Tamarindenpulpe
Tamarindenpulpe wird mit heißem Wasser aufgeweicht und anschließend durch ein Sieb gedrückt. Tamarindenpaste aus dem Glas ist meist konzentrierter und sollte sparsam dosiert werden.
Nyonya-Rippchen vom Grill
Zart gegrilltes Schweinerippchen-Rack mit einer säuerlich-scharfen Nyonya-Paste aus TamarindeSäuerlich-fruchtige Hülsenfrucht mit aromatischem Fruchtmark., Chili, ZitronengrasZitronengras ist ein aromatisches tropisches Gras mit frischem Zitronenduft. und fermentierter gelber Sojabohnenpaste. Die Paste wird teilweise als Marinade und anschließend separat gekocht als glänzende Glasur verwendet.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Nyonya-Tamarinden-Chili-Rippchen verbinden Tamarinde, Chili, fermentierte gelbe SojabohnenpasteTaucu oder Tau Cheo liefert salzige Fermentationstiefe. und Zitronengras zu einer säuerlichen, würzigen und tief aromatischen Grillpaste. Das Rack gart zunächst indirekt unter geschlossenem Deckel und wird erst am Ende mit der separat gekochten Paste glasiert. So bleibt die Glasur aromatisch und karamellisiert, ohne während der langen Garzeit zu verbrennen.
Die Rippchen werden weich und saftig, mit einer klebrigen, glänzenden Oberfläche. Tamarinde sorgt für fruchtige Säure, Chili für anhaltende Schärfe, während Kecap Manis und Zucker eine dunkle karamellige Note bilden. Zitronengras und Ingwer bleiben im Duft frisch und würzig.
Schritt für Schritt
Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Chilischoten und Zitronengras grob zerkleinern. Mit dem Pflanzenöl, der fermentierten gelben Sojabohnenpaste, Kecap ManisSüße, dickflüssige indonesische Sojasauce mit würzigem und karamelligem Geschmack., Palmzucker und Salz in einer Küchenmaschine zu einer möglichst glatten Paste verarbeiten.
Daran erkennst du es: Die Paste soll möglichst glatt und gleichmäßig sein.
Die Tamarindenpulpe mit 100 ml heißem Wasser verrühren und 10 Minuten stehen lassen. Die weiche Pulpe mit einem Löffel zerdrücken und den Auszug durch ein grobes Sieb drücken. Den gesamten Auszug unter die Würzpaste rühren.
Daran erkennst du es: Die Pulpe ist weich und der Auszug gleichmäßig sauer-aromatisch.
4 EL der rohen Paste in einen kleinen, sauberen Topf geben, abdecken und kalt stellen. Diese Portion darf nicht mit dem rohen Fleisch in Kontakt kommen und wird später separat zur Glasur gekocht.
Wichtig: Nur eine saubere, nicht mit rohem Fleisch in Kontakt gekommene Portion als Glasurbasis verwenden.
Die Silberhaut auf der Knochenseite des Racks vollständig abziehen. Das Rack rundum mit der übrigen Paste einreiben, in einen verschließbaren Behälter legen und 8–12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Daran erkennst du es: Das Rack ist rundum gleichmäßig mit Paste bedeckt.
Wichtig: Das marinierte Fleisch abgedeckt und durchgehend gekühlt halten.
Das Rack 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Einen Grill mit Deckel für indirekte Hitze auf 150–160 °C einregeln. Bei einem Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben, bei einem Gasgrill nur die äußeren Brenner einschalten.
Das Rack mit der Knochenseite nach unten über den indirekten Bereich legen. Den Deckel schließen und 90 Minuten garen. Danach das Rack drehen, ohne es auf die direkte Glut zu legen, und weitere 60–90 Minuten indirekt grillen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch beginnt deutlich weich zu werden, bleibt aber noch stabil am Rack.
Während das Rack grillt, die zurückbehaltene Paste mit 100 ml Wasser in einem kleinen Topf verrühren. Aufkochen und bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten einkochen, bis eine dicke, glänzende Glasur entsteht. Die Marinade, die mit dem rohen Fleisch in Kontakt war, nicht weiterverwenden.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist dick, glänzend und haftet am Löffel.
Wichtig: Rohe Marinade nicht in die fertige Glasur geben und nicht weiterverwenden.
Das Rack prüfen: Das Fleisch soll deutlich weich sein, sich beim Einstechen leicht nachgiebig anfühlen und eine Kerntemperatur von etwa 92–96 °C erreicht haben. Ist es noch fest, weitere 15–20 Minuten indirekt grillen und erneut prüfen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist deutlich weich und beim Einstechen leicht nachgiebig; die angegebene Kerntemperatur wird erreicht.
Wichtig: Das Fleisch erst weiterverarbeiten, wenn es vollständig durchgegart und deutlich weich ist.
Das weiche Rack rundum mit der gekochten Glasur bestreichen und noch 15 Minuten indirekt weitergrillen. Anschließend über direkter mittlerer Hitze jeweils 2–3 Minuten pro Seite grillen, bis die Glasur karamellisiert. Wegen des Zuckers aufmerksam bleiben, damit sie nicht verbrennt.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet, glänzt und ist karamellisiert, ohne schwarz zu werden.
Die Rippchen vom Grill nehmen und 10 Minuten locker ruhen lassen. Anschließend in einzelne Rippchen teilen und warm servieren.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist gesetzt und das Fleisch lässt sich sauber zwischen den Knochen teilen.
Gut zu wissen
Tamarindenpulpe wird mit heißem Wasser aufgeweicht und anschließend durch ein Sieb gedrückt. Tamarindenpaste aus dem Glas ist meist konzentrierter und sollte sparsam dosiert werden.
Taucu oder Tau Cheo liefert salzige Fermentationstiefe. Helle Misopaste kann ersatzweise verwendet werden, bringt aber ein milderes und weniger salziges Aroma.
Die dicke, süße Sojasauce prägt die dunkle, klebrige Glasur. Eine Mischung aus dunkler Sojasauce und zusätzlichem Palmzucker wird dünnflüssiger und weniger karamellig.
Für die Paste nur den hellen, zarten Teil der frischen Stängel verwenden. Getrocknetes Zitronengras ist deutlich schwächer und eignet sich nur eingeschränkt.
Meist konzentrierter und oft glatter; die Säure kann schneller dominieren.
Tamarindenpaste sparsam anstelle der Pulpe verwenden und den fertigen Tamarindenauszug auf eine ausgewogene Säure prüfen.
Milder und weniger salzig-fermentiert als Taucu oder Tau Cheo.
Die Paste in ähnlicher Menge einsetzen und die zusätzliche Salzmenge der Gesamtpaste vorsichtig prüfen.
Die Mischung wird dünnflüssiger und weniger karamellig als Kecap Manis.
Dunkle Sojasauce mit etwas zusätzlichem Palmzucker kombinieren und die Glasur länger einkochen, bis sie haftet.
Das Zitronengrasaroma wird deutlich schwächer und weniger frisch.
Nur als Notlösung verwenden und die Paste gründlich verarbeiten, damit keine harten Stücke zurückbleiben.
Vor dem Kontakt mit dem Fleisch 4 EL Paste in einen sauberen Topf geben und getrennt kalt stellen.
Nur die getrennt aufbewahrte Portion verwenden; die rohe Marinade entsorgen.
Das Rack zunächst indirekt glasieren und die direkte Hitze nur kurz zum Karamellisieren verwenden.
Verbrannte Glasur abkratzen und das Rack mit einer dünnen neuen Schicht der gekochten Glasur bestreichen.
Die Temperatur im Grill stabil halten und den Garzustand vor dem Glasieren prüfen.
Weitere 15–20 Minuten indirekt grillen und erneut prüfen.
Die Paste vollständig mischen und vor dem Marinieren nicht zusätzlich nachsalzen.
Die Glasur mit etwas Wasser verdünnen und erneut einkochen; keine weitere Sojabohnenpaste hinzufügen.
Eine mildere Version mit weniger Chili und vollständig entfernten Kernen.
Eine kräftigere Chili-Variante mit längerer, anhaltender Schärfe.
Eine zugänglichere Variante, wenn Taucu oder Tau Cheo nicht erhältlich ist.
Das Rack kann 8–12 Stunden im Kühlschrank mariniert werden. Die für die Glasur vorgesehene Paste separat und ohne Kontakt zum rohen Fleisch aufbewahren.
Häufig gefragt
Die Marinierzeit beträgt 8–12 Stunden im Kühlschrank. Das Rack sollte dabei rundum mit der Paste bedeckt und verschlossen aufbewahrt werden.
Die indirekte Hitze lässt das Rack langsam weich werden, ohne dass die zuckerhaltige Paste zu früh verbrennt. Die direkte Hitze kommt erst am Ende zum Karamellisieren der Glasur zum Einsatz.
Tamarindenpaste aus dem Glas ist eine mögliche Alternative. Sie ist oft konzentrierter und sollte deshalb sparsam dosiert werden.
Helle Misopaste ist eine brauchbare Alternative. Sie bringt jedoch weniger salzige Fermentationstiefe mit, weshalb die Gesamtwürzung vorsichtig angepasst werden sollte.
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