigen Braten unbedeckt ruhen lassen.
Den Braten sofort aus der direkten Hitze in die indirekte Zone legen und dort fertig knuspern lassen.
Im Rezept wird dunkles Bier verwendet. Es liefert eine dunkle, kräftige und malzige Grundlage für die Sauce.
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