Shiso einkaufen
Shiso ist meist in japanischen oder asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich, gelegentlich auch in gut sortierten Kräuterabteilungen.
Rippchen vom Robata-Grill, Japan
Zart pochiertes Lammrack wird mit Shiso, Sojasauce, Sake und Yuzu mariniert und über Holzkohle kräftig angeröstet.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese moderne japanisch inspirierte Grillfassung verbindet ein zusammenhängendes Lammrack mit der frischen, leicht pfeffrigen Note von Shiso. Das Fleisch wird zunächst schonend in aromatischer Flüssigkeit gegart und bekommt anschließend über Holzkohle kräftige Röstaromen. Serviert wird es heiß, zwischen den Knochen in einzelne Rippchen geteilt.
Saftiges, zartes Lamm mit kräftigen Röstaromen, einer herzhaften Soja-Sake-Würze und frischen Noten von Shiso, Yuzu und Ingwer.
Schritt für Schritt
Das Lammrack auf der Knochenseite von der dünnen Silberhaut befreien. Sichtbare harte Fettstücke und lose Fleischreste entfernen, damit die Marinade später gleichmäßig haftet.
Wasser, Salz, Frühlingszwiebeln, 40 g Ingwer, 3 Knoblauchzehen und Kombu in den großen Topf geben. Langsam auf 80 bis 85 °C erhitzen. Das Lammrack einlegen und die Temperatur halten, ohne die Flüssigkeit sprudelnd kochen zu lassen. Den Topf abdecken und das Rack etwa 90 Minuten pochieren. Anschließend herausnehmen, gut abtropfen lassen und etwa 20 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht mindestens 75 °C; ein Messer lässt sich leicht zwischen die Rippen schieben.
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen, ohne den Knochen zu berühren.
Sojasauce, Sake, Mirin, Yuzusaft, Honig, Reisessig, Sesamöl und Pfeffer verrühren. Die fein geriebenen 15 g Ingwer und 2 Knoblauchzehen sowie das geschnittene Shiso untermischen. 80 ml der Marinade in eine saubere Schale geben und abgedeckt kalt stellen; sie wird später zum Bestreichen verwendet.
Das abgekühlte Lammrack in einen verschließbaren Behälter legen und mit der restlichen Marinade übergießen. Mehrmals wenden, abdecken und 2 Stunden im Kühlschrank marinieren. Das Rack anschließend 20 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen.
Einen Holzkohlegrill für zwei Temperaturzonen vorbereiten und auf etwa 220 °C unter dem Deckel bringen. Den Rost gründlich reinigen und mit dem neutralen Öl dünn einreiben. Die Kohlen so verteilen, dass eine direkte und eine indirekte Grillzone entsteht.
Das Lammrack zunächst mit der Knochenseite nach unten über der indirekten Zone grillen. Nach 3 bis 4 Minuten wenden und weitere 3 bis 4 Minuten erwärmen. Danach über die direkte Hitze legen und auf jeder Seite 1 bis 2 Minuten kräftig anrösten. Während der letzten 2 Minuten mehrmals mit der zurückbehaltenen Marinade bestreichen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gebräunt und der Kern wieder mindestens 70 °C heiß.
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen und den Messfühler nicht am Knochen ansetzen.
Das Lammrack 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend zwischen den Knochen in einzelne Rippchen teilen und mit geröstetem Sesam bestreuen. Heiß servieren.
Gut zu wissen
Shiso ist meist in japanischen oder asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich, gelegentlich auch in gut sortierten Kräuterabteilungen.
Sake und Mirin gibt es in asiatischen Supermärkten sowie in vielen gut sortierten Spirituosen- oder Feinkostabteilungen.
Yuzusaft ist vor allem im Asia-Markt oder im gut sortierten Feinkosthandel erhältlich.
Das Kombu-Stück gibt der Pochierflüssigkeit eine herzhafte, tiefere Würze und wird zusammen mit Wasser, Salz, Frühlingszwiebeln, Ingwer und Knoblauch erhitzt.
Die Mischung schmeckt frischer, aber weniger pfeffrig und anisartig als Shiso.
Die Shisoblätter durch eine Mischung aus Minze und etwas Thai-Basilikum ersetzen und beide Kräuter fein schneiden.
Die Marinade erhält eine etwas andere, trockenere aromatische Note.
Den Sake im gleichen Volumen durch trockenen Fino-Sherry ersetzen.
Die Marinade wird etwas weniger weich und süß.
Mirin durch 30 ml Sake und 2 TL zusätzlichen Honig ersetzen.
Die typische blumige Yuzu-Note fällt schwächer aus.
Den Yuzusaft durch Zitronensaft und etwas fein abgeriebene Mandarinenschale ersetzen.
Die Pochierflüssigkeit nur auf 80 bis 85 °C halten und die Temperatur mit einem Küchenthermometer prüfen.
Wenn die Oberfläche stark aufgewühlt ist, die Hitze reduzieren und die Garzeit sowie die Kerntemperatur besonders aufmerksam kontrollieren.
Direkt nach dem Anrühren 80 ml in eine saubere Schale geben und kalt stellen.
Die direkte Hitze nur zum kurzen Anrösten nutzen und die Marinade während der letzten 2 Minuten dünn auftragen.
Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und die Rippchen mit den weniger stark angerösteten Seiten servieren.
Das Rack vor dem Schneiden 5 Minuten ruhen lassen.
Eine frische Kräutervariante für den Fall, dass kein Shiso erhältlich ist.
Die Marinade erhält eine zugänglichere Zitrusnote, wenn Yuzusaft nicht verfügbar ist.
Häufig gefragt
Eine Mischung aus Minze und etwas Thai-Basilikum eignet sich als Ersatz. Sie schmeckt frischer, aber weniger pfeffrig und anisartig als Shiso.
15 ml Zitronensaft und etwas fein abgeriebene Mandarinenschale ersetzen die 20 ml Yuzusaft. Die typische blumige Yuzu-Note fällt dann schwächer aus.
Trockener Fino-Sherry kann im gleichen Volumen verwendet werden.
Das Rack wird zunächst indirekt erwärmt und anschließend über direkter Hitze kurz kräftig angeröstet. So lässt sich die Oberfläche bräunen, ohne das Fleisch unnötig lange direkter Hitze auszusetzen.
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