Dijon-Senf als Aromaträger
Dijon-Senf prägt die Marinade und bildet zusammen mit Öl, Knoblauch und Thymian die würzige Kruste der Lammkeule.
Französische Grillvariante
Eine ganze Lammkeule wird mit Dijon-Senf, Knoblauch und Thymian mariniert und bei 220 °C indirekt auf dem Grill gegart. Nach der Ruhezeit wird sie am Knochen entlang in dünne Scheiben geschnitten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gigot d’agneau mit Dijoner Senf verbindet eine würzige französische Senfkruste mit der kräftigen Aromatik einer langsam indirekt gegrillten Lammkeule. Das große Stück gart bei geschlossenem Deckel besonders gleichmäßig und wird nach kurzer Ruhezeit direkt am Knochen aufgeschnitten.
Außen würzig, senfig und kräftig aromatisch, innen zart mit charakteristischem Lammgeschmack. Dünne Scheiben verbinden die herzhafte Kruste mit dem saftigen Fleisch.
Schritt für Schritt
Die Lammkeule auspacken und mit Küchenpapier trocken tupfen. Sehr dicke äußere Häute und lose Sehnen vorsichtig entfernen, eine dünne Fettschicht aber stehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trocken, die dünne Fettschicht bleibt erhalten.
Wichtig: Nach dem Umgang mit rohem Fleisch Hände, Arbeitsfläche und Messer gründlich reinigen.
Knoblauch fein reiben oder hacken und die Thymianblättchen von den Zweigen streifen. Dijon-Senf, Olivenöl, Knoblauch, Thymian, Salz und Pfeffer verrühren. Bevor die Marinade mit dem rohen Fleisch in Kontakt kommt, 3 Esslöffel davon in einer sauberen Schale zum späteren Bestreichen beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist gleichmäßig vermischt und glatt genug zum Bestreichen.
Wichtig: Die Portion zum späteren Bestreichen vor dem Kontakt mit dem rohen Fleisch abnehmen.
Die übrige Marinade rundum in die Lammkeule einmassieren. Das Fleisch abdecken und 4 bis 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Marinade haftet rundum an der Keule und das Fleisch bleibt während der gesamten Marinierzeit gekühlt.
Wichtig: Die abgedeckte Keule während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Die Lammkeule 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Einen Grill mit Deckel für indirekte Hitze auf 220 °C vorheizen. Beim Holzkohlegrill die Glut an die beiden Seiten schieben und in der Mitte eine Tropfschale mit 200 ml Wasser einsetzen. Beim Gasgrill die äußeren Brenner einschalten und den mittleren Bereich ausgeschaltet lassen.
Daran erkennst du es: Der Grill hält bei geschlossenem Deckel etwa 220 °C und die indirekte Zone ist eingerichtet.
Wichtig: Beim Arbeiten mit heißer Glut, Brennern und Grillrost hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Die Lammkeule mit der Fettschicht nach oben mittig über der Tropfschale platzieren. Den Deckel schließen und ein Thermometer in die dickste Stelle stecken, ohne den Knochen zu berühren. Die Keule etwa 60 Minuten indirekt grillen.
Daran erkennst du es: Das Thermometer sitzt in der dicksten Fleischpartie und berührt nicht den Knochen.
Wichtig: Den Deckel möglichst geschlossen halten, damit die Grilltemperatur stabil bleibt.
Die Keule vorsichtig drehen und mit der zurückbehaltenen Marinade bestreichen. Den Deckel wieder schließen und weitere 30 bis 50 Minuten grillen, bis die Kerntemperatur 63 °C erreicht. Die tatsächliche Garzeit hängt von Form, Gewicht und Ausgangstemperatur der Keule ab; die Kerntemperatur ist entscheidend.
Daran erkennst du es: Das Thermometer zeigt in der dicksten Stelle 63 °C an.
Wichtig: Die Zieltemperatur an der dicksten Stelle und nicht direkt am Knochen messen.
Wird die Oberfläche zu dunkel, die Keule locker mit Aluminiumfolie abdecken und indirekt bis zur Zieltemperatur weitergaren. Die Folie nicht fest um das Fleisch wickeln, damit die Kruste möglichst trocken bleibt.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist vor weiterer starker Bräunung geschützt, ohne dass die Folie die Kruste eng umschließt.
Wichtig: Aluminiumfolie erst mit hitzebeständigen Handschuhen und geeigneten Grillwerkzeugen anbringen.
Die Lammkeule vom Grill nehmen und 20 Minuten unbedeckt ruhen lassen. Anschließend das Fleisch am Knochen entlang in dünnen Scheiben abschneiden und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Nach 20 Minuten Ruhezeit lässt sich das Fleisch am Knochen entlang in dünne Scheiben schneiden.
Gut zu wissen
Dijon-Senf prägt die Marinade und bildet zusammen mit Öl, Knoblauch und Thymian die würzige Kruste der Lammkeule.
Die Keule bleibt als großes Stück am Knochen und wird erst nach dem Grillen in Scheiben geschnitten.
Die Thymianblättchen werden von den Zweigen gestreift und direkt in die Marinade eingerührt.
Vor dem Kontakt mit der Lammkeule 3 Esslöffel Marinade in einer sauberen Schale beiseitestellen.
Für das spätere Bestreichen nur die sauber zurückbehaltene Marinade verwenden; bereits mit rohem Fleisch in Kontakt gekommene Marinade nicht ungegart einsetzen.
Den Fühler in die dickste Stelle stecken und den Knochen vermeiden.
Die Messung an mehreren Stellen der dicksten Fleischpartie wiederholen.
Die Keule vollständig in der indirekten Zone garen und bei Bedarf locker mit Aluminiumfolie abdecken.
Die Keule locker abdecken und indirekt bis 63 °C weitergaren.
Die Keule nach dem Grillen 20 Minuten unbedeckt ruhen lassen.
Die Lammkeule kann bis zu 12 Stunden vor dem Grillen mariniert werden. Abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und 45 Minuten vor dem Grillen herausnehmen.
Häufig gefragt
Die Lammkeule sollte 4 bis 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren.
Die Grillzeit beträgt ungefähr 90 bis 110 Minuten. Maßgeblich ist jedoch die Kerntemperatur von 63 °C an der dicksten Stelle, nicht allein die Uhrzeit.
Die Keule locker mit Aluminiumfolie abdecken und indirekt weitergaren. Die Folie nicht eng um das Fleisch wickeln, damit die Kruste möglichst trocken bleibt.
Nach 20 Minuten unbedeckter Ruhezeit wird das Fleisch am Knochen entlang in dünnen Scheiben abgeschnitten und sofort serviert.
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