Knochenkeule gleichmäßig garen
Bei einer ganzen Keule beeinflussen Gewicht, Knochen und Form die Garzeit. Die Sonde in die dickste Stelle setzen und den Knochen nicht berühren.
International · Rauch & BBQ
Eine ganze Lammkeule wird zunächst indirekt über mildem Kirschholz geräuchert und anschließend über direkter Hitze kräftig gebräunt. Dazu kommt eine frische Gremolata aus Petersilie, Knoblauch und Zitrone.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Geräucherte Lammkeule ist ein ausdrucksstarkes Grillgericht für mehrere Personen. Die Knoblauch-Rosmarin-Paste würzt das Fleisch über mehrere Stunden, während milder Kirschholzrauch für Tiefe sorgt. Nach dem indirekten Räuchern bekommt die Keule über direkter Hitze eine kräftige Kruste und wird anschließend in Tranchen mit Zitronen-Petersilien-Gremolata serviert.
Außen kräftig gebräunt und würzig, mit mild-fruchtigem Rauch und aromatischer Kräuterkruste. Das Innere bleibt bei 54–56 °C rosa und saftig; Petersilie, Zitronenabrieb und Zitronensaft bringen Frische in den herzhaften, leicht erdigen Geschmack.
Schritt für Schritt
Die Lammkeule trocken tupfen und sichtbare harte Sehnen oder sehr dicke Fettstellen vorsichtig entfernen. Die Fettschicht nur flach einschneiden, ohne tief in das Fleisch zu schneiden.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist sauber pariert, die Fettschicht flach eingeritzt.
Wichtig: Rohes Fleisch und benutzte Arbeitsflächen nach der Vorbereitung gründlich reinigen.
Salz, Pfeffer, zerdrückten Knoblauch, Rosmarin, Zitronenabrieb, Olivenöl und Kreuzkümmel in einer Schüssel zu einer streichfähigen Paste verrühren. Die Lammkeule rundum damit einreiben, abdecken und 4–12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Daran erkennst du es: Die Paste haftet gleichmäßig an der gesamten Lammkeule.
Wichtig: Die marinierte Lammkeule nicht bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Fleisch 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. In dieser Zeit den Grill für indirekte Hitze auf etwa 130 °C vorheizen. Bei Holzkohle die Glut auf eine Seite schieben, bei einem Gasgrill nur die äußeren Brenner einschalten. Eine Auffangschale unter den indirekten Bereich stellen.
Daran erkennst du es: Der Grill hält die indirekte Zone stabil bei ungefähr 130 °C.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Grills auf austretende Hitze und Fett achten.
Den Kirschholz-Räucherchunk auf die Glut legen oder das Räucherholz in einer Räucherbox über dem aktiven Brenner platzieren. Die Lammkeule mit der Fettschicht nach oben auf den indirekten Bereich legen. Das Thermometer in die dickste Stelle stecken, ohne den Knochen zu berühren.
Daran erkennst du es: Die Temperatursonde sitzt in der dicksten Fleischpartie und berührt keinen Knochen.
Wichtig: Räucherholz ausschließlich für Grill und Räucherbox verwenden und die Herstellerhinweise des Grills beachten.
Die Lammkeule bei geschlossenem Deckel räuchern, bis sie eine Kerntemperatur von 48–50 °C erreicht. Je nach Gewicht und Grill dauert das etwa 2–3 Stunden. Während dieser Phase den Deckel möglichst geschlossen halten und die Grilltemperatur bei ungefähr 130 °C stabilisieren.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht 48–50 °C Kerntemperatur.
Wichtig: Die Kerntemperatur an mehreren Stellen prüfen, wenn die Form der Keule ungleichmäßig ist.
Die Lammkeule vom Grill nehmen und die Hitze auf etwa 220–230 °C erhöhen. Die Räucherholzquelle entfernen, damit die abschließende Kruste nicht zu bitter wird.
Daran erkennst du es: Die direkte Grillzone ist heiß und die Räucherholzquelle entfernt.
Wichtig: Beim Umsetzen der heißen Lammkeule hitzefeste Grillhandschuhe verwenden.
Das Fleisch zunächst 2–3 Minuten pro Seite über direkter Hitze grillen, bis die Oberfläche kräftig gebräunt ist. Danach zurück in den indirekten Bereich legen und bis zu einer Kerntemperatur von 54–56 °C für eine rosa Mitte weitergaren. Für eine stärker durchgegarte Variante bis etwa 60 °C ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig gebräunt; die Kerntemperatur liegt bei 54–56 °C für eine rosa Mitte oder bei etwa 60 °C für eine stärker durchgegarte Variante.
Wichtig: Die Kerntemperatur mit einem sauberen Thermometer prüfen und die Lammkeule nicht nur nach der Oberflächenfarbe beurteilen.
Die Lammkeule vom Grill nehmen, locker mit Folie abdecken und 20 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit steigt die Kerntemperatur noch etwas an und der Fleischsaft verteilt sich besser.
Daran erkennst du es: Die Keule ist nach der Ruhezeit noch warm und lässt sich sauber aufschneiden.
Petersilie und Knoblauch sehr fein hacken. Mit Zitronenabrieb, Olivenöl, Zitronensaft und Salz verrühren und bis zum Servieren ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Gremolata ist gleichmäßig vermischt und duftet frisch nach Zitrone und Petersilie.
Die Lammkeule quer zur Faser in Tranchen schneiden und mit der Gremolata servieren.
Daran erkennst du es: Die Tranchen zeigen eine gleichmäßige Schnittfläche und lassen sich quer zur Faser leicht schneiden.
Gut zu wissen
Bei einer ganzen Keule beeinflussen Gewicht, Knochen und Form die Garzeit. Die Sonde in die dickste Stelle setzen und den Knochen nicht berühren.
Rosmarin und Zitronenabrieb geben der kräftigen Lammkeule eine frische, aromatische Obernote, während Kreuzkümmel für eine leicht erdige Würze sorgt.
Die frischen Zutaten behalten ihr klares Aroma, wenn die Gremolata nicht unnötig lange vor dem Servieren zubereitet wird.
Nur die Fettschicht flach einschneiden und nicht in das Muskelfleisch schneiden.
Die betroffene Stelle während des Grillens besonders aufmerksam beobachten und die Kerntemperatur regelmäßig prüfen.
Das Thermometer durch den Deckel oder eine vorhandene Durchführung nutzen und den Deckel möglichst geschlossen halten.
Grilltemperatur stabilisieren und die weitere Garzeit nach der Kerntemperatur beurteilen.
Das Räucherholz vor dem Erhöhen der Grilltemperatur entfernen.
Die Oberfläche bei Bedarf vorsichtig mit einem Messer abkratzen und die Gremolata großzügig einsetzen.
Die Lammkeule locker abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.
Die bereits geschnittenen Tranchen mit dem aufgefangenen Fleischsaft und der Gremolata servieren.
Für eine stärker durchgegarte Variante die Lammkeule nach dem direkten Nachgrillen im indirekten Bereich bis etwa 60 °C Kerntemperatur ziehen lassen.
Die Lammkeule kann bis zu 12 Stunden vor dem Grillen mit der Kräuterpaste eingerieben, abgedeckt und im Kühlschrank mariniert werden.
Häufig gefragt
Kirschholz sorgt für einen milden, leicht fruchtigen Rauch. Alternativ eignet sich ein anderes mildes Fruchtholz, dessen Aroma etwas kräftiger oder herber ausfallen kann.
Für eine rosa Mitte die Lammkeule bis 54–56 °C Kerntemperatur weitergaren. Für eine stärker durchgegarte Variante sind etwa 60 °C vorgesehen.
Die 20-minütige Ruhezeit lässt die Kerntemperatur noch etwas ansteigen und gibt dem Fleischsaft Zeit, sich im großen Stück besser zu verteilen.
Die Keule quer zur Faser in Tranchen schneiden. Ein langes, scharfes Messer erleichtert gleichmäßige Scheiben.
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