Kokoswasser
Kokoswasser gibt dem Bacem-Sud eine milde, runde Süße. Es ist in gut sortierten Supermärkten, Asia-Läden und Getränkeregalen erhältlich.
Javanisches Grillgericht
Für 4 Portionen beziehungsweise 8 Stück wird Tempeh in einem würzigen Bacem-Sud aus Kokoswasser, Palmzucker, Tamarinde und Kecap manis sanft gegart und anschließend über direkter Glut gegrillt. So entsteht eine dunkle, leicht klebrige Kruste mit süß-würzigen und aromatisch-säuerlichen Noten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Tempe Bacem Bakar ist eine javanisch geprägte indonesische Grillzubereitung. Das Tempeh wird zuerst in Kokoswasser mit Palmzucker, Koriander, Schalotten, Knoblauch, Tamarinde und aromatischen Gewürzen sanft gekocht. Danach karamellisiert es über direkter Glut und bekommt außen eine dunkle, leicht klebrige Kruste. Die Kombination aus Bacem-Würzung und Grillhitze macht aus dem fermentierten Tempeh ein eigenständiges Grillgericht.
Außen dunkel, glänzend und leicht klebrig, innen warm und saftig mit der festen, charakteristischen Tempehstruktur. Der Geschmack verbindet milde Süße, würzige Koriandernoten, pfeffrig-zitronischen Galgant und eine runde Tamarindensäure.
Schritt für Schritt
Die grob gehackten Schalotten und den Knoblauch mit 2 bis 3 EL vom Kokoswasser fein pürieren oder sehr fein reiben.
Daran erkennst du es: Die Mischung soll möglichst fein und gleichmäßig sein.
Das restliche Kokoswasser mit der Schalotten-Knoblauch-Mischung, Koriander, Palmzucker, Tamarindenpaste, Lorbeerblättern, Galgant, Kecap manis und Salz in den breiten Topf geben. Alles einmal aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Der Palmzucker soll sich im Sud weitgehend aufgelöst haben.
Wichtig: Vorsicht beim Aufkochen: Der süße Sud kann spritzen.
Die Tempehstücke nebeneinander in den Sud legen. Die Hitze reduzieren und das Tempeh 20 bis 25 Minuten sanft köcheln lassen. Nach etwa 12 Minuten vorsichtig wenden. Am Ende soll nur noch ein dicklicher Würzsud im Topf bleiben.
Daran erkennst du es: Der Sud ist deutlich eingekocht und dicklich, während die Tempehstücke vollständig davon umgeben und gewürzt sind.
Das Tempeh aus dem Topf nehmen und 15 Minuten ruhen lassen. Lorbeerblätter und Galgant aus dem Sud entfernen. Den eingekochten Sud zum späteren Bestreichen aufbewahren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist nicht mehr stark dampfend und der eingekochte Sud bleibt dicklich.
Wichtig: Der Sud und das Tempeh sind sehr heiß; vorsichtig aus dem Topf nehmen.
Einen Grill mit zwei Hitzezonen auf etwa 190 °C vorheizen. Den Rost dünn mit dem Öl bestreichen. Das Tempeh zunächst 3 Minuten auf der indirekten Seite erwärmen und leicht abtrocknen lassen.
Daran erkennst du es: Die Tempehstücke sind warm und ihre Oberfläche wirkt leicht trockener.
Wichtig: Beim Umgang mit dem heißen Grillrost hitzefeste Werkzeuge verwenden.
Die Stücke über direkter mittlerer Hitze insgesamt 5 bis 7 Minuten grillen und dabei mehrmals wenden. In den letzten 2 Minuten dünn mit dem eingekochten Bacem-Sud bestreichen. Wegen des Palmzuckers auf eine moderate Hitze achten. Wird die Oberfläche zu schnell dunkel, die Stücke kurz in die kühlere Zone legen.
Daran erkennst du es: Das Tempeh ist außen dunkel gebräunt, leicht klebrig und stellenweise kräftig karamellisiert, ohne zu verbrennen.
Wichtig: Zuckerhaltiger Sud kann auf hoher Hitze rasch verbrennen und stark kleben.
Das Tempe Bacem Bakar vom Grill nehmen und heiß servieren.
Gut zu wissen
Kokoswasser gibt dem Bacem-Sud eine milde, runde Süße. Es ist in gut sortierten Supermärkten, Asia-Läden und Getränkeregalen erhältlich.
Frischer Galgant bringt ein pfeffrig-zitronisches Aroma und ist häufig frisch oder tiefgekühlt im Asia-Laden erhältlich.
Tamarindenpaste liefert eine runde, fruchtige Säure und steht meist im Asia-Laden oder in internationalen Lebensmittelabteilungen.
Die süße indonesische Sojasauce liefert Farbe, Süße und eine dicke, haftende Würzschicht.
Die Kokosnote fehlt und die Süße wirkt direkter.
Das Kokoswasser durch 500 ml Wasser ersetzen und zusätzlich 20 g Palmzucker verwenden.
Die Würzung wird wärmer und weniger eigenständig.
Den Galgant durch 2 cm Ingwer ersetzen und den Ingwer ebenfalls angedrückt in den Sud geben.
Die Säure schmeckt frischer und spitzer.
Die Tamarindenpaste durch Limettensaft und braunen Zucker ersetzen und beides mit den übrigen Sudzutaten aufkochen.
Die Glasur wird dünner und weniger karamellig.
Kecap manis durch Sojasauce und Palmzucker ersetzen; den Sud beim Grillen besonders dünn auftragen.
Mit einer indirekten Grillphase beginnen, die direkte Hitze moderat halten und die Stücke mehrfach wenden.
Die Stücke in die kühlere Zone legen und dort fertig erwärmen. Stark verbrannte Stellen vorsichtig entfernen.
Das Tempeh so lange sanft köcheln lassen, bis nur noch ein dicklicher Würzsud im Topf bleibt.
Den verbliebenen Sud vor dem Bestreichen noch kurz weiter einkochen, ohne ihn trocken werden zu lassen.
Mit einer Grillzange vorsichtig wenden und die Stücke möglichst in einer Lage garen.
Die kleineren Stücke trotzdem grillen und beim Wenden besonders behutsam behandeln.
Häufig gefragt
Die indirekte Phase erwärmt die Stücke gleichmäßig und lässt sie leicht abtrocknen. Anschließend kann die direkte Hitze die Oberfläche kräftig bräunen, ohne dass der zuckerhaltige Sud sofort verbrennt.
Du kannst den Galgant durch 2 cm Ingwer ersetzen. Das Aroma wird dadurch wärmer und weniger pfeffrig-zitronisch.
Die Stücke kurz in die kühlere, indirekte Zone legen und die direkte Hitze reduzieren. Den Bacem-Sud nur dünn auftragen und die Stücke häufiger wenden.
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