Lahori Rindfleisch-Seekh-Kebab

Seekh-Kebab aus Punjab, Pakistan

Würzige Seekh-Kebabs aus geknetetem Rinderhack mit Zwiebel, Kräutern, Chili, Ingwer-Knoblauch-Paste und Besan. Die länglichen Kebabs werden um flache Spieße geformt und direkt über Holzkohle gegrillt.

Zum Rezept
Lahori Rindfleisch-Seekh-Kebab
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 12 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 107 Minuten
Menge 8 Seekh-Kebabs für 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das gründliche Kneten verbindet Hackfleisch, Besan und Gewürze zu einer klebrigen Masse, die am flachen Spieß hält.
  • Ausgedrückte Zwiebel verhindert überschüssige Feuchtigkeit und sorgt für eine stabilere Kebabschicht.
  • Die 60-minütige Kühlzeit festigt die Hackmasse und erleichtert das Formen.
  • Direkte Holzkohlehitze entwickelt eine kräftige Bräunung und ein rauchiges Grillaroma.

Die Lahori-Variante wird der Küche Punjabs in Pakistan zugeordnet. Fein gewürztes Rinderhack wird kräftig geknetet, um flache Spieße gedrückt und direkt über Holzkohle gegrillt. So entsteht außen eine herzhafte Kruste, während die würzige Masse innen saftig bleibt. Seekh bedeutet Spieß; die längliche Form ist deshalb prägend für dieses Gericht.

Außen kräftig gebräunt und leicht rauchig, innen saftig und würzig. Koriander und Minze bringen frische Kräuternoten, Chili und Garam Masala Wärme, während Zitrone und rohe Zwiebel einen frischen Kontrast setzen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Masse vorbereiten und kühlen

  1. Zwiebel ausdrücken

    Die geriebene Zwiebel in ein sauberes Tuch geben und so gründlich wie möglich ausdrücken. Die Flüssigkeit wegschütten. Dadurch wird die Hackmasse später fester und lässt sich besser um die Spieße formen.

    5 Minuten
    • Die Zwiebel möglichst trocken ausdrücken, ohne sie auszuwringen und dabei das Tuch zu beschädigen.
  2. Hackmasse kneten

    Rinderhack, ausgedrückte Zwiebel, Koriander, Minze, Chilischoten, Ingwer-Knoblauch-Paste, Salz, Kreuzkümmel, gemahlenen Koriander, Chilipulver, Garam Masala und Besan in eine Schüssel geben. Alles 5 Minuten kräftig mit den Händen kneten, bis eine klebrige, gut gebundene Masse entsteht.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist klebrig und hält zusammen, wenn sie angehoben wird.

    • Kräftiges Kneten ist wichtig, damit die Kebabs beim Wenden nicht zerfallen.

    Wichtig: Rohes Hackfleisch nach dem Arbeiten nur mit sauberen Händen und Geräten weiterverarbeiten; Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.

  3. Hackmasse kühlen

    Die Schüssel abdecken und die Hackmasse 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Danach in 8 gleich große Portionen teilen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist gut gekühlt und lässt sich in Portionen teilen.

    • Die Kühlzeit nicht überspringen; kalte Hackmasse lässt sich stabiler um die Spieße drücken.

    Wichtig: Die Hackmasse während der Ruhezeit durchgehend gekühlt halten.

Grill und Spieße vorbereiten

  1. Holzkohlegrill vorbereiten

    Einen Holzkohlegrill für direkte, mittelhohe bis hohe Hitze vorbereiten. Die Kohlen sind bereit, wenn sie überwiegend grau überzogen und ohne offene Flammen sind. Der Grillrost sollte etwa 230–250 °C heiß sein.

    240 °C

    Daran erkennst du es: Die Kohlen sind überwiegend grau überzogen und brennen ohne offene Flammen.

    • Den Grillrost vor dem Auflegen der Kebabs reinigen und erhitzen.

    Wichtig: Den Grill nur in gut belüfteter Umgebung und auf einer standsicheren, feuerfesten Fläche betreiben.

  2. Kebabs formen

    Die Hände leicht anfeuchten. Jede Portion länglich um einen flachen Metallspieß drücken, etwa 12–14 cm lang und 2–3 cm dick. Die Enden sorgfältig andrücken, damit die Seekh-Kebabs beim Wenden nicht aufbrechen.

    Daran erkennst du es: Die Masse sitzt gleichmäßig und ohne Risse am Spieß.

    • Eine gleichmäßige Dicke unterstützt gleichmäßiges Garen.
    • Risse vor dem Grillen mit angefeuchteten Fingern glätten.

    Wichtig: Die Spieße können heiß werden; beim späteren Wenden nur mit geeignetem Grillwerkzeug anfassen.

Grillen und servieren

  1. Kebabs grillen

    Die geformten Kebabs dünn mit dem Öl bestreichen und direkt über die Kohlen legen. 4–6 Minuten grillen, dann vorsichtig wenden und weitere 4–6 Minuten grillen. Bei Bedarf noch einmal drehen, bis die Oberfläche kräftig gebräunt ist und die Hackmasse im Inneren mindestens 71 °C erreicht.

    12 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig gebräunt und die Hackmasse erreicht im Inneren mindestens 71 °C.

    • Die Kebabs erst wenden, wenn sich eine gebräunte Kruste gebildet hat.
    • Während des Grillens vorsichtig wenden, damit die Masse nicht vom Spieß rutscht.

    Wichtig: Rinderhack vollständig durchgaren; die Kerntemperatur im dicksten Bereich prüfen und mindestens 71 °C erreichen.

  2. Ruhen lassen und servieren

    Die fertigen Seekh-Kebabs 2 Minuten ruhen lassen. Anschließend vorsichtig von den Spießen lösen und mit Zitronenspalten und rohen Zwiebelringen servieren.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kebabs lassen sich vorsichtig vom Spieß lösen, ohne auseinanderzufallen.

    • Zitrone und Zwiebel erst unmittelbar vor dem Servieren anrichten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Besan bindet die Masse: Besan, also Kichererbsenmehl, bindet die Hackmasse leicht und unterstützt eine stabile Form am Spieß.
  • Grill während der Kühlzeit vorbereiten: Der Grill kann gegen Ende der Kühlzeit vorbereitet werden, damit die gekühlte Hackmasse direkt geformt und gegrillt werden kann.
  • Flache Spieße verwenden: Die flache Form der Spieße unterstützt den Halt der länglichen Hackmasse und erleichtert das vorsichtige Wenden.

Zutatenwissen

Besan finden

Besan ist Kichererbsenmehl und ist in südasiatischen Lebensmittelgeschäften, größeren Supermärkten und online erhältlich.

Zwiebel gründlich ausdrücken

Die Flüssigkeit der geriebenen Zwiebel wird entfernt, damit die Hackmasse nicht zu weich wird und besser am Spieß hält.

Sinnvolle Alternativen

Fein gemahlene Semmelbrösel

Die Textur wird etwas lockerer als mit Besan.

Besan im gleichen Mengenrahmen durch fein gemahlene Semmelbrösel ersetzen und wie im Rezept mit der Hackmasse verkneten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hackmasse rutscht vom Spieß oder bricht beim Wenden auf.

Zwiebel sehr trocken ausdrücken, die Masse 5 Minuten kräftig kneten und 60 Minuten kühlen.

Die Masse erneut vorsichtig verkneten und weiter kühlen; falls sie weiterhin sehr weich ist, die Kebabs kleiner und dicker formen.

Die Oberfläche reißt beim Wenden auf.

Die Kebabs zunächst 4–6 Minuten ungestört grillen und erst wenden, wenn sie sich vom Rost lösen.

Aufgerissene Stellen vorsichtig mit der Grillzange stabilisieren und bei geringerer Bewegung fertig grillen.

Die Kebabs verbrennen außen, bevor sie durchgegart sind.

Erst grillen, wenn die Kohlen überwiegend grau überzogen und ohne offene Flammen sind.

Die Kebabs vorübergehend an eine weniger intensive Stelle des Grills legen und anschließend bei direkter Hitze fertig bräunen.

Varianten

Variante mit Semmelbröseln

Besan wird durch fein gemahlene Semmelbrösel ersetzt, wenn kein Kichererbsenmehl verfügbar ist.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Zitrone und Zwiebel: Die Kebabs mit Zitronenspalten und rohen roten Zwiebelringen servieren. Die Säure der Zitrone und die Schärfe der Zwiebel ergänzen die würzige Hackmasse.
  • Im Fladenbrot: Die Seekh-Kebabs können nach dem Grillen auch in Fladenbrot serviert werden, ergänzt um die vorgesehenen Zwiebelringe und Zitronenspalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Besan?

Besan ist fein gemahlenes Kichererbsenmehl. Es bindet die Hackmasse leicht und ist in südasiatischen Lebensmittelgeschäften, größeren Supermärkten und online erhältlich.

Warum muss die Hackmasse gekühlt werden?

Die Kühlzeit festigt die Masse und erleichtert das Formen um die flachen Spieße. Außerdem bleibt die rohe Hackmasse während dieser Zeit gekühlt.

Woran erkenne ich, dass die Seekh-Kebabs fertig sind?

Die Oberfläche soll kräftig gebräunt sein. Zusätzlich soll die Hackmasse im Inneren mindestens 71 °C erreichen.

Aus unserer Küche

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