Ōmi-Rind und Alternative
Das Original stammt aus der Präfektur Shiga und ist außerhalb Japans schwer erhältlich. Ein gut marmoriertes Rindersteak aus dem Rücken, etwa Entrecôte oder Roastbeef, ist als sinnvolle Alternative genannt.
Japan · Shiga · Misozuke
Ein dickes, in weißem und dunklem Miso mariniertes Rindersteak, das direkt angegrillt und in der indirekten Zone fertig gegart wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ōmi-Rind-Misozuke verbindet ein gut marmoriertes Rindersteak mit einer würzigen Miso-Marinade aus weißem und dunklem Miso, Knoblauch und Chili. Nach 24 bis 48 Stunden Marinierzeit wird die Miso-Schicht abgestreift, damit das Steak auf dem Zweizonen-Grill kräftig bräunen kann, ohne zu schnell zu verbrennen.
Außen kräftig gebräunt mit würzigen, leicht karamellisierten Miso-Noten; innen saftig und je nach Zieltemperatur rosa bis medium. Knoblauch und Chili geben der tiefen Umami-Würze zusätzliche Schärfe und Wärme.
Schritt für Schritt
Weißes Miso, dunkles Miso, den fein geriebenen Knoblauch und das Chilipulver in einer Schüssel gründlich verrühren, bis eine gleichmäßige Paste entsteht.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist gleichmäßig vermischt und ohne sichtbare Klumpen.
Das Steak mit Küchenpapier trocken tupfen und rundum mit der Miso-Mischung bestreichen. Luftdicht einwickeln oder in einen verschließbaren Behälter geben und 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Daran erkennst du es: Das Steak ist vollständig mit Marinade bedeckt und bleibt während der gesamten Marinierzeit gekühlt.
Wichtig: Das marinierte rohe Fleisch durchgehend im Kühlschrank aufbewahren.
Das Steak etwa 20 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Die Miso-Mischung sorgfältig von allen Seiten abstreifen, damit sie über der Hitze nicht verbrennt. Den Grillrost dünn mit neutralem Öl einreiben.
Daran erkennst du es: Die sichtbare Miso-Schicht ist weitgehend abgestreift, und der Grillrost ist nur dünn geölt.
Einen Grill mit Deckel für zwei Temperaturzonen vorbereiten. Die direkte Zone auf etwa 230 bis 250 °C bringen und die indirekte Zone auf etwa 160 bis 180 °C einstellen. Bei einem Holzkohlegrill die Kohlen dafür auf einer Seite anhäufen.
Daran erkennst du es: Beide Zonen sind stabil temperiert, bevor das Steak aufgelegt wird.
Wichtig: Beim Umgang mit heißem Grillrost, Kohlen und Deckel hitzefeste Grillhandschuhe verwenden.
Das Steak über der direkten Hitze etwa 45 bis 60 Sekunden pro Seite grillen, bis sich eine kräftige Bräunung zeigt. Wegen der Miso-Marinade aufmerksam bleiben und das Fleisch nicht unnötig lange über der direkten Glut lassen.
Daran erkennst du es: Auf beiden Seiten ist eine kräftige Bräunung sichtbar, ohne dass die Miso-Reste stark verkohlen.
Wichtig: Nicht mit den Händen wenden; eine Grillzange verwenden.
Das Steak in die indirekte Zone legen, den Deckel schließen und je nach Dicke etwa 2 bis 4 Minuten pro Seite fertig grillen. Für medium rare eine Kerntemperatur von etwa 52 bis 54 °C anstreben, für medium etwa 58 bis 60 °C.
Daran erkennst du es: Medium rare entspricht etwa 52–54 °C, medium etwa 58–60 °C Kerntemperatur.
Das Steak vom Grill nehmen und 5 Minuten locker ruhen lassen. Anschließend quer zur Faser aufschneiden und als warmen Grill-Hauptgang servieren.
Daran erkennst du es: Nach der Ruhezeit lässt sich das Steak sauber quer zur Faser aufschneiden.
Gut zu wissen
Das Original stammt aus der Präfektur Shiga und ist außerhalb Japans schwer erhältlich. Ein gut marmoriertes Rindersteak aus dem Rücken, etwa Entrecôte oder Roastbeef, ist als sinnvolle Alternative genannt.
Shiro Miso ist mild, hell und leicht süßlich. Helles Miso ist als Ersatz genannt; die Marinade wird dann etwas kräftiger und salziger.
Aka Miso oder ein anderes dunkleres Miso sorgt für mehr Würze und Tiefe. Bei ausschließlicher Verwendung von weißem Miso wird das Ergebnis milder.
Das Ergebnis schmeckt etwas weniger charakteristisch als mit Ōmi-Rind, trägt die Miso-Marinade aber ebenso gut.
Ōmi-Rind im gleichen Rezeptschritt durch ein etwa 2,5 cm dickes, gut marmoriertes Rindersteak ersetzen.
Die Marinade wird etwas kräftiger und salziger.
Weißes Miso im gleichen Mengenverhältnis durch helles Miso ersetzen.
Das Ergebnis wird milder und verliert etwas Tiefe.
Das dunkle Miso durch weißes Miso ersetzen; die Gesamtmenge der Marinade bleibt nach dem vorhandenen Rezept ausgerichtet.
Die Miso-Schicht vor dem Grillen sorgfältig abstreifen und das Steak nur kurz direkt angrillen.
Verbrannte äußere Stellen vorsichtig abschneiden und das Steak in der indirekten Zone fertig garen.
Die indirekte Phase an der Steakdicke ausrichten und die Kerntemperatur messen.
Das Steak ruhen lassen und quer zur Faser dünn aufschneiden.
Die direkte Zone auf etwa 230 bis 250 °C bringen und überschüssige Marinade abstreifen.
Das Steak kurz erneut in die direkte Zone geben und dabei engmaschig beobachten.
Das Steak bis zu einer Kerntemperatur von etwa 58 bis 60 °C in der indirekten Zone fertig garen.
Das dunkle Miso durch weißes Miso ersetzen, wenn ein milderes Ergebnis gewünscht ist.
Das Steak kann 24 bis 48 Stunden vor dem Grillen mit der Miso-Mischung bestrichen und luftdicht im Kühlschrank mariniert werden.
Häufig gefragt
Die angegebene Marinierzeit beträgt 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank.
Die dicke Miso-Schicht würde über der direkten Hitze schnell verbrennen. Durch das Abstreifen kann das Steak kräftig bräunen und anschließend indirekt fertig garen.
Für medium rare werden etwa 52 bis 54 °C, für medium etwa 58 bis 60 °C angestrebt.
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