Tandoori Chicken vom Grill

Punjabi Grillgericht

Hähnchenoberkeulen mit Knochen und ohne Haut werden zweifach in Joghurt, Zitrone, Ingwer, Knoblauch und indischen Gewürzen mariniert, zunächst indirekt durchgegart und anschließend direkt dunkel gegrillt.

Zum Rezept
Tandoori Chicken vom Grill
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 4 Std. 35 Min.
Gesamtzeit ca. 5 Std. 45 Min.
Menge Personen
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren, Während des Garens bestreichen oder begießen
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Einschnitte führen die erste und zweite Marinade tiefer in das Fleisch und unterstützen ein gleichmäßiges Garen.
  • Die zweistufige Grillmethode hält die Keulen zunächst saftig und erzeugt danach kräftige dunkle Grillstellen.
  • Joghurt, Zitronensaft, Ingwer, Knoblauch und Gewürze verbinden Säure, Würze und aromatische Tiefe.
  • Das abschließende Bestreichen mit Öl unterstützt die Bräunung während der direkten Grillphase.

Tandoori Chicken ist ein indisches Grillgericht, das besonders mit der Küche Punjabs verbunden wird. Diese Fassung verwendet Hähnchenkeulen mit Knochen und ohne Haut, die in einer säuerlichen Joghurtmarinade mit Ingwer, Knoblauch und Gewürzen ziehen. Erst gart das Fleisch bei mittlerer indirekter Hitze durch, danach bekommt es über direkter Hitze die typischen dunklen Grillstellen.

Saftige, würzige Hähnchenkeulen mit säuerlich-aromatischer Marinade, kräftiger Paprikafarbe und dunklen Grillstellen; dazu frische Schärfe und Säure von roten Zwiebeln und Zitronenspalten.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und erste Marinade

  1. Hähnchen einschneiden

    Die Hähnchenoberkeulen trocken tupfen. Jede Keule auf der fleischigen Seite drei tiefe Schnitte bis nahe an den Knochen setzen. Dadurch erreicht die Marinade mehr Fleisch und die Stücke garen gleichmäßiger.

    10 Minuten
    • Nicht vollständig durch den Knochen schneiden.
    • Die Einschnitte möglichst gleichmäßig verteilen.

    Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen.

  2. Erste Marinade auftragen

    Zitronensaft und 12 g Salz verrühren. Die Keulen rundum damit einreiben und 30 Minuten abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.

    30 Minuten
    • Die Keulen vollständig mit der Mischung benetzen.
    • Die Schüssel abdecken, damit das rohe Geflügel sicher getrennt bleibt.

    Wichtig: Das marinierte Geflügel während der Ruhezeit im Kühlschrank aufbewahren.

  3. Joghurtmarinade anrühren

    Joghurt, Ingwer-Knoblauch-Paste, 30 ml Öl, Paprikapulver, Kashmiri-ChilipulverRotes Chilipulver aus Kashmiri-Chilis, das vor allem Farbe und eine meist milde bis moderate Schärfe beitragen kann., Kreuzkümmel, Koriander, Garam Masala und Kurkuma zu einer glatten Marinade verrühren.

    10 Minuten
    • Die Gewürze vollständig im Joghurt verteilen.
    • Eine glatte, streichfähige Marinade erleichtert das gleichmäßige Bedecken.

Zweite Marinade und Grill vorbereiten

  1. Zweite Marinade auftragen

    Die Keulen mit der zweiten Marinade gründlich bedecken und besonders viel davon in die Einschnitte drücken. Abgedeckt mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank marinieren.

    4 Stunden
    • Die Marinade besonders in die gesetzten Schnitte einarbeiten.
    • Für intensiveren Geschmack die längere Marinierzeit über Nacht wählen.

    Wichtig: Während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.

  2. Grill vorbereiten

    Die Hähnchenkeulen 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Den Grill für indirektes Grillen auf etwa 190 bis 200 °C vorheizen. Bei einem Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben; beim Gasgrill nur einen Brennerbereich einschalten. Den Rost sauber bürsten und dünn ölen.

    30 Minuten 195 °C
    • Die direkte und die indirekte Zone klar voneinander trennen.
    • Den Rost erst reinigen und anschließend dünn ölen.

    Wichtig: Beim Arbeiten am heißen Grill hitzebeständige Utensilien verwenden.

Grillen und Servieren

  1. Indirekt durchgaren

    Überschüssige Marinade leicht abstreifen, damit sie nicht in die Glut tropft. Die Keulen zunächst auf die indirekte Seite legen, den Deckel schließen und etwa 25 bis 35 Minuten grillen. Nach etwa 15 Minuten wenden.

    30 Minuten 195 °C

    Daran erkennst du es: Die Keulen sind weitgehend durchgegart und zeigen an der Oberfläche noch keine starke direkte Grillbräunung.

    • Den Deckel während der Grillphase möglichst geschlossen halten.
    • Bei aufflammendem Fett die Keulen nicht in der direkten Zone lassen.

    Wichtig: Marinade nicht in die Glut tropfen lassen und rohes Geflügel nicht mit derselben ungesäuberten Zange servieren.

  2. Direkt grillen und bestreichen

    Die Keulen mit 15 ml Öl dünn bestreichen und über direkte mittlere bis starke Hitze legen. Unter häufigem Wenden weitere 3 bis 6 Minuten grillen, bis die Oberfläche dunkle Grillstellen zeigt. Bei aufflammendem Fett das Fleisch sofort zurück in den indirekten Bereich legen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche zeigt dunkle Grillstellen, ohne zu verbrennen.

    • Das Öl dünn und gleichmäßig auftragen.
    • Die Keulen häufig wenden, damit die Marinade nicht verbrennt.

    Wichtig: Bei aufflammendem Fett das Fleisch sofort aus der direkten Hitze nehmen.

  3. Garzustand prüfen und ruhen lassen

    Die dickste Keule an der fleischigsten Stelle bis zum Knochen prüfen. Das Fleisch ist fertig, wenn es im Kern mindestens 74 °C erreicht hat. Anschließend 5 Minuten locker ruhen lassen.

    5 Minuten 74 °C

    Daran erkennst du es: Mindestens 74 °C im Kern; anschließend 5 Minuten Ruhezeit.

    • Das Thermometer bis nahe an den Knochen führen, ohne den Knochen direkt zu berühren.
    • Die Keulen nach dem Grillen locker ruhen lassen.

    Wichtig: Geflügel erst servieren, wenn die angegebene Kerntemperatur erreicht ist.

  4. Servieren

    Tandoori Chicken mit roten Zwiebelringen und Zitronenspalten servieren.

    5 Minuten
    • Die Zitronenspalten erst beim Servieren über das Fleisch geben.
    • Die Zwiebelringe frisch neben den Keulen anrichten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Warum zweimal marinieren?: Die erste Mischung aus Zitronensaft und Salz würzt die Oberfläche und zieht kurz ein. Die zweite Joghurtmarinade bringt Gewürze, Ingwer und Knoblauch in die gesetzten Einschnitte.
  • Indirekte Hitze zuerst: Die indirekte Phase gart die dicken Keulen kontrolliert durch. Die direkte Hitze dient anschließend vor allem der dunklen Grillfarbe und den kräftigen Röstaromen.
  • Überschüssige Marinade entfernen: Ein leichtes Abstreifen vor dem Grillen reduziert Tropfen in die Glut und hilft, verbrannte Stellen während der direkten Phase zu vermeiden.
  • Kashmiri-Chilipulver: Kashmiri-Chilipulver liefert kräftige Farbe und milde bis mittlere Schärfe. Es ist häufig in indischen Lebensmittelgeschäften, Gewürzläden und entsprechenden Onlinesortimenten erhältlich.

Zutatenwissen

Kashmiri-Chilipulver finden

Kashmiri-Chilipulver bekommst du meist in indischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Gewürzläden oder im Onlinesortiment für indische Küche. Es färbt kräftig und bringt milde bis mittlere Schärfe.

Einschnitte setzen

Die drei tiefen Schnitte auf der fleischigen Seite vergrößern die Kontaktfläche für die Marinade und unterstützen ein gleichmäßigeres Garen der dicken Oberkeulen.

Salz getrennt führen

Die 12 g Salz gehören ausdrücklich zur ersten Marinade. Sie sind nicht mit einer späteren, nicht vorgesehenen Salzmenge zum Abschmecken zusammenzufassen.

Sinnvolle Alternativen

mildes Paprikapulver mit einer kleinen Prise Cayennepfeffer

Die Farbe wird etwas weniger typisch, die Schärfe wirkt direkter.

Kashmiri-Chilipulver durch mildes Paprikapulver mit einer kleinen Prise Cayenne ersetzen und die Schärfe vorsichtig anpassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Marinade tropft in die Glut oder verbrennt an der Oberfläche.

Vor dem Grillen überschüssige Marinade abstreifen und die Keulen zunächst indirekt grillen.

Die Keulen sofort in die indirekte Zone legen und dort weitergaren.

Die Oberfläche wird schwarz, bevor das Fleisch durchgegart ist.

Die direkte Phase kurz halten, häufig wenden und bei aufflammendem Fett in die indirekte Zone wechseln.

Angebrannte Stellen nicht weiter direkter Hitze aussetzen; das Fleisch indirekt bis zur sicheren Kerntemperatur garen.

Die Würzung bleibt überwiegend an der Oberfläche.

Jede Keule auf der fleischigen Seite dreimal tief einschneiden und die Marinade gezielt in die Schnitte drücken.

Die dickste Stelle ist noch nicht vollständig gegart.

Die dickste Keule bis zum Knochen prüfen und die Grillzeit nicht allein nach der Uhr bestimmen.

Die Keulen zurück in die indirekte Zone legen und weitergaren, bis die angegebene Kerntemperatur erreicht ist.

Varianten

Schärfere Tandoori-Variante

Die Marinade erhält eine deutlichere Schärfe, während die zweistufige Grillmethode unverändert bleibt.

Mildere Tandoori-Variante

Die Schärfe wird reduziert, die kräftige Farbe und das Grillaroma bleiben erhalten.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Zwiebel und Zitrone: Die gegrillten Keulen mit feinen roten Zwiebelringen und Zitronenspalten servieren. Die Zitrone bringt kurz vor dem Essen zusätzliche Säure.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Keulen können nach der zweiten Marinade abgedeckt über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt und am nächsten Tag gegrillt werden. Vor dem Grillen 30 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Der Vollmilchjoghurt ist eine direkte Zutat der zweiten Marinade.

Lebensmittelsicherheit

  • Geflügel vollständig garen: Die dickste Hähnchenkeule an der fleischigsten Stelle bis zum Knochen prüfen und erst servieren, wenn sie vollständig durchgegart ist.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie lange sollte Tandoori Chicken marinieren?

Die erste Zitronen-Salz-Marinade zieht 30 Minuten. Danach sollten die Keulen mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, in der Joghurtmarinade im Kühlschrank liegen.

Was kann ich statt Kashmiri-Chilipulver verwenden?

Mildes Paprikapulver mit einer kleinen Prise Cayennepfeffer ist ein möglicher Ersatz. Die Farbe wird etwas weniger typisch und die Schärfe direkter.

Warum wird das Hähnchen zuerst indirekt und dann direkt gegrillt?

Die indirekte Zone gart die dicken Keulen gleichmäßiger durch. Die direkte Zone sorgt anschließend für dunkle Grillstellen und kräftige Röstaromen.

Woran erkenne ich, dass die Keulen fertig sind?

Die dickste Keule an der fleischigsten Stelle bis zum Knochen prüfen. Das Fleisch ist fertig, wenn es im Kern mindestens 74 °C erreicht hat.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar