Santa-Maria-Top-Sirloin-Steak

USA · Santa-Maria-Barbecue

Zwei dicke Top-Sirloin-Steaks werden mit granuliertem Knoblauch, grobem Salz und schwarzem Pfeffer gewürzt, zunächst direkt kräftig angeröstet und anschließend in der indirekten Grillzone mit Rot-Eichenrauch medium-rare fertig gegart.

Zum Rezept
Santa-Maria-Top-Sirloin-Steak
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 40 Minuten
Gesamtzeit ca. 95 Minuten
Menge 2 Top-Sirloin-Steaks, etwa 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Gerichte aus intakten Einzel- und Portionsstücken
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen, Räuchern
Art der Rauchbehandlung Heißräuchern
Würzanwendung Trocken einreiben
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die direkte Hitze entwickelt eine kräftige braune Kruste, während die indirekte Zone das dicke Fleisch gleichmäßig bis zum gewünschten Gargrad bringt.
  • Rot-Eichenchips geben dem Rindfleisch eine charakteristische, würzige Rauchnote.
  • Die schlichte Würzung aus Knoblauch, Salz und Pfeffer lässt den kräftigen Eigengeschmack des Top Sirloin im Mittelpunkt stehen.
  • Die Ruhezeit hält die Steaks saftig und erleichtert das Schneiden quer zur Faser.

Santa-Maria-Barbecue gehört zur Central Coast Kaliforniens. Für diese Variante werden zwei dicke Top-Sirloin-Steaks mit Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt. Der Kugelgrill sorgt zunächst direkt für eine kräftige Kruste, bevor die Steaks in der indirekten Zone mit Rot-Eichenrauch schonend fertig garen.

Außen kräftig gebräunt und rauchig-würzig, innen zart und rosa mit saftigem Biss. Der granulierte Knoblauch und der grobe Pfeffer setzen herzhafte Akzente, während Rot-Eiche ein markantes, leicht würziges Raucharoma beisteuert.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Steaks grillen

  1. Steaks vorbereiten

    Tupfe die Steaks trocken. Schneide nur lose, harte Fettstücke ab und lasse die schmale Fettschicht am Rand stehen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trocken und lose harte Fettstücke sind entfernt.

  2. Würzen und temperieren

    Vermische granulierten Knoblauch, grobes Salz und grob gemahlenen schwarzen Pfeffer in einer kleinen Schüssel. Würze die Steaks rundum und drücke die Mischung leicht an. Lass das Fleisch 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Würzmischung haftet rundum an den Steaks.

    • Während die Steaks temperieren, kannst du den Grill vorbereiten.
  3. Grill für zwei Zonen vorbereiten

    Bereite den Kugelgrill für zwei Zonen vor: eine sehr heiße direkte Zone mit etwa 230–250 °C und eine indirekte Zone mit etwa 160–175 °C. Lass die eingeweichten Eichenchips gut abtropfen und gib die Hälfte auf die Glut. Schließe den Deckel, bis gleichmäßiger Rauch entsteht.

    10 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Der Grill ist in eine sehr heiße direkte und eine deutlich kühlere indirekte Zone aufgeteilt, und gleichmäßiger Rauch steigt auf.

    • Die Chips nicht nass auf die Glut geben, damit der Rauch gleichmäßig entsteht.
  4. Kruste direkt grillen

    Lege die Steaks über die direkte Hitze und grille sie jeweils 3–4 Minuten pro Seite, bis eine kräftige braune Kruste entsteht. Drehe sie nur einmal, damit die Oberfläche gut anröstet.

    8 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist auf beiden Seiten kräftig braun angeröstet.

    • Die Steaks erst wenden, wenn sich eine deutliche Kruste gebildet hat.
  5. Indirekt mit Rauch fertig garen

    Schiebe die Steaks in die indirekte Zone und schließe den Deckel. Gib die restlichen Eichenchips auf die Glut. Grille die Steaks dort weitere 15–25 Minuten und wende sie nach etwa 8–10 Minuten. Miss die Temperatur in der dicksten Stelle. Bei 52–54 °C sind sie innen rosa und medium-rare.

    20 Minuten 168 °C

    Daran erkennst du es: Bei 52–54 °C Kerntemperatur sind die Steaks innen rosa und medium-rare.

    • Die Temperatur in der dicksten Stelle messen und das Thermometer nicht an Knochen oder besonders fetten Randbereichen ansetzen.
  6. Steaks ruhen lassen

    Nimm die Steaks vom Grill, lege sie auf ein Brett und lasse sie locker mit Aluminiumfolie bedeckt 10 Minuten ruhen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist entspannt und der Fleischsaft tritt beim Anschneiden weniger stark aus.

    • Die Folie nur locker auflegen, damit die Kruste nicht vollständig weich wird.
  7. Schneiden und servieren

    Schneide jedes Steak quer zur Faser in etwa 1 cm dicke Scheiben und serviere es heiß, ohne zusätzliche Sauce.

    Daran erkennst du es: Die Scheiben sind quer zur Faser geschnitten und etwa 1 cm dick.

    • Suche vor dem Schneiden den Verlauf der Muskelfasern und setze das Messer senkrecht dazu an.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zwei Grillzonen nutzen: Die direkte Zone liefert die Kruste, die indirekte Zone gart das dicke Steak kontrollierter bis zur gewünschten Kerntemperatur. Beide Phasen gehören zum charakteristischen Ablauf dieser Zubereitung.
  • Eichenchips auf zwei Phasen verteilen: Die eingeweichten Rot-Eichenchips werden aufgeteilt: Eine Hälfte kommt vor dem direkten Anrösten auf die Glut, die restliche Hälfte beim indirekten Fertiggaren.
  • Richtig schneiden: Das Steak quer zur Faser in dünne Scheiben zu schneiden, macht die Bissstruktur angenehmer und unterstützt den zarten Eindruck.

Zutatenwissen

Rot-Eichenchips

Rot-Eichenchips prägen den Rauchgeschmack der Santa-Maria-Zubereitung. Sie werden vor der Verwendung mindestens 30 Minuten eingeweicht und anschließend gut abgetropft.

Dicke der Steaks

Die Steaks sollten etwa 4–5 cm dick sein. Bei deutlich dünneren Steaks verkürzt sich die indirekte Garzeit, sodass die Kerntemperatur häufiger kontrolliert werden sollte.

Sinnvolle Alternativen

geeignete Apfelholzchips

Der Rauch schmeckt milder und fruchtiger als mit Rot-Eiche.

Die Apfelholzchips ebenfalls mindestens 30 Minuten in Wasser einweichen, gut abtropfen lassen und wie die Rot-Eichenchips auf beide Grillphasen verteilen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Chips erzeugen ungleichmäßigen oder sehr schwachen Rauch.

Die Chips nach dem Einweichen gründlich abtropfen lassen, bevor sie auf die Glut kommen.

Deckel kurz öffnen, überschüssige Feuchtigkeit entweichen lassen und erst danach weitere gut abgetropfte Chips verwenden.

Die Kruste bleibt blass oder löst sich beim Wenden.

Die Steaks jeweils 3–4 Minuten pro Seite direkt grillen und möglichst nur einmal wenden.

Die zweite Seite länger direkt grillen, bis eine kräftige braune Kruste entstanden ist.

Das Steak wird stärker gegart als gewünscht.

Im indirekten Bereich nach etwa 15 Minuten beginnen zu messen und die Kerntemperatur in der dicksten Stelle prüfen.

Das Steak sofort vom Grill nehmen und vollständig ruhen lassen; nachträglich lässt sich ein zu hoher Gargrad nicht zurücksetzen.

Die Scheiben wirken zäher als erwartet.

Vor dem Schneiden den Faserverlauf prüfen und das Messer quer dazu führen.

Die bereits geschnittenen Scheiben in kleinere Stücke schneiden, soweit die Struktur dies zulässt.

Varianten

Milder Apfelholzrauch

Für eine mildere, fruchtigere Rauchnote werden die Rot-Eichenchips durch geeignete Apfelholzchips ersetzt.

Servieren und kombinieren

  • Heiß und pur servieren: Die Steaks quer zur Faser in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und heiß ohne zusätzliche Sauce servieren, damit Kruste, Rindfleisch und Rot-Eichenrauch im Mittelpunkt bleiben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wo bekomme ich Rot-Eichenchips?

Rot-Eichenchips findest du im Grillfachhandel, in gut sortierten Baumärkten mit Grillabteilung oder bei spezialisierten Onlinehändlern.

Kann ich Rot-Eichenchips ersetzen?

Ja. Geeignete Apfelholzchips ergeben eine mildere und fruchtigere Rauchnote. Sie werden ebenfalls mindestens 30 Minuten eingeweicht, abgetropft und auf die beiden Grillphasen verteilt.

Woran erkenne ich medium-rare?

Miss die Temperatur in der dicksten Stelle. Bei 52–54 °C sind die Steaks innen rosa und medium-rare.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar