Bärlauch frisch auswählen
Frischer, kräftig grüner Bärlauch liefert das intensivste Aroma für das Öl. Er ist vor allem im Frühjahr auf Wochenmärkten, in gut sortierten Gemüseabteilungen und bei regionalen Kräuterhändlern erhältlich.
Oberfränkische Fischküche
Saiblingsfilets werden zuerst direkt auf der Hautseite gegrillt und anschließend in der indirekten Zone schonend fertig gegart. Bärlauchöl, Zitronenabrieb und Zitronensaft sorgen für ein frisches, würziges Aroma.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gegrilltes Saiblingsfilet mit Bärlauch bringt einen Fisch aus der oberfränkischen Teichlandschaft auf den Rost. Die Filets garen zunächst auf der Hautseite über direkter Hitze und werden anschließend indirekt fertig gegrillt. So bleibt das Fleisch saftig, während die Haut eine feine Röstnote entwickelt. Bärlauch und Zitrone setzen einen frischen, würzigen Akzent.
Saftiges, vollständig opakes Fischfleisch trifft auf gebräunte, möglichst knusprige Haut. Dazu kommen das frische, leicht knoblauchartige Aroma des Bärlauchs, die spritzige Säure der Zitrone und eine feine Pfeffernote.
Schritt für Schritt
Den Grill für zwei Temperaturzonen vorbereiten. Beim Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben, beim Gasgrill nur einen Teil der Brenner einschalten. Die direkte Zone auf etwa 220 °C bringen und die indirekte Zone auf etwa 180 °C einregeln. Den Rost gründlich mit der Grillbürste reinigen und mit dem neutralen Öl einpinseln.
Wichtig: Beim Arbeiten am heißen Grill auf ausreichenden Abstand zu Glut, Flammen und heißen Rostteilen achten.
Bärlauch waschen, sehr gut trocken tupfen und fein hacken. Die Zitronenschale fein abreiben, die Zitrone halbieren und eine Hälfte auspressen. Bärlauch, 45 ml Rapsöl, Zitronenabrieb und 1 Esslöffel Zitronensaft verrühren. Mit 1 g Salz würzen und ein Drittel des Bärlauchöls zum späteren Servieren beiseitestellen.
Die Saiblingsfilets auf Gräten kontrollieren und verbliebene Gräten mit einer sauberen Pinzette entfernen. Die Filets mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Hautseite leicht mit dem restlichen Rapsöl bestreichen, die Fleischseite mit dem übrigen Salz und dem Pfeffer würzen. Etwa die Hälfte des Bärlauchöls auf der Fleischseite verteilen und die Filets 15 Minuten gekühlt ziehen lassen.
Wichtig: Rohe Fischfilets und verwendete Arbeitsflächen hygienisch behandeln und den Fisch bis zum Grillen gekühlt halten.
Die Filets mit der Hautseite nach unten über die direkte Hitze legen. Den Deckel schließen und 4–5 Minuten grillen, bis die Haut sichtbar gebräunt ist und sich das Filet an den Rändern aufhellt. Die Filets nicht zu früh bewegen, damit die Haut am Rost nicht reißt.
Daran erkennst du es: Die Haut ist sichtbar gebräunt und die Ränder des Filets hellen auf.
Wichtig: Die Grillzange nur für den Fisch verwenden oder vor erneutem Kontakt mit servierfertigem Fisch reinigen.
Die Filets vorsichtig in die indirekte Zone schieben und mit der Hautseite nach unten weitere 4–6 Minuten bei geschlossenem Deckel fertig garen. Nach der Hälfte der Zeit die Fleischseite noch einmal dünn mit dem übrigen Bärlauchöl bestreichen. Nicht wenden, damit die Haut knusprig bleibt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch hellt weiter auf und bleibt an der Hautseite stabil liegen.
Das Saiblingsfilet ist verzehrfertig, wenn das Fleisch im dicksten Teil vollständig opak ist und sich leicht mit einer Gabel teilen lässt. Die Filets vom Grill nehmen und 2 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig opak und lässt sich leicht mit einer Gabel teilen.
Wichtig: Fisch erst servieren, wenn das Fleisch im dicksten Teil vollständig gegart ist.
Die Filets mit dem zurückbehaltenen Bärlauchöl und Zitronenspalten servieren.
Gut zu wissen
Frischer, kräftig grüner Bärlauch liefert das intensivste Aroma für das Öl. Er ist vor allem im Frühjahr auf Wochenmärkten, in gut sortierten Gemüseabteilungen und bei regionalen Kräuterhändlern erhältlich.
Da die Schale abgerieben wird, ist eine Bio-Zitrone vorgesehen. Die Frucht wird zusätzlich ausgepresst und in Spalten zum Servieren geschnitten.
Die Filets mit Küchenpapier trocknen, den Rost reinigen und mit neutralem Öl einpinseln.
Das Filet nicht gewaltsam lösen. Einige Minuten weitergrillen, bis sich die Haut stabilisiert und leichter vom Rost löst.
Die Filets 4–5 Minuten möglichst ungestört auf der Hautseite grillen und erst dann vorsichtig in die indirekte Zone schieben.
Lose Hautteile am Filet belassen und den Fisch mit der Grillzange besonders flach und vorsichtig umsetzen.
Das dickste Filet als Garprobe verwenden und die Filets vom Grill nehmen, sobald das Fleisch vollständig opak ist und sich leicht teilen lässt.
Das Filet mit dem zurückbehaltenen Bärlauchöl und Zitronenspalten servieren, um die Textur saftiger wirken zu lassen.
Häufig gefragt
Ja. Beim Holzkohlegrill wird die Glut auf eine Seite geschoben. Beim Gasgrill bleibt nur ein Teil der Brenner eingeschaltet, damit eine direkte und eine indirekte Zone entstehen.
Nein. Das Filet bleibt während des gesamten Grillens mit der Hautseite nach unten. Es wird zunächst direkt gegrillt und anschließend in der indirekten Zone fertig gegart.
Verwende frischen, kräftig grünen Bärlauch. Er sollte sauber, aromatisch und gut trocken getupft sein, damit das Bärlauchöl intensiv bleibt.
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