Haut und Knochen
Haut und Knochen schützen die Oberkeulen während des indirekten Garens und unterstützen ein saftiges Ergebnis. Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen, ohne den Knochen zu berühren.
US-BBQ vom Grill
Hauttragende, knochige Hähnchenoberkeulen werden kurz in würziger Salzlake behandelt, über direkter Hitze angeröstet und anschließend indirekt fertig gegrillt. Eine fruchtig-säuerliche Pfirsich-BBQ-Glasur sorgt für eine glänzende, aromatische Oberfläche.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pfirsich-BBQ-Hähnchenoberkeulen verbinden rauchige Grillnoten mit einer fruchtig-säuerlichen Glasur. Die Hähnchenstücke werden zunächst über direkter Hitze gebräunt und garen danach in der indirekten Grillzone schonend weiter, bis die Glasur haftet und das Fleisch saftig bleibt.
Saftiges Hähnchen mit gebräunter Haut, klebriger Pfirsichglasur und ausgewogenen Noten von Rauch, Süße, Säure, Senf und milder Schärfe.
Schritt für Schritt
500 ml Wasser erhitzen und Salz sowie braunen Zucker darin vollständig auflösen. Mit dem restlichen kalten Wasser auffüllen, Lorbeerblätter und Pfefferkörner zugeben und die Lake vollständig abkühlen lassen. Die Hähnchenoberkeulen in die kalte Lake legen, abdecken und 2–4 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Lake muss vollständig abgekühlt sein, bevor das rohe Hähnchen hineingelegt wird.
Wichtig: Das Hähnchen nach dem Einlegen bis zur weiteren Verarbeitung gekühlt halten.
Pfirsichkonfitüre, Apfelessig, Ketchup, Dijon-Senf, Worcestershiresauce, Chiliflocken und Salz glatt verrühren. Etwa ein Drittel in eine saubere Schale für das Servieren füllen. Den Rest ausschließlich zum Bestreichen des rohen beziehungsweise garenden Hähnchens verwenden. Die Glasur kann während der Salzlakezeit vorbereitet werden.
Wichtig: Servierglasur und Glasur zum Bestreichen in getrennten, sauberen Schalen aufbewahren.
Den Grill für zwei Zonen vorbereiten: eine direkte Zone mit mittlerer bis hoher Hitze von etwa 200–220 °C und eine indirekte Zone mit geschlossenem Deckel bei etwa 180–190 °C. Beim Holzkohlegrill die Kohlen auf einer Seite verteilen, beim Gasgrill einen Brenner einschalten und die andere Seite ausgeschaltet lassen.
Daran erkennst du es: Beide klar getrennten Hitzezonen müssen vor dem Auflegen des Hähnchens bereitstehen.
Die Oberkeulen aus der Lake nehmen und sehr gründlich trocken tupfen. Paprikapulver, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, schwarzen Pfeffer und Cayennepfeffer mit dem Öl verrühren. Die Gewürzpaste rundum dünn auf dem Hähnchen verteilen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trockengetupft und dünn mit Gewürzpaste bedeckt.
Wichtig: Arbeitsflächen, Hände und Utensilien nach Kontakt mit rohem Hähnchen gründlich reinigen.
Die Oberkeulen zunächst mit der Hautseite nach unten über die direkte Hitze legen und 4–6 Minuten grillen, bis die Haut deutlich gebräunt ist. Wenden und die zweite Seite ebenfalls 4–6 Minuten anrösten. Bei aufflammendem Fett das Fleisch sofort in die indirekte Zone umsetzen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist deutlich gebräunt; bei Flammen wird das Hähnchen sofort aus der direkten Zone genommen.
Wichtig: Rohe Hähnchensäfte dürfen nicht auf gegartes Fleisch oder die Servierglasur gelangen.
Die Oberkeulen mit der Hautseite nach oben in die indirekte Zone legen und den Deckel schließen. Je nach Größe 25–35 Minuten weitergrillen, nach etwa der Hälfte der Zeit einmal drehen. Sobald die dickste Stelle mindestens 74 °C erreicht hat, die Oberkeulen in den letzten 10–12 Minuten mehrmals dünn mit der Pfirsich-BBQ-Glasur bestreichen. Die Glasur nicht zu früh auftragen, damit der Zucker nicht verbrennt.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht mindestens 74 °C, ohne dass das Thermometer den Knochen berührt.
Wichtig: Das Hähnchen erst vom Grill nehmen, wenn die dickste Stelle mindestens 74 °C erreicht hat.
Das Hähnchen vom Grill nehmen und 10 Minuten locker ruhen lassen. Vor dem Servieren mit der zurückbehaltenen Glasur anrichten. Die Kerntemperatur sollte an der dicksten Stelle, ohne den Knochen zu berühren, mindestens 74 °C betragen.
Daran erkennst du es: Die Hähnchenoberkeulen haben vor dem Servieren mindestens 10 Minuten geruht und die Kerntemperatur wurde kontrolliert.
Wichtig: Servierglasur nur aus der sauberen, zurückbehaltenen Schale verwenden.
Gut zu wissen
Haut und Knochen schützen die Oberkeulen während des indirekten Garens und unterstützen ein saftiges Ergebnis. Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen, ohne den Knochen zu berühren.
Pfirsichkonfitüre liefert Fruchtigkeit und Süße. Apfelessig und Dijon-Senf gleichen die Glasur mit Säure und Würze aus.
Worcestershiresauce verstärkt die herzhafte Tiefe der fruchtigen Glasur.
Die Lake mit dem restlichen kalten Wasser auffüllen und vollständig abkühlen lassen, bevor das Hähnchen hineinkommt.
Das Hähnchen aus der warmen Lake nehmen, die Lake vollständig kühlen und anschließend die Einlegezeit im Kühlschrank neu beginnen.
Das Hähnchen vor dem Würzen sehr gründlich trocken tupfen.
Die Oberfläche vorsichtig trocken tupfen und das Hähnchen erst danach weitergrillen.
Erst in den letzten 10–12 Minuten glasieren und mehrere dünne Schichten verwenden.
Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und mit einer dünnen Schicht der sauberen Servierglasur anrichten.
Das Hähnchen bei aufflammendem Fett sofort in die indirekte Zone umsetzen.
Das Fleisch aus den Flammen nehmen und indirekt bei geschlossenem Deckel fertig grillen.
Häufig gefragt
Die Hähnchenoberkeulen ziehen 2–4 Stunden in der vollständig abgekühlten Salzlake im Kühlschrank.
Die direkte Zone bräunt die Haut. In der indirekten Zone gart das Fleisch anschließend gleichmäßiger weiter und die Glasur kann kontrolliert haften.
Die Glasur wird erst in den letzten 10–12 Minuten des indirekten Grillens mehrmals dünn aufgetragen, damit der Zucker nicht verbrennt.
Die dickste Stelle sollte mindestens 74 °C erreichen. Das Thermometer dabei nicht am Knochen ansetzen.
Ein Drittel wird vor dem Kontakt mit dem rohen Hähnchen in eine saubere Schale gefüllt und später ausschließlich zum Servieren verwendet.
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