Panela einkaufen
Panela ist unraffinierter Vollrohrzucker. Du findest ihn in lateinamerikanischen Lebensmittelläden, gut sortierten Supermärkten oder online.
Kolumbianische Grillfassung
Zusammenhängendes Schweinerippchen-Rack wird trocken gewürzt, langsam über indirekter Grillhitze gegart und zum Schluss mit einer süß-herzhaften Panela-Hogao-Glasur karamellisiert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Grillfassung verbindet eine süß-herzhafte Panela-Glasur mit Hogao, der kolumbianischen Mischung aus Tomate, Zwiebel und Knoblauch. Das Rack gart zunächst langsam über indirekter Hitze, bevor die Glasur über der direkten Zone haftend karamellisiert. So bleibt das Fleisch saftig und erhält eine glänzende, rauchig gegrillte Oberfläche.
Zartes, saftiges Schweinefleisch mit leicht zurückweichenden Knochen, einer glänzenden und klebrig karamellisierten Panela-Schicht sowie fruchtig-würzigem Hogao. Die Glasur schmeckt süß-herzhaft, limettig und rauchig geröstet.
Schritt für Schritt
Die Silberhaut auf der Knochenseite mit einem kleinen Messer an einer Ecke lösen und mit Küchenpapier abziehen. Das Rack trocken tupfen. Salz, Kreuzkümmel und schwarzen Pfeffer in einer kleinen Schüssel mischen und die Rippchen von allen Seiten gründlich damit einreiben. Abgedeckt mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Das Rack ist vollständig gewürzt und bleibt während der Ruhezeit abgedeckt und gekühlt.
Wichtig: Das rohe Rack während der gesamten Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Den Grill für zwei Zonen vorbereiten und auf 135–145 °C mit geschlossenem Deckel einregeln. Beim Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben, beim Gasgrill nur die Brenner unter der direkten Zone einschalten.
Daran erkennst du es: Der Grill hält stabil 135–145 °C und eine indirekte Zone ist vorhanden.
Wichtig: Beim Öffnen des Deckels auf austretende Hitze und Flammen achten.
Für das Hogao-Glasur-Gemisch eine kleine gusseiserne Pfanne über die direkte Grillzone stellen. Das Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch 3–4 Minuten weich werden lassen. Tomaten einrühren und 8–10 Minuten einkochen, bis sie zerfallen. Panela, Limettensaft und Wasser zugeben und weitere 4–5 Minuten rühren, bis eine dicke, streichfähige Glasur entsteht. Die Pfanne vom Grill nehmen und die Glasur etwas abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Tomaten sind zerfallen und die Glasur ist dick sowie streichfähig.
Wichtig: Die gusseiserne Pfanne und der Pfannengriff bleiben sehr heiß; beim Abnehmen Grillhandschuhe verwenden.
Das Rack mit der Knochenseite nach unten über die indirekte Zone legen. Den Deckel schließen und die Rippchen 2 Stunden 30 Minuten bis 3 Stunden bei 135–145 °C grillen. Nach etwa 90 Minuten die Position einmal drehen, wenn der Grill ungleichmäßig heizt. Die Rippchen nicht ständig wenden.
Daran erkennst du es: Das Rack biegt sich beim Anheben leicht durch und die Knochen werden an den Enden etwas sichtbar.
Wichtig: Das Rack nur mit stabiler Grillzange bewegen und den Deckel möglichst selten öffnen.
Wenn sich das Rack beim Anheben leicht durchbiegt und die Knochen an den Enden etwas sichtbar werden, die Oberseite mit einem Drittel der Panela-Hogao-Glasur bestreichen. Den Deckel schließen und 10 Minuten weitergrillen. Noch zweimal im Abstand von 10 Minuten glasieren, damit eine haftende, karamellisierte Schicht entsteht. Wenn Glasur zum Servieren zurückbehalten werden soll, vor dem ersten Bestreichen einen Teil beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet sichtbar am Rack und bildet eine glänzende Schicht.
Wichtig: Den Pinsel nicht mit rohem Fleischsaft in Kontakt bringen; für rohe und gegarte Bereiche getrennte Utensilien verwenden oder den Pinsel dazwischen gründlich reinigen.
Für die Schlussröstung das Rack vorsichtig über die direkte Zone legen. Jede Seite 2–3 Minuten grillen und dabei aufmerksam bleiben, weil die Panela schnell dunkel wird. Sobald die Glasur glänzt und an den Rändern leicht karamellisiert ist, die Rippchen wieder in die indirekte Zone legen oder vom Grill nehmen.
Daran erkennst du es: Die Glasur glänzt und ist an den Rändern leicht karamellisiert, aber nicht verbrannt.
Wichtig: Zuckerhaltige Glasur kann über direkter Hitze sehr schnell verbrennen; bei starker Flammenbildung das Rack sofort in die indirekte Zone ziehen.
Das Rack 10 Minuten locker ruhen lassen. Anschließend zwischen den Knochen in einzelne Rippchen teilen und mit der zurückbehaltenen Glasur servieren, sofern Glasur dafür beiseitegestellt wurde.
Daran erkennst du es: Das Rack ist nach der Ruhezeit stabil genug, um sauber zwischen den Knochen geteilt zu werden.
Wichtig: Vor dem Servieren auf eine saubere Platte und ein sauberes Schneidebrett umsetzen.
Gut zu wissen
Panela ist unraffinierter Vollrohrzucker. Du findest ihn in lateinamerikanischen Lebensmittelläden, gut sortierten Supermärkten oder online.
Dunkler brauner Zucker ist ein möglicher Ersatz, schmeckt aber etwas weniger malzig und komplex.
Ein zusammenhängendes Rack lässt sich zunächst indirekt garen, anschließend als Ganzes ruhen lassen und erst zum Servieren zwischen den Knochen teilen.
Die Glasur wird süß und karamellisiert, schmeckt aber etwas weniger malzig und komplex.
Panela im gleichen Gewicht durch dunklen braunen Zucker ersetzen und wie beschrieben in die Glasur einrühren.
Die Fleischigkeit und Garzeit können sich je nach Zuschnitt verändern.
Einen ähnlich schweren zusammenhängenden Rippenzuschnitt verwenden und die Garzeit nach dem beschriebenen Biege- und Knochenmerkmal beurteilen.
Die Glasur zunächst indirekt in dünnen Schichten auftragen und die direkte Schlussröstung aufmerksam überwachen.
Verbrannte Oberflächen vorsichtig abkratzen und das Rack kurz in der indirekten Zone weiterführen; stark bitter gewordene Glasur nicht weiterverwenden.
135–145 °C stabil halten, den Deckel möglichst geschlossen lassen und auf das leichte Durchbiegen des Racks sowie sichtbare Knochenenden achten.
Das Rack wieder in die indirekte Zone legen und bei stabiler Temperatur weitergaren, bevor erneut glasiert wird.
Die Position nach etwa 90 Minuten einmal anpassen, wenn die Hitzeverteilung ungleichmäßig ist.
Die weniger gegarte Seite weiter zur heißeren Zone ausrichten und die Glasur erst nach dem Angleichen auftragen.
Das Hogao-Panela-Gemisch bis zur dicken, streichfähigen Konsistenz einkochen und mehrere dünne Schichten verwenden.
Die Glasur in der Pfanne weiter einkochen und anschließend erneut dünn auftragen.
Eine zugänglichere Variante ohne Panela mit dunklem braunem Zucker.
Die vorhandene Grillmethode wird stärker auf die indirekte Grillphase und die abschließende direkte Röstung ausgerichtet, ohne eine zusätzliche Räucherphase zu behaupten.
Das Rack kann nach dem Würzen abgedeckt mindestens 4 Stunden und besser über Nacht, höchstens etwa 12 Stunden, im Kühlschrank ruhen. Die Glasur kann währenddessen oder kurz vor dem Grillen zubereitet werden.
Nicht beschrieben; durch Glasur und gegarte Fleischstruktur kann die Qualität beim Einfrieren leiden.
Häufig gefragt
Panela ist unraffinierter Vollrohrzucker mit einer malzig-komplexen Süße. Für dieses Rezept wird er fein gerieben und in die Hogao-Glasur eingerührt.
Ja. Beim Gasgrill nur die Brenner unter der direkten Zone einschalten und das Rack auf der gegenüberliegenden indirekten Zone mit geschlossenem Deckel garen.
Das Rack biegt sich beim Anheben leicht durch und die Knochen werden an den Enden etwas sichtbar. Danach kann die Glasur schichtweise aufgetragen werden.
Panela enthält Zucker und kann über direkter Hitze schnell dunkel werden. Das Rack deshalb nur kurz auf jeder Seite grillen und sofort umsetzen, sobald die Glasur glänzt und leicht karamellisiert ist.
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