Tamarindenpaste
Tamarindenpaste findest du meist im Asia-Laden, in gut sortierten Supermärkten oder im internationalen Lebensmittelregal. Sie liefert die fruchtige Säure des Dips und sollte nicht durch beliebige BBQ-Sauce ersetzt werden.
Thai-Style Smoker-BBQ
Eine ganze Rinderbrust wird langsam und indirekt im Smoker gegart, bis eine dunkle Bark entsteht und das Fleisch probezart ist. Dazu kommt Nam Jim Jaew mit Tamarinde, Fischsauce, Limette, geröstetem Reis, Chili und frischen Kräutern.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Thai-inspirierter Smoker-Brisket mit Nam Jim Jaew verbindet klassische Low-and-Slow-Zubereitung mit den säuerlich-scharfen Aromen des thailändischen Isan. Die Rinderbrust gart 12 bis 16 Stunden im indirekten Rauch, während der Dip mit Tamarinde, Fischsauce, Limette und geröstetem Reis einen frischen Kontrast zur kräftigen Rauchkruste setzt. Das Gericht ist eine moderne internationale Verbindung und keine traditionelle thailändische Originalzubereitung.
Das Brisket hat eine dunkle, trockene Rauchkruste, saftige Scheiben und ein tiefes, würziges Rindfleischaroma. Der Dip schmeckt säuerlich, salzig, leicht süß und je nach Chilimenge deutlich scharf; gerösteter Reis, Schalotte und Kräuter geben ihm zusätzlich Duft und Struktur.
Schritt für Schritt
Entferne harte Fettstücke und silbrige Häute von der Rinderbrust. Lass auf der Fettseite eine möglichst gleichmäßige Schicht von etwa 6 mm stehen. Schneide besonders dünne Randstücke vorsichtig zurück und tupfe das Fleisch trocken.
Daran erkennst du es: Die Fettauflage ist gleichmäßig, harte Fettstücke und silbrige Häute sind entfernt.
Wichtig: Arbeite auf einem stabilen Schneidebrett und halte das rohe Fleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten.
Vermische Salz und Pfeffer. Bestreiche die Rinderbrust dünn mit dem Senf und verteile die Gewürzmischung rundherum. Lass das gewürzte Fleisch während des Vorheizens 30 Minuten ruhen.
Daran erkennst du es: Die Gewürzmischung haftet gleichmäßig rundum am dünnen Senffilm.
Richte den Offset-Smoker oder Kugelgrill mit Holzkohle und Eichenholz für indirekte Hitze ein. Das Fleisch darf nicht direkt über der Glut liegen. Lege die dickere Point-Seite später zur heißeren Zone und positioniere die Fettseite zur Wärmequelle. Stabilisiere den Garraum vor dem Auflegen bei 110 bis 120 °C.
Daran erkennst du es: Der Garraum bleibt stabil im Bereich von 110 bis 120 °C.
Wichtig: Arbeite mit hitzefesten Werkzeugen und stelle den Smoker standsicher im Freien auf.
Lege die Rinderbrust auf den Rost und setze ein Garraumthermometer neben das Fleisch. Gib in den ersten 4 bis 6 Stunden jeweils ein Stück Eichenholz nach, sobald der vorherige Rauch deutlich nachlässt. Ziel ist sauberer, dünner Rauch; eine ununterbrochene Rauchzugabe über die gesamte Garzeit ist nicht nötig.
Daran erkennst du es: Der Rauch ist dünn und sauber, die Garraumtemperatur bleibt stabil.
Wichtig: Öffne den Deckel nur so kurz wie nötig, damit die Garraumtemperatur stabil bleibt.
Gare das Brisket weiter, bis sich außen eine dunkle, trockene Gewürzkruste, die sogenannte Bark, gebildet hat und die Kerntemperatur im dicksten Bereich etwa 70 bis 75 °C erreicht. Das dauert je nach Stück meist 6 bis 9 Stunden. Miss Garraumtemperatur und Kerntemperatur getrennt.
Daran erkennst du es: Die Bark ist dunkel und trocken; im dicksten Bereich werden etwa 70 bis 75 °C erreicht.
Wickle die Rinderbrust eng in unbeschichtetes Metzgerpapier und lege sie zurück in den Smoker. Halte den Garraum weiterhin bei 110 bis 120 °C. Gare das Fleisch im Papier weiter, bis die flache Seite etwa 93 bis 96 °C erreicht und ein Thermometer oder Holzspieß zwischen Flat und Point fast ohne Widerstand hineingleitet. Die Temperatur ist nur eine Orientierung; die Zartheitsprüfung entscheidet.
Daran erkennst du es: Das Thermometer oder der Holzspieß gleitet zwischen Flat und Point fast ohne Widerstand hinein.
Wichtig: Verwende ausschließlich unbeschichtetes Metzgerpapier, das für diese Hitze geeignet ist.
Rechne insgesamt mit etwa 12 bis 16 Stunden Smoker-Garzeit. Das tatsächliche Ende hängt von Gewicht, Dicke, Fettauflage und Garraumstabilität ab. Verlängere die Garung nicht nur wegen der Uhrzeit, wenn das Fleisch bereits probezart ist.
Daran erkennst du es: Die Rinderbrust ist probezart und nicht nur aufgrund der verstrichenen Zeit fertig.
Nimm das fertige Brisket aus dem Smoker und lass es im Papier 1 bis 2 Stunden ruhen. Eine isolierte Box oder ein leerer, gut isolierter Behälter hält die Wärme. Die Ruhezeit gehört nicht zur Smoker-Garzeit.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich nach der Ruhezeit sauber schneiden und bleibt beim Anschnitt saftig.
Röste den Jasminreis oder Klebreis in einer trockenen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze unter ständigem Rühren, bis die Körner dunkel goldbraun duften. Lass sie abkühlen und mahle sie im Mörser oder Gewürzmahlwerk zu einem groben Pulver.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner sind dunkel goldbraun und duften geröstet, aber nicht verbrannt.
Verrühre Tamarindenpaste, Fischsauce, Limettensaft und Palmzucker, bis sich der Zucker weitgehend aufgelöst hat. Rühre Schalotte und Chiliflocken ein. Gib kurz vor dem Servieren das geröstete Reispulver, Koriandergrün und die Frühlingszwiebel dazu.
Daran erkennst du es: Der Palmzucker ist weitgehend gelöst und der Dip verbindet süße, saure, salzige und scharfe Noten.
Öffne das Brisket und bestimme bei Flat und Point jeweils den Faserverlauf. Schneide die flache Seite quer zur Faser in dünne Scheiben. Drehe den Point-Bereich, falls nötig, und schneide auch ihn quer zur Faser. Serviere die Scheiben mit Nam Jim Jaew zum Dippen.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind dünn geschnitten und die Schnittfläche verläuft quer zur jeweiligen Faser.
Wichtig: Beim Tranchieren das Messer kontrolliert vom Körper wegführen und das Fleischbrett stabilisieren.
Gut zu wissen
Tamarindenpaste findest du meist im Asia-Laden, in gut sortierten Supermärkten oder im internationalen Lebensmittelregal. Sie liefert die fruchtige Säure des Dips und sollte nicht durch beliebige BBQ-Sauce ersetzt werden.
Thailändische Fischsauce steht meist im Asia-Laden oder bei den internationalen Zutaten im Supermarkt. Sie bringt die salzige und herzhafte Grundlage von Nam Jim Jaew; Sojasauce verändert den Dip deutlich.
Palmzucker gibt es als Block oder Paste im Asia-Laden. Fein gehackter Palmzucker löst sich schneller auf; brauner Zucker ist als Ersatz möglich, schmeckt jedoch etwas weniger karamellig.
Der Dip wird etwas weniger karamellig und erhält eine weniger typische Palmzuckernote.
Ersetze den fein gehackten Palmzucker mengenmäßig durch braunen Zucker und rühre ihn mit Tamarindenpaste, Fischsauce und Limettensaft ein, bis er sich weitgehend aufgelöst hat.
In den ersten 4 bis 6 Stunden nur Holz nachlegen, wenn der vorherige Rauch deutlich nachlässt, und auf dünnen, sauberen Rauch achten.
Falls die Oberfläche nur leicht zu kräftig ist, die äußerste Schicht beim Schneiden dünner abnehmen und mit dem säuerlichen Dip ausbalancieren.
Den Smoker vor dem Auflegen auf 110 bis 120 °C stabilisieren, die indirekte Zone nutzen und die Temperatur mit einem separaten Garraumthermometer kontrollieren.
Die Garung bei stabiler Temperatur fortsetzen und die Zartheit an mehreren Stellen prüfen.
Die Kerntemperatur nur als Orientierung verwenden und das Ende durch die Probe mit Thermometer oder Holzspieß bestimmen.
Ein noch festes Stück weitergaren, bis der Spieß fast ohne Widerstand hineingleitet; ein bereits zartes Stück nicht unnötig weitergaren.
Vor dem Tranchieren den Faserverlauf beider Bereiche bestimmen und quer dazu schneiden.
Die Scheiben in kleinere Stücke schneiden und beim nächsten Anschnitt den Bereich neu ausrichten.
Unter ständigem Rühren nur bis zu einer dunkel goldbraunen Farbe und einem deutlichen Röstduft rösten.
Den verbrannten Reis nicht verwenden, sondern eine neue kleine Menge rösten.
Häufig gefragt
Der Garraum wird bei 110 bis 120 °C stabilisiert und während der gesamten indirekten Garung in diesem Bereich gehalten.
Die tatsächliche Smoker-Garzeit beträgt etwa 12 bis 16 Stunden. Entscheidend sind neben der Zeit die Bark, die Kerntemperatur und vor allem die Zartheitsprüfung.
Wenn sich eine dunkle, trockene Bark gebildet hat und der dickste Bereich etwa 70 bis 75 °C erreicht, wird die Rinderbrust eng in unbeschichtetes Metzgerpapier gewickelt.
Ja. Beide Sorten werden trocken geröstet, abgekühlt und zu einem groben Pulver gemahlen.
Die Schärfe wird über die Menge der gerösteten Chiliflocken gesteuert. Weniger Chiliflocken ergeben einen milderen Dip; die angegebene Menge liefert eine deutlich würzige Note.
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