Safran ersetzen
Gemahlene Kurkuma kann Safran ersetzen, verändert jedoch Farbe und Aroma deutlich. Sie ist deshalb eine geschmackliche Alternative und kein gleichwertiger Ersatz.
Tunesischer Glutbraten
Ganze Lammschulter mit Safran, Olivenöl, schwarzem Pfeffer und Salz: zuerst direkt über der Glut gebräunt, anschließend indirekt bei moderater Grilltemperatur gegart und in Scheiben mit dem eigenen Bratensaft serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ktéf Allouche Mosli ist eine tunesische Zubereitung aus einer ganzen Lammschulter. Diese Fassung nutzt den Glutweg: Die Schulter wird zunächst kräftig direkt angegrillt und gart danach langsam über indirekter Holzkohle, bis sie zart ist. Safran, Olivenöl, Pfeffer und Salz geben dem Fleisch eine klare, aromatische Würzung.
Außen kräftig gebräunt und aromatisch, innen saftig und zart mit einem klaren Lammaroma. Safran bringt eine warme, leicht erdige Würznote ein, während Pfeffer und die Raucharomen der Holzkohle für Tiefe sorgen.
Schritt für Schritt
Die Lammschulter 45 bis 60 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Die Fettschicht mit einem scharfen Messer flach einschneiden, ohne tief in das Fleisch zu schneiden.
Wichtig: Rohes Fleisch und Schneidewerkzeug nach der Vorbereitung hygienisch reinigen.
Safranfäden zwischen den Fingern zerreiben und mit dem warmen Wasser verrühren. 10 Minuten ziehen lassen, dann Olivenöl, Salz und schwarzen Pfeffer einrühren.
Die Würzmischung rundum in die Lammschulter einreiben. Das Fleisch abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Vor dem Grillen wieder auf Raumtemperatur kommen lassen.
Wichtig: Die Lammschulter während der Marinierzeit gekühlt aufbewahren.
Einen Kugelgrill oder anderen Grill mit Deckel für indirekte Holzkohlehitze vorbereiten. Die Glut auf einer Seite sammeln und unter die freie Seite eine hitzefeste Auffangschale stellen. Die Grilltemperatur am Rost auf 160 bis 170 °C einregeln.
Daran erkennst du es: Die Temperatur bleibt am Rost möglichst stabil zwischen 160 und 170 °C.
Wichtig: Beim Umsetzen der heißen Glut hitzefeste Grillhandschuhe und langes Grillbesteck verwenden.
Die Lammschulter zunächst über der direkten Glut auf jeder Seite etwa 3 Minuten angrillen, bis die Oberfläche kräftig gebräunt ist.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist auf beiden Seiten deutlich gebräunt.
Wichtig: Auf aufflammendes Fett achten und die Schulter bei Bedarf kurz von der stärksten Glut wegziehen.
Die Schulter über die Auffangschale auf die indirekte Seite legen, den Deckel schließen und die Temperatur stabil bei 160 bis 170 °C halten. Die Schulter etwa 90 Minuten garen, dann wenden. Bei Bedarf frische Holzkohle nachlegen und die Schulter so drehen, dass sie gleichmäßig Hitze bekommt.
Daran erkennst du es: Die Grilltemperatur bleibt stabil und die Oberfläche gart gleichmäßig weiter.
Wichtig: Heiße Grillroste und Glut nur mit geeignetem Grillwerkzeug handhaben.
Nach insgesamt 3 Stunden die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen. Die Lammschulter ist bereit, wenn sie 82 bis 85 °C erreicht hat und ein Holzspieß mit leichtem Widerstand hineingleitet. Je nach Gewicht und Grilltemperatur kann die Garzeit bis zu 4 Stunden betragen.
Daran erkennst du es: 82 bis 85 °C an der dicksten Stelle und ein Holzspieß gleitet mit leichtem Widerstand hinein.
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen und die Schulter erst bei erreichtem Garpunkt vom Grill nehmen.
Die fertige Lammschulter vom Grill nehmen und locker mit Aluminiumfolie abdecken. 20 Minuten ruhen lassen, damit sich die Fleischsäfte verteilen.
Daran erkennst du es: Die Ruhezeit ist beendet und die Schulter lässt sich sicher handhaben.
Das Fleisch vom Knochen lösen und quer zur Faser in Scheiben schneiden. Mit dem aufgefangenen Bratensaft servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich vom Knochen lösen und quer zur Faser schneiden.
Wichtig: Beim Tranchieren auf den heißen Knochen und austretenden Fleischsaft achten.
Gut zu wissen
Gemahlene Kurkuma kann Safran ersetzen, verändert jedoch Farbe und Aroma deutlich. Sie ist deshalb eine geschmackliche Alternative und kein gleichwertiger Ersatz.
Der Knochen unterstützt den kräftigen Geschmack und beeinflusst die Garzeit. Für den Garpunkt zählt daher die Kerntemperatur an der dicksten Fleischstelle, nicht allein die Zeitangabe.
Die Würzung wird erdiger und die Farbe gelber; das typische Safranaroma fehlt.
Safran durch gemahlene Kurkuma ersetzen und nach Geschmack dosieren. Die Würzmischung wie beschrieben mit dem warmen Wasser anrühren.
Die Hitze lässt sich meist gleichmäßiger und länger halten, das Raucharoma kann sich leicht verändern.
Briketts anstelle loser Holzkohle verwenden und die Grilltemperatur am Rost weiterhin bei 160 bis 170 °C einregeln.
Die Glut auf einer Seite sammeln, die Schulter über der Auffangschale platzieren und 160 bis 170 °C am Rost halten.
Die Schulter weiter von der Glut wegsetzen, die Temperatur stabilisieren und die Garzeit über die Kerntemperatur steuern.
Die fertige Schulter 20 Minuten locker abgedeckt ruhen lassen.
Das bereits geschnittene Fleisch mit dem aufgefangenen Bratensaft servieren.
Die Temperatur am Rost regelmäßig kontrollieren und den Garpunkt mit dem Thermometer prüfen.
Die Schulter bei stabiler indirekter Hitze weitergaren und erneut an der dicksten Stelle messen.
Eine zurückhaltendere Variante mit weniger schwarzem Pfeffer und stärkerem Fokus auf Safran und Lammgeschmack.
Die indirekte Garphase wird mit Holzkohlebriketts durchgeführt, um die Temperatur über mehrere Stunden gleichmäßiger zu halten.
Die Lammschulter kann bis zu 12 Stunden vor dem Grillen gewürzt und abgedeckt im Kühlschrank mariniert werden. Vor dem Grillen 45 bis 60 Minuten temperieren lassen.
Übrig gebliebenes Fleisch mit dem Bratensaft abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Fleisch kann durch Einfrieren und Auftauen an Saftigkeit und Oberflächenqualität verlieren.
Häufig gefragt
Die Grillzeit beträgt ungefähr 3 bis 4 Stunden. Maßgeblich sind die Kerntemperatur von 82 bis 85 °C an der dicksten Stelle und der beschriebene Holzspießtest.
Das direkte Angrillen sorgt für eine kräftige Bräunung. Die anschließende indirekte Garphase ermöglicht ein langsames, gleichmäßiges Garen ohne dauerhaft direkte Hitze.
Gemahlene Kurkuma ist eine mögliche Alternative, verändert aber Farbe und Aroma deutlich und schmeckt erdiger als Safran.
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