Kasundi

Bengalische Senfsauce

Kräftige bengalische Senfsauce mit gelber und schwarzer Senfsaat, Essig, Senföl, Ingwer und Chili. Die dicke, säuerlich-würzige Sauce passt besonders gut zu gegrilltem Fisch, Fisch-Tikka und Kebabs.

Zum Rezept
Kasundi: Bengalische Senfsauce für den Grill
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 40 Minuten
Gesamtzeit ca. 75 Minuten
Menge Portionen als Tischsauce
Gerichtsform und Gerichtsart Saucen
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen
Prägende Zubereitungsverfahren Sanftes Köcheln, Ziehenlassen und Aufgießen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Servierrolle Als servierfertiger Würzbegleiter vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Einweichen in Wasser und Essig macht die Senfsaaten verarbeitbar und verbindet Schärfe mit einer klaren Säurenote.
  • Gelbe und schwarze Senfsaat sorgen gemeinsam für kräftiges Aroma und eine charakteristische, leicht körnige Paste.
  • Senföl, Schwarzkümmel, Kreuzkümmel, Ingwer, Knoblauch und Chili geben der Sauce Tiefe, während das kurze Köcheln die Zutaten miteinander verbindet.
  • Die reduzierte, dickflüssige Konsistenz haftet gut an Fisch, Tikka und anderen gegrillten Speisen.

Kasundi ist eine eigenständige bengalische Senfsauce mit deutlicher Senfschärfe und aromatischer Würze. Die Senfsaaten quellen zunächst in Wasser und Essig, werden anschließend mit Ingwer, Knoblauch, Chili und Gewürzen zu einer groben Paste verarbeitet und kurz gegart. Nach dem Abkühlen wird die dicke Sauce als würzender Begleiter zu gegrilltem Fisch, Fisch-Tikka oder Kebabs serviert.

Die Kasundi ist dick und löffelbar, mit einer groben, leicht körnigen Textur. Sie schmeckt säuerlich, intensiv senfig und würzig, mit pfeffriger Schärfe von den Chilis sowie warmen, leicht herben Noten von Schwarzkümmel, Kreuzkümmel und Senföl.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Kasundi zubereiten

  1. Senfsaat quellen lassen

    Gib die gelbe und schwarze Senfsaat in die Schüssel. Vermische sie mit 80 ml Wasser und 30 ml Weißweinessig und lasse sie 30 Minuten quellen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Saaten sind sichtbar aufgequollen und vollständig benetzt.

    • Die Einweichzeit mildert die rohe Schärfe und erleichtert das Pürieren.
  2. Senfpaste pürieren

    Gib die gequollenen Senfsaaten mit Ingwer, Knoblauch, grüner Chilischote, getrockneter Chilischote, Kurkumapulver, Zucker, Salz und den übrigen 30 ml Weißweinessig in den Mixer. Verarbeite alles zu einer groben, dickflüssigen Paste. Falls nötig, gib esslöffelweise etwas Wasser aus den 50 ml Garwasser hinzu.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist grob püriert, dickflüssig und ohne trockene Stellen.

    • Nicht zu lange pürieren, damit eine leicht grobe Kasundi-Textur erhalten bleibt.
  3. Gewürze im Senföl rösten

    Erhitze das Senföl in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze. Gib Schwarzkümmelsaat, Kreuzkümmelsaat und das Lorbeerblatt dazu und röste alles etwa 30 Sekunden, bis es duftet.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Die Gewürze duften deutlich, ohne dunkel zu werden oder zu rauchen.

    • Das Senföl nur bei mittlerer Hitze erwärmen und nicht rauchen lassen.

    Wichtig: Verwende ausschließlich Senföl, das ausdrücklich für Lebensmittel ausgewiesen ist.

  4. Kasundi sanft köcheln

    Rühre die Senfpaste und das restliche Garwasser in das gewürzte Öl ein. Koche die Sauce unter regelmäßigem Rühren auf, reduziere dann die Hitze und lasse sie 8–10 Minuten sanft köcheln.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Paste ist sichtbar eingedickt, bleibt aber streich- und löffelbar und setzt nicht am Topfboden an.

    • Regelmäßig vom Topfboden lösen, besonders gegen Ende der Garzeit.
  5. Konsistenz prüfen

    Entferne das Lorbeerblatt. Prüfe die Konsistenz. Die Sauce soll dick, aber noch gut streich- und löffelbar sein. Bei Bedarf rühre einen kleinen Schluck Wasser ein und erhitze die Sauce nochmals kurz.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce bleibt auf dem Löffel liegen, lässt sich aber ohne Mühe verstreichen.

    • Wasser nur schluckweise ergänzen, damit die Sauce nicht zu dünn wird.
  6. Abkühlen und servieren

    Lasse die Kasundi 10 Minuten abkühlen und serviere sie anschließend als eigenständige Sauce zu gegrilltem Fisch, Fisch-Tikka oder Kebabs. Bereite die Sauce für den unmittelbaren Verzehr zu und bewahre Reste nicht als Vorrat auf.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist warm, aber nicht mehr heiß, und hat ihre dicke, löffelbare Konsistenz behalten.

    • Die Sauce wird beim Abkühlen etwas dicker.

    Wichtig: Für den unmittelbaren Verzehr zubereiten und Reste nicht als Vorrat aufbewahren.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Senföl richtig auswählen: Verwende nur eine ausdrücklich für Lebensmittel ausgewiesene Qualität aus dem indischen oder Asia-Laden.
  • Konsistenz im Blick behalten: Kasundi soll dick und streichfähig sein. Falls sie zu fest wird, rühre nur einen kleinen Schluck Wasser ein und erhitze sie kurz erneut.
  • Frisch servieren: Die Sauce ist für den unmittelbaren Verzehr vorgesehen und soll nicht als Vorrat aufbewahrt werden.

Zutatenwissen

Schwarze Senfsaat

Schwarze Senfsaat ist in indischen oder gut sortierten Asia-Läden sowie im Gewürzhandel erhältlich. Sie trägt zur kräftigen Schärfe und dunkleren Farbe der Sauce bei.

Schwarzkümmelsaat

Schwarzkümmelsaat ist in indischen, türkischen und arabischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Ihr leicht herbes, zwiebeliges Aroma prägt die Sauce.

Lebensmittelgeeignetes Senföl

Achte beim Einkauf auf eine ausdrücklich für Lebensmittel ausgewiesene Qualität. Senföl gibt der Kasundi ihre markante, stechend-würzige Note.

Sinnvolle Alternativen

gelbe Senfsaat

Die Sauce wird milder und farblich heller.

Ersetze die schwarze Senfsaat vollständig durch 30 g gelbe Senfsaat und verfahre ansonsten wie beschrieben.

Rapsöl

Die Sauce schmeckt milder und weniger stechend.

Verwende 40 ml Rapsöl anstelle des Senföls und röste die Gewürze darin wie im Rezept beschrieben.

keine Ersatzzutat

Das leicht herbe, zwiebelige Aroma tritt in den Hintergrund.

Lasse die Schwarzkümmelsaat weg und röste Kreuzkümmelsaat und Lorbeerblatt allein im Öl.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Gewürze schmecken bitter oder das Öl raucht.

Bei mittlerer Hitze arbeiten und die Gewürze nur etwa 30 Sekunden rösten, bis sie duften.

Wenn die Gewürze bereits verbrannt riechen, Öl und Gewürze verwerfen und den Schritt mit frischem Senföl wiederholen.

Die Kasundi ist zu fest und lässt sich nicht gut löffeln.

Während des Köchelns regelmäßig rühren und die Konsistenz in Schritt 5 prüfen.

Einen kleinen Schluck Wasser einrühren und die Sauce nochmals kurz erhitzen.

Die Paste setzt am Topfboden an.

Nach dem Aufkochen die Hitze reduzieren und regelmäßig vom Topfboden lösen.

Die Sauce vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen, ohne angebrannte Stellen vom Boden mitzunehmen.

Die Sauce schmeckt ungewöhnlich scharf und unausgewogen.

Die 30-minütige Einweichzeit einhalten und die Kasundi vor dem Servieren 10 Minuten abkühlen lassen.

Die Sauce vollständig abkühlen lassen und die Konsistenz mit einem kleinen Schluck Wasser ausgleichen.

Varianten

Mildere Kasundi mit gelber Senfsaat

Eine hellere und mildere Variante entsteht, wenn die schwarze Senfsaat vollständig durch gelbe Senfsaat ersetzt wird.

Kasundi mit Rapsöl

Rapsöl macht die Sauce milder und weniger stechend, während die Gewürze weiterhin im Öl aromatisiert werden.

Kasundi ohne Schwarzkümmel

Wenn Schwarzkümmelsaat nicht erhältlich ist, kann sie entfallen. Die Sauce bleibt kräftig würzig, verliert aber ihre leicht herbe, zwiebelige Note.

Servieren und kombinieren

  • Zu gegrilltem Fisch: Serviere Kasundi als eigenständige Sauce zu gegrilltem Fisch. Die Säure und Senfschärfe ergänzen die rauchigen Röstaromen des Fisches.
  • Zu Fisch-Tikka: Reiche die Sauce zu Fisch-Tikka und setze sie erst am Tisch dazu, damit die dicke Konsistenz und die frische Schärfe erhalten bleiben.
  • Zu Kebabs: Kasundi passt als würziger Begleiter zu Kebabs und anderen gegrillten Spießen oder Fleisch- und Fischstücken.

Allergene und Nährwerte

  • Senf: enthält · Senfsaat und Senföl sind feste Bestandteile der Rezeptur.

Lebensmittelsicherheit

  • Lebensmittelgeeignetes Senföl: Verwende ausschließlich Senföl, das ausdrücklich für Lebensmittel ausgewiesen ist.
  • Unmittelbarer Verzehr: Bereite die Kasundi für den unmittelbaren Verzehr zu und bewahre Reste nicht als Vorrat auf.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Kasundi?

Kasundi ist eine kräftige bengalische Senfsauce aus gelber und schwarzer Senfsaat, Essig, Gewürzen und Senföl. Sie wird als würzender Begleiter zu gegrillten Speisen serviert.

Kann ich schwarze Senfsaat ersetzen?

Ja. Ersetze 30 g schwarze Senfsaat durch 30 g gelbe Senfsaat. Die Sauce wird dadurch milder und farblich heller.

Kann ich statt Senföl Rapsöl verwenden?

Ja. Verwende 40 ml Rapsöl. Der Geschmack wird milder und weniger stechend.

Wozu passt Kasundi?

Kasundi passt besonders gut zu gegrilltem Fisch, Fisch-Tikka und Kebabs.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar