Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Die Fermentation verleiht dem Mais-Reisteig eine mild säuerliche Tiefe und eine lockerere Struktur.
Die Kombination aus Maismehl und Reismehl ergibt einen dickflüssigen Teig, der sich auf der Grillplatte gut verstreichen lässt.
Das Backen bei geschlossenem Grill sorgt für eine kräftig gebräunte Unterseite und gart die Mitte gleichmäßig durch.
Die flache Form bietet viel geröstete Oberfläche und passt dadurch besonders gut zu gegrilltem Fisch, Fleisch oder Gemüse.
Abolo ist ein fermentiertes Maisbrot, das besonders mit der Volta-Region in Ghana verbunden wird. Diese flache Variante wird nicht gedämpft, sondern portionsweise auf einer heißen Grillplatte gebacken. Der mild süße, leicht säuerliche Teig aus Mais- und Reismehl entwickelt dabei eine kräftig geröstete Oberfläche und bleibt im Inneren weich.
Außen kräftig geröstet und stellenweise knusprig, innen weich und leicht elastisch. Das Brot schmeckt mild süß, dezent säuerlich und intensiv nach geröstetem Mais.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Zubereitung
1
Grill vorbereiten
Für eine Zwei-Zonen-Glut die Holzkohle auf einer Seite des Grills anhäufen. Beim Gasgrill eine Seite auf mittlere bis hohe, die andere auf niedrige Hitze stellen. Die Grillplatte über der direkten Hitze auflegen und den Grill mit geschlossenem Deckel auf etwa 200 bis 220 °C vorheizen. Die Platte mindestens 10 Minuten heiß werden lassen.
10 Minuten210 °C
Daran erkennst du es: Die Grillplatte ist vollständig heiß und der Grill hält etwa 200 bis 220 °C.
Die indirekte Zone wird später zum Fertigbacken genutzt.
Eine heiße Platte hilft, dass sich die Fladen rasch setzen und nicht anhaften.
Wichtig: Beim Auflegen, Wenden und Nachölen der heißen Grillplatte vorsichtig arbeiten.
2
Hefe anrühren
400 ml vom lauwarmen Wasser mit der Trockenhefe und dem Zucker verrühren. Die Mischung 10 Minuten stehen lassen, bis sich die Hefe vollständig verteilt hat.
10 Minuten
Daran erkennst du es: Die Hefe ist gleichmäßig verteilt und die Mischung wirkt leicht belebt.
Das Wasser nur lauwarm verwenden, damit die Hefe nicht durch zu starke Hitze beeinträchtigt wird.
3
Teig mischen
Maismehl, Reismehl und Salz in der großen Schüssel vermischen. Die Hefemischung und die restlichen 50 ml Wasser dazugeben. Alles 3 bis 4 Minuten kräftig verrühren. Der Teig soll dickflüssig und glatt sein, etwa wie ein sehr zäher Rührteig.
4 Minuten
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, dickflüssig und frei von trockenen Mehlnestern.
Das Wasser schrittweise einarbeiten, falls sich am Boden der Schüssel trockene Stellen sammeln.
4
Teig fermentieren
Die Schüssel mit dem sauberen Tuch abdecken und den Teig 8 bis 12 Stunden bei Raumtemperatur fermentieren lassen. Er ist bereit, wenn er sichtbar aufgegangen ist und leicht säuerlich riecht.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und riecht leicht säuerlich.
Die Fermentationsdauer hängt von der Raumtemperatur ab; die sichtbare Teigentwicklung ist entscheidend.
5
Teig durchrühren und Grillplatte ölen
Den fermentierten Teig gründlich durchrühren und 20 Minuten ruhen lassen. Währenddessen die heiße Grillplatte mit einem Teil des Pflanzenöls dünn bestreichen.
20 Minuten210 °C
Daran erkennst du es: Der Teig ist wieder gleichmäßig glatt und die Grillplatte dünn mit Öl bedeckt.
Nur einen dünnen Ölfilm auftragen, damit die Fladen nicht fettig werden.
Wichtig: Das Öl vorsichtig auf die heiße Platte auftragen, um Spritzer zu vermeiden.
6
Fladen formen
Für jedes Brot etwa ein Achtel des Teigs auf die Grillplatte geben und mit der Rückseite eines geölten Löffels zu einem runden Fladen von etwa 10 cm Durchmesser und 8 bis 10 mm Dicke verstreichen. Nicht mehr als zwei bis drei Fladen gleichzeitig auflegen, damit genug Platz zum Wenden bleibt.
210 °C
Daran erkennst du es: Die Fladen sind gleichmäßig rund und etwa 8 bis 10 mm dick verteilt.
Den Löffel leicht ölen, damit der dickflüssige Teig nicht daran klebt.
Zwischen den Fladen ausreichend Abstand zum Wenden lassen.
Wichtig: Den Teig langsam auf die heiße Platte geben und Hände von der Grillhitze fernhalten.
7
Erste Seite backen und wenden
Die Fladen bei geschlossenem Deckel 4 bis 5 Minuten backen, bis die Unterseite gebräunt ist und die Oberfläche sichtbar fest wird. Vorsichtig mit dem breiten Pfannenwender wenden.
5 Minuten210 °C
Daran erkennst du es: Die Unterseite ist gebräunt und die Oberfläche sichtbar fest.
Erst wenden, wenn die Oberfläche nicht mehr flüssig wirkt; so bleiben die Fladen stabil.
Wichtig: Beim Öffnen des Deckels auf heißen Dampf und beim Wenden auf die heiße Grillplatte achten.
8
Zweite Seite grillen und fertig backen
Die zweite Seite weitere 3 bis 4 Minuten grillen. Anschließend die Fladen in den indirekten Bereich schieben, den Deckel schließen und weitere 3 bis 5 Minuten fertig backen. Sie sind fertig, wenn die Mitte nicht mehr feucht wirkt und die Oberfläche an mehreren Stellen kräftig gebräunt ist. Bei den übrigen Teigportionen die Grillplatte jeweils dünn nachölen.
5 Minuten210 °C
Daran erkennst du es: Die Mitte wirkt nicht mehr feucht und die Oberfläche ist an mehreren Stellen kräftig gebräunt.
Während die ersten Fladen im indirekten Bereich fertig backen, kann die nächste Portion auf der direkten Zone beginnen, sofern ausreichend Platz vorhanden ist.
Wichtig: Die Grillplatte bleibt während aller Durchgänge sehr heiß; beim Nachölen vorsichtig arbeiten.
9
Kurz abkühlen und servieren
Die Abolo-Fladen kurz auf einem Rost abkühlen lassen und noch warm servieren. Sie passen als eigenständiges Grillbrot zu gegrilltem Fisch, Fleisch oder Gemüse.
Daran erkennst du es: Die Fladen sind warm, die Oberfläche ist gesetzt und die Mitte nicht mehr feucht.
Das kurze Abkühlen auf einem Rost verhindert, dass die Unterseite durch eingeschlossene Feuchtigkeit weich wird.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Fermentation nach Teigentwicklung beurteilen: Die Zeit von 8 bis 12 Stunden ist ein Richtwert. Entscheidend sind sichtbares Aufgehen und der leicht säuerliche Geruch des Teigs.
Grillplatte nicht überfüllen: Nur zwei bis drei Fladen gleichzeitig auflegen, damit zwischen ihnen genug Platz zum Wenden bleibt und die Grillhitze gleichmäßig an die Oberfläche gelangt.
Indirekte Zone zum Fertigbacken: Das Fertigbacken im indirekten Bereich hilft, die Mitte durchzugaren, ohne die bereits gebräunte Oberfläche zu stark zu verdunkeln.
Zutatenwissen
Feines Maismehl verwenden
Feines weißes Maismehl ergibt die vorgesehene dickflüssige Teigkonsistenz. Feines gelbes Maismehl funktioniert ebenfalls, färbt die Brote kräftiger und schmeckt etwas rustikaler. Maisgrieß und Polenta sind für diese Teigkonsistenz keine passende Alternative.
Reismehl nicht weglassen
Das feine Reismehl ergänzt das Maismehl und trägt zur vorgesehenen Konsistenz des fließfähigen Grillteigs bei.
Sinnvolle Alternativen
feines gelbes Maismehl
Die Brote werden kräftiger gelb und schmecken etwas rustikaler nach Mais.
Das feine gelbe Maismehl in gleicher Menge wie das feine weiße Maismehl verwenden. Maisgrieß oder Polenta nicht als Ersatz einsetzen.
Typische Fehler und ihre Lösung
Der Teig lässt sich kaum verstreichen und die Fladen werden sehr dick.
Die vollen 450 ml Wasser verwenden und den Teig 3 bis 4 Minuten kräftig verrühren, bis er glatt und dickflüssig ist.
Den Teig mit einem kleinen zusätzlichen Schluck Wasser glätten und die Konsistenz erneut prüfen.
Der Fladen reißt beim Wenden auseinander.
Erst wenden, wenn die Unterseite gebräunt und die Oberfläche sichtbar fest ist.
Den Fladen vorsichtig zurücklegen und bei geschlossenem Deckel weiterbacken, bis er stabiler ist.
Die Oberfläche ist stark gebräunt, während die Mitte noch feucht wirkt.
Nach dem Wenden in den indirekten Bereich schieben und bei geschlossenem Deckel fertig backen.
Den Fladen in den indirekten Bereich legen und einige Minuten weitergaren, bis die Mitte nicht mehr feucht wirkt.
Der Teig haftet an der Grillplatte.
Die Grillplatte mindestens 10 Minuten vorheizen und vor jedem Durchgang dünn nachölen.
Den Fladen nicht gewaltsam lösen, sondern weiterbacken, bis sich die Unterseite gesetzt hat; anschließend mit dem breiten Pfannenwender lösen.
Varianten
Rustikale Variante mit gelbem Maismehl
Für eine kräftigere Farbe und einen etwas rustikaleren Maisgeschmack feines gelbes Maismehl verwenden.
Servieren und kombinieren
Zu gegrilltem Fisch: Die warmen Abolo-Fladen als Brot zu gegrilltem Fisch servieren. Die geröstete Oberfläche eignet sich gut zum Aufnehmen von austretenden Säften und Beilagen.
Zu gegrilltem Fleisch: Die Fladen frisch vom Grill zu gegrilltem Fleisch reichen und wie ein rustikales Brot als Beilage verwenden.
Zu gegrilltem Gemüse: Abolo passt auch zu gegrilltem Gemüse und macht aus verschiedenen Grillkomponenten eine sättigende Mahlzeit.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Wie lange muss der Abolo-Teig fermentieren?
Der Teig fermentiert 8 bis 12 Stunden bei Raumtemperatur. Bereit ist er, wenn er sichtbar aufgegangen ist und leicht säuerlich riecht.
Welches Maismehl eignet sich für Abolo?
Am besten eignet sich feines weißes Maismehl. Feines gelbes Maismehl funktioniert ebenfalls und färbt die Brote kräftiger. Maisgrieß und Polenta sind für die vorgesehene Teigkonsistenz keine passende Alternative.
Kann ich die Fladen direkt auf dem Grillrost backen?
Die Rezeptfassung ist für eine gusseiserne oder emaillierte Grillplatte ausgelegt. Der dickflüssige Teig wird darauf zu flachen Fladen verstrichen und lässt sich dort wenden.
Warum sollen nur zwei bis drei Fladen gleichzeitig auf die Platte?
Zwischen den Fladen muss genug Platz zum Wenden bleiben. Außerdem kann die Hitze so gleichmäßiger an die Oberfläche gelangen.
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