Bier für die Marinade
Ein helles Bier bringt Flüssigkeit, malzige Noten und eine leichte Herbe in die Marinade.
Kolumbianisches Grillhähnchen
Ganzes Hähnchen mit Bier, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Kräutern marinieren, indirekt über Holzkohle garen und zum Schluss über der direkten Glut knusprig bräunen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pollo asado al carbón ist eine kolumbianisch inspirierte Zubereitung für ein ganzes mariniertes Hähnchen vom Holzkohlegrill. Die würzige Marinade aus hellem Bier, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Koriander, Thymian, Oregano und Kreuzkümmel zieht über mehrere Stunden in das Fleisch ein. Gegart wird zunächst schonend in der indirekten Zweizonenhitze, bevor die Haut kurz über der direkten Glut kräftig gebräunt wird.
Die Haut wird goldbraun und knusprig, während das Fleisch saftig und zart bleibt. Kräuter, Knoblauch und Kreuzkümmel prägen den Duft; das helle Bier bringt eine malzige, leicht herbe Note in die Marinade und den aufgefangenen Bratensaft.
Schritt für Schritt
Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Koriandergrün, Thymian, Kreuzkümmel, Oregano, Salz, Pfeffer, Öl und 250 ml Bier in den Mixer geben. Zu einer möglichst gleichmäßigen Marinade pürieren.
Das Hähnchen mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Die Marinade rundum und, soweit möglich, unter der Haut an Brust und Keulen verteilen. Das Hähnchen in einen verschließbaren Behälter legen, abdecken und 8–12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.
Wichtig: Die Marinade, die mit rohem Hähnchen in Kontakt gekommen ist, später nicht ungekocht verwenden.
Einen Holzkohlegrill mit Deckel für indirekte Zweizonenhitze vorbereiten. Bei einem Kugelgrill mit etwa 57 cm Durchmesser sind je nach Kohle und Wetter ungefähr 80–100 Briketts ein realistischer Ausgangspunkt. Die Kohlen auf beide Seiten schieben und in die Mitte eine hitzefeste Tropfschale stellen. 250 ml Bier und 250 ml Wasser hineingeben. Den Grill auf 180–200 °C einregeln, den Rost gründlich reinigen und ölen.
Wichtig: Beim Umgang mit glühender Holzkohle hitzefeste Grillhandschuhe und geeignetes Grillwerkzeug verwenden.
Das Hähnchen aus der Marinade nehmen und überschüssige Marinade abtropfen lassen. Die Marinade entsorgen. Die Flügelspitzen unter den Körper stecken und die Keulen bei Bedarf locker mit Küchengarn zusammenbinden. Das Hähnchen mit der Brust nach oben mittig über die Tropfschale setzen.
Wichtig: Rohe Marinade vollständig entsorgen und Hände sowie Arbeitsflächen nach dem Kontakt mit dem rohen Hähnchen reinigen.
Den Deckel schließen und das Hähnchen zunächst 60 Minuten indirekt grillen. Danach alle 10–15 Minuten die Kerntemperatur prüfen und das Hähnchen bei Bedarf drehen, ohne es über die direkte Glut zu setzen. Je nach Gewicht und Grill dauert die indirekte Grillphase insgesamt etwa 75–100 Minuten.
Daran erkennst du es: Das Hähnchen ist gar, wenn ein Thermometer an der dicksten Stelle der Keule, ohne den Knochen zu berühren, mindestens 74 °C anzeigt.
Wichtig: Das Geflügel erst vom Grill nehmen, wenn die dickste Fleischstelle vollständig durchgegart ist.
Für eine kräftigere Bräunung das Hähnchen vorsichtig mit der Hautseite für 1–2 Minuten über die direkte Glut setzen. Dabei ständig beobachten, weil austretendes Fett Flammen verursachen kann. Bei zu starker Hitze sofort zurück in den indirekten Bereich wechseln.
Daran erkennst du es: Die Haut ist kräftig goldbraun und knusprig, ohne dunkel zu verbrennen.
Wichtig: Bei aufflammendem Fett das Hähnchen sofort mit der Grillzange aus der direkten Hitze nehmen.
Das Hähnchen auf ein Schneidebrett legen, locker mit Aluminiumfolie bedecken und 15 Minuten ruhen lassen. Anschließend in Brust, Keulen und Flügel teilen und mit dem aufgefangenen Bratensaft aus der Tropfschale servieren. Vor dem Servieren prüfen, dass die dicksten Fleischstellen vollständig durchgegart sind.
Daran erkennst du es: Die dicksten Fleischstellen sind vollständig durchgegart und zeigen keinen rohen Kern.
Wichtig: Das Hähnchen vor dem Servieren nochmals an den dicksten Stellen auf vollständige Durchgarung prüfen.
Gut zu wissen
Ein helles Bier bringt Flüssigkeit, malzige Noten und eine leichte Herbe in die Marinade.
Frischer Koriander sorgt für eine grüne, frische Note, während Thymian und Oregano die Würzbasis abrunden.
Die Haut vor dem Grillen gut abtropfen lassen und erst am Ende kurz über die direkte Glut setzen, damit sie bräunt, ohne auszutrocknen.
Die Malz- und Hopfennote bleibt erhalten, die Marinade schmeckt meist etwas milder.
Das helle Bier in Marinade und Tropfschale im gleichen Volumen durch alkoholfreies helles Bier ersetzen.
Die Marinade wird weniger zitrisch und schmeckt kräuteriger.
Das Koriandergrün durch die gleiche Menge glatte Petersilie ersetzen und mit den übrigen Marinadenzutaten pürieren.
Das Hähnchen zunächst vollständig indirekt garen und die direkte Hitze nur für 1–2 Minuten am Ende nutzen.
Das Hähnchen sofort in die indirekte Zone zurücksetzen und dort bis zur vollständigen Durchgarung weitergrillen.
Überschüssige Marinade nach dem Herausnehmen des Hähnchens vollständig entsorgen.
Ab der ersten Grillstunde regelmäßig an der dicksten Stelle der Keule messen.
Das Hähnchen zurück in die indirekte Zone legen und weitergaren, bis mindestens 74 °C erreicht sind.
Den Deckel geschlossen halten und nur für Temperaturmessungen oder notwendige Anpassungen kurz öffnen.
Die Grilltemperatur wieder auf etwa 180–200 °C einregeln und die Garzeit nach der Kerntemperatur richten.
Das Hähnchen kann 8–12 Stunden vor dem Grillen mariniert werden. Während der gesamten Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Häufig gefragt
Die angegebene Marinierzeit beträgt 8–12 Stunden. Für ein gleichmäßiges Ergebnis sollte dieser Zeitraum eingehalten und das Hähnchen währenddessen durchgehend gekühlt werden.
Der Grill wird für die indirekte Zweizonenhitze auf etwa 180–200 °C unter geschlossenem Deckel eingeregelt.
Die dickste Stelle der Keule sollte, ohne den Knochen zu berühren, mindestens 74 °C erreichen. Zusätzlich müssen die dicksten Fleischstellen vollständig durchgegart sein.
Die Flüssigkeit sammelt den austretenden Bratensaft und unterstützt eine feuchtere Grillumgebung während der indirekten Garphase.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …