Sieben Kräuter für die Frankfurter Art
Die Mischung besteht aus Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Sauerampfer, Borretsch und Pimpinelle. Außerhalb Hessens können die Kräuter einzeln gekauft werden.
Hessische Grillvariante
Saftige, marinierte Hähnchenbrust wird direkt angegrillt und anschließend indirekt fertig gegart. Dazu kommt eine kalte, cremige Grüne Soße nach Frankfurter Art mit sieben Kräutern, Ei, saurer Sahne und Schmand.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese moderne hessische Grillvariante verbindet rauchige Röstaromen mit der frischen, kräuterbetonten Grünen Soße. Die Hähnchenbrust gart zunächst direkt über der Hitze und anschließend schonend in der indirekten Zone, während die gut gekühlte Soße für Säure, Cremigkeit und Frische sorgt.
Die Hähnchenbrust schmeckt würzig, leicht süßlich und rauchig mit saftiger, vollständig gegarter Struktur. Die Grüne Soße ist kühl, cremig, säuerlich und intensiv kräuterig; Schnittlauch, Sauerampfer und Petersilie treten besonders frisch hervor.
Schritt für Schritt
Die Eier in einem kleinen Topf mit Wasser bedecken und 9–10 Minuten hart kochen. Kalt abschrecken und vollständig abkühlen lassen. Die Kräuter gründlich waschen, sehr gut trocknen und fein hacken.
Daran erkennst du es: Die Eier sind hart gekocht und vollständig abgekühlt, bevor die Soße angerührt wird.
Die Eier schälen. Eigelb mit saurer Sahne, Schmand, Weißweinessig, neutralem Öl, Zucker, Salz und Pfeffer verrühren. Das Eiweiß fein würfeln und zusammen mit den gehackten Kräutern unterheben. Die Soße mindestens 30 Minuten kalt ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Soße ist gut gekühlt und die Kräuteraromen haben sich verbunden.
Für die Marinade Rapsöl, Senf, Apfelessig, Honig, Knoblauch, Paprikapulver, Salz und Pfeffer glatt verrühren. Die Hähnchenbrustfilets trocken tupfen, in eine saubere Schale legen und vollständig mit der Marinade überziehen. Abgedeckt 30 Minuten im Kühlschrank marinieren. Rohes Geflügel nicht abwaschen und getrennt von den Kräutern sowie anderen verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten.
Wichtig: Rohes Geflügel nicht abwaschen und Kontakt mit verzehrfertigen Lebensmitteln vermeiden.
Einen Grill mit Deckel für zwei Zonen vorbereiten: eine direkte Zone mit etwa 220 °C und eine indirekte Zone mit etwa 180 °C. Den Rost gründlich reinigen und leicht ölen.
Die marinierten Filets aus der Schale nehmen und überschüssige Marinade leicht abstreifen. Die Brustfilets über direkter Hitze 3–4 Minuten pro Seite angrillen, bis deutliche Rostspuren entstanden sind.
Daran erkennst du es: Auf beiden Seiten sind deutliche Rostspuren entstanden.
Wichtig: Für rohes Geflügel eine saubere Grillzange oder ein getrenntes Werkzeug verwenden.
Die Filets in die indirekte Zone legen, den Deckel schließen und je nach Dicke weitere 6–10 Minuten garen. An der dicksten Stelle mit einem Thermometer prüfen: Das Geflügel soll im Kern mindestens 70 °C für 2 Minuten erreichen und vollständig durchgegart sein.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht mindestens 70 °C für 2 Minuten; das Geflügel ist vollständig durchgegart.
Wichtig: Geflügel erst vom Grill nehmen, wenn der angegebene Kerntemperatur- und Zeitwert erreicht ist.
Die Hähnchenbrust vom Grill nehmen und 5 Minuten locker ruhen lassen. Mit der gut gekühlten Grünen Soße nach Frankfurter Art servieren.
Daran erkennst du es: Die Filets haben 5 Minuten geruht und die Soße ist gut gekühlt.
Gut zu wissen
Die Mischung besteht aus Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Sauerampfer, Borretsch und Pimpinelle. Außerhalb Hessens können die Kräuter einzeln gekauft werden.
Überschüssiges Wasser verdünnt die Soße. Die Kräuter deshalb nach dem Waschen gründlich trocknen, bevor sie gehackt werden.
Die Grillzeit richtet sich vor allem nach der Dicke der Filets. Unterschiedlich große Stücke können daher unterschiedlich lange in der indirekten Zone benötigen.
Die Soße wird milder und weniger charakteristisch als mit Borretsch und Pimpinelle.
Falls Borretsch oder Pimpinelle fehlen, deren Anteil durch etwas mehr Petersilie und Kerbel ersetzen. Die übrigen Kräuter beibehalten.
Die Kräuter gründlich waschen und sehr gut trocknen, bevor sie gehackt werden.
Die Soße länger gekühlt ziehen lassen und bei Bedarf mit etwas zusätzlicher saurer Sahne oder Schmand ausgleichen.
Nach dem direkten Angrillen in die indirekte Zone wechseln und die dickste Stelle mit dem Thermometer prüfen.
Die Filets in dünne Scheiben schneiden und mit reichlich Grüner Soße servieren.
Die direkte Zone auf etwa 220 °C bringen und die Filets erst nach 3–4 Minuten pro Seite wenden.
Die Filets kurz zurück in die direkte Zone legen, ohne die anschließende Kerntemperaturkontrolle zu überspringen.
Rohes Geflügel getrennt von Kräutern verarbeiten und Arbeitsflächen sowie Werkzeuge sauber trennen.
Eine mildere Grüne Soße mit stärkerem Anteil an Petersilie und Kerbel, wenn Borretsch oder Pimpinelle nicht verfügbar sind.
Häufig gefragt
In diesem Rezept gehören Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Sauerampfer, Borretsch und Pimpinelle hinein.
Die direkte Zone erzeugt Röstaromen und Grillspuren. In der indirekten Zone kann das Fleisch anschließend kontrollierter bis zur angegebenen Kerntemperatur garen.
Beide Kräuter können durch etwas mehr Petersilie und Kerbel ersetzt werden. Die Soße wird dadurch milder und weniger charakteristisch.
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