Keulengröße beachten
Die angegebene Grillzeit bezieht sich auf Keulen von etwa 350 bis 450 g. Bei deutlich größeren Stücken die Kerntemperatur prüfen und die indirekte Garzeit entsprechend verlängern.
Deutsche Grillvariante
Saftige Gänsekeulen werden zunächst indirekt gegart und anschließend direkt knusprig gegrillt. Dazu gibt es separat geschmorten Rotkohl mit Rotwein, Essig und winterlichen Gewürzen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gänsekeulen mit Rotkohl gehören zu den festlichen Kombinationen der deutschen Küche. Für den Grill werden die Keulen nicht vorgekocht, sondern zuerst bei indirekter Hitze gegart und zum Schluss direkt knusprig gegrillt. Der Rotkohl schmort währenddessen separat und bringt eine säuerlich-würzige Ergänzung zum kräftigen Geflügel.
Die Gänsekeulen sind außen goldbraun und knusprig, innen saftig und kräftig im Geschmack. Der Rotkohl ist weich, aber noch leicht bissfest, mit fruchtiger Säure, dezenter Süße und warmen Gewürznoten.
Schritt für Schritt
Die Gänsekeulen nicht waschen, sondern mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Die Haut mit einem scharfen Messer vorsichtig rautenförmig einschneiden, ohne tief in das Fleisch zu schneiden. Salz, Pfeffer, Majoran und Kümmel in einer Schüssel vermischen und die Keulen rundum damit einreiben. Abgedeckt mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen.
Wichtig: Rohes Geflügel nicht abwaschen und nach dem Würzen abgedeckt im Kühlschrank lagern.
Den Grill für indirekte Hitze auf etwa 170 °C vorheizen. Bei einem Holzkohlegrill die Glut an zwei Seiten verteilen und in der Mitte eine hitzefeste Tropfschale platzieren. Beim Gasgrill nur die äußeren Brenner einschalten. Zwiebel, Möhren, Geflügelbrühe, Lorbeer und Wacholder in die Tropfschale geben.
Wichtig: Die Tropfschale muss hitzefest sein und darf während des Grillens nicht trockenlaufen.
Die Gänsekeulen mit der Hautseite nach oben auf den Rost über der Tropfschale legen. Den Deckel schließen und die Keulen etwa 90 bis 110 Minuten indirekt grillen. Nach etwa 60 Minuten die Flüssigkeit in der Tropfschale prüfen und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen, damit nichts trockenläuft. Die Keulen sind bereit für die Schlussphase, wenn die dickste Stelle mindestens 75 °C Kerntemperatur erreicht.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht mindestens 75 °C Kerntemperatur.
Wichtig: Geflügel erst in die Schlussphase geben, wenn die dickste Stelle mindestens 75 °C erreicht hat.
Für die knusprige Haut die Gänsekeulen zum Schluss über direkte Hitze legen und bei etwa 220 bis 240 °C rund 5 bis 8 Minuten grillen. Dabei aufmerksam bleiben, weil austretendes Gänsefett Flammen verursachen kann. Die Keulen gegebenenfalls mehrfach wenden oder kurz zurück in den indirekten Bereich legen, bis die Haut gleichmäßig goldbraun und knusprig ist.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gleichmäßig goldbraun und knusprig.
Wichtig: Austretendes Gänsefett kann Flammen verursachen; bei Aufflammen die direkte Hitze sofort verlassen.
Während die Gänsekeulen grillen, den Rotkohl vierteln, den Strunk entfernen und den Kohl fein schneiden. Das Gänseschmalz oder Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Rotkohl, Essig, Rotwein, Zucker, Nelken, Salz und Pfeffer zugeben und alles gründlich vermischen.
Den Rotkohl einmal aufkochen, dann zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 40 bis 45 Minuten schmoren. Zwischendurch umrühren. Der Kohl soll weich sein, aber noch etwas Biss behalten. Vor dem Servieren die Nelken entfernen und den Rotkohl abschmecken.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, behält aber noch etwas Biss.
Die Gänsekeulen vom Grill nehmen und 10 Minuten locker ruhen lassen. Anschließend mit dem warmen Rotkohl servieren. Die Flüssigkeit aus der Tropfschale kann durch ein Sieb gegossen und nach Bedarf als kräftiger Bratensaft dazu gereicht werden.
Daran erkennst du es: Die Keulen sind warm, die Haut bleibt knusprig und der Bratensaft ist klar abgegossen.
Gut zu wissen
Die angegebene Grillzeit bezieht sich auf Keulen von etwa 350 bis 450 g. Bei deutlich größeren Stücken die Kerntemperatur prüfen und die indirekte Garzeit entsprechend verlängern.
Der Rotkohl soll weich werden, aber nicht vollständig zerfallen. Zwischendurch umrühren und gegen Ende die Konsistenz prüfen.
Gänseschmalz verstärkt den kräftigen Geschmack der Keulen. Neutrales Öl hält den Rotkohl geschmacklich etwas leichter.
Lorbeer und leicht angedrückte Wacholderbeeren aromatisieren die Flüssigkeit in der Tropfschale und bilden die Grundlage für den Bratensaft.
Nur die Haut und die darunterliegende Fettschicht vorsichtig rautenförmig einschneiden.
Die Keulen bei indirekter Hitze weitergaren und die direkte Schlussphase besonders aufmerksam begleiten.
Nach etwa 60 Minuten prüfen und bei Bedarf Wasser nachgießen.
Die Keulen vorübergehend in den indirekten Bereich verschieben und die Tropfschale vorsichtig auffüllen.
Die Keulen während der Schlussphase beobachten und bei Flammen sofort in den indirekten Bereich legen.
Die Keulen bei indirekter Hitze fertigstellen und die direkte Hitze nur kurz erneut einsetzen.
Bei niedriger Hitze schmoren und gegen Ende regelmäßig die Konsistenz prüfen.
Den Topf ohne Deckel kurz weitergaren, damit überschüssige Flüssigkeit reduziert wird.
Die gewürzten Gänsekeulen können bis zu 12 Stunden vor dem Grillen abgedeckt im Kühlschrank ruhen. Vor dem Grillen die Haut nochmals trocken tupfen, falls sich Feuchtigkeit gesammelt hat.
Häufig gefragt
Die indirekte Hitze gart die Keulen gleichmäßig und langsam. Erst am Ende werden sie direkt gegrillt, damit die Haut knusprig wird.
Die dickste Stelle sollte mindestens 75 °C Kerntemperatur erreicht haben, bevor die Keulen in die direkte Schlussphase kommen.
Ja. Der Rotkohl lässt sich während der langen indirekten Grillphase schneiden, anschwitzen und etwa 40 bis 45 Minuten schmoren.
Die Keulen sofort in den indirekten Bereich legen und erst weiterknusprig grillen, wenn die Flammen abgeklungen sind.
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