Ras el Hanout
Die Gewürzmischung liefert die warme, komplexe Würzbasis der Marinade und prägt den marokkanisch angelehnten Charakter des Gerichts.
Marokkanische Grillküche
Saftige Hähnchenunterkeulen mit Haut und Knochen, mariniert mit Ras el Hanout, Paprika, Kräutern, Zitrone und Knoblauch und auf dem Zweizonen-Grill gegart.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Hähnchenunterkeulen verbinden eine kräftige, warme Gewürznote mit knuspriger Haut und saftigem Fleisch. Ras el Hanout, Paprika, Kreuzkümmel, Koriander, Zitrone und Knoblauch geben der Marinade ein aromatisches, marokkanisch angelehntes Profil. Durch das indirekte Grillen garen die Unterkeulen zunächst schonend unter geschlossenem Deckel. Zum Schluss sorgt die direkte Hitze für eine gebräunte, knusprige Haut.
Die Haut wird goldbraun und knusprig, während das Fleisch saftig und zart bleibt. Geschmacklich treffen warme Gewürznoten auf frische Zitrone, Kräuter und eine dezente Pfefferschärfe.
Schritt für Schritt
Die Hähnchenunterkeulen mit Küchenpapier trocken tupfen. An der fleischigsten Stelle je zwei flache Schnitte bis fast zum Knochen setzen, ohne die Stücke zu durchtrennen.
Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Petersilie, Koriandergrün, Ras el Hanout, Paprikapulver, Kreuzkümmel, gemahlenen Koriander, Salz und Pfeffer in einer Schüssel gründlich verrühren.
Die Unterkeulen gründlich mit der Marinade vermengen. Abgedeckt mindestens 30 Minuten und höchstens 4 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. 15 bis 20 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen.
Wichtig: Rohe Hähnchenunterkeulen während der Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Den Grill für indirekte Zweizonenhitze vorbereiten und unter geschlossenem Deckel auf etwa 180 °C stabilisieren. Beim Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben, beim Gasgrill nur die Brenner unter einer Hälfte einschalten. Den sauberen Rost dünn mit dem neutralen Öl einreiben.
Wichtig: Den Grillrost nur dünn mit Öl einreiben und Öl nicht direkt in die Flammen geben.
Überschüssige Marinade von den Unterkeulen abstreifen, die Stücke aber nicht abwaschen. Mit der Hautseite nach oben auf die indirekte Seite legen und den Deckel schließen. 25 bis 35 Minuten grillen, nach etwa 15 Minuten einmal wenden. Die Grilltemperatur möglichst zwischen 170 und 180 °C halten.
Daran erkennst du es: Die Unterkeulen sind außen angegart und die Haut beginnt, sich zu straffen.
Wichtig: Marinade, die mit rohem Hähnchen in Kontakt war, nicht ungegart weiterverwenden.
Die Unterkeulen auf die direkte Grillseite legen und jeweils 2 bis 4 Minuten grillen, bis die Haut gebräunt und knusprig ist. Bei aufflammendem Fett sofort zurück in den indirekten Bereich wechseln.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gebräunt und knusprig; bei aufflammendem Fett wird die direkte Hitze sofort reduziert.
Wichtig: Bei Flammen die Unterkeulen sofort in den indirekten Bereich umsetzen.
An der dicksten Stelle nahe, aber nicht direkt am Knochen messen. Das Fleisch ist gar, wenn es mindestens 75 °C erreicht hat.
Daran erkennst du es: Das Thermometer zeigt mindestens 75 °C an der dicksten Stelle nahe, aber nicht direkt am Knochen.
Wichtig: Das Thermometer nicht direkt am Knochen ansetzen, da die Messung sonst verfälscht werden kann.
Die Hähnchenunterkeulen vom Grill nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Danach heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Unterkeulen sind nach der Ruhezeit heiß und die Säfte haben sich etwas verteilt.
Gut zu wissen
Die Gewürzmischung liefert die warme, komplexe Würzbasis der Marinade und prägt den marokkanisch angelehnten Charakter des Gerichts.
Haut und Knochen unterstützen beim Grillen ein saftiges Ergebnis. Die Haut wird erst am Ende direkt gegrillt, damit sie knusprig wird, ohne zu früh zu verbrennen.
Petersilie und Koriandergrün bringen frische, grüne Aromen in die ansonsten warme Gewürzmischung.
Das Aroma wird geradliniger und weniger komplex als mit Ras el Hanout.
Die Ersatzmischung anstelle der 2 TL Ras el Hanout in die Marinade geben und mit den übrigen Gewürzen verrühren.
Die Unterkeulen zuerst 25 bis 35 Minuten indirekt garen und erst am Schluss auf die direkte Seite legen.
Die Unterkeulen zurück in den indirekten Bereich legen und dort bis zu mindestens 75 °C Kerntemperatur weitergaren.
Die Unterkeulen aufmerksam beobachten und bei aufflammendem Fett sofort in den indirekten Bereich wechseln.
Die Unterkeulen aus der Flamme nehmen und im indirekten Bereich weitergrillen.
Vor dem Servieren nahe, aber nicht direkt am Knochen messen und mindestens 75 °C sicherstellen.
Die Unterkeulen im indirekten Bereich weitergrillen und die Temperatur erneut prüfen.
Überschüssige Marinade nur abstreifen und die Stücke nicht abwaschen.
Die Unterkeulen weitergrillen und die verbliebene Würzschicht direkt am Ende vorsichtig bräunen.
Die Unterkeulen können bis zu 4 Stunden vor dem Grillen mit der Marinade vermengt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. 15 bis 20 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen.
Häufig gefragt
Beim Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben. Beim Gasgrill nur die Brenner unter einer Hälfte einschalten, sodass eine direkte und eine indirekte Zone entstehen.
Mindestens 30 Minuten und höchstens 4 Stunden im Kühlschrank. Vor dem Grillen die Unterkeulen 15 bis 20 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen.
Als Ersatz 1½ TL Paprikapulver, ½ TL Kreuzkümmel, ¼ TL gemahlenen Ingwer und eine kleine Prise Zimt mischen. Das Ergebnis schmeckt geradliniger und weniger komplex.
An der dicksten Stelle nahe, aber nicht direkt am Knochen messen. Das Fleisch ist gar, wenn die Kerntemperatur mindestens 75 °C erreicht hat.
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