Räucherholz auswählen
Unbehandelte Buchenholz-Räucherchips ergeben ein mildes, herzhaftes Raucharoma. Als im Rezept genannte Alternative eignen sich Apfelholzchips mit einem fruchtigeren und milderen Aroma.
Deutsche Grillküche
Ganze Hähnchenkeulen werden mit einer Senf-Paprika-Marinade gewürzt, indirekt über Buchenrauch gegart und zum Schluss direkt knusprig gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese bodenständige deutsche Grillvariante verbindet saftiges Geflügelfleisch mit dem kräftigen, herzhaften Aroma von Buchenrauch. Ganze Hähnchenkeulen mit Haut und Knochen bleiben beim indirekten Garen besonders saftig; ein kurzer direkter Grillkontakt sorgt anschließend für eine krosse Haut.
Saftiges, zartes Keulenfleisch mit kräftigem Buchenrauch, würziger Senf-Paprika-Note und knusprig gebräunter Haut.
Schritt für Schritt
Die Hähnchenkeulen mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Falls sich überschüssige Haut oder lose Fettstücke am Rand befinden, diese sauber zurückschneiden. Die Haut bleibt auf den Keulen, weil sie das Fleisch während des Grillens schützt.
Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Rapsöl, Senf, Salz, Paprikapulver, Pfeffer, Majoran und Knoblauch zu einer glatten Marinade verrühren. Die Hähnchenkeulen rundum damit einreiben und in einer verschlossenen Schale im Kühlschrank 8 bis 12 Stunden marinieren.
Wichtig: Die Keulen während der gesamten Marinierzeit gekühlt und verschlossen aufbewahren.
Die Keulen 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Überschüssige Marinade nur leicht abstreifen, damit sie beim Räuchern nicht tropft oder verbrennt.
Wichtig: Die Keulen nicht länger als nötig ungekühlt stehen lassen.
Einen Grill mit Deckel für indirekte Hitze auf 160 bis 170 °C einregeln. Beim Holzkohlegrill die Glut an den Rand schieben und eine Auffangschale in die Mitte stellen. Beim Gasgrill bleibt der Brenner unter dem Grillgut ausgeschaltet; die Hitze kommt von den seitlichen Brennern.
Wichtig: Hitzefeste Grillhandschuhe verwenden und ausreichend Abstand zu offenen Flammen halten.
Die Buchenholz-Räucherchips in eine Räucherbox geben oder als dicht verschlossenes Päckchen aus stabiler Alufolie verwenden. Mehrere kleine Löcher in die Oberseite stechen. Die Räucherbox beziehungsweise das Päckchen direkt über die aktive Hitze legen. Sobald Rauch entsteht, die Hähnchenkeulen mit der Hautseite nach oben über die indirekte Zone legen und den Deckel schließen.
Daran erkennst du es: Deutlich sichtbarer Rauch tritt aus der Räucherbox oder dem Folienpäckchen aus.
Wichtig: Die Räucherbox nur mit geeignetem, unbehandeltem Räucherholz bestücken.
Die Keulen 35 bis 45 Minuten indirekt im Rauch garen. Die Grilltemperatur möglichst stabil halten und den Deckel nur zum Kontrollieren kurz öffnen. Danach die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen; das Thermometer darf dabei nicht am Knochen anliegen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist trocken und leicht gebräunt; die Kerntemperatur wird an der dicksten Stelle gemessen.
Wichtig: Das Thermometer nicht am Knochen ansetzen, da die Messung sonst verfälscht werden kann.
Die Keulen weiter indirekt grillen, bis sie mindestens 75 °C erreicht haben. Für zarteres Keulenfleisch sind 80 bis 82 °C sinnvoll. Das dauert je nach Größe und Grill etwa 15 bis 25 Minuten zusätzlich.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht mindestens 75 °C; für besonders zartes Keulenfleisch sind 80 bis 82 °C sinnvoll.
Wichtig: Geflügel erst vom Grill nehmen, wenn die erforderliche Kerntemperatur erreicht ist.
Für eine knusprige Haut die Keulen zum Schluss mit der Hautseite nach unten 2 bis 3 Minuten über direkte mittlere Hitze legen. Dabei aufmerksam bleiben, weil austretendes Geflügelfett Flammen verursachen kann. Bei aufflammender Glut die Keulen sofort zurück in die indirekte Zone legen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist sichtbar gebräunt und knusprig, ohne zu verbrennen.
Wichtig: Bei aufflammendem Fett die Keulen sofort in die indirekte Zone zurücklegen und die Flammen nicht mit Wasser bekämpfen.
Die fertigen Hähnchenkeulen vom Grill nehmen und 10 Minuten locker ruhen lassen. Vor dem Servieren nochmals prüfen, dass das Fleisch vollständig durchgegart ist.
Daran erkennst du es: Die Keulen sind vollständig durchgegart und der austretende Fleischsaft ist klar.
Wichtig: Vor dem Servieren nochmals die Kerntemperatur beziehungsweise den vollständigen Garzustand kontrollieren.
Gut zu wissen
Unbehandelte Buchenholz-Räucherchips ergeben ein mildes, herzhaftes Raucharoma. Als im Rezept genannte Alternative eignen sich Apfelholzchips mit einem fruchtigeren und milderen Aroma.
Die Haut bleibt während des Garens auf den Keulen. Haut und Knochen schützen das Fleisch in der indirekten Rauchphase und unterstützen ein saftiges Ergebnis.
Das Raucharoma fällt etwas fruchtiger und milder aus als mit Buchenholz.
Die Buchenholz-Räucherchips im gleichen Arbeitsschritt durch unbehandelte Apfelholzchips ersetzen und die Rauchphase unverändert durchführen.
Die Keulen vor dem Grillen 30 Minuten temperieren lassen und nur überschüssige Marinade vorsichtig abstreifen.
Verbrannte Marinadenreste vorsichtig entfernen und die Keulen in der indirekten Zone weitergaren.
Die Haut vor dem Grillen leicht abtrocknen und die Keulen am Ende kurz über direkte mittlere Hitze legen.
Die Keulen für kurze Intervalle erneut mit der Hautseite nach unten direkt grillen und dabei die Flammen beobachten.
Die direkte Schlussphase aufmerksam überwachen und bei aufflammender Glut sofort in die indirekte Zone wechseln.
Die Keulen umgehend in die indirekte Zone legen und erst nach dem Beruhigen der Flammen weiterarbeiten.
Die Hähnchenkeulen werden mit Apfelholz statt Buchenholz geräuchert. Das Ergebnis erhält ein fruchtigeres und milderes Raucharoma.
Die Hähnchenkeulen können 8 bis 12 Stunden vor dem Grillen mit der Marinade eingerieben und verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Häufig gefragt
Ja. Unbehandelte Apfelholz-Räucherchips eignen sich als Alternative. Verwende etwa 60 g; das Raucharoma wird dadurch etwas fruchtiger und milder als mit Buchenholz.
Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen, ohne den Knochen zu berühren. Die Keulen sollen mindestens 75 °C erreichen; für zarteres Keulenfleisch sind 80 bis 82 °C sinnvoll.
Die indirekte Hitze ermöglicht ein gleichmäßiges Garen im Rauch und schützt die Haut vor zu schneller Verbrennung. Die direkte Hitze kommt erst am Ende für die knusprige Haut zum Einsatz.
Die Keulen sofort zurück in die indirekte Zone legen und erst weitergrillen, wenn sich die Flammen beruhigt haben.
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