Bauernkarree
Bauernkarree ist ein kräftiges Schweinekarree mit Fettauflage und Schwarte. Am besten beim Metzger oder an einer gut sortierten Fleischtheke vorbestellen.
Österreichischer Schweinsbraten
Ein großes Schweinekarree mit Schwarte wird mit Kümmel, Knoblauch und Majoran gewürzt, vollständig indirekt am Drehspieß gegart und zum Schluss bei höherer Hitze knusprig aufgeknuspert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Krustenbraten aus Schweinekarree Schweinsbraten ist in Österreich in vielen regionalen Varianten zuhause. Diese Fassung nimmt die vertraute Würzung mit Kümmel, Knoblauch und Majoran auf und gart ein großes Karree vollständig am indirekten Drehspieß. Die Schwarte wird zum Schluss bei höherer Grilltemperatur knusprig, bevor der Braten in Scheiben geschnitten wird.
Außen kracht die goldbraune Schwarte beim Anschneiden, während das Fleisch saftig und zart bleibt. Kümmel, Knoblauch und Majoran duften würzig und warm; der aufgefangene Bratensaft bringt eine kräftige, salzige Fleischnote dazu.
Schritt für Schritt
Die Schwarte mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden, ohne in das Fleisch zu schneiden. Kümmel, Majoran, Pfeffer, 30 g Salz, die zerdrückten Knoblauchzehen und 30 ml Wasser in einer Schüssel zu einer Paste verrühren. Die Paste auf der Fleischseite und den Seitenflächen verteilen, die Schwarte dabei frei lassen. Das Karree mit der Schwarte nach oben auf ein Gitter über ein Blech legen, die Schwarte mit dem groben Salz bestreuen und 8–12 Stunden offen im Kühlschrank trocknen lassen.
Daran erkennst du es: Die Schwarte ist trocken und die Salzkörner liegen nur auf der Schwarte.
Wichtig: Das rohe Fleisch während der Ruhezeit durchgehend gekühlt halten.
Das Karree 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Lose Salzkörner gründlich von der Schwarte bürsten und die Oberfläche trocken tupfen.
Daran erkennst du es: Die Schwarte ist sauber und trocken.
Wichtig: Das Fleisch nicht länger als nötig außerhalb des Kühlschranks stehen lassen.
Den Grill für indirekte Hitze auf 160–170 °C vorbereiten. Bei einem Holzkohlegrill die Glut seitlich verteilen, bei einem Gasgrill nur die äußeren Brenner einschalten. Eine Tropfschale unter dem Drehspieß platzieren und zunächst 500 ml Wasser hineingeben. Unter dem Braten darf keine direkte Hitze liegen.
Daran erkennst du es: Der Grill hält stabil 160–170 °C und unter dem Braten liegt keine direkte Hitze.
Wichtig: Die Tropfschale und alle Grillteile vor dem Einsetzen des Drehspießes standsicher platzieren.
Das Karree mittig auf den Drehspieß setzen, mit den Fleischgabeln sicher befestigen und den gleichmäßigen Lauf prüfen. Das Fleischthermometer in die dickste Stelle stecken. Den Drehspieß bei geschlossenem Deckel indirekt laufen lassen.
Daran erkennst du es: Das Karree läuft ruhig und gleichmäßig, ohne an Tropfschale oder Grill zu stoßen.
Wichtig: Drehspieß, Fleischgabeln und Karree vor dem Start sicher befestigen und den Lauf prüfen.
Den Braten bei 160–170 °C garen, bis die Kerntemperatur 62–65 °C erreicht. Falls die Tropfschale trocken wird, vorsichtig mit dem restlichen Wasser nachfüllen. Den Deckel möglichst geschlossen halten.
Daran erkennst du es: Das Thermometer zeigt 62–65 °C in der dicksten Stelle.
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen und nicht allein nach der Uhr garen.
Die Grilltemperatur auf 220–230 °C erhöhen und den Drehspieß weiterlaufen lassen, bis die Schwarte hörbar aufknuspert und die Kerntemperatur 68–70 °C erreicht. Das dauert meist 10–20 Minuten. Die Schwarte aufmerksam beobachten und die Hitze reduzieren, falls sie zu dunkel wird.
Daran erkennst du es: Die Schwarte ist goldbraun, hörbar knusprig und die Kerntemperatur liegt bei 68–70 °C.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Grills auf austretende Hitze und heißes Fett achten.
Den Braten vom Drehspieß nehmen und 15–20 Minuten unbedeckt ruhen lassen, damit die Kruste knusprig bleibt. Anschließend entlang der Knochen oder quer zur Faser in dicke Scheiben schneiden und mit dem aufgefangenen Bratensaft servieren.
Daran erkennst du es: Der Bratensaft tritt beim Anschneiden kontrolliert aus und die Kruste bleibt knusprig.
Wichtig: Drehspieß und Fleisch vor dem Aufschneiden vorsichtig handhaben, da sie sehr heiß sein können.
Gut zu wissen
Bauernkarree ist ein kräftiges Schweinekarree mit Fettauflage und Schwarte. Am besten beim Metzger oder an einer gut sortierten Fleischtheke vorbestellen.
Das grobe Salz wird ausschließlich auf die Schwarte gegeben und vor dem Grillen wieder gründlich entfernt.
Kümmel, Majoran, Pfeffer und Knoblauch werden mit Salz und Wasser zu einer Paste verrührt und nur auf Fleischseite und Seitenflächen verteilt.
Die Schulter wird meist saftiger, braucht aber länger und lässt sich weniger kompakt in Scheiben schneiden.
Die Schweineschulter mit Schwarte verwenden und die Kerntemperatur als Garhinweis beibehalten. Die Grillzeit nicht unverändert übernehmen, sondern an Größe, Form und Temperaturverlauf anpassen.
Nur Schwarte und Fettauflage einschneiden und das Fleisch selbst nicht verletzen.
Den Braten weiter nach Kerntemperatur garen und die Schwarte beim Aufknuspern aufmerksam beobachten.
Das Karree 8–12 Stunden offen im Kühlschrank trocknen und vor dem Grillen gründlich trocken tupfen.
Die Schwarte in der Schlussphase weiter aufmerksam aufknuspern und bei zu starker Bräunung die Hitze reduzieren.
Den Braten vollständig indirekt platzieren und die Tropfschale darunter einsetzen.
Die direkte Hitze entfernen oder den Braten in eine indirekte Zone umsetzen und die Temperatur kontrollieren.
Den Braten 15–20 Minuten unbedeckt ruhen lassen.
Statt Schweinekarree wird Schweineschulter mit Schwarte verwendet. Das Ergebnis wird meist saftiger, braucht aber länger und lässt sich weniger kompakt in Scheiben schneiden.
Das Karree kann nach dem Würzen 8–12 Stunden offen im Kühlschrank trocknen. Erst 45 Minuten vor dem Grillen herausnehmen und anschließend wie beschrieben grillen.
Häufig gefragt
Vorgesehen ist ein 2,5 kg schweres Bauernkarree, also ein kräftiges Schweinekarree mit Fettauflage und Schwarte. Am besten beim Metzger oder an einer gut sortierten Fleischtheke vorbestellen.
Die Schwarte wird rautenförmig eingeschnitten, 8–12 Stunden offen im Kühlschrank getrocknet, vor dem Grillen trockengetupft und erst am Ende bei 220–230 °C aufgeknuspert.
Beim indirekten Garen soll die Kerntemperatur zunächst 62–65 °C erreichen. Nach dem Aufknuspern liegt sie bei 68–70 °C.
Ja. Schweineschulter mit Schwarte wird meist saftiger, braucht aber länger und lässt sich weniger kompakt in Scheiben schneiden. Die Garzeit muss an die Kerntemperatur angepasst werden.
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