Zitronengras einkaufen
Frisches Zitronengras ist meist im Asia-Markt, im Kühlregal gut sortierter Supermärkte oder online erhältlich.
Malaysisches Drehspießgericht
Eine ganze, marinierte Ziege wird langsam über einer indirekten Holzkohlezone gedreht, wiederholt mit gekochter Würzsauce bestrichen und zum Schluss über direkter Glut kräftig gebräunt. Das Fleisch wird anschließend tranchiert und mit der Sauce serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Kambing golek ist ein malaysisches Fest- und Cateringgericht für viele Gäste. Die Ziege wird mit Schalotten, Knoblauch, Zitronengras, Ananas, Curry und Chili mariniert und langsam auf dem Drehspieß gegart. Für die Zubereitung brauchst du einen stabilen Spieß, ausreichend Holzkohle und mehrere Helfer beim Auflegen, Ausbalancieren und Tranchieren.
Das Fleisch wird außen dunkel gebräunt und würzig, während die dickeren Partien saftig und weich werden. Curry, Zitronengras, Chili und Knoblauch prägen das Aroma; Ananas und Honig steuern fruchtige Süße und Säure bei. Die Sauce ist kräftig, leicht süßlich und pikant.
Schritt für Schritt
Stelle einen stabilen Holzkohle-Drehspieß auf, der für mindestens 16 kg Grillgut ausgelegt ist. Richte eine indirekte Zwei-Zonen-Glut ein und fange das herabtropfende Fett in der großen Tropfschale auf. Halte die Temperatur auf Höhe des Fleisches während des Garens möglichst zwischen 160 und 180 °C.
Wichtig: Stelle den Grill standsicher auf und halte eine sichere Arbeitszone um die heiße Glut frei.
Spüle die küchenfertige Ziege nur nach Bedarf kurz ab und tupfe sie sorgfältig trocken. Schneide das Fleisch an den dicksten Stellen etwa 2–3 cm tief ein, damit die Marinade bis in die Oberfläche der Keulen, Schultern und Rippen gelangt.
Wichtig: Rohes Ziegenfleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Püriere Schalotten, Knoblauch, Zitronengras, Ananas und Öl zu einer groben Paste. Verrühre die Paste mit Currypulver, Chilipulver, Kreuzkümmel, schwarzem Pfeffer, Honig, Chilisauce, Tomatensauce, Austernsauce, Salz und Palmzucker beziehungsweise braunem Zucker.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist grob pastös und gleichmäßig verrührt.
Nimm 300 ml der fertigen Marinade ab und bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf. Verteile die übrige Marinade gründlich auf der Ziege und drücke sie auch in die Einschnitte. Decke das Fleisch ab und lasse es 12–24 Stunden im Kühlschrank ziehen.
Daran erkennst du es: Die Ziege ist vollständig mit Marinade bedeckt und durchgehend gekühlt.
Wichtig: Die rohe Ziege während der gesamten Marinierzeit abgedeckt und gekühlt aufbewahren.
Nimm die Ziege etwa 60 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank. Führe die Drehspießstange durch die Körpermitte, klappe die Ziege möglichst flach auf und binde Keulen, Rippen und lose Fleischpartien mit hitzefester Metzgerschnur fest. Der Spieß muss ausbalanciert sein, damit der Motor gleichmäßig drehen kann.
Daran erkennst du es: Die Ziege sitzt fest und dreht sich ohne starkes Schwingen.
Wichtig: Beim Hantieren mit dem schweren Tier mehrere Helfer einsetzen und Hände von der Spießmechanik fernhalten.
Gib die zurückbehaltene Marinade zusammen mit dem Wasser in einen Topf und koche sie mindestens 10 Minuten sprudelnd durch. Verwende diese Sauce später ausschließlich gekocht zum Bestreichen und Servieren, niemals roh.
Daran erkennst du es: Die Sauce hat mindestens 10 Minuten sprudelnd gekocht.
Wichtig: Marinade, die mit rohem Fleisch in Kontakt war, niemals ungekocht servieren.
Lege die Ziege auf den Drehspieß über die indirekte Zone. Schließe den Grill und lasse das Fleisch bei 160–180 °C langsam garen. Beginne nach etwa 60 Minuten, es alle 40–45 Minuten mit der gekochten Würzsauce zu bestreichen. Halte die Kohlen seitlich nach und nach auf Temperatur, ohne das Fleisch direkt über die stärkste Glut zu setzen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche trocknet nicht aus und die Ziege dreht gleichmäßig über der indirekten Zone.
Wichtig: Während der gesamten Garzeit den Grill nicht unbeaufsichtigt lassen.
Prüfe nach etwa 4 Stunden die dickste Stelle der Keule und der Schulter mit einem Thermometer. Das Fleisch muss mindestens 74 °C erreichen; für eine gut tranchierbare, weichere Textur sind 82–85 °C im dicksten Bereich sinnvoll. Je nach Gewicht, Wind, Spießhöhe und Grilltemperatur kann die Garzeit bis zu 6 Stunden dauern.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle der Keule und der Schulter erreicht mindestens 74 °C; für weichere Textur sind 82–85 °C sinnvoll.
Wichtig: Das Fleisch erst vom Grill nehmen, wenn die Mindesttemperatur im dicksten Bereich erreicht ist.
Schiebe die Ziege für die letzten 10–15 Minuten vorsichtig näher an die direkte Glut, damit die Oberfläche kräftig bräunt und die Haut beziehungsweise äußere Fettschicht knusprig wird. Drehe den Spieß dabei weiter und beobachte ihn aufmerksam, weil Honig und Fruchtzucker schnell dunkel werden.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig gebräunt und die äußere Fettschicht knusprig, ohne zu verbrennen.
Wichtig: Zuckerhaltige Marinade kann schnell aufflammen; die Glut und Oberfläche ständig beobachten.
Nimm die Ziege vom Drehspieß und lasse sie locker mit Folie bedeckt 30–45 Minuten ruhen. Entferne die Schnur erst nach dem Abheben vom Spieß und arbeite beim Umsetzen mit mehreren Helfern.
Daran erkennst du es: Die Fleischsäfte haben sich verteilt und die Ziege lässt sich sicher tranchieren.
Wichtig: Beim Abnehmen vom schweren, heißen Drehspieß mehrere Helfer einsetzen.
Löse Keulen und Schultern ab und tranchiere das Fleisch quer zur Faser in Scheiben. Serviere die Scheiben auf großen Platten mit der gekochten Würzsauce.
Daran erkennst du es: Die Scheiben lassen sich quer zur Faser schneiden und bleiben saftig.
Wichtig: Nur die gekochte Sauce servieren und saubere Servierplatten verwenden.
Gut zu wissen
Frisches Zitronengras ist meist im Asia-Markt, im Kühlregal gut sortierter Supermärkte oder online erhältlich.
Zitronengras kann durch 2 TL fein abgeriebene Limettenschale und 30 g Ingwer ersetzt werden. Die Würzung wird dadurch zitroniger und weniger grasig.
Austernsauce ist ein verarbeitetes Produkt. Vor dem Einkauf das Etikett auf Weichtiere und weitere deklarationspflichtige Zutaten prüfen.
Chilipulver und Chilisauce können je nach Produkt stark variieren. Die festgelegte Menge ergibt eine deutlich pikante Würzung.
Die Marinade schmeckt zitroniger und weniger grasig.
Ingwer schälen, fein reiben und zusammen mit der Limettenschale in die Marinadenpaste geben.
Die Süße bleibt erhalten; das Aroma wird etwas weniger karamellig und weniger malzig.
Braunen Zucker in derselben Menge verwenden und vollständig in der Marinade verrühren.
Nur einen für mindestens 16 kg ausgelegten Spieß verwenden und das Tier vor dem Einschalten des Motors ausbalancieren.
Motor ausschalten, das Fleisch sichern und die Position beziehungsweise Befestigung mit mehreren Helfern korrigieren.
Die Ziege lange indirekt garen und erst am Ende kurz näher an die direkte Glut schieben.
Die Ziege sofort in die indirekte Zone zurücksetzen und stark verbrannte äußere Stellen nach dem Ruhen dünn entfernen.
Vor dem Marinieren 300 ml abnehmen, kühlen und später mindestens 10 Minuten sprudelnd kochen.
Sauce vollständig durchkochen, bevor sie erneut zum Bestreichen oder Servieren verwendet wird.
160–180 °C auf Fleischhöhe halten und die Ziege bis zur Schlussphase über der indirekten Zone lassen.
Stark gebräunte Bereiche abdecken und das Fleisch bei niedrigerer indirekter Hitze fertig garen; Sauce erst beim Servieren ergänzen.
Das Fleisch 30–45 Minuten locker mit Folie bedeckt ruhen lassen.
Fleischsaft auffangen und beim Servieren mit der gekochten Sauce verwenden.
Eine mildere Fassung reduziert den Schärfeeindruck und lässt Curry, Ananas und Zitronengras stärker hervortreten.
Ohne frisches Zitronengras erhält die Marinade mit Limettenschale und Ingwer eine frischere, zitronigere Richtung.
Brauner Zucker ersetzt Palmzucker und hält die süß-würzige Balance der Sauce aufrecht.
Die Ziege kann 12–24 Stunden vor dem Grillen mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die zurückbehaltene Marinade ebenfalls gekühlt lagern und erst vor der Verwendung mindestens 10 Minuten sprudelnd kochen.
Tranchiertes Fleisch und Sauce getrennt möglichst rasch abkühlen, abdecken und im Kühlschrank lagern. Die Kruste wird bei der Lagerung weicher.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und nur sauber portionieren.
Tranchiertes Fleisch portionsweise luftdicht verpacken und die Sauce separat einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend vollständig erhitzen.
Die äußere Kruste verliert beim Einfrieren und Auftauen an Knusprigkeit; die Sauce kann sich leicht verändern.
Häufig gefragt
Verwende eine küchenfertige, aufgeschnittene Ziege ohne Innereien mit etwa 14–16 kg. Der Drehspieß muss für mindestens 16 kg Grillgut ausgelegt sein.
Die Ziege sollte abgedeckt 12–24 Stunden im Kühlschrank ziehen. Die Marinade kann dadurch in die vorbereiteten Einschnitte einziehen.
Prüfe die dickste Stelle der Keule und Schulter mit einem Thermometer. Mindestens 74 °C müssen erreicht werden; für eine weichere, gut tranchierbare Textur sind 82–85 °C im dicksten Bereich sinnvoll.
Nein. Die zurückbehaltene Marinade muss zusammen mit dem Wasser mindestens 10 Minuten sprudelnd gekocht werden, bevor sie zum Bestreichen oder Servieren verwendet wird.
Verwende 2 TL fein abgeriebene Limettenschale und 30 g Ingwer. Die Würzung wird dadurch zitroniger und weniger grasig.
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