Chinchulines-Spieße

Uruguayische Achura-Spieße

Gereinigte Rinder-Chinchulines werden mit Knoblauch, Zitronenschale, Ají und Pfeffer mariniert, auf Metallspieße gefädelt und über direkter Glut knusprig gegrillt.

Zum Rezept
Chinchulines-Spieße aus Uruguay
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 8 Stunden
Gesamtzeit ca. 9 Stunden
Menge etwa 6 Chinchulines-Spieße
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren, Während des Garens bestreichen oder begießen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Marinierzeit gibt den Chinchulines Zeit, Knoblauch, Zitronenschale, Ají und Pfeffer aufzunehmen.
  • Das Auffädeln auf Metallspieße hält die kurzen Stücke zusammen und erleichtert das regelmäßige Wenden.
  • Starke direkte Glut sorgt für eine kräftige Bräunung und eine besonders knusprige Oberfläche.
  • Frischer Zitronensaft gleicht die herzhafte, intensive Würze unmittelbar vor dem Servieren aus.

Chinchulines-Spieße bringen eine kräftige uruguayische Parrilla-Note auf den Grill. Die gereinigten Rinder-Dünndärme werden in kurze Stücke geteilt, mariniert, aufgespießt und über starker direkter Glut gegart. Zitronensaft zum Servieren setzt einen frischen Kontrast zur tief gebräunten, knusprigen Oberfläche.

Außen tief gebräunt und knusprig, innen vollständig durchgegart mit kräftigem, herzhaftem Geschmack. Knoblauch, Zitronenschale, Ají und schwarzer Pfeffer sorgen für Wärme und Würze, während frischer Zitronensaft einen hellen, säuerlichen Abschluss gibt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Chinchulines vorbereiten

    Die küchenfertig gereinigten Chinchulines trocken tupfen. Sichtbares überschüssiges Fett entfernen und die Stücke mit dem Küchenmesser in etwa 10 cm lange Abschnitte schneiden.

    • Die Stücke möglichst ähnlich groß schneiden, damit sie gleichmäßig garen.

    Wichtig: Nach dem Kontakt mit rohen Chinchulines Hände, Schneidebrett und Messer gründlich reinigen.

  2. Marinieren

    Olivenöl, Knoblauch, Zitronenabrieb, Chiliflocken und Pfeffer in einer Schüssel verrühren. Etwa 2 Esslöffel der Marinade zum späteren Bestreichen beiseitestellen. Die Chinchulines mit der übrigen Marinade vermengen, abdecken und 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

    8 Stunden
    • Die zurückbehaltene Marinade darf nicht mit rohen Chinchulines in Kontakt kommen.

    Wichtig: Die Marinade zum späteren Bestreichen von Anfang an getrennt aufbewahren und abdecken.

  3. Grill vorbereiten

    Den Grill für starke direkte Glut vorbereiten. Die Glut soll kräftig sein, aber keine offenen Flammen mehr zeigen. Den Grillrost gründlich reinigen und leicht ölen.

    • Erst grillen, wenn die offenen Flammen erloschen sind und eine gleichmäßige Glut bereitsteht.

    Wichtig: Den Grill auf einer sicheren, hitzebeständigen Fläche betreiben und offene Flammen vermeiden.

  4. Aufspießen und salzen

    Die marinierten Chinchulines längs auf die Metallspieße fädeln, sodass sie sicher sitzen und nicht lose herunterhängen. Erst unmittelbar vor dem Grillen mit dem groben Salz würzen.

    • Die Stücke eng genug auffädeln, damit sie beim Wenden nicht verrutschen.

    Wichtig: Metallspieße werden auf dem Grill sehr heiß; zum Wenden eine Grillzange verwenden.

  5. Über direkter Glut grillen

    Die Spieße über der direkten Glut auflegen. Insgesamt 30 bis 35 Minuten grillen, dabei alle 5 bis 6 Minuten wenden und mit der zurückbehaltenen, nicht mit rohen Chinchulines in Kontakt gekommenen Marinade bestreichen.

    35 Minuten

    Daran erkennst du es: Rundum tief gebräunt und knusprig

    • Während des Grillens alle 5 bis 6 Minuten wenden, damit die Stücke gleichmäßig bräunen.
    • Bei aufflackernden Flammen die Spieße kurz aus der direkten Hitze nehmen und erst bei stabiler Glut zurücklegen.

    Wichtig: Zum Bestreichen ausschließlich die zurückbehaltene, nicht mit rohen Chinchulines in Kontakt gekommene Marinade verwenden.

  6. Garzustand prüfen

    Die Chinchulines sind fertig, wenn sie rundum tief gebräunt und knusprig sind und auch im dicksten Abschnitt vollständig durchgegart erscheinen. Wenn du mit einem Thermometer misst, sollte die dickste Stelle mindestens 70 °C erreichen.

    70 °C

    Daran erkennst du es: Tief gebräunt, knusprig und im dicksten Abschnitt vollständig durchgegart

    • Die Temperatur an der dicksten Stelle messen, ohne dabei den Knochen oder den Metallspieß zu berühren.

    Wichtig: Nicht servieren, solange der dickste Abschnitt nicht vollständig durchgegart ist.

  7. Servieren

    Die Spieße sofort vom Grill nehmen und mit dem Saft der halben Zitrone servieren.

    • Heiß servieren, damit die knusprige Oberfläche erhalten bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Marinade getrennt zurückbehalten: Die zum Bestreichen vorgesehene Marinade muss vor dem Kontakt mit den rohen Chinchulines abgenommen und getrennt aufbewahrt werden.
  • Erst kurz vor dem Grillen salzen: Das grobe Salz wird erst unmittelbar vor dem Auflegen auf den Grill verwendet.
  • Mit kräftiger Glut statt offenen Flammen grillen: Die Glut soll stark sein, aber keine offenen Flammen mehr zeigen. So bräunen die Chinchulines gleichmäßiger und verbrennen außen nicht zu schnell.

Zutatenwissen

Bezugsquelle für Chinchulines

Gereinigter Rinder-Dünndarm ist beim Schlachter oder in gut sortierten Fleischereien erhältlich, häufig auf Vorbestellung.

Zitrone für Würze und Frische

Die unbehandelte Zitronenschale aromatisiert die Marinade, während der frische Saft erst beim Servieren für einen säuerlichen Kontrast sorgt.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Oberfläche verbrennt, bevor die Chinchulines durchgegart sind.

Den Grill erst verwenden, wenn keine offenen Flammen mehr sichtbar sind, und die Spieße regelmäßig wenden.

Die Spieße vorübergehend aus der direkten Hitze nehmen und bei stabiler Glut fertig grillen.

Zum Bestreichen wird Marinade verwendet, die mit rohen Chinchulines in Kontakt war.

Etwa 2 Esslöffel vor dem Vermengen mit den Chinchulines abnehmen und getrennt aufbewahren.

Die Chinchulines verrutschen beim Wenden oder hängen vom Spieß.

Die Stücke sicher längs auf die Metallspieße fädeln und lose Enden vermeiden.

Die Chinchulines sind außen gebräunt, im dicksten Abschnitt aber noch nicht vollständig durchgegart.

Die dickste Stelle prüfen und bei Bedarf länger grillen, bis sie vollständig durchgegart ist.

Die Spieße bei stabiler Glut weitergrillen und erneut an der dicksten Stelle prüfen.

Servieren und kombinieren

  • Mit frischem Zitronensaft: Die heißen Chinchulines-Spieße direkt vor dem Servieren mit dem Saft der halben Zitrone beträufeln.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Chinchulines können nach dem Vermengen mit der Marinade abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Die zurückbehaltene Marinade getrennt aufbewahren.

Lebensmittelsicherheit

  • Hygiene bei rohen Chinchulines: Rohe Chinchulines getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln behandeln. Hände, Arbeitsfläche, Schneidebrett und Küchenutensilien nach dem Vorbereiten gründlich reinigen.
  • Vollständiges Durchgaren: Die Chinchulines vollständig durchgaren und erst servieren, wenn sie auch im dicksten Abschnitt vollständig durchgegart erscheinen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was sind Chinchulines?

Chinchulines sind gereinigte Rinder-Dünndärme, die in der uruguayischen Parrilla-Küche zu den Achuras, also den gegrillten Innereien, zählen.

Wie lange sollten die Chinchulines marinieren?

Die Chinchulines sollten abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren.

Woran erkenne ich, dass die Chinchulines fertig sind?

Sie sind fertig, wenn sie rundum tief gebräunt und knusprig sind und auch im dicksten Abschnitt vollständig durchgegart erscheinen. Bei einer Messung sollte die dickste Stelle mindestens 70 °C erreichen.

Wo bekomme ich gereinigte Chinchulines?

Gereinigter Rinder-Dünndarm ist beim Schlachter oder in gut sortierten Fleischereien erhältlich, häufig auf Vorbestellung.

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