Beifuß
Getrockneter Beifuß gibt der Ente eine herbe, würzige Note und ist in gut sortierten Gewürzläden, Reformhäusern und größeren Supermärkten erhältlich.
Deutsche Festtagsküche
Entenkeulen mit Haut und Knochen garen zunächst indirekt auf dem Grill und werden anschließend glasiert sowie über direkter Hitze knusprig gegrillt. Dazu kommt ein fruchtig-würziger Apfel-Rotkohl aus dem Dutch Oven.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese festliche Grillvariante verbindet kräftige Entenkeulen mit fruchtigem Apfel-Rotkohl. Die Keulen bekommen durch die lange indirekte Grillphase zartes Fleisch und eine knusprige Haut, während Apfel, Essig, Wacholder und Gewürznelken den Rotkohl aromatisch ausbalancieren.
Die Entenhaut wird glänzend, karamellisiert und knusprig, während das Fleisch weich und saftig bleibt. Der Rotkohl ist zart, dunkelrot und leicht sämig mit fruchtiger Apfelnote, feiner Säure sowie warmen Wacholder- und Nelkenaromen.
Schritt für Schritt
Die Entenkeulen mit Küchenpapier trocken tupfen. Salz, schwarzen Pfeffer, Majoran und Beifuß vermischen und die Keulen rundum damit würzen. Mit der Hautseite nach oben auf ein Gitter über einen Teller legen, abdecken und 4 bis 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Wichtig: Rohe Entenkeulen getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und anschließend Hände sowie Arbeitsflächen gründlich reinigen.
Die äußeren Blätter des Rotkohls entfernen, den Kohl vierteln, den Strunk herausschneiden und den Kohl in feine Streifen schneiden. Äpfel schälen, entkernen und würfeln. Die Zwiebel schälen und fein schneiden. Rotkohl, Äpfel, Zwiebel, Salz und Apfelessig vermengen und 15 Minuten ziehen lassen.
Den Grill für indirekte Hitze auf 170 °C einregeln. Eine hitzefeste, geschlossene Grillpfanne oder einen Dutch Oven in den indirekten Bereich stellen und das Rapsöl darin erhitzen. Die Kohlmischung hineingeben und 8 bis 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren anschwitzen. Apfelsaft und Wasser angießen. Wacholderbeeren leicht andrücken und zusammen mit Nelken, Lorbeerblatt und schwarzem Pfeffer zugeben. Den Topf schließen und den Rotkohl 45 bis 60 Minuten indirekt garen; währenddessen kann parallel die Entenkeule auf dem Grill garen. Nach der Hälfte der Zeit einmal umrühren.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber noch als Streifen erkennbar.
Wichtig: Hitzefeste Grillhandschuhe verwenden und den geschlossenen Topf vorsichtig öffnen, da heißer Dampf austritt.
Eine Auffangschale unter den indirekten Grillbereich stellen und 150 ml Wasser hineingießen. Die Entenkeulen mit der Hautseite nach oben auf den Rost über der Schale legen. Den Deckel schließen und bei 160 bis 170 °C etwa 90 Minuten indirekt grillen. Nach 45 Minuten die Position der Keulen bei Bedarf tauschen. Die Auffangschale darf nicht trocken laufen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist sichtbar gegart und das Fleisch beginnt weich zu werden.
Wichtig: Die Auffangschale darf nicht trocken laufen; nur hitzefeste Gefäße auf dem Grill verwenden.
Apfelgelee, Apfelsaft und Apfelessig glatt verrühren. Die Entenkeulen nach der ersten Grillphase dünn damit bestreichen. Die Grilltemperatur auf 210 bis 220 °C erhöhen und die Keulen weitere 5 bis 10 Minuten im indirekten Bereich grillen. Dabei noch einmal dünn glasieren.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet dünn an der Haut und beginnt zu glänzen.
Wichtig: Die süße Glasur kann bei hoher Hitze schnell verbrennen; die Keulen deshalb aufmerksam beobachten.
Die Entenkeulen anschließend mit der Hautseite nach oben 2 bis 3 Minuten über direkte Hitze legen. Dabei aufmerksam bleiben, weil die Glasur schnell karamellisiert. Die Keulen sind fertig, wenn sie im dicksten Teil mindestens 82 °C erreichen und sich das Fleisch weich anfühlt.
Daran erkennst du es: Die Haut ist knusprig und das Fleisch erreicht im dicksten Teil mindestens 82 °C.
Wichtig: Geflügel vollständig durchgaren und die Kerntemperatur im dicksten Teil prüfen.
Die Entenkeulen vom Grill nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Den Rotkohl mit den vorgesehenen Zutaten abschmecken und Lorbeerblatt, Nelken sowie Wacholderbeeren entfernen. Die Entenkeulen mit dem Apfel-Rotkohl servieren.
Daran erkennst du es: Die Keulen sind nach der Ruhezeit noch heiß und die Haut bleibt knusprig.
Gut zu wissen
Getrockneter Beifuß gibt der Ente eine herbe, würzige Note und ist in gut sortierten Gewürzläden, Reformhäusern und größeren Supermärkten erhältlich.
Wacholderbeeren werden vor der Zugabe leicht angedrückt, damit sie ihr würziges Aroma an den Rotkohl abgeben. Vor dem Servieren werden sie wieder entfernt.
Das Aroma wird etwas herber und weniger typisch für die ursprüngliche Würzung.
Den getrockneten Beifuß durch 1/2 TL getrockneten Salbei ersetzen und wie im Rezept mit Salz, Pfeffer und Majoran vermischen.
150 ml Wasser einfüllen und den Wasserstand während der indirekten Grillphase kontrollieren.
Falls die Schale trocken ist, vorsichtig heißes Wasser nachfüllen und die Keulen weiter indirekt garen.
Die Glasur dünn auftragen und die Keulen während der letzten Minuten aufmerksam beobachten.
Stark verbrannte Haut entfernen und die Keulen ohne weitere Glasur fertig garen.
Die Keulen vor dem Würzen trocken tupfen und die Haut am Ende kurz über direkter Hitze knusprig grillen.
Die Keulen nochmals kurz mit der Hautseite nach oben über direkte Hitze legen und dabei ständig beobachten.
Die Entenkeulen können bis zu 12 Stunden vor dem Grillen gewürzt, abgedeckt auf dem Gitter gelagert und im Kühlschrank ruhen gelassen werden. Der Rotkohl kann geschnitten und vorbereitet werden; die empfindlichen Schnittflächen der Äpfel bis zur Verwendung abdecken.
Gegarte Entenkeulen und Rotkohl getrennt in flachen, dicht schließenden Behältern rasch abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.
Gegarte Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Entenfleisch nach dem Abkühlen vom Knochen lösen und zusammen mit etwas Bratensaft luftdicht einfrieren. Den Rotkohl separat portionsweise einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend vollständig erhitzen.
Die Haut verliert beim Einfrieren und Auftauen wahrscheinlich etwas an Knusprigkeit; sie kann beim Aufwärmen unter direkter Grill- oder Oberhitze wieder aufgefrischt werden.
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