Ganzes junges Lamm vorbestellen
Beim Lammmetzger oder armenischen beziehungsweise nahöstlichen Fleischhändler muss ein küchenfertiges ganzes junges Lamm meist mehrere Tage vorher bestellt werden.
Ganzes Lamm über Glut
Ein ganzes junges Lamm wird mit Salz und Schwanzfett gewürzt, am Rotisserie-Spieß befestigt und langsam über heißer Hartholzkohle geröstet. Nach einer Ruhezeit wird es entlang der Gelenke geteilt und mit Bratensaft sowie frischem Gemüse serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Hoktemberian Khorovu ist eine armenische Variante des Khorovu: Ein ganzes junges Lamm wird gesalzen, mit weichem Schwanzfett eingerieben, am Spieß befestigt und über heißer Glut geröstet. Für den großen Grill zu Hause übernimmt ein Rotisserie-Grill die gleichmäßige Feuerführung. Die zurückhaltende Würzung lässt Lamm, gebräunte Kruste und austretenden Bratensaft im Mittelpunkt stehen. Anschließend wird das Tier in handliche Stücke geteilt und mit seinem Saft und frischem Gemüse serviert.
Die Oberfläche wird kräftig gebräunt und leicht knusprig, während das Fleisch an Schulter und Keulen saftig und zart wirkt. Schwanzfett verleiht dem Lamm ein reichhaltiges Aroma; der aufgefangene Bratensaft bringt zusätzliche Würze und Tiefe. Tomaten, Gurken, Petersilie und Frühlingszwiebeln setzen einen frischen, knackigen Kontrast.
Schritt für Schritt
Das Lamm mindestens 60 Minuten vor dem Grillen aus der Kühlung nehmen. Bauchhöhle und Oberfläche mit Küchenpapier gründlich trocknen. Lose Häute und sehr dünne Fettstücke entfernen, die tragenden Fettauflagen aber belassen.
Wichtig: Rohes Lamm getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln handhaben und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Das feine Salz gleichmäßig über die Außenseite und in die Bauchhöhle verteilen. Das Lamm 60 Minuten ruhen lassen. Danach das weiche Schwanzfett dünn über Brust, Schulter, Rücken und Keulen verstreichen.
Den stabilen Rotisserie-Spieß durch die Körperhöhle führen. Brustbein, Rücken und Becken mehrfach mit hitzefestem Bratendraht am Spieß sichern. Vorder- und Hinterläufe eng an den Spieß binden und die Bauchhöhle mit Draht verschließen. Das Tier darf sich beim Drehen nicht verdrehen oder durchhängen.
Wichtig: Nur einen Spieß und eine Aufnahme verwenden, die ausdrücklich für das Gewicht des Lamms ausgelegt sind.
In einem großen Rotisserie-Kohlegrill oder offenen Spießgrill ein kräftiges Glutbett aus Hartholzkohle aufbauen. Für ein 8–10 kg schweres Lamm etwa 12–15 kg Kohle einplanen und zusätzliche Kohle bereithalten. Die Glut in zwei länglichen Zonen unter Schulter und Keulen verteilen; unter der dünneren Bauchmitte bleibt eine kleinere oder freie Zone. Es sollen keine offenen Flammen am Fleisch hochschlagen.
Wichtig: Den Grill standsicher im Freien und mit ausreichendem Abstand zu brennbaren Materialien betreiben.
Eine feuerfeste Auffangschale mit dem Wasser unter dem Lamm platzieren. Den Spieß so einsetzen, dass das Tier ungefähr 45–60 cm über der Glut hängt. Die dickeren Partien sollen über den stärkeren Glutzonen liegen, die dünnere Mitte über der schwächeren Zone.
Wichtig: Wasser und austretendes Fett können bei Kontakt mit der Glut spritzen; die Schale vorsichtig und mit Hitzeschutz einsetzen.
Das Lamm 3–4 Stunden über der Glut rösten. Die Drehgeschwindigkeit niedrig halten und die Glut bei Bedarf in kleinen Portionen nachlegen. Die Hitze soll kräftig genug für eine gebräunte Oberfläche sein, aber nicht so stark, dass Fettflammen entstehen. Wenn eine Stelle zu dunkel wird, den Spieß vorübergehend höher setzen oder die Glut darunter zurückziehen.
Daran erkennst du es: Gleichmäßig gebräunte Oberfläche ohne anhaltende Fettflammen
Wichtig: Fettflammen nicht mit Wasser löschen; den Spieß höher setzen oder die Glut unter der betroffenen Stelle zurückziehen.
Nach etwa 3 Stunden die Kerntemperatur an der dicksten Stelle von Schulter und Keule prüfen, ohne den Knochen zu berühren. Das Lamm ist bereit, wenn die dickste Stelle mindestens 70 °C erreicht hat und sich das Fleisch an den Gelenken deutlich gelockert anfühlt. Bei einem schwereren oder kühleren Tier die Garzeit verlängern, bis dieser Punkt erreicht ist.
Daran erkennst du es: Mindestens 70 °C an der dicksten Stelle und deutlich gelockertes Fleisch an den Gelenken
Wichtig: Beim Messen den Spieß gegen unbeabsichtigtes Drehen sichern und den heißen Grillbereich nur mit geeignetem Hitzeschutz betreten.
Den Spieß vom Feuer nehmen und das Lamm 30 Minuten ruhen lassen. Dabei den Spieß weiterhin sicher abstützen. Den Saft aus der Auffangschale vorsichtig abgießen und warm halten.
Wichtig: Spieß und Auffangschale bleiben sehr heiß; beim Abgießen auf heißes Fett und Dampf achten.
Den Draht entfernen und das Lamm mit einem stabilen Messer entlang der Gelenke in handliche Stücke teilen. Die Stücke mit dem aufgefangenen Bratensaft beträufeln.
Daran erkennst du es: Handliche Stücke lassen sich entlang der Gelenke lösen
Wichtig: Beim Zerlegen das Tier und die Platte standsicher positionieren und das Messer vom Körper weg führen.
Tomaten und Gurken waschen und grob schneiden. Petersilie und Frühlingszwiebeln putzen. Das Lamm mit dem frischen Gemüse und dem Bratensaft auf einer großen Platte servieren.
Gut zu wissen
Beim Lammmetzger oder armenischen beziehungsweise nahöstlichen Fleischhändler muss ein küchenfertiges ganzes junges Lamm meist mehrere Tage vorher bestellt werden.
Weiches Schwanzfett wird dünn über Brust, Schulter, Rücken und Keulen gestrichen. Es unterstützt die Saftigkeit und prägt den Geschmack stärker als neutrales Fett.
Tomaten, Gurken, Petersilie und Frühlingszwiebeln werden nicht mitgegart, sondern frisch vorbereitet und zusammen mit dem Lamm und seinem Bratensaft serviert.
Das Lamm bleibt saftig, schmeckt aber etwas weniger charakteristisch als mit echtem Schwanzfett.
Das fein gewürfelte Lammfett anstelle des Schwanzfetts verwenden und möglichst gleichmäßig über Brust, Schulter, Rücken und Keulen verteilen.
Das Tier mit hitzefestem Bratendraht mehrfach am Spieß befestigen und vor dem Anzünden eine sichere Drehprobe machen.
Spieß stoppen, das Tier mit Hitzeschutz nachsichern und die Balance prüfen, bevor weitergeröstet wird.
Keine offenen Flammen zulassen, Kohle nur portionsweise nachlegen und die Glut auf getrennte Zonen verteilen.
Den Spieß vorübergehend höher setzen oder die Glut unter der betroffenen Stelle zurückziehen.
Schulter und Keulen über stärkeren Zonen, die Bauchmitte über einer schwächeren oder freien Zone positionieren.
Den Spieß höher setzen und die Glut unter der zu dunklen Stelle zurückziehen, bis die dickeren Partien nachgaren.
Nach etwa 3 Stunden messen, den Knochen meiden und bei Bedarf weitergaren, bis mindestens 70 °C und gelockerte Gelenkpartien erreicht sind.
Das Lamm wieder über die Glut setzen und die Garzeit verlängern, bis der beschriebene Garpunkt erreicht ist.
Wenn kein Schwanzfett erhältlich ist, wird die Oberfläche mit fein gewürfeltem Lammfett bedeckt.
Häufig gefragt
Für diese konkrete Variante nein. Die Identität des Rezepts beruht auf dem ganzen jungen Lamm, das am Spieß geröstet und anschließend zerlegt wird.
Für ein 8–10 kg schweres Lamm sind etwa 12–15 kg Hartholzkohle einzuplanen; zusätzliche Kohle sollte zum Nachlegen bereitliegen.
Nach etwa 3 Stunden die dickste Stelle von Schulter und Keule prüfen. Das Lamm ist bereit, wenn dort mindestens 70 °C erreicht sind und sich das Fleisch an den Gelenken deutlich gelockert anfühlt.
250 g fein gewürfeltes Lammfett können das Schwanzfett ersetzen. Das Ergebnis bleibt saftig, schmeckt aber etwas weniger charakteristisch.
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