Große Runde am Spitbraai

Südafrikanischer Spitbraai

Ein ganzes, geöffnetes Lamm wird auf einem großen horizontalen DrehspießSpießvorrichtung, die Grillgut oder Braten über einer Wärmequelle kontinuierlich dreht und gleichmäßig gart. über moderater GlutGut durchgeglühte Holzkohle als Hitzequelle für direktes oder indirektes Grillen. langsam gegart und regelmäßig mit einer Zitronen-Kräuter-Sauce bestrichen.

Zum Rezept
Große Runde am Spitbraai
Vorbereitung 60 Minuten
Kochen / Backen 4 Std. 30 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 24 Std. 20 Min.
Gesamtzeit ca. 29 Std. 50 Min.
Menge 20–30 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Während des Garens bestreichen oder begießen
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das langsame Drehen verteilt die Hitze gleichmäßiger über die große Karkasse.
  • Die gezielt unter den dickeren Bereichen verteilte Glut unterstützt ein gleichmäßigeres Garen.
  • Die Zitronen-Kräuter-Sauce bringt während des langen Garens Fett, Säure und Würze an die Fleischoberfläche.
  • Das Ruhen vor dem Zerlegen hilft, die Fleischsäfte im großen Stück zu stabilisieren.

Skaap op die spit ist die südafrikanische Bezeichnung für ein ganzes Lamm, das beim Spitbraai langsam über Glut gedreht wird. Das flach vorbereitete Lamm wird auf einem Spießrahmen befestigt, mit Salz und Pfeffer gewürzt und während des Garens wiederholt mit einer Kräuter-Zitronen-Sauce bestrichen. Die Glut liegt gezielt unter Keulen, Schultern und Hals, damit das große Stück möglichst gleichmäßig gart.

Die Oberfläche wird aromatisch und kräftig gewürzt, während das Lamm im Inneren saftig und zart gegart wird. Zitrone und frische Kräuter geben dem intensiven Fleischduft eine helle, herzhafte Note.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und würzen

  1. Lamm vorbereiten

    Das Lamm sollte küchenfertigBereits grundlegend vorbereiteter Fisch, dessen genauer Zustand trotzdem geprüft wird. ausgenommen und entlang der Brustseite geöffnet sein, damit es flach auf dem Spießrahmen liegt. Tupfe die Fleischflächen gründlich trocken.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fleischflächen sind trocken und das Lamm liegt flach genug für den Spießrahmen.

    • Ein geöffnetes Lamm lässt sich gleichmäßiger auf dem horizontalen Rahmen befestigen.

    Wichtig: Arbeitsflächen und Hände nach dem Kontakt mit rohem Fleisch gründlich reinigen.

  2. Kräuter-Zitronen-Sauce anrühren

    Verrühre Sonnenblumenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Thymian, OreganoMediterranes Küchenkraut mit pfeffrigen, erdigen und leicht bitteren Noten. und RosmarinEin intensiv würziges Küchenkraut mit harzigen, leicht pfeffrigen Noten. in einer großen Schüssel. Teile die Sauce in zwei gleiche Portionen. Eine Hälfte bleibt sauber abgedeckt im Kühlschrank und wird später zum Basten verwendet.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Öl, Zitronensaft und Kräuter sind gleichmäßig vermischt.

    • Die für später bestimmte Hälfte von Anfang an getrennt und sauber abdecken.

    Wichtig: Die zurückbehaltene Sauce bis zur Verwendung gekühlt halten.

  3. Lamm würzen und bestreichen

    Würze die Innen- und Außenseite des Lamms gleichmäßig mit Salz und Pfeffer. Streiche die andere Hälfte der Kräuter-Zitronen-Sauce in die geöffnete Karkasse und auf die Fleischflächen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Salz, Pfeffer und Sauce sind gleichmäßig auf den Fleischflächen verteilt.

    • Die Sauce gründlich in die geöffneten Bereiche und auf die dickeren Fleischflächen verteilen.

    Wichtig: Nur saubere Arbeitsgeräte verwenden und Kontakt zwischen rohem Lamm und verzehrfertigen Lebensmitteln vermeiden.

  4. Befestigen und kalt ziehen lassen

    Befestige das Lamm auf dem Spießrahmen. Die Rückenlinie soll entlang der Spießstange liegen. Sichere Schultern, Hüften und Läufe mit den vorgesehenen Spießgabeln und Sicherungen des Geräts; falls der Hersteller es vorsieht, unterstütze die Befestigung mit lebensmittelechtem Bratendraht. Prüfe, dass sich nichts lösen kann und der Rahmen ausgewogen dreht. Decke das vorbereitete Lamm ab und stelle es für 12–24 Stunden kalt.

    Daran erkennst du es: Das Lamm sitzt fest, der Rahmen dreht ausgewogen und nichts kann sich lösen.

    • Die Sicherungen und die Ausgewogenheit des Rahmens besonders sorgfältig prüfen.

    Wichtig: Bratendraht nur verwenden, wenn der Hersteller des Geräts dies vorsieht; das vorbereitete rohe Lamm durchgehend gekühlt halten.

Glut anlegen und garen

  1. Lamm temperieren und Glut vorbereiten

    Nimm das Lamm am Gartag etwa 45–60 Minuten vor dem Auflegen aus dem Kühlschrank. Zünde ausreichend Holzkohle oder sauberes Hartholz an und lasse die Flammen vollständig zu einer gleichmäßigen Glut abbrennen. Halte zusätzliche Glut in einem zweiten Feuer oder in einem sicheren Kohlekorb bereit.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flammen sind vollständig abgebrannt und es steht gleichmäßige Glut zum Garen und Nachlegen bereit.

    • Nur bereits durchgeglühte Kohle zum Nachlegen verwenden.

    Wichtig: Das Feuer in sicherem Abstand zu brennbaren Materialien betreiben und niemals unbeaufsichtigt lassen.

  2. Rahmen über der Glut einsetzen

    Verteile die mäßige Glut unter den dickeren Bereichen von Keulen, Schultern und Hals. Unter der dünneren Bauchseite liegt weniger Glut. Setze den Spießrahmen nach Geräteanleitung ein, starte den Motor und prüfe nochmals, dass das Lamm frei dreht. Es soll über Glut, nicht über offenen Flammen garen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Rahmen dreht frei und das Lamm befindet sich über gleichmäßiger Glut ohne offene Flammen.

    • Die Glut bei Bedarf aus Bereichen mit zu schneller Bräunung wegschieben.

    Wichtig: Heiße Glut, Rahmen und Spieß nur mit geeigneter Schutzausrüstung und nach Geräteanleitung handhaben.

  3. Langsam drehen und regelmäßig basten

    Drehe das Lamm langsam und gleichmäßig. Gare es etwa 3,5–4,5 Stunden und bestreiche es alle 20–30 Minuten mit der zurückbehaltenen Sauce. Halte die Glut mäßig und fülle nur mit bereits durchgeglühter Kohle nach. Wenn die Oberfläche zu schnell dunkel wird, vergrößere den Abstand zur Glut oder verschiebe Kohle aus diesem Bereich.

    4 Stunden

    Daran erkennst du es: Das Lamm dreht gleichmäßig, die Oberfläche bräunt kontrolliert und die Glut bleibt mäßig.

    • Das Basten während des Garens regelmäßig wiederholen.
    • Die Glut unter den dickeren Bereichen halten und bei Bedarf neu verteilen.

    Wichtig: Die Sauce, die mit rohem Lamm in Kontakt war, nicht wieder zum späteren Basten verwenden; dafür nur die getrennt zurückbehaltene Hälfte nutzen.

  4. Kerntemperatur kontrollieren

    Beginne nach etwa 3 Stunden mit der Temperaturkontrolle. Miss mit einem sauberen Thermometer an mehreren Stellen im dicksten Teil beider Keulen und Schultern, ohne den Knochen zu berühren. Nimm das Lamm erst vom Spieß, wenn alle kontrollierten dicken Stellen mindestens 63 °C erreicht haben. Liegt eine Stelle darunter, gare weiter und prüfe erneut.

    3 Stunden 63 °C

    Daran erkennst du es: Alle kontrollierten dicken Stellen erreichen mindestens 63 °C, gemessen ohne Knochenkontakt.

    • An mehreren Stellen messen, weil ein ganzes Lamm unterschiedlich dicke Bereiche hat.

    Wichtig: Das Thermometer zwischen den Messungen sauber halten und das Lamm bei einer Messung unter 63 °C weitergaren.

Ruhen und servieren

  1. Lamm ruhen lassen

    Nimm den Spießrahmen vorsichtig vom Gerät und lasse das Lamm 20 Minuten ruhen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die 20-minütige Ruhezeit ist abgeschlossen und das Lamm lässt sich sicher weiterverarbeiten.

    • Das ruhende Lamm vor Zugluft und Verunreinigung schützen.

    Wichtig: Den heißen Rahmen und das Lamm nur auf einer stabilen, hitzefesten Fläche abstellen.

  2. Zerlegen und direkt servieren

    Löse danach die Sicherungen, zerlege Keulen, Schultern und Hals in portionsgerechte Stücke und serviere das Fleisch warm direkt vom Spieß.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Keulen, Schultern und Hals sind in portionsgerechte Stücke zerlegt und das Fleisch wird warm serviert.

    • Beim Zerlegen die unterschiedlichen Stücke getrennt anbieten, damit Gäste direkt vom Spieß wählen können.

    Wichtig: Beim Lösen der Sicherungen auf Resthitze und scharfe Teile des Spießrahmens achten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Lamm rechtzeitig bestellen: Ein ganzes küchenfertiges Lamm mit geöffneter Karkasse sollte mehrere Tage im Voraus bei einer Metzgerei oder einem auf Lamm spezialisierten Schlachtbetrieb bestellt werden.
  • Ausgewogene Befestigung: Bei einem ganzen Lamm ist eine ausgewogene Befestigung entscheidend. Schultern, Hüften und Läufe müssen so gesichert sein, dass der Motor den Rahmen gleichmäßig drehen kann.
  • Nur durchgeglühte Kohle nachlegen: Zusätzliche Glut sollte in einem zweiten Feuer oder Kohlekorb vorbereitet werden. Nachgelegt wird nur bereits durchgeglühte Kohle, damit keine offenen Flammen am Lamm entstehen.
  • Mehrere dicke Stellen messen: Die Keulen und Schultern sind unterschiedlich dick. Deshalb die Kerntemperatur an mehreren Stellen prüfen und erst weiterarbeiten, wenn alle kontrollierten dicken Stellen mindestens 63 °C erreicht haben.

Zutatenwissen

Ganzes Lamm vorbestellen

Bitte ausdrücklich um eine geöffnete Karkasse ohne Innereien, die für einen horizontalen Spießrahmen vorbereitet ist. Bei Unsicherheit die Maße und Tragfähigkeit des eigenen Spießrahmens mit der Metzgerei abstimmen.

Kräuter fein hacken

Die frischen Kräuter werden fein gehackt und direkt in der Zitronen-Öl-Sauce verwendet.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die dünne Bauchseite wird zu dunkel oder verbrennt, während die dicken Bereiche noch nicht gar sind.

Die stärkere Glut gezielt unter Keulen, Schultern und Hals platzieren und unter der dünneren Bauchseite weniger Glut verwenden.

Kohle aus dem zu heißen Bereich verschieben und den Abstand zur Glut vergrößern.

Die Oberfläche wird schnell schwarz und entwickelt einen starken Rauchgeschmack.

Die Flammen vollständig zu Glut abbrennen lassen und nur durchgeglühte Kohle nachlegen.

Das Lamm vorübergehend weiter von der Glut entfernen und die Flammen vollständig abklingen lassen.

Der Rahmen dreht unruhig oder das Lamm bewegt sich auf dem Spieß.

Vor dem Kühlen und vor dem Start des Motors alle Sicherungen prüfen und den freien, ausgewogenen Lauf kontrollieren.

Den Motor stoppen und die Befestigung erst nach vollständiger Sicherung korrigieren.

Die dicksten Fleischbereiche haben die Zieltemperatur noch nicht erreicht.

An mehreren Stellen in Keulen und Schultern messen und bei jeder Stelle unter 63 °C weitergaren.

Das Lamm wieder über die Glut setzen und die betroffenen dicken Bereiche erneut kontrollieren.

Varianten

Nur Salz und Pfeffer

Eine reduzierte Fassung ohne Kräuter-Zitronen-Sauce, wie sie im redaktionellen Abschluss als Alternative angesprochen wird.

Servieren und kombinieren

  • Warm direkt vom Spieß: Das ruhende Lamm in Keulen-, Schulter- und Halsstücke zerlegen und die Stücke warm direkt vom Spieß anbieten.
  • Als Mittelpunkt eines Spitbraai: Das Lamm als zentrales Hauptgericht eines Spitbraai-Buffets servieren und die Stücke portionsweise nach dem Zerlegen ausgeben.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Lamm kann nach dem Würzen, Bestreichen und Befestigen 12–24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen. Die zurückbehaltene Sauce ebenfalls sauber abgedeckt gekühlt lagern.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welches Lamm eignet sich für dieses Spitbraai?

Benötigt wird ein küchenfertiges ganzes Lamm ohne Innereien, entlang der Brustseite geöffnet und für einen horizontalen Spießrahmen geeignet. Das Rohgewicht liegt laut Rezept bei etwa 16–20 kg.

Wie lange soll das vorbereitete Lamm kalt ziehen?

Das befestigte und abgedeckte Lamm zieht 12–24 Stunden im Kühlschrank.

Wann ist das Lamm fertig gegart?

Nach etwa 3 Stunden mit der Temperaturkontrolle beginnen. Das Lamm erst vom Spieß nehmen, wenn alle kontrollierten dicken Stellen in Keulen und Schultern mindestens 63 °C erreicht haben.

Wie wird Skaap op die spit serviert?

Nach einer Ruhezeit von 20 Minuten werden Keulen, Schultern und Hals in portionsgerechte Stücke zerlegt und warm direkt vom Spieß serviert.

Aus unserer Küche

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