Sardinen vorbereiten
Die Filethälften sollen am Rücken verbunden bleiben. So lassen sie sich füllen, paarweise schließen und stabil aufspießen.
Gegrilltes Fischgericht aus Marokko
Entgrätete Sardinen werden mit würziger Chermoula aus Koriander, Petersilie, Knoblauch, Zitrone und Gewürzen gefüllt, paarweise auf Doppelspieße gesetzt und direkt über heißer Holzkohle gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die marokkanische Küstenküche verbindet frische Sardinen gern mit einer würzigen Chermoula aus Kräutern, Knoblauch, Zitrone und Gewürzen. Für diese Grillvariante werden die ausgelösten Sardinen paarweise mit der Paste gefüllt, auf Doppelspieße gesetzt und direkt über heißer Holzkohle gegart. Das macht die zarten Fische stabiler beim Wenden und sorgt für rauchige Röstaromen.
Die Sardinen schmecken würzig, zitronig und kräuterfrisch, mit deutlichen Knoblauch- und Kreuzkümmelnoten. Außen entstehen Röst- und Raucharomen, während das Fleisch im Inneren saftig, opak und leicht zerfallend bleibt.
Schritt für Schritt
Koriander, Petersilie, Knoblauch, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Cayennepfeffer, Salz, Zitronensaft und 60 ml Olivenöl in der Rührschüssel verrühren. Zwei Esslöffel davon in die saubere kleine Schale geben und zum Servieren beiseitestellen. Diese Portion darf nicht mit rohem Fisch in Kontakt kommen.
Wichtig: Die Servierportion der Chermoula nicht mit rohem Fisch oder benutzten Utensilien in Kontakt bringen.
Die Sardinen unter kaltem Wasser nur kurz abspülen, gründlich trocken tupfen und mit der Hautseite nach unten auslegen. Falls der Fisch noch nicht vorbereitet ist, Kopf, Innereien und Mittelgräte entfernen, die beiden Filethälften aber am Rücken verbunden lassen.
Wichtig: Nach dem Umgang mit rohem Fisch Hände, Arbeitsfläche und Utensilien gründlich reinigen.
Auf acht Sardinenfilets jeweils etwa einen Teelöffel Chermoula auf der Fleischseite verteilen. Mit jeweils einem zweiten Filet bedecken, sodass die Fleischseiten aufeinanderliegen. Die gefüllten Sardinen abgedeckt 15 Minuten kalt stellen.
Wichtig: Die gefüllten Sardinen bis zum Grillen gekühlt halten.
Den Holzkohlegrill für direkte, hohe Hitze vorbereiten und den Grillrost gut reinigen. Die Grilltemperatur sollte ungefähr 200–220 °C betragen. Den Rost dünn mit dem zusätzlichen Olivenöl bestreichen. Jedes Sardinenpaar zwischen zwei parallele Spieße fädeln; so lässt es sich vorsichtig wenden, ohne dass sich der Fisch dreht oder zerfällt.
Wichtig: Die Sardinen erst auflegen, wenn keine offenen Flammen mehr vorhanden sind.
Die Sardinenspieße über der direkten Holzkohle auflegen. Ohne offene Flammen 3–4 Minuten grillen, bis die Unterseite gebräunt ist und der Fisch sich leicht vom Rost löst. Vorsichtig wenden und weitere 2–3 Minuten grillen.
Daran erkennst du es: Die Unterseite ist gebräunt und der Fisch löst sich leicht vom Rost.
Wichtig: Bei aufflammendem Fett die Spieße kurz an eine sichere Stelle des Grills verschieben und erst ohne offene Flammen weitergrillen.
Die Sardinen sind verzehrfertig, wenn das Fleisch im dicksten Bereich opak ist, sich leicht mit einer Gabel teilen lässt und idealerweise mindestens 63 °C Kerntemperatur erreicht hat. Bei größeren Fischen kann die Grillzeit etwas länger sein.
Daran erkennst du es: Opakes Fleisch, das sich leicht mit einer Gabel teilen lässt.
Wichtig: Nicht nur nach der Zeit, sondern zusätzlich nach Opazität, leichtem Zerfall und Kerntemperatur beurteilen.
Die heißen Spieße vom Grill nehmen, kurz ruhen lassen und mit der zurückbehaltenen Chermoula sowie Zitronenspalten servieren.
Gut zu wissen
Die Filethälften sollen am Rücken verbunden bleiben. So lassen sie sich füllen, paarweise schließen und stabil aufspießen.
Holzspieße vor der Verwendung 30 Minuten in Wasser einweichen. Doppelspieße aus Metall können direkt verwendet werden.
Das Öl für die Chermoula wird in die Würzpaste eingearbeitet. Die separate kleinere Menge dient ausschließlich zum Bestreichen des Grillrosts.
Die Sardinen lassen sich ebenso stabil wenden; das Einweichen entfällt.
Die gefüllten Sardinenpaare zwischen jeweils zwei parallele Metallspieße fädeln.
Das Ergebnis wird kräftiger und fettreicher; die Garzeit kann bei dickeren Filets länger ausfallen.
Schmetterlingsfilets gleicher Größe verwenden, füllen und den Gargrad im dicksten Bereich prüfen.
Die Schärfe verteilt sich etwas ungleichmäßiger und die Chermoula erhält eine sichtbarere Chili-Textur.
Chiliflocken zusammen mit den übrigen Gewürzen in die Chermoula rühren.
Die Sardinen trocken tupfen und den gereinigten Rost dünn mit Olivenöl bestreichen.
Wenn die Unterseite bereits gebräunt ist, einige Sekunden länger warten, bis sich der Fisch leichter löst, statt ihn gewaltsam abzuheben.
Erst grillen, wenn die Kohle gleichmäßig heiß und frei von offenen Flammen ist.
Die Spieße vorübergehend an eine weniger aggressive Stelle des Grills verschieben und ohne Flammen fertig garen.
Die erste Seite vollständig anrösten lassen und mit zwei parallelen Spießen wenden.
Lose Teile vorsichtig zwischen den Spießen zusammenhalten und bei geringerer Bewegung fertig grillen.
Vor dem Füllen zwei Esslöffel in eine saubere Schale abnehmen.
Die Sardinen werden mit acht wiederverwendbaren Doppelspießen aus Metall statt mit eingeweichten Holzspießen fixiert.
Der Kräutercharakter wird verstärkt, während die Gewürzmenge unverändert bleibt.
Die Chermoula wird weniger scharf und eignet sich dadurch für empfindlichere Esser.
Die Chermoula und die gefüllten Sardinen können bis zu 1 Stunde vor dem Grillen vorbereitet und abgedeckt gekühlt werden. Die zum Servieren bestimmte Chermoula strikt getrennt vom rohen Fisch aufbewahren.
Häufig gefragt
Ja. Die Sardinen können auf einer sehr heißen, leicht geölten Grillplatte gegart werden. Sie erhalten dann weniger direkten Holzkohlerauch; die Sardinenpaare sollten trotzdem zwischen zwei parallelen Spießen fixiert bleiben.
Ja, Holzspieße sollten 30 Minuten in Wasser eingeweicht werden. Alternativ können acht Doppelspieße aus Metall verwendet werden.
Zwei Esslöffel werden vor dem Kontakt mit dem rohen Fisch abgenommen. Diese saubere Portion wird später zum Servieren verwendet.
Das Fleisch soll im dicksten Bereich opak sein, sich leicht mit einer Gabel teilen lassen und idealerweise mindestens 63 °C Kerntemperatur erreichen.
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