Roti Pa'yai vom Holzkohlegrill

Grillbrot aus Südthailand

Weiches, dünn gezogenes Roti mit Ei, Zucker und neutralem Öl, das auf einer heißen Gusseisenplatte über direkter Holzkohle gebacken wird.

Zum Rezept
Roti Pa'yai vom Holzkohlegrill
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 12 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 105 Minuten
Menge Fladen
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Eier, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Garen auf heißer Platte, Grillen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Servierrolle Als Beilage vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die heiße Platte trägt den dünnen Teig zuverlässig und verhindert, dass er durch den Grillrost fällt.
  • Das Dünnziehen auf 2 bis 3 mm sorgt für eine elastische Mitte und gebräunte Stellen an der Oberfläche.
  • Das Backen ohne zusätzliches Öl bewahrt den typischen Charakter eines auf der Platte gegarten Roti und lässt das Holzkohlearoma hervortreten.

Roti Pa'yai ist eine in der thailändischen Provinz Yala belegte gegrillte Roti-Variante. Der weich geknetete Teig wird dünn gezogen und auf einer heißen Platte über Holzkohle gebacken, nicht in Öl ausgebacken. So bekommt das Fladenbrot eine leicht rauchige Oberfläche, bleibt innen elastisch und passt pur ebenso wie zu einem würzigen Curry. Die Grillplatte sorgt dafür, dass der dünne Teig sicher bäckt und nicht durch den Rost fällt.

Außen zeigt das Roti gebräunte Stellen und eine leicht rauchige Oberfläche, während es innen weich und elastisch bleibt. Warm serviert ist es zart, dezent süß und aromatisch genug, um ein würziges Curry zu begleiten.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig mischen

    Mehl, Salz und Zucker in der großen Schüssel vermischen. Ei, lauwarmes Wasser und 25 ml Öl verrühren, zur Mehlmischung geben und alles zu einem weichen Teig verkneten.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist weich und gleichmäßig vermischt.

  2. Kneten und erste Ruhe

    Den Teig 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist. Die Schüssel abdecken und den Teig 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    40 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und nach der Ruhe entspannter.

    • Die Ruhezeit erleichtert das spätere Dünnziehen des Teigs.
  3. Teigkugeln formen

    Den Teig in sechs möglichst gleich große Stücke von jeweils etwa 140 g teilen. Jedes Stück rund wirken, mit etwas von den übrigen 15 ml Öl bestreichen und mit Abstand in die geölte Form legen. Abdecken und weitere 30 Minuten ruhen lassen.

    35 Minuten

    Daran erkennst du es: Die sechs Teigkugeln sind glatt, geölt und haben genügend Abstand zueinander.

    • Die Teigkugeln bis zum Dünnziehen abgedeckt halten, damit ihre Oberfläche nicht austrocknet.
  4. Grillplatte aufheizen

    Einen Holzkohlegrill für direkte Hitze vorbereiten. Die massive Gusseisenplatte oder Grillplancha auf den Rost legen und über der Glut auf etwa 220 bis 240 °C aufheizen. Die Platte muss vollständig heiß sein; auf einem offenen Rost würde der dünne Teig durchfallen.

    20 Minuten 230 °C

    Daran erkennst du es: Die Platte ist vollständig und gleichmäßig aufgeheizt.

    • Die Platte erst verwenden, wenn sie gleichmäßig heiß ist.

    Wichtig: Die Grillplatte und der Grillrost sind sehr heiß; beim Auflegen und Verschieben nur geeignete Grillhandschuhe oder Grillwerkzeuge verwenden.

  5. Teig dünn ziehen

    Eine Teigkugel mit geölten Händen vorsichtig auf etwa 18 bis 20 cm Durchmesser und 2 bis 3 mm Stärke ziehen. Nicht mit dem Nudelholz ausrollen, wenn der Teig dadurch stark zusammenzieht. Die übrigen Kugeln bis zur Verarbeitung abgedeckt lassen.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig dünn gezogen und bleibt elastisch.

    • Mit sanftem Druck arbeiten, damit der Teig nicht reißt.
  6. Roti auf der Platte backen

    Den ausgedünnten Teig ohne zusätzliches Öl auf die heiße Platte legen. Etwa 90 Sekunden grillen, bis sich Blasen bilden und die Unterseite gebräunte Stellen zeigt. Wenden und weitere 60 bis 90 Sekunden backen. Wird die Oberfläche zu schnell dunkel, den Fladen an den Rand der Platte oder in den indirekten Bereich schieben. Mit den übrigen Teigkugeln wiederholen.

    3 Minuten 230 °C

    Daran erkennst du es: Blasen haben sich gebildet, beide Seiten zeigen gebräunte Stellen und der Fladen ist durchgegart.

    • Pro Fladen insgesamt etwa 2½ bis 3 Minuten einplanen.
    • Bei zu schneller Bräunung die Hitze am Plattenrand oder im indirekten Bereich nutzen.

    Wichtig: Beim Wenden auf ausreichenden Abstand zu Glut und heißer Platte achten.

  7. Stapeln und servieren

    Den fertigen Fladen kurz auf einem sauberen Tuch stapeln und abdecken, damit er weich bleibt. Mit den übrigen Fladen ebenso verfahren. Roti Pa'yai warm und pur oder zu einem würzigen Curry servieren.

    Daran erkennst du es: Die Fladen bleiben weich und werden warm serviert.

    • Die Fladen erst kurz vor dem Servieren aus der Abdeckung nehmen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Die Platte ist entscheidend: Der dünne, gezogene Teig wird auf der heißen Platte sicher gegart. Auf einem offenen Rost würde er durchfallen.
  • Teig abgedeckt halten: Die Teigkugeln und die fertigen Fladen während der jeweiligen Ruhe- beziehungsweise Warmhaltezeit abdecken, damit die Oberfläche nicht austrocknet und die Fladen weich bleiben.
  • Nicht mit dem Nudelholz ausrollen: Wenn der Teig beim Ausrollen stark zusammenzieht, die Teigkugel stattdessen vorsichtig mit geölten Händen dünn ziehen.

Zutatenwissen

Weizenmehl Type 550

Das Mehl bildet die elastische Teigstruktur, die für das dünne Ziehen des Roti benötigt wird.

Öl getrennt verwenden

25 ml Öl kommen in den Teig. Die übrigen 15 ml werden zum Bestreichen der Teigkugeln und zum Ölen der Form verwendet.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der dünne Teig fällt durch den Grillrost.

Den Grill mit direkter Hitze vorbereiten und die massive Platte vollständig aufheizen.

Den Teig vorsichtig aufnehmen und auf die heiße Platte legen, sofern er noch nicht durch den Rost gefallen ist.

Der Fladen bleibt blass, klebt oder trocknet aus, bevor er bräunt.

Die Platte über der Glut auf etwa 220 bis 240 °C aufheizen, bevor der erste Fladen daraufkommt.

Die Platte weiter aufheizen und den nächsten Fladen erst danach backen.

Der Teig lässt sich nicht gleichmäßig dünn ziehen.

Die Teigkugeln ruhen lassen und den Teig vorsichtig mit geölten Händen ziehen.

Die Teigkugel kurz abgedeckt ruhen lassen und anschließend erneut sanft auseinanderziehen.

Die Oberfläche wird dunkel, bevor der Fladen gleichmäßig durchgegart ist.

Die Platte vollständig aufheizen, aber die Bräunung während des Backens beobachten.

Den Fladen an den Plattenrand oder in den indirekten Bereich schieben und dort fertig backen.

Servieren und kombinieren

  • Warm und pur: Die Fladen direkt nach dem Stapeln und kurzen Abdecken warm servieren.
  • Zu einem würzigen Curry: Roti Pa'yai als weiches Fladenbrot zu einem würzigen Curry reichen.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Weizenmehl ist eine glutenhaltige Getreidezutat.
  • Ei: enthält

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Roti Pa'yai direkt auf dem Grillrost backen?

Nein. Der dünne Teig würde durch den Rost fallen. Verwende eine massive Gusseisenplatte oder Grillplancha und heize sie über direkter Holzkohlehitze vollständig auf.

Warum soll der Teig nicht mit dem Nudelholz ausgerollt werden?

Wenn der Teig dadurch stark zusammenzieht, lässt er sich nicht gleichmäßig dünn ausformen. Ziehe ihn stattdessen vorsichtig mit geölten Händen auf etwa 18 bis 20 cm Durchmesser.

Wird das Roti auf der Platte in Öl gebacken?

Nein. Das Roti kommt ohne zusätzliches Öl auf die heiße Platte. Das Öl wird für den Teig, zum Bestreichen der Teigkugeln und zum Ölen der Form verwendet.

Aus unserer Küche

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