Ají molido finden
Ají molido ist eine mild bis mäßig scharfe, grob gemahlene argentinische Chilischote. Du findest es in lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften oder gut sortierten Gewürzabteilungen.
Low & Slow · Patagonien
Saftige Lammschulter mit Knoblauch, Oregano, Ají molido und Kreuzkümmel, die im Smoker langsam Rauch und eine dunkle Würzkruste entwickelt. Nach dem Wickeln wird das Fleisch butterzart gegart, gezupft und mit den aufgefangenen Fleischsäften vermischt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Paleta de cordero bezeichnet die argentinische Lammschulter. Diese moderne internationale Smoker-Zubereitung verbindet den Zuschnitt mit einem langen Low-and-slow-Garweg, einer kräftigen Würzpaste und dem rauchigen Aroma von Eichenholz. Nach vielen Stunden wird die Schulter gezupft, sodass dunkle Krustenstücke und saftige Fleischfasern gemeinsam serviert werden.
Außen dunkel, trocken und würzig mit feinem Eichenrauch; innen weich, saftig und faserig. Knoblauch, Oregano und Kreuzkümmel prägen das Aroma, während Ají molido eine zurückhaltende Schärfe beisteuert.
Schritt für Schritt
Trockne die Lammschulter gründlich. Entferne nur harte, lose Fettstücke und lasse eine dünne schützende Fettschicht stehen. Schneide die dicke Fettauflage an einigen Stellen flach ein, ohne tief ins Fleisch zu schneiden.
Vermische Salz, Pfeffer, Oregano, Ají molido, Kreuzkümmel, Knoblauch, Olivenöl und 30 ml Rotweinessig zu einer streichfähigen Würzpaste. Reibe die Schulter rundum damit ein, auch in den Vertiefungen am Knochen. Decke sie ab und lasse sie 45–60 Minuten ruhen.
Richte den Smoker für indirekte Hitze ein und stabilisiere den Garraum bei 110–120 °C. Lege die mit 1 l Wasser gefüllte Wasserschale zwischen Glut und Fleisch. Gib zunächst ein Stück Eichenholz auf die Glut und warte auf dünnen, hellen Rauch statt dichtem weißen Rauch.
Wichtig: Beim Öffnen des Smokers auf heiße Oberflächen, Glut und Rauch achten.
Vermische 100 ml Wasser und 50 ml Rotweinessig in einer Sprühflasche. Lege die Lammschulter mit der Fettschicht nach oben in den indirekten Bereich. Setze die Kerntemperatursonde in die dickste Stelle, ohne den Knochen zu berühren. Räuchere das Fleisch in den ersten 4–5 Stunden bei 110–120 °C und gib nach Bedarf die beiden weiteren Holzstücke dazu. Besprühe die Oberfläche ab der dritten Stunde alle 60–90 Minuten sparsam mit der Wasser-Essig-Mischung, bis diese aufgebraucht ist.
Wichtig: Die Sonde so platzieren, dass sie weder den Knochen berührt noch beim Umsetzen im heißen Smoker verrutscht.
Prüfe nach etwa 4½–6 Stunden die Oberfläche. Die Würzkruste soll trocken, dunkel und fest sein; die Kerntemperatur liegt meist bei ungefähr 68–72 °C. Eine Plateauphase, in der die Kerntemperatur zeitweise kaum steigt, ist bei diesem großen Zuschnitt normal. Die aktive Rauchphase ist nun abgeschlossen; halte den Smoker weiter stabil, ohne ständig neues Holz nachzulegen.
Daran erkennst du es: Trockene, dunkle und feste Würzkruste; Kerntemperatur meist etwa 68–72 °C
Lege die Schulter auf zwei Lagen stabile Alufolie, gieße 250 ml Wasser dazu und verschließe das Paket dicht. Setze es zurück in den Smoker und gare bei 115–125 °C weitere etwa 5–7 Stunden. Drehe das Paket nicht unnötig. Prüfe ab 93 °C Kerntemperatur mit einem dünnen Thermometer oder Holzspieß an mehreren Stellen. Das Fleisch ist fertig, wenn der Fühler fast widerstandslos hineingleitet und sich der Knochen leicht lösen lässt; meist liegt die Kerntemperatur dann zwischen 93 und 96 °C.
Daran erkennst du es: Der Fühler gleitet fast widerstandslos hinein und der Knochen lässt sich leicht lösen; meist 93–96 °C Kerntemperatur
Wichtig: Das Folienpaket vorsichtig öffnen, da heißer Dampf und heiße Fleischsäfte austreten können.
Nimm das Paket vom Smoker und lasse die Schulter 60 Minuten geschlossen ruhen. Öffne die Folie vorsichtig, fange die Fleischsäfte auf und entferne den Knochen. Zupfe das Fleisch in grobe Fasern und mische es locker mit etwas von den aufgefangenen Säften. Die dunkle Kruste dabei nicht vollständig unterarbeiten, damit sie in kleinen Stücken erhalten bleibt.
Daran erkennst du es: Der Knochen lässt sich leicht lösen und das Fleisch in grobe Fasern zupfen.
Wichtig: Beim Öffnen des Pakets vorsichtig mit heißem Dampf und heißen Fleischsäften umgehen.
Gut zu wissen
Ají molido ist eine mild bis mäßig scharfe, grob gemahlene argentinische Chilischote. Du findest es in lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften oder gut sortierten Gewürzabteilungen.
Die Chiliflocken zeigen mehr sichtbare Schalenstücke und bringen meist eine ähnlich zurückhaltende Schärfe.
Ersetze die 15 g Ají molido durch 10 g milde Chiliflocken und rühre sie wie im Rezept in die Würzpaste ein.
Das erste Holzstück erst bei stabiler Glut auflegen und auf dünnen, hellen Rauch warten.
Die weitere Rauchzugabe beenden und das Fleisch bei stabiler Temperatur ohne zusätzliches Holz fertig garen.
Den Garraum im angegebenen Temperaturbereich halten und nur für notwendige Kontrollen öffnen.
Den Smoker wieder stabilisieren und die Garprobe statt einer festen Endzeit verwenden.
Ab der dritten Stunde nur sparsam alle 60–90 Minuten sprühen und die Mischung vollständig aufbrauchen.
Nach Abschluss der Rauchphase nicht weiter sprühen und die Schulter im Wickelpaket fertig garen.
Ab 93 °C an mehreren Stellen prüfen und erst bei fast widerstandsfreiem Fühler sowie leicht lösbarem Knochen fertigstellen.
Die Schulter wieder dicht wickeln und weitergaren, bis die Garprobe passt.
Häufig gefragt
Ají molido ist eine mild bis mäßig scharfe, grob gemahlene argentinische Chilischote. Du findest es in lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften oder gut sortierten Gewürzabteilungen.
Verwende 10 g milde Chiliflocken. Sie bringen etwas mehr sichtbare Schalenstücke und meist eine ähnlich zurückhaltende Schärfe.
Prüfe sie ab etwa 93 °C Kerntemperatur an mehreren Stellen. Fertig ist sie, wenn der Fühler fast widerstandslos hineingleitet und sich der Knochen leicht lösen lässt; meist liegt die Kerntemperatur dann zwischen 93 und 96 °C.
Für das Rezept sind drei Stücke Eichenholz vorgesehen. Zunächst kommt ein Stück auf die Glut, die beiden weiteren werden nach Bedarf während der ersten Rauchphase ergänzt.
Nach der ersten Rauchphase wird die Schulter mit 250 ml Wasser dicht in zwei Lagen Alufolie gewickelt und im Smoker weitergegart. So folgt auf die offene Rauchphase ein geschützter Garabschnitt.
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