Gochujang-Schweinelendensteaks vom Grill

Korean BBQ vom Holzkohlegrill

Ungeformte Schweinelendensteaks werden mit Gochujang, Sojasauce, asiatischer Birne, Knoblauch und Ingwer mariniert, zunächst direkt angegrillt und anschließend in der indirekten Grillzone fertig gegart.

Zum Rezept
Gochujang-Schweinelendensteaks vom Grill
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 22 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 6 Std. 5 Min.
Gesamtzeit ca. 7 Std. 35 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Gerichte aus intakten Einzel- und Portionsstücken
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die asiatische Birne bringt fruchtige Süße in die Marinade und gleicht die pikante, fermentierte Würze des Gochujang aus.
  • Direktes Angrillen sorgt für kräftige Röstaromen, während die indirekte Zone das Fleisch kontrolliert bis zur gewünschten Kerntemperatur gart.
  • Salatblätter, Frühlingszwiebeln und Sesam ergänzen die saftigen Steaks mit Frische, Biss und nussigem Aroma.

Diese ungeformten Schweinelendensteaks verbinden süße Frucht, fermentierte Schärfe und kräftiges Holzkohlearoma. Die Marinade mit Gochujang, Sojasauce, Knoblauch, Ingwer und asiatischer Birne lehnt sich an südkoreanische Grillmarinaden an, ohne eine einzelne regionale Originalversion zu behaupten. Auf dem Grill bekommen die Steaks zuerst direkte Hitze und garen anschließend schonend in der indirekten Zone.

Saftige, kräftig geröstete Schweinelendensteaks mit süß-pikanter, fermentierter Würze, fruchtigen Noten und einem deutlichen Holzkohlearoma. Die Salatblätter bringen Frische, die Frühlingszwiebeln leichte Schärfe und der Sesam einen nussigen Abschluss.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und marinieren

  1. Marinade anrühren

    Asiatische Birne, Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Sojasauce, Reiswein oder Mirin, Sesamöl, Gochujang, braunen Zucker, Reisessig und schwarzen Pfeffer in der Schüssel glatt verrühren.

    5 Minuten
  2. Steaks marinieren

    Die Schweinelendensteaks in die Marinade legen und rundum damit bedecken. Die Schüssel abdecken und das Fleisch 4–8 Stunden im Kühlschrank marinieren.

    • Die lange Marinierzeit einplanen, damit die Würze gut in die Steaks einzieht.

    Wichtig: Das Fleisch während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.

  3. Grill vorbereiten

    Die Steaks etwa 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Einen Holzkohlegrill mit Deckel für zwei Hitzezonen vorbereiten: Die direkte Zone soll am Rost etwa 220–240 °C erreichen, die indirekte Zone etwa 180–190 °C. Den Rost reinigen und leicht ölen.

    45 Minuten 230 °C
    • Die beiden Zonen vor dem Auflegen des Fleisches vollständig einrichten.

Grillen und ruhen lassen

  1. Direkt angrillen

    Die Steaks aus der Marinade nehmen und überschüssige Marinade abtropfen lassen. Die restliche Marinade verwerfen. Die Steaks über der direkten Hitze 2–3 Minuten pro Seite grillen. Wegen des Zuckers in der Marinade auf aufflammende Kohlen achten und die Steaks bei Bedarf etwas versetzen.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig gebräunt, ohne zu verbrennen.

    • Bei aufflammenden Kohlen die Steaks sofort in einen ruhigeren Bereich der direkten Zone versetzen.

    Wichtig: Die gebrauchte Marinade nach Kontakt mit dem rohen Fleisch nicht weiterverwenden.

  2. Indirekt fertig garen

    Die Steaks in die indirekte Zone legen, den Deckel schließen und 8–14 Minuten fertig garen. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden. Die dickste Stelle sollte 68 °C Kerntemperatur erreichen.

    11 Minuten 185 °C

    Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht 68 °C Kerntemperatur.

    • Die Garzeit hängt von der genauen Dicke der Steaks und der tatsächlichen Grilltemperatur ab.
  3. Ruhen lassen

    Die Steaks vom Grill nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend quer zur Faser in breite Streifen schneiden oder im Ganzen servieren.

    5 Minuten
    • Das Ruhen bewahrt mehr Saft im Fleisch und erleichtert anschließend das Schneiden.

Anrichten

  1. Als Wraps servieren

    Salatblätter mit Fleisch, Frühlingszwiebeln und Sesamsamen füllen und als kleine Wraps servieren.

    5 Minuten
    • Die Salatblätter vor dem Füllen gut trocknen, damit die Wraps nicht wässrig werden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Auf Flammen achten: Der braune Zucker in der Marinade kann über direkter Hitze schnell dunkel werden und aufflammende Kohlen begünstigen. Die Steaks bei Bedarf etwas versetzen.
  • Zwei Hitzezonen vorbereiten: Die direkte Zone sorgt für Röstaromen, die indirekte Zone für kontrolliertes Fertiggaren. Beide Bereiche vor dem Auflegen der Steaks einrichten.
  • Marinade verwerfen: Die Marinade, die mit dem rohen Fleisch in Kontakt war, nach dem Herausnehmen der Steaks verwerfen.

Zutatenwissen

Gochujang einkaufen

Gochujang ist eine koreanische fermentierte Chilipaste und steht meist im Asia-Supermarkt oder im internationalen Regal größerer Lebensmittelmärkte.

Asiatische Birne ersetzen

Asiatische Birnen findest du in koreanischen oder gut sortierten asiatischen Lebensmittelgeschäften. Eine reife Tafelbirne funktioniert ebenfalls, bringt aber etwas weniger knackige Fruchtnoten in die Marinade.

Salatblätter vorbereiten

Die Salatblätter nach dem Waschen gut trocknen, damit sie die Füllung stabil halten und nicht unnötig verwässern.

Sinnvolle Alternativen

milde rote Chilipaste und Misopaste

Die Marinade schmeckt weniger fruchtig-scharf und etwas weniger tief fermentiert.

Milde rote Chilipaste, Misopaste und den zusätzlichen Zucker miteinander verrühren und anstelle des Gochujang in die Marinade geben.

reife Tafelbirne

Die Marinade erhält etwas weniger knackige Fruchtnoten.

Eine reife Tafelbirne verwenden, fein reiben und wie die asiatische Birne in die Marinade geben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Marinade wird außen sehr dunkel oder verbrennt.

Die Steaks nur 2–3 Minuten pro Seite direkt angrillen und bei aufflammenden Kohlen etwas versetzen.

Die Steaks sofort in einen ruhigeren Bereich der direkten Zone oder in die indirekte Zone legen und dort fertig garen.

Die Schweinelendensteaks werden trocken.

Die indirekte Grilltemperatur im Bereich von 180–190 °C halten und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen.

Die Steaks quer zur Faser dünn aufschneiden und in den Salatblättern mit den frischen Beilagen servieren.

Die gebrauchte Marinade wird erneut als Sauce verwendet.

Die restliche Marinade beim Herausnehmen der Steaks vollständig verwerfen.

Varianten

Tafelbirnen-Variante

Die asiatische Birne durch eine reife Tafelbirne ersetzen. Die Marinade bleibt fruchtig, wirkt aber etwas weniger knackig und frisch.

Mildere Chilipasten-Variante

Gochujang durch milde rote Chilipaste, Misopaste und zusätzlichen Zucker ersetzen. So wird die Marinade milder und weniger tief fermentiert.

Servieren und kombinieren

  • Kleine Salat-Wraps: Die Steaks in breite Streifen schneiden und mit Salatblättern, Frühlingszwiebeln und geröstetem Sesam als kleine Wraps servieren.
  • Im Ganzen servieren: Die geruhten Schweinelendensteaks können auch im Ganzen aufgeschnitten oder ungeschnitten mit den Salatblättern und den frischen Toppings serviert werden.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Schweinelendensteaks können 4–8 Stunden vor dem Grillen mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Allergene und Nährwerte

  • Soja: enthält · Sojasauce ist eine sojahaltige Zutat.
  • Sesam: enthält · Das Rezept enthält geröstetes Sesamöl und Sesamsamen.

Lebensmittelsicherheit

  • Kontakt mit rohem Fleisch: Die restliche Marinade nach dem Herausnehmen der Schweinelendensteaks vollständig verwerfen und nicht ungekocht weiterverwenden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie lange sollten die Schweinelendensteaks marinieren?

Die Steaks sollten 4–8 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren.

Womit kann ich Gochujang ersetzen?

Mische 1 EL milde rote Chilipaste mit 1 EL Misopaste und 1 TL zusätzlichem Zucker. Die Marinade wird dadurch weniger fruchtig-scharf und etwas weniger tief fermentiert.

Kann ich asiatische Birne ersetzen?

Ja. Eine reife Tafelbirne funktioniert ebenfalls, bringt aber etwas weniger knackige Fruchtnoten in die Marinade.

Warum werden die Steaks in zwei Grillzonen gegart?

Die direkte Zone sorgt für Röstaromen. In der indirekten Zone garen die Steaks anschließend kontrollierter fertig und verbrennen weniger leicht.

Wie werden die Steaks serviert?

Die Steaks können quer zur Faser in breite Streifen geschnitten oder im Ganzen serviert werden. Besonders passend sind kleine Wraps aus Salatblättern mit Frühlingszwiebeln und Sesam.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar