Rinderhack aus der Hochrippe
Frisch gewolftes Fleisch aus der Hochrippe ergibt eine saftige, gut bindende Köftemasse. Das Hackfleisch bis zum Kneten und Formen gut gekühlt halten.
Türkische Mangal-Küche
Flache, nur mit Salz gewürzte Rinderhackportionen werden auf kurze Metallspieße gedrückt und direkt über kräftiger Holzkohlenglut gegrillt. Dünnes türkisches Pide und gegrillte grüne Paprika machen daraus eine schlichte, rauchige Mahlzeit.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Burdur Şiş Köftesi ist eine regionale Grillspezialität aus Burdur im Südwesten der Türkei. Für diese puristische Variante wird fein gewolftes Rinderfleisch aus der Hochrippe nur mit Salz vermengt, kräftig geknetet, zu flachen Portionen auf kurze Metallspieße gedrückt und direkt über Holzkohlenglut gegart. Zwiebel, Brot und zusätzliche Gewürze bleiben aus der Köftemasse heraus. Serviert wird die Köfte auf dünnem türkischem Fladenbrot, begleitet von gegrillten grünen Paprika.
Außen kräftig gebräunt und leicht rauchig, innen saftig und vollständig durchgegart. Die Köfte schmecken herzhaft und konzentriert, das warme Pide ist weich und nimmt den Fleischsaft auf, während die Paprika süßlich, weich und stellenweise dunkel geröstet sind.
Schritt für Schritt
Das gut gekühlte Rinderhack mit dem Salz in die Schüssel geben und 8–10 Minuten kräftig kneten, bis die Masse deutlich bindet.
Daran erkennst du es: Die Masse wirkt kompakt und haftet zusammen.
Die Schüssel abdecken und die Hackmasse 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Währenddessen den Holzkohlegrill vorbereiten.
Die Holzkohle entzünden und warten, bis die Kohlen von einer grauen Ascheschicht bedeckt sind und keine offenen Flammen mehr zeigen. Den Grillrost etwa 10–12 cm über der Glut positionieren.
Daran erkennst du es: Graue Ascheschicht auf den Kohlen und keine offenen Flammen.
Wichtig: Beim Umgang mit Holzkohle auf ausreichenden Abstand zu brennbaren Materialien und gute Belüftung achten.
Die Hackmasse in 12 gleich große Portionen teilen. Hände leicht mit Wasser befeuchten, jede Portion um einen Metallspieß drücken und zu einem flachen, etwa 8–10 cm langen und 2 cm dicken Stück formen. Mit den Fingern leichte Rillen eindrücken, damit die Köfte stabil am Spieß sitzen.
Daran erkennst du es: Die Masse sitzt fest und gleichmäßig flach am Spieß.
Die grünen Paprika auf den direkten Grillbereich legen und 4–6 Minuten grillen. Dabei mehrmals mit der Grillzange wenden, bis die Haut dunkle Grillstellen bekommt und die Paprika weich wird.
Daran erkennst du es: Die Haut zeigt dunkle Grillstellen und die Paprika ist weich.
Wichtig: Beim Wenden auf aufflammendes Fett oder herabtropfende Flüssigkeit achten.
Die Köfte über der direkten Glut auflegen und 8–10 Minuten grillen. Alle 2–3 Minuten vorsichtig wenden. Bei aufflammendem Fett die Spieße kurz an den Rand der Glut ziehen. Die Köfte sind fertig, wenn sie außen kräftig gebräunt und im Kern vollständig durchgegart sind; der dickste Teil soll mindestens 71 °C erreichen.
Daran erkennst du es: Außen kräftig gebräunt, innen vollständig durchgegart und im dicksten Teil mindestens 71 °C.
Wichtig: Hackfleisch vollständig durchgaren.
Die dünnen Fladenbrote am Rand des Grills oder auf der warmen Grillfläche jeweils 30–60 Sekunden erwärmen.
Daran erkennst du es: Das Pide ist warm und biegsam, ohne stark auszutrocknen.
Je drei Köfte auf ein warmes Fladenbrot legen und die gegrillten grünen Paprika daneben anrichten. Die Köfte direkt heiß servieren.
Gut zu wissen
Frisch gewolftes Fleisch aus der Hochrippe ergibt eine saftige, gut bindende Köftemasse. Das Hackfleisch bis zum Kneten und Formen gut gekühlt halten.
Dünnes türkisches Pide ist weich genug, um die heißen Köfte aufzunehmen. Dünnes Yufka-Fladenbrot funktioniert ebenfalls, wird aber meist trockener und weniger weich.
Die Köfte werden meist etwas weniger saftig als mit Hackfleisch aus der Hochrippe.
Das gewöhnliche Rinderhack gut gekühlt mit dem Salz verkneten und wie beschrieben auf die Metallspieße drücken.
Yufka ist eine praktikable Alternative, wird unter der heißen Köfte aber meist trockener und weniger weich.
Die Yufka-Fladenbrote kurz am Grillrand erwärmen und anschließend wie das Pide zum Anrichten verwenden.
Rinderhack und Salz 8–10 Minuten kneten, bis die Masse deutlich bindet, und anschließend 30 Minuten kühlen.
Die noch ungegarte Masse erneut kräftig durchkneten und vor dem Formen wieder kühlen.
Erst bei grauer Asche ohne offene Flammen grillen und die Spieße bei Aufflammen kurz an den Glutrand ziehen.
Die Spieße an den Rand der Glut ziehen und bei moderaterer Hitze fertig garen.
12 gleich große, flache Portionen formen und die Rillen mit den Fingern eindrücken.
Die Köfte an den Rand der Glut ziehen und länger bei geringerer Hitze weitergrillen, bis der Kern vollständig durchgegart ist.
Häufig gefragt
Ja. Gewöhnliches Rinderhack ist eine praktikable Alternative zu Hackfleisch aus der Hochrippe. Die Köfte werden damit meist etwas weniger saftig.
Diese Variante ist bewusst puristisch gehalten. Die Masse besteht nur aus Rinderhack und Salz; ihre Bindung und ihr Geschmack entstehen durch kräftiges Kneten und das Grillen über Holzkohlenglut.
Die Kohlen sollen von einer grauen Ascheschicht bedeckt sein und keine offenen Flammen mehr zeigen. Der Rost liegt etwa 10–12 cm über der Glut.
Ja. Dünnes Yufka-Fladenbrot funktioniert ersatzweise, ist unter der heißen Köfte aber meist trockener und weniger weich.
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