Piment einkaufen und verwenden
Gut sortierte Supermärkte führen Piment bei den Gewürzen; karibische Lebensmittelgeschäfte bieten ihn oft auch ganz an. Ganze Beeren können frisch gemahlen werden.
Jamaikanische Wurst vom Grill
Selbst gefüllte Schweinewurst mit PimentPiment, auch Nelkenpfeffer genannt, ist ein aromatisches Gewürz aus getrockneten Beeren mit Noten von Nelke, Muskat, Zimt und Pfeffer., Scotch BonnetSehr scharfe Chilischote aus der Art Capsicum chinense mit fruchtigem Aroma., Thymian und weiteren Gewürzen. Die Würste garen zunächst indirekt und werden anschließend direkt gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Jerk ist eine jamaikanische Grillmethode, bei der Piment, Scotch Bonnet und weitere Gewürze für ein kräftiges Aroma sorgen. Diese selbst gefüllte Schweinewurst kombiniert saftige Schweineschulter und Schweinebauch mit einer würzigen Jerk-Mischung und erhält auf dem Grill zuerst sanfte Hitze und anschließend kräftige Röstaromen.
Saftig und würzig mit deutlichem Pimentaroma, frischer Kräuternote und fruchtig-scharfer Scotch-Bonnet-Schärfe. Die Hülle wird beim direkten Grillen gebräunt, während das Innere weich und bindig bleibt.
Schritt für Schritt
Den SchweinedarmNatürliche Wursthülle aus dem Darm des Schweins, die je nach Kaliber für unterschiedliche Wurstsorten verwendet wird. 30 Minuten in kaltem Wasser wässern. Anschließend innen und außen durchspülen und bis zum Füllen in frischem Wasser liegen lassen. Das gewürfelte Fleisch währenddessen gut gekühlt halten.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch bis zur Verarbeitung durchgehend gut gekühlt halten.
Schweineschulter und Schweinebauch durch die 6-mm-Scheibe des Fleischwolfs drehen. Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Scotch Bonnet und Thymian fein hacken.
Wichtig: Kontaktflächen nach der Verarbeitung von rohem Fleisch gründlich reinigen.
Salz, Piment, braunen Zucker, Pfeffer, Muskatnuss, Gewürznelken, Lorbeer und Zimt vermischen. Die Gewürzmischung, das gehackte Gemüse, den Essig und das gewolfte Fleisch in einer kalten Schüssel gründlich vermengen.
Wichtig: Die Wurstmasse bis zum Weiterverarbeiten kalt halten.
Die Masse ein zweites Mal durch die 4,5- bis 6-mm-Scheibe drehen. Danach 2–3 Minuten mit sauberen, kalten Händen oder dem Knethaken vermengen, bis die Wurstmasse sichtbar bindet und klebrig wird.
Daran erkennst du es: Die Masse wirkt sichtbar gebunden und klebrig.
Wichtig: Saubere Hände oder ein sauberer Knethaken verwenden.
Eine kleine Menge der Masse zu einem flachen Probestück formen und auf dem Grill vollständig garen. So lässt sich die Würzung vor dem Füllen prüfen. Bei Bedarf nur Salz oder Schärfe nachjustieren.
Daran erkennst du es: Das Probestück ist vollständig durchgegart.
Wichtig: Das Probestück vollständig garen, bevor die Würzung bewertet wird.
Den gewässerten Darm auf das Füllrohr des Wurstfüllers ziehen. Die Masse langsam und gleichmäßig einfüllen, ohne den Darm zu straff zu spannen. Alle 10–12 cm zu einzelnen Würsten abdrehen und sichtbare Luftblasen mit einer dünnen, sauberen Nadel vorsichtig öffnen.
Daran erkennst du es: Die Würste sind gleichmäßig gefüllt, ohne den Darm zu überspannen.
Wichtig: Arbeitsfläche, Füller und Blech sauber halten.
Die Würste abgedeckt auf ein sauberes Blech legen und mindestens 12, bis zu 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Das ist eine Kühlruhe zum Durchziehen, keine Reifung.
Wichtig: Die Kühlruhe im Kühlschrank durchführen.
Den Grill für zwei Zonen vorbereiten und mit geschlossenem Deckel auf etwa 180 °C indirekte Hitze einregeln. Bei einem Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben; beim Gasgrill nur die Brenner unter einer Grillhälfte einschalten.
Daran erkennst du es: Der Grill hält etwa 180 °C bei klar getrennter direkter und indirekter Zone.
Wichtig: Beim Wechsel zwischen den Zonen auf heiße Roste und mögliche Flammen achten.
Die Würste auf die indirekte Seite legen und bei geschlossenem Deckel 20–30 Minuten grillen. Nach der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden. Ein Einstichthermometer seitlich in die dickste Wurst stecken; die Masse muss mindestens 71 °C, besser 72 °C, im Kern erreichen.
Daran erkennst du es: Die dickste Wurst erreicht im Kern mindestens 71 °C, besser 72 °C.
Wichtig: Die Würste vollständig durchgaren und die Kerntemperatur kontrollieren.
Die Würste anschließend 3–5 Minuten über direkter Hitze grillen und dabei mehrmals wenden, bis die Hülle gebräunt ist. Nicht einstechen, damit der Saft in der Wurst bleibt. Bei zu starker Flammenbildung sofort zurück in die indirekte Zone wechseln.
Daran erkennst du es: Die Hülle ist gebräunt, ohne stark aufzureißen oder auszutrocknen.
Wichtig: Bei Flammenbildung die Würste sofort in die indirekte Zone zurücklegen.
Die fertigen Jerk-Sausages 5 Minuten ruhen lassen und warm servieren.
Daran erkennst du es: Die Würste sind warm und der austretende Saft hat sich kurz verteilt.
Gut zu wissen
Gut sortierte Supermärkte führen Piment bei den Gewürzen; karibische Lebensmittelgeschäfte bieten ihn oft auch ganz an. Ganze Beeren können frisch gemahlen werden.
Frische oder tiefgekühlte Scotch-Bonnet-Schoten sind meist in karibischen Lebensmittelgeschäften und gut sortierten Gemüseabteilungen erhältlich. Habanero ist eine mögliche Alternative mit ähnlicher Schärfe.
Schweinedarm mit 30–32 mm Durchmesser ist beim Metzger oder im Fachhandel meist gesalzen erhältlich. Vor dem Füllen gründlich wässern und durchspülen.
Die Schärfe bleibt ähnlich, die Fruchtnote verändert sich leicht.
Scotch Bonnet durch Habanero ersetzen und die Schote fein hacken, bevor sie in die Wurstmasse kommt.
Fleisch gut gekühlt halten und die Masse in einer kalten Schüssel zügig verarbeiten.
Die Masse erneut gut durchkühlen und anschließend kurz weiterkneten, bis sie wieder bindet.
Langsam und gleichmäßig füllen, den Darm nicht überspannen und die Würste in 10–12 cm lange Stücke abdrehen.
Geplatzte Stellen sauber öffnen und die Masse gegebenenfalls in einen neuen Darm umfüllen.
Zuerst 20–30 Minuten indirekt grillen und die Kerntemperatur kontrollieren.
Die Würste zurück in die indirekte Zone legen und bis zur erforderlichen Kerntemperatur weitergaren.
Nur sichtbare Luftblasen vor dem Grillen vorsichtig öffnen und die Würste später nicht einstechen.
Die Würste sofort aus starker Hitze nehmen und in der indirekten Zone fertig garen.
Eine nahe Schärfealternative mit leicht veränderter Fruchtnote.
Die gefüllten Würste können 12–24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen, bevor sie gegrillt werden.
Häufig gefragt
Im Rezept ist eine Scotch-Bonnet-Schote mit etwa 10–15 g vorgesehen. Die Schärfe kann vor dem Füllen an einem gegarten Probestück überprüft werden.
Die indirekte Zone gart die Würste gleichmäßig bis zur erforderlichen Kerntemperatur. Direkte Hitze sorgt anschließend für gebräunte Hüllen und Röstaromen.
Den Darm 30 Minuten in kaltem Wasser wässern, innen und außen durchspülen und bis zum Füllen in frischem Wasser liegen lassen.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …