Bayerischer Krustenbraten

Bayerischer Schweinebraten vom Grill

Bayerischer Krustenbraten aus Schweineschulter mit Schwarte, würzigen Kräutern und Gewürzen, Gemüse sowie dunklem Bier. Der Braten gart zunächst indirekt und bekommt zum Schluss direkte Hitze für eine krosse, aufspringende Kruste.

Zum Rezept
Wenn die Schwarte aufspringt
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 5 Stunden
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 20 Min.
Gesamtzeit ca. 7 Stunden
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Trocken einreiben
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die langsame indirekte Grillphase gart die Schweineschulter gleichmäßig und hält das Fleisch saftig.
  • Die trockene, gewürzte Schwarte bekommt am Ende starke direkte Hitze und kann dadurch kross aufplatzen.
  • Dunkles Bier, Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Lorbeer ergeben eine kräftige Grundlage für die Sauce.
  • Die 20-minütige Ruhezeit verteilt den Fleischsaft und hilft, die Kruste kross zu halten.

Bayerischer Krustenbraten vom Grill verbindet saftige Schweineschulter mit einer kräftig gewürzten Schwarte und einer dunklen Biersauce. Der Braten gart langsam in der indirekten Grillzone, während Gemüse, Bier und WasserFeines Stärkepulver zum Binden von Flüssigkeiten und für bestimmte Back- und Süßspeisen. in der Auffangschale die Grundlage für die Sauce bilden. Zum Abschluss sorgt direkte Hitze dafür, dass die Schwarte sichtbar aufspringt und knusprig wird.

Außen kracht die dunkle, rautenförmig aufgesprungene Schwarte, darunter bleibt das Schweinefleisch saftig und zart. Kümmel, Majoran, Pfeffer und Knoblauch geben dem Braten eine herzhafte Würze, während die eingekochte Biersauce dunkel, würzig und leicht malzig schmeckt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Schwarte vorbereiten und würzen

    Die Schwarte mit Küchenpapier gründlich trocknen und rautenförmig einschneiden. Nur durch Schwarte und Fett schneiden, nicht in das Fleisch. Salz, Kümmel, Pfeffer, Majoran und Knoblauch mischen. Die Fleischseiten damit einreiben und die Schwarte mit dem restlichen Salz würzen. Den Braten 2 Stunden unbedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

    2 Stunden
    • Die Schwarte muss vor dem Einschneiden möglichst trocken sein.
    • Nicht bis in das Fleisch schneiden, damit beim Grillen weniger Saft austritt.
  2. Indirekte Grillzone vorbereiten

    Einen Kugelgrill oder Gasgrill für indirekte Hitze auf 140 bis 150 °C vorbereiten. Beim Holzkohlegrill die Kohlen seitlich platzieren, beim Gasgrill nur die äußeren Brenner einschalten. Eine hitzefeste Auffangschale unter den späteren Bratenstandort stellen. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Lorbeerblätter hineingeben und Bier sowie Wasser angießen.

    145 °C
    • Die Auffangschale nicht direkt in die stärkste Hitze stellen.
    • Die Gemüse- und Flüssigkeitsmenge so verteilen, dass die Schale stabil steht.

    Wichtig: Beim Umgang mit der heißen Auffangschale hitzefeste Handschuhe verwenden.

  3. Braten indirekt grillen

    Den Braten mit der Schwarte nach oben auf den Rost über die Auffangschale legen. Den Deckel schließen und das Fleisch 4 bis 5 Stunden indirekt grillen. Die Grilltemperatur möglichst stabil halten und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen. Bei etwa 70 °C ist der Braten bereit für die Krustenphase.

    4 Std. 30 Min. 145 °C

    Daran erkennst du es: Die Kerntemperatur liegt an der dicksten Stelle bei etwa 70 °C.

    • Die Kerntemperatur immer an der dicksten Stelle messen und dabei nicht an Knochen oder Grillrost anliegen.
    • Während des indirekten Grillens den Deckel möglichst geschlossen halten.
  4. Kruste über direkter Hitze fertigstellen

    Die Auffangschale vorsichtig vom direkten Hitzebereich nehmen. Den Grill auf 230 bis 250 °C aufheizen. Den Braten mit der Schwarte über die direkte Hitze setzen und unter geschlossenem Deckel weitergrillen, bis die Schwarte sichtbar aufspringt und die Kerntemperatur etwa 75 °C erreicht. Bei aufflammendem Fett den Braten sofort zurück in die indirekte Zone legen und dort fertig knuspern lassen.

    240 °C

    Daran erkennst du es: Die Schwarte ist sichtbar aufgesprungen und die Kerntemperatur liegt bei etwa 75 °C.

    • Die Kruste während der direkten Hitze aufmerksam beobachten.
    • Bei aufflammendem Fett sofort in die indirekte Zone wechseln.

    Wichtig: Heiße Fettflammen nicht mit Wasser löschen; den Braten aus der direkten Zone nehmen und die Hitze reduzieren.

  5. Braten ruhen lassen

    Den Braten vom Grill nehmen und 20 Minuten unbedeckt ruhen lassen. So bleibt die Kruste kross, während sich der Fleischsaft im Braten verteilt.

    20 Minuten
    • Den Braten nicht abdecken, damit die Kruste nicht durch Dampf weich wird.
  6. Biersauce einkochen und binden

    Den Inhalt der Auffangschale durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf gießen. Die Flüssigkeit 10 bis 15 Minuten auf dem Seitenbrenner oder dem Herd einkochen lassen. Speisestärke mit kaltem Wasser glatt rühren, in die leicht kochende Sauce geben und etwa 1 Minute köcheln lassen, bis sie bindet.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist eingekocht und bindet nach Zugabe der angerührten Stärke leicht ab.

    • Die Speisestärke zuerst vollständig mit kaltem Wasser glatt rühren.
    • Die Sauce nach Zugabe der Stärke kurz köcheln lassen, damit sie bindet.

    Wichtig: Die heiße Flüssigkeit vorsichtig durch das Sieb gießen und Spritzer vermeiden.

  7. Aufschneiden und servieren

    Den Krustenbraten quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit der dunklen Biersauce servieren.

    Daran erkennst du es: Die Scheiben lassen sich quer zur Faser schneiden und die Kruste bleibt kross.

    • Mit einem scharfen Messer durch die Kruste schneiden, ohne sie zu zerdrücken.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Trockene Schwarte: Eine gründlich getrocknete Schwarte kann während der direkten Krustenphase besser aufplatzen und knusprig werden.
  • Messstelle beachten: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen und dabei Knochen sowie den Grillrost meiden.
  • Krustenphase beobachten: Die starke direkte Hitze dient nur der abschließenden Kruste. Sobald Fett aufflammt, den Braten zurück in die indirekte Zone legen.

Zutatenwissen

Schwarte einschneiden

Nur Schwarte und Fett rautenförmig einschneiden. Das Fleisch soll dabei unverletzt bleiben.

Bier für die Sauce

Das dunkle Bier kommt mit Gemüse und Wasser in die Auffangschale und wird später als Grundlage der Sauce eingekocht.

Stärke kalt anrühren

Die Speisestärke mit kaltem Wasser glatt rühren, bevor sie in die leicht kochende Sauce gegeben wird.

Sinnvolle Alternativen

Alkoholfreies dunkles Bier

Die Sauce bleibt dunkel und malzig, kann aber etwas weniger kräftig schmecken.

Das alkoholfreie dunkle Bier in gleicher Menge verwenden.

Zusätzliche Möhre

Die Sauce verliert etwas von ihrer würzigen Sellerienote.

Den Sellerie durch 150 g zusätzliche grob gewürfelte Möhre ersetzen.

Mehl

Die Sauce wird etwas matter und kann einen leicht mehligen Geschmack bekommen.

Das Mehl mit kaltem Wasser glatt rühren und die Sauce anschließend ausreichend köcheln lassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Schwarte bleibt zäh oder der Bratensaft tritt verstärkt aus.

Nur durch Schwarte und Fett schneiden und die Einschnitte flach halten.

Den Braten weiter indirekt garen und die Krustenphase vorsichtig durchführen.

Die Schwarte wird dunkel, bevor sie gleichmäßig aufspringt.

Die Krustenphase aufmerksam beobachten und bei Flammen sofort in die indirekte Zone wechseln.

Den Braten indirekt weitergrillen, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist.

Beim Aufschneiden tritt viel Fleischsaft aus und die Scheiben wirken trockener.

Den Braten 20 Minuten unbedeckt ruhen lassen.

Die austretenden Säfte zur Sauce geben und den Braten quer zur Faser schneiden.

Die Sauce bindet nicht ausreichend.

Stärke mit kaltem Wasser anrühren und etwa 1 Minute köcheln lassen.

Eine kleine zusätzliche Menge Stärke mit kaltem Wasser anrühren und portionsweise einarbeiten.

Varianten

Kräftig dunkle Kruste

Die Krustenphase etwas länger unter direkter Hitze beobachten, bis die Schwarte stärker aufgesprungen ist.

Alkoholfreie Biersauce

Das dunkle Bier durch alkoholfreies dunkles Bier ersetzen.

Gasgrill-Fassung

Die indirekte und direkte Hitze werden ausschließlich über die Brenner des Gasgrills gesteuert.

Servieren und kombinieren

  • Mit dunkler Biersauce: Die quer zur Faser geschnittenen Scheiben mit der eingekochten dunklen Biersauce servieren.
  • Mit bayerischen Beilagen: Dazu passen kräftige Beilagen wie Kartoffelknödel, Sauerkraut oder Krautsalat.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Die krosse Schwarte kann durch das Einfrieren und Auftauen an Knusprigkeit verlieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Bier kann aus glutenhaltigem Getreide gebraut sein; eine konkrete Produktkennzeichnung liegt nicht vor.
  • Sellerie: enthält

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wann ist der Krustenbraten bereit für die Krustenphase?

Nach der indirekten Grillphase, wenn die Kerntemperatur an der dicksten Stelle etwa 70 °C erreicht hat.

Wie bleibt die Kruste knusprig?

Die Schwarte vor dem Würzen gründlich trocknen, am Ende direkte Hitze einsetzen und den fertigen Braten unbedeckt ruhen lassen.

Was tun, wenn Fett aufflammt?

Den Braten sofort aus der direkten Hitze in die indirekte Zone legen und dort fertig knuspern lassen.

Welches Bier eignet sich für die Sauce?

Im Rezept wird dunkles Bier verwendet. Es liefert eine dunkle, kräftige und malzige Grundlage für die Sauce.

Aus unserer Küche

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