Jawaneh vom Grill

Libanesische Grillküche

Marinierte Hähnchenflügel mit Zitrone, Knoblauch und SumachRötliches Gewürz aus getrockneten Sumachfrüchten mit fruchtig-säuerlichem und leicht herbem Geschmack., die zunächst indirekt und anschließend über direkter Grillhitze knusprig gegart werden.

Zum Rezept
Jawaneh vom Grill
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 24 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 5 Min.
Gesamtzeit ca. 2 Std. 45 Min.
Menge Für 4 Personen
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren, Während des Garens bestreichen oder begießen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die zweizonige Grillmethode gart das Fleisch gleichmäßig und bräunt die Haut kontrolliert.
  • Zitrone, Knoblauch und Sumach verbinden Säure, Würze und Frische in der Marinade.
  • Das kurze Bestreichen während der letzten Grillminuten verstärkt Aroma und Glanz.

Jawaneh bezeichnet gegrillte Hähnchenflügel mit Knoblauch und Zitrone. Diese Fassung ergänzt Sumach für eine säuerlich-würzige Note. Die Flügel garen zuerst indirekt und werden anschließend über direkter Hitze knusprig vollendet.

Kräftig gebräunte, knusprige Haut trifft auf saftiges Fleisch mit zitroniger Säure, deutlichem Knoblauch und einer trocken-säuerlichen Sumachnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Flügel vorbereiten

    Die Hähnchenflügel trocken tupfen. Falls sie noch ganz sind, an den Gelenken in Drumettes und Mittelstücke teilen. Die Spitzen entfernen und anderweitig für Brühe verwenden oder entsorgen.

    • Trockene Haut unterstützt eine bessere Bräunung auf dem Grill.

    Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.

  2. Marinade anrühren und marinieren

    Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Sumach, Salz und Pfeffer in der großen Schüssel verrühren. Etwa 30 ml der Marinade in einer sauberen kleinen Schüssel beiseitestellen. Die Flügel mit der übrigen Marinade gründlich vermengen, abdecken und 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

    2 Stunden
    • Die zurückgestellte Marinade nicht mit der Marinade vermischen, die das rohe Geflügel berührt hat.

    Wichtig: Die für das spätere Bestreichen zurückgestellte Marinade sauber getrennt halten.

  3. Grill vorbereiten

    Den Grill auf etwa 220 °C vorheizen und eine Zwei-Zonen-Glut beziehungsweise eine direkte und eine indirekte Grillzone einrichten. Bei einem Gasgrill bleibt ein Brenner ausgeschaltet. Die Flügel vor dem Grillen kurz abtropfen lassen.

    220 °C
    • Die Flügel nicht tropfnass auf den Grill legen, damit die Marinade nicht sofort in die Flammen läuft.
  4. Indirekt vorgaren

    Die Flügel mit der Hautseite nach oben zunächst über indirekter Hitze bei geschlossenem Deckel 8–10 Minuten grillen. Einmal wenden. So gart das Fleisch an den Knochen gleichmäßig, ohne dass die Marinade sofort verbrennt.

    10 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Die Flügel beginnen gleichmäßig zu garen, ohne stark zu verkohlen.

    • Bei stark aufflammender Hitze die Flügel weiter von der direkten Zone entfernt platzieren.
  5. Direkt knusprig grillen

    Die Flügel über die direkte Hitze legen und insgesamt weitere 8–14 Minuten grillen. Alle 2–3 Minuten wenden, damit die Haut bräunt und nicht zu dunkel wird. In den letzten 2 Minuten dünn mit der beiseitegestellten, ungekochten Marinade bestreichen. Bei sehr starken Flammen kurz auf die indirekte Zone wechseln.

    14 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Die Haut ist kräftig gebräunt und knusprig, ohne zu verbrennen.

    • Die Flügel regelmäßig wenden, damit die Haut gleichmäßig bräunt.
    • Nur die saubere, zurückgestellte Marinade zum Bestreichen verwenden.

    Wichtig: Die zurückgestellte Marinade wird in den letzten 2 Minuten mitgegart.

  6. Gargrad prüfen und ruhen lassen

    Die Flügel sind fertig, wenn die Haut kräftig gebräunt ist und das Fleisch am dicksten Stück mindestens 74 °C erreicht. Anschließend 5 Minuten ruhen lassen.

    5 Minuten 74 °C

    Daran erkennst du es: Das dickste Stück erreicht mindestens 74 °C; die Haut ist kräftig gebräunt.

    • Die Temperatur an der dicksten Stelle messen und dabei den Knochen nicht berühren.

    Wichtig: Geflügel erst servieren, wenn die angegebene Kerntemperatur erreicht ist.

  7. Garnieren und servieren

    Die gegrillten Flügel mit der gehackten Petersilie bestreuen und mit Zitronenspalten servieren.

    • Die Zitronenspalten erst beim Servieren ausdrücken, damit die Haut möglichst knusprig bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zwei Grillzonen einrichten: Die indirekte Zone dient zum gleichmäßigen Vorgaren, die direkte Zone zum abschließenden Bräunen und Knusprigmachen.
  • Marinade zurückstellen: Die zum späteren Bestreichen vorgesehene Marinade wird vor dem Kontakt mit dem rohen Geflügel abgenommen und separat sauber gehalten.
  • Sumach finden: Sumach findet sich meist in türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften, in Gewürzläden und zunehmend in größeren Supermärkten.

Zutatenwissen

Sumach

Gemahlener Sumach bringt eine angenehm säuerliche, leicht beerige Würznote. Eine zitronigere Alternative ist in den Ersetzungen angegeben.

Flügelstücke

Die Rezeptfassung verwendet ungeformte Hähnchenflügel mit Haut und Knochen. Ganze Flügel werden an den Gelenken geteilt; die Spitzen können für Brühe verwendet oder entsorgt werden.

Sinnvolle Alternativen

Fein abgeriebene Zitronenschale und zusätzlicher Zitronensaft

Das Ergebnis wird zitroniger und weniger beerig-säuerlich.

Sumach durch die angegebene Zitronenschale und den zusätzlichen Zitronensaft ersetzen und beides mit den übrigen Marinadenzutaten verrühren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Haut wird nicht knusprig.

Die Flügel vor dem Grillen kurz abtropfen lassen und die direkte Hitze erst für die abschließende Bräunung einsetzen.

Die Flügel länger über direkter Hitze grillen, dabei regelmäßig wenden und starke Flammen vermeiden.

Die Marinade verbrennt und wird bitter.

Die Flügel vor dem Grillen abtropfen lassen, regelmäßig wenden und bei starken Flammen kurz in die indirekte Zone wechseln.

Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und die Flügel in der indirekten Zone fertig garen.

Rohe Marinade wird ungegart als Sauce verwendet.

Etwa 30 ml vor dem Marinieren in einer sauberen Schüssel beiseitestellen und nur diese Portion zum Bestreichen verwenden.

Varianten

Zitronigere Variante ohne Sumach

Die säuerliche Würze wird stärker in Richtung Zitrone verschoben.

Servieren und kombinieren

  • Mit Petersilie und Zitronenspalten: Die Flügel direkt nach der Ruhezeit mit gehackter glatter Petersilie bestreuen und mit Zitronenspalten servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Flügel können abgedeckt bis zu 2 Stunden im Kühlschrank mariniert werden. Die zum Bestreichen vorgesehene Marinade separat und sauber zurückstellen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Jawaneh?

Jawaneh bezeichnet gegrillte Hähnchenflügel, die häufig mit Knoblauch und Zitrone gewürzt werden.

Warum werden die Flügel zuerst indirekt und dann direkt gegrillt?

Die indirekte Phase gart das Fleisch gleichmäßiger. Die direkte Phase sorgt anschließend für gebräunte, knusprige Haut.

Womit kann ich Sumach ersetzen?

Für eine zitronigere und weniger beerig-säuerliche Variante kannst du 1 TL fein abgeriebene Zitronenschale und 1 TL zusätzlichen Zitronensaft verwenden.

Woran erkenne ich, dass die Hähnchenflügel fertig sind?

Die Haut soll kräftig gebräunt sein und das dickste Stück mindestens 74 °C erreichen.

Aus unserer Küche

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